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Gravity

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kritiken.de Redaktion 03.10.2013
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Gravity - Ein filmisches Vermessungsstück von Leere, Körperlichkeit und der Politik des Schweigens

Einleitung

Alfonso Cuaróns Gravity ist mehr als ein Effektwunder; es ist ein filmisches Experiment, das die Bedingungen des Sehens und Erlebens neu auslotet. Der Film verschränkt spektakuläre Bildkunst mit einer radikal reduzierten Figurenkonstellation und verhandelt so die modernen Ängste vor Isolation, technischer Verwundbarkeit und existenzieller Entfremdung. In einer Zeit, in der Blockbuster zunehmend auf immersiven Realismus und sensorische Überwältigung setzen, setzt Gravity auf die Ambivalenz zwischen Staunen und Beklemmung.

Für Cuarón markiert der Film zugleich eine konsequente Weiterführung seiner formalen Anliegen: die Suche nach einer Sichtweise, die Körperlichkeit und Raum als untrennbare filmische Phänomene begreift. Nach Werken, die sich durch lange Oneshots, eine körperzentrierte Kamera und politisch-menschliche Fragestellungen auszeichneten, nutzt Gravity technische Innovation nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel, um Subjektivität zu kartieren.

Der gesellschaftliche Kontext des Films - eine Ära intensiver technologischer Abhängigkeit, wiederaufkommenden Interesses an Weltraumforschung sowie medialer Sehnsucht nach Extremen - macht die Rezeption ambivalent. Gravity spricht das Bedürfnis nach unmittelbarer Erfahrung an und konfrontiert gleichzeitig mit dem Unbehagen, das entsteht, wenn Vertrautes seine Gravitationskräfte verliert. Dadurch bleibt der Film relevant jenseits seiner visuellen Attraktivität - als Reflexionsraum über das Verhältnis von Mensch und Maschine, von Innen- und Außenwelt.

Kurzüberblick zur Produktion

Gravity entstand unter der Regie Alfonso Cuaróns und ist charakteristisch für seine hybride Handwerksästhetik - ein Zusammenspiel aus präziser Planung, improvisatorischer Detailarbeit und radikalem technischem Anspruch. Die Kameraarbeit, federführend gestaltet von Emmanuel Lubezki, ist integraler Bestandteil der Erzählstrategie; sie verschiebt die Perspektive vom distanzierten Beobachter zum unmittelbar involvierten Körper im Raum. Visuelle Effekte wurden in aufwendiger Koordination mehrerer Studios realisiert - mit dem Ziel, eine nahtlose Illusion schwereloser Präsenz zu erzeugen.

Produziert im Rahmen eines großen Studios und mit einem beträchtlichen Budget, kann Gravity als Paradebeispiel moderner Blockbuster-Ästhetik gelten, die Hochbudget und künstlerische Ambition zusammenführt. Besonderheiten der Produktion sind die Entwicklung spezieller Licht- und Bewegungsrigger, die Konstruktion komplexer Previsualisierungen und die enge Verzahnung von Schauspiel, Kamera und VFX-Design. Diese Produktionsbedingungen ermöglichen nicht nur technische Bravour, sondern auch eine feinsinnige Ausformung der filmischen Innenperspektive.

Innerhalb von Cuaróns Gesamtwerk steht Gravity als radikale Übersetzung seiner wiederkehrenden Themen: eine Neugier für Raum und Körperlichkeit, eine Vorliebe für lange, zusammenhängende Takes und ein humanistisches Interesse an Figuren in Extremsituationen. Gleichzeitig markiert der Film eine Erweiterung seiner Formensprache durch den kompromisslosen Einsatz digitaler Mittel - ein Schritt, der Cuaróns Handschrift nicht ersetzt, sondern transformiert.

