Schauspieler/in

Steve Austin

* 18.12.1964 - Austin, Texas, USA

Über Steve Austin

Steve Austin

Steve Austin (* 18. Dezember 1964 in Austin, Texas, USA als Steven James Anderson), ist ein ehemaliger US-amerikanischer Wrestler und Schauspieler.

Neben Engagements für World Championship Wrestling und Extreme Championship Wrestling war seine wichtigste Wirkungsstätte die World Wrestling Federation. Austin war dort einer der erfolgreichsten Akteure während der sogenannten Attitude Ära, welche für den Sieg der WWF im Quotenkrieg gegen die WCW sorgte. Als Schauspieler wirkte er in einigen bekannten Film- und Fernsehproduktionen mit. Seit dem 4. April 2009 ist er Mitglied der WWE Hall of Fame.

Leben

Kindheit und Jugend

Steven James Anderson wuchs bei seinen Adoptiveltern in Jackson County (Texas) in der Kleinstadt Edna auf. Von ihnen übernahm er zeitweise den Familiennamen Williams. In der Highschool war er Mitglied der National Honor Society und erhielt später ein Stipendium im Bereich Football für die Universität von Austin