Schauspieler/in

Uwe Dag Berlin

* 30.11.1957 - Gardelegen

Über Uwe Dag Berlin

Uwe Dag Berlin

Portrait des deutschen Schauspielers und Regisseur Uwe Dag Berlin fotografiert von Daniel Josefsohn Uwe Dag Berlin (* 1958 in Gardelegen), deutscher Schauspieler und Regisseur, Sohn von Adolf und Inge Berlin (geb. Brandenburg). Der Liebe seiner Mutter für Trygve Gulbranssens Roman Das Erbe von Björndal verdankt er seinen in Deutschland seltenen, zweiten Vornamen „Dag“.

Leben

Uwe Dag Berlin ist neben seinen Theaterarbeiten auch aus Kino- und TV-Auftritten bekannt. Berlin gründete Anfang der 1980er Jahre zusammen mit Leander Haußmann das „Berliner Bohème Theater“ (BBT). Ähnlich wie Spielleute zogen sie durch Teile der DDR und spielten auf öffentlichen Plätzen. 1982 begann Uwe Dag Berlin sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, das er 1986 abschloss.

Es folgten Engagements als Schauspieler, Regisseur und Spielleiter am Schauspielhaus Gera, am Landestheater Parchim, an den Kammerspielen Magdeburg. Nach Gastrollen in Inszenierungen von Friedo Solter, Katja Paryla und Frank Castorf wurde Uwe Dag Berlin 1990 festes Ensemble- Mitglied am Deutschen Theater Berlin. Fünf Jahre arbeitete er dort als Schauspieler bevor ihn ein Engagement als Regisseur und Schauspieler an das Schauspielhaus Bochum brachte. Auf der Bühne spielte er Rollen in Amadeus (Salieri), Clavigo (Carlos), Othello (Othello), Dantons Tod (St. Just), Blick zurück im Zorn (Jimmy) und andere. Für den Othello wurde er als deutscher Nachwuchsschauspieler nominiert. Seit 2010 spielt Uwe Dag Berlin in Castorfs Inszenierung Die Soldaten in der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Auch ins Haußmanns Rosmersholm an der Volksbühne hat er zwei prägnante Auftritte.

Berlins Regiedebut am Theater war 1989 Kap der Unruhe von Alfred Matusche am Landestheater Parchim. Neben Dimiter Gotscheff und Jürgen Kruse war Uwe Dag Berlin von 1995 bis 2000 während der Intendanz von Haußmann als Regisseur am Schauspielhaus Bochum engagiert. Dort inszenierte er in Co-Regie mit Leander Haußmann die Uraufführung Germania III von Heiner Müller, Shakespeares Viel Lärm um Nichts und Maß für Maß sowie Brechts Dreigroschenoper. In Eigenregie inszenierte er in Bochum Sarah Kanes Zerbombt, die eindrückliche Uraufführung Der Vater von Sobol, Vatermord von Bronnen, Goethes Stella und vieles mehr.

So inszenierte er seither mehr als 35 Inszenierungen beispielsweise in Aachen, Chemnitz, Kassel und Lübeck, unter anderem Stücke von Ravenhill, Goldoni, Hauptmann, Miller, Schnitzler, Hasenclever, Schnitzler, Spycher, Cooney, Büchner, Goethe, Wisnewsky, Sobol und das Musical Pinkelstadt und spielte als Gast am Berliner Ensemble. Von 2006 bis 2009 war Uwe Dag Berlin Schauspieldirektor der „Theater & Philharmonie Thüringen“ (Bühnen der Stadt Gera, Landestheater Altenburg). Er inszenierte dort unter anderem Gefährliche Liebschaften, Die Leiden des jungen Werther, Schillers Die Räuber, Shakespeares Macbeth, Die weiße Rose im Altenburger Landratsamt und vieles mehr.

Uwe Dag Berlin gab sein Debüt als Filmschauspieler 1987 in der Rolle des Alexander Sulkowski im populären DDR-Fernsehmehrteiler Sachsens Glanz und Preußens Gloria. Es folgten zahlreiche weitere Spielfilme. In Sonnenallee (1999), Herr Lehmann (2003), NVA (2005), Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken (2007) und Hotel Lux(2011) arbeitete er mit Regisseur Leander Haußmann zusammen. Im Sommer 2012 ist Uwe Dag Berlin in der Titelrolle als "Snake Müller" für die Dreharbeiten des Kinofilms "Haialarm am Müggelsee" unter der Regie des Bestsellerautors Sven Regener und des Regisseurs Leander Haußmann engagiert. Zudem tritt Berlin in Fernsehserien auf.

Uwe Dag Berlin lebt als freier Regisseur und Schauspieler an der Nordseeküste und in Berlin.