Die Hauptdarsteller & Hauptdarstellerinnen

Sandra Bullock übernimmt die Hauptrolle und trägt den Film mit einer reduzierten, präzisen Performance. Bekannt geworden durch ein Spektrum von Genres - vom leichtfüßigen Mainstream über romantische Komödie bis zu ernsthafteren Dramen - konfrontiert sie hier ihr schauspielerisches Register mit einem minimalen Repertoire an Gesten und Blicken. Ihre Figur ist durch inneren Rückzug und konzentrierte Präsenz definiert, wodurch Bullock die Herausforderung annimmt, emotionale Tiefe ohne konventionale Dialogabfolgen zu vermitteln.

George Clooney tritt als konterpunktische Präsenz auf, dessen frühere Rollen von lässiger Selbstsicherheit und charismatischer Leichtigkeit geprägt sind. In Gravity fungiert er als Ausdruck eines erfahreneren, fast spielerischen Verhaltens gegenüber der Gefahr - eine Figur, die sowohl menschliche Wärme als auch die Rolle eines begleiteten Gegenspielers übernimmt. Die Chemie zwischen den beiden Schauspielern produziert Spannungen, die weniger dramaturgischer Offenbarung als vielmehr existenzieller Resonanz dienen.

Handlung (spoilerfrei!)

Gravity entfaltet eine präzise erzählte Grundkonstellation: In einer Umgebung, die jede vertraute Orientierung aufhebt, werden wenige Figuren mit der Aufgabe des Überlebens konfrontiert. Der dramatische Konflikt entsteht nicht aus komplexen Intrigen, sondern aus der radikalen Herausnahme vertrauter Sicherheiten - die Welt als Vakuum, die Körper als verletzliche Instrumente. Die zentrale Figur versucht, Handlungsspielräume in einer feindlichen, gleichgültigen Umgebung zu finden und dabei das Erinnern, das Fühlen und die physische Präsenz zu behaupten.

Ton und Atmosphäre des Films sind von dualer Natur: technisch-kühl in der Darstellung des Weltraums, zugleich intensiv intim in der Darstellung der individuellen. Das narrative Tempo variiert zwischen langen, fast meditativen Sequenzen und Momenten akuter Spannung; die Kamera verschiebt die Perspektive so, dass Zuschauende nicht nur Zeuge, sondern fast Teil der physischen Erfahrung werden.

Zentrale Themen und Motive

Gravity stellt fundamentale Fragen nach der Relation von Subjekt und Umwelt, nach Verletzlichkeit angesichts einer indifferenten Natur und nach der Rolle von Technik als sowohl befreiender als auch bedrohlicher Kraft. Der Film verhandelt Solidarität und Einsamkeit, indem er das Individuum in eine Umgebung stellt, die jede soziale Sicherung zu neutralisieren scheint. Daraus ergibt sich eine philosophische Dimension - eine Auseinandersetzung mit dem Nichts als Raum für Neubeginn und Reflexion.

Psychologisch liegt ein Schwerpunkt auf Trauerarbeit und Wiederaneignung des eigenen Körpers als Handlungsmöglichkeit. Cuarón interessiert sich weniger für die abstrakte Metaphysik des Kosmos als für die sinnliche Erfahrung des Körpers im Raum: Atmung, Blick, Gewicht - Motive, die immer wiederkehren und dem Film seine Dringlichkeit verleihen. Zugleich eröffnet die filmische Darstellung des Weltraums eine ästhetische Debatte über das Erhabene - zwischen technischer Kontrolle und dem unverfügbaren Staunen über Größe und Leere.

Schließlich operiert Gravity als Reflexionsfläche für gegenwärtige Kulturfragen: die Sehnsucht nach unmittelbarer, unverfälschter Erfahrung; die Ambivalenz moderner Technik; und die Art und Weise, wie cineastische Mittel Empathie erzeugen können. Indem der Film technische Raffinesse und intime Erzählung verbindet, fordert er ein Nachdenken darüber ein, wie Gegenwartskino Formen entwickelt, die sowohl Körper als auch Bewusstsein adressieren.

Filmkritik von Gregor Torinus

Der neue Film von Alfonso Cuarón („Children of Men“, 2006) ist ein Ereignis. Mit „Gravity“ begibt sich der Kinozuschauer scheinbar selbst in ein unendlich weites, kaltes All, in dem nicht nur die namensgebende „Schwerkraft“ durch Abwesenheit glänzt. Wie die eröffnende Texttafel vermittelt, ist dies eine Sphäre in der kein Schall existiert und kein Leben möglich ist. Trotzdem befinden sich hier ein paar verlorene Astronauten. Ihre Erfahrung ist die einer existenziellen Einsamkeit.

Die Mannschaft der Raumfähre „Explorer“ ist auf Außenmission zur Modernisierung des „Hubble“-Weltraumteleskops. Als die Schrottteile eines verunglückten Satelliten ihr Schiff durchsieben, bleiben von der fünfköpfigen Besatzung nur der alte Hase Matt Kowaski (George Clooney) und der Weltraumfrischling Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) übrig. Sie versuchen mit allen Mitteln trotz zerstörten Raumschiffs wieder zur Erde zurückzukehren, wieder Boden unter den Füßen zu verspüren, die Schwerelosigkeit des tödlichen Alls durch die Gravitation der vertrauten Mutter Erde zu ersetzen.

Das ist die gesamte Handlung des Films, der in 90 Minuten in Echtzeit abläuft. Doch diese eineinhalb Stunden gleichen einer Achterbahnfahrt, bei welcher der Zuschauer selbst ins All katapultiert wird. Genauer gesagt ist „Gravity“ die konsequente Weiterentwicklung des Erlebens einer Achterbahnfahrt in einem klassischen IMAX-Film. So ist es nur konsequent, dass die 80 Millionen Dollar teure, weitestgehend computergenerierte 3D-Orgie in einer erhöhten Auflösung erstellt wurde, die eine Präsentation in einem IMAX-Kino erlaubt. „Gravity“ ist der aktuelle Referenzpunkt in der Entwicklung eines Eventkinos, das jede kritische Distanz und komplexere Handlung zugunsten einer größtmöglichen Einbeziehung des Zuschauers in das spektakuläre Geschehen ersetzt.

„Gravity“ beginnt mit einer zeitgemäßen Weiterentwicklung des „Weltraumballetts“ aus Stanley Kubricks Jahrhundertklassiker „2001“, einem poetischen, schwerelosen Gleiten und Kreisen von Körpern im All. Einzelne Menschen erscheinen einmal als winzige Punkte verloren in der grenzenlosen Weite des Weltraums. Dann zoomt sich die kreisende Kamera sehr langsam an einen Astronauten heran, bis man mit den Augen George Clooneys oder Sandra Bullocks auf das Blau der weit entfernten Erde blickt. Die Schwerkraft ist in diesem Film auch die Sehnsucht des Menschen nach der vertrauten Heimat angesichts der Konfrontation mit dem tödlichen Vakuum des Alls.

„Gravity“ hat kaum mehr eine Handlung im konventionellen Sinn. Alle Geschehnisse dienen lediglich als Auslöser für Emotionen, die der Zuschauer zusammen mit den Protagonisten - und hier insbesondere der Figur von Sandra Bullock - erlebt. In dem Maße, wie sich der Unterhaltungswert der zunehmend ähnlich erscheinenden äußeren Ereignisse abzunutzen droht, wird die Identifikation mit der Figur von Dr. Ryan Stone soweit verstärkt, dass man als Zuschauer zusammen mit ihr verschiedene existenzielle Grenzerfahrungen durchlebt.