Filmografie

  • 1987: Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Gräfin Cosel (TV)
  • 1988: Willkommen in der Kantine (Kino)
  • 1989: Unsere Familie (Kino)
  • 1991: Stein
  • 1993: Wir können auch anders …(Kino)
  • 1994: Burning Life (TV)
  • 1999: Sonnenallee (Kino)
  • 2003: Herr Lehmann (Kino)
  • 2005: NVA (Kino)
  • 2005: SOKO Wismar: Wikingergold (TV-Serie)
  • 2006: Elementarteilchen
  • 2007: Der letzte Zeuge: Die Handschrift des Mörders (TV-Serie)
  • 2007: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken (Kino)
  • 2008: Der Mond und andere Liebhaber (Kino)
  • 2009: Küstenwache: Das Geheimnis der Molly Rose (TV-Serie)
  • 2010: Löwenzahn: Ratten – Der Fänger von Bärstadt (TV-Serie)
  • 2010: SOKO Leipzig: Girls, Girls, Girls (TV-Serie)
  • 2011: Polizeiruf 110 "Einer trage des anderen Last" (TV-Serie)
  • 2011: Großstadtrevier "Herr Zipperer" (TV-Serie)
  • 2011: Nordisch herb: Tidenhub (TV-Serie)
  • 2011: Hotel Lux (Kino)
  • 2011: Quellen des Lebens (Kino)
  • 2011: Ein starkes Team (TV-Serie)
  • 2012: King Ping (Kino)
  • 2012: Tore Tanzt (Kleines Fernsehspiel)
  • 2012: Zeit der Helden (Miniserie ARTE)
  • 2012: Hauptstadtrevier: "Fleischeslust" (TV-Serie)
  • 2012: Hai-Alarm am Müggelsee (Kino)
  • 2012: A most wanted Man (Kino international)

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Uwe Dag Berlin hat mitgespielt in

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Hai-Alarm am Müggelsee
Komödie FSK 12
Regie: Sven Regener, Leander Haußmann
Hai-Alarm am Müggelsee Userwertung:

Produktionsjahr: 2013
Schauspieler/innen: Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Uwe Dag Berlin, Anna-Maria Hirsch, Tom Schilling, Benno Fürmann, Annika Kuhl, Detlev Buck, Katharina Thalbach, Horst Pinnow, Stephan Baumecker
King Ping - Tippen Tappen Tödchen
Komödie
Regie: Claude Giffel
King Ping - Tippen Tappen Tödchen Userwertung:

Produktionsjahr: 2013
Schauspieler/innen: Sierk Radzei, Godehard Giese, Bela B. Felsenheimer, Hans Martin Stier, Christoph Maria Herbst, Jana Voosen, Lilay Huser, Uwe Dag Berlin, Angelika Bartsch, Jörg Reimers, Gabriele Schulze, Sinan Akkuş, Hans Richter, Lore Duwe, Daniel Breitfelder, Dirk Michael Häger, Barbara Seifert
Tore tanzt
Drama
Regie: Katrin Gebbe
Tore tanzt Userwertung:

Produktionsjahr: 2013
Schauspieler/innen: Julius Feldmeier, Sascha Alexander Gersak, Annika Kuhl, Swantje Kohlhof, Til-Niklas Theinert, Daniel Michel, Laura Lo Zito, Enno Hesse, Uwe Dag Berlin, Christian Bergmann, Nadine Boske, Christoph Jacobi, Alexander Wipprecht, Hartmut Lange
NVA
Komödie FSK 6
Regie: Leander Haußmann
NVA Userwertung:

Produktionsjahr: 2005
Schauspieler/innen: Kim Frank, Oliver Bröcker, Detlev Buck, Jasmin Schwiers, Annika Kuhl, Ignaz Kirchner, Maxim Mehmet, Robert Gwisdek, Philippe Graber, Daniel Zillmann, Torsten Michaelis, Uwe Dag Berlin, Ralf Dittrich
Herr Lehmann
Komödie FSK 12
Regie: Leander Haußmann
Herr Lehmann Userwertung:

Produktionsjahr: 2003
Schauspieler/innen: Christian Ulmen, Detlev Buck, Katja Danowski, Janek Rieke, Annika Kuhl, Hartmut Lange, Martin Olbertz, Uwe Dag Berlin, Michael Beck, Michael Gwisdek, Stephan Baumecker, Tim Fischer, Karsten Speck, Margit Bendokat, Adam Oest, Sven Martinek, Bernhard Schütz
Wir können auch anders …
FSK 6
Regie: Detlev Buck
Wir können auch anders … Userwertung:

Produktionsjahr: 1993
Schauspieler/innen: Joachim Król, Horst Krause, Konstantin Kotljarov, Sophie Rois, Heinrich Giskes, Ingo Naujoks, Lutz Weidlich, Doris Bierett, Christine Harbort, Hans-Martin Stier, Jan-Gregor Kremp, Uwe Dag Berlin, Hanno Thurau, Ruth Niehaus

Regie: Hans-Joachim Kasprzik
Sachsens Glanz und Preußens Gloria Userwertung:

Produktionsjahr: 1985
Schauspieler/innen: Marzena Trybała, Dietrich Körner, Alfred Struwe, Klaus Piontek, Jan Spitzer, Jörg Kleinau, Bozidara Turzonovová, Hans Knötzsch, Günter Wolf, Michèle Marian, Elke Brosch, Silvio Hildebrandt, Ezard Haußmann, Christine Harbort, Anne Kasprik, Maxi Biewer, Werner Dissel, Uwe Dag Berlin

Regie: Hans-Joachim Kasprzik
Sachsens Glanz und Preußens Gloria Userwertung:

Produktionsjahr: 1985
Schauspieler/innen: Marzena Trybała, Dietrich Körner, Alfred Struwe, Klaus Piontek, Jan Spitzer, Jörg Kleinau, Bozidara Turzonovová, Hans Knötzsch, Günter Wolf, Michèle Marian, Elke Brosch, Silvio Hildebrandt, Ezard Haußmann, Christine Harbort, Anne Kasprik, Maxi Biewer, Werner Dissel, Uwe Dag Berlin

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