Gegen Ende wird „Gravity leider unangenehm pathetisch. Der zu Beginn die Wirkung der visuellen Ebene weiter steigernde Electro-Score wird auf einmal penetrant. Es zeigt sich, dass der Leere des Raumes eine gewisse inhaltliche Leere entspricht. Man verlässt den Kinosaal so, wie man aus einer Achterbahn aussteigt: Überwältigt, schwindelnd, aber ohne dass man wirklich einen tieferen Gewinn aus dem Erlebnis gezogen hätte. Aber in diesem Fall ist dies auch nicht unbedingt notwendig. „Gravity“ ist reines Eventkino in Perfektion, nicht viel mehr, aber auch nicht weniger.

Filmkritik von Sophie Charlotte Rieger

Ein Kammerspiel im All – was zunächst wie ein Widerspruch klingt, ist in der Tat die beste Beschreibung von Alfonso Cuaróns Film „Gravity“, der die 70. Filmfestspiele in Venedig eröffnete. So groß das Universum auch sein mag, in dem die Astronauten Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) und Matt Kowalsky (George Clooney) hier schweben, so bedrückend und damit gewisser Weise begrenzt wirkt das Setting, dass Cuarón präsentiert. Der Film kommt mit nur zwei Schauspielern aus und begrenzt seine Handlung fast vollständig auf den Weltraum.

Schon vor Filmbeginn informiert Cuarón per Untertitel sein Publikum über die menschenfeindlichen Bedingungen, denen seine Protagonisten im All ausgesetzt sind. Kein Sauerstoff, Eiseskälte – die Risiken des Einsatzes liegen auf der Hand. Dennoch zeichnet sich der Ort des Geschehens, durch große Leere aus. Wir sehen den dunklen Sternenhimmel, die Erde in weiter Ferne, das Teleskop, an dem Ryan und Matt Reparaturen vornehmen. Und sonst nichts. Die Weite ist so unendlich, dass sie ins Gegenteil umschlägt: Sie wirkt beklemmend. Die Gefahr entsteht aus der Abwesenheit von etwas Gegenständlichem. Zunächst ist das nur ein vages Gefühl. Vielleicht wirken die Leere und die Stille nur deshalb unheimlich, weil sie uns unbekannt sind? Doch mit dem Ausbrechen der Katastrophe werden die zunächst nur erahnten Gefahren plötzlich konkret.

Durch die Explosion eines sowjetischen Satelliten rast eine Wolke aus Welltraumschrott auf die Protagonisten zu. Für ein Ausweichmanöver ist es zu spät und Ryan und Matt kollidieren mit den Metallteilen. Einmal getroffen wirbeln sie in der absoluten Schwerelosigkeit unaufhaltbar um die eigene Achse. Die Verbindungen zum rettenden Shuttle werden gekappt. Der Funkverkehr bricht ab. Ryan wird ins All hinaus geschleudert. Mutterseelenallein, stetig rotierend, driftet sie in die Unendlichkeit.

Ein Horrorszenario sondergleichen! Da ist nichts, aber auch gar nichts, woran Ryan sich festhalten könnte, was sie tun könnte, um sich aus dieser Lage zu befreien. „Gravity“ ist wie der Titel schon verrät ein Film über die Abwesenheit von etwas. Die Abwesenheit von Gravitation, Geräuschen, von Orientierung und Sicherheit. Dass diese Abwesenheit niemals langweilig wird, ist dem gekonnten Einsatz der 3D-Technik zu verdanken. Sie verleiht dem Bild Tiefe, so dass wir den leeren Raum auch als solchen empfinden und zumindest einen kleinen Eindruck davon gewinnen können, in welcher Lage sich die Figuren auf der Leinwand empfinden.

Im Fokus steht dabei stets die weibliche Hauptfigur Ryan, die der Situation zunächst weit weniger gewachsen ist als ihr männlicher Kollege. Der nämlich lässt sich zumindest äußerlich nicht einmal durch die bedrohlichste Krisensituation aus der Ruhe bringen. Clooneys Matt Kowalski fungiert dabei geradezu als Witzfigur. Seine Anekdoten und Überheblichkeit sollen uns zum Schmunzeln bringen und tun es auch. Dennoch kann Alfonso Cuarón seinem männlichen Protagonisten auf diese Weise keinen Charakter verleihen. Matt bleibt ein bloßer Typ, der ausschließlich durch seine Funktion innerhalb der Geschichte, nicht aber durch seine Persönlichkeit gekennzeichnet ist. Im Gegensatz dazu ist die weibliche Figur deutlich komplexer angelegt. Der große Unterschied in der Ausarbeitung der Charaktere lässt im Grunde nur den Schluss zu, dass Cuarón den Zuschauer zwingen will, sich voll und ganz auf die Performance von Sandra Bullock einzulassen, denn „Gravity“ ist ihre Geschichte und geht damit auch über die konkrete Bedrohungssituation im Weltall hinaus. Es ist ihre Figur, die das Thema der Abwesenheit auch auf eine metaphorische Ebene hebt. Nicht nur kann sie sich physisch an kaum mehr etwas festhalten, auch im übertragenen Sinne befindet sie sich im freien Fall. Nach dem Verlust ihrer Tochter gibt es kaum mehr etwas, dass Ryan an das irdische Leben fesselt.

Obwohl wir von Sandra Bullock oft nur einen Ausschnitt des Gesichts durch den Helm des Raumanzugs sehen, sind wir ihrer Figur ganz nah. Wir folgen nicht nur der Funkverbindung, die sie mit Matt oder der Erde führt, wie hören auch ihre Selbstgespräche, vor allem aber ihren Atem, der in Momenten großer Panik immer schneller wird. In der Identifizierung mit dieser Figur werden auch wir zunehmend atemlos. Dabei steht ihre subjektive Hektik in einem schier unerträglichen Gegensatz zu den verlangsamten Bewegungen, die sich aus der Hürde der Schwerelosigkeit und dem sperrigen Raumanzug ergeben.

Gegensätze ziehen sich stilistisch wie ein Motiv durch „Gravity“, insbesondere auf akustischer Ebene. Obwohl uns der schon erwähnte Untertitel frühzeitig darüber informiert, dass es im Weltraum keine Geräusche gibt, gehen die Kollisionen Ryans und Matts mit den Satellitenteilen stets mit Lärm einher. Dieser ist jedoch geschickt in die Filmmusik von Steven Price verwoben, die erheblich dazu beiträgt, die Ereignisse zu dramatisieren. Zuweilen stellt sich bedauerlicher Weise das Gefühl ein, dass diese musikalische Untermalung einen zu großen Anteil an der Wirkung des Films hat und die Dramatik auf der Handlungsebene ersetzt. Weit beeindruckender jedoch als die sich aufbäumende Musik ist ihr plötzlicher Abbruch, der uns die erbarmungslose Stille des Spielorts immer wieder schmerzlich vor Augen führt. Es braucht also die mächtigen Klänge, um die anschließende Lautlosigkeit hörbar zu machen.

Großer Lärm, absolute Stille. Panik und Bewegungslosigkeit. Leere und die Omnipräsenz von Bedrohung. Das sind die Pole zwischen denen das Konzept von „Gravity“ oszilliert und damit den Zuschauer in seinen Bann zieht. Dazu gesellen sich atemberaubende Aufnahmen der Erde, die in ihrer Schönheit nicht nur das Kinopublikum, sondern auch die Protagonisten, immer wieder von der Ausweglosigkeit der Situation ablenken. „Gravity“ ist ein Augenschmaus, ein berauschendes Kinoerlebnis, das sich der 3D Technik sinnvoll zu bedienen weiß und damit einen gleichsam künstlerisch wertvollen wie auch unterhaltsamen Film liefert, der – ein wenig Pathos hin oder her – auch eine Geschichte darüber erzählen kann, worauf es im Leben wirklich ankommt.

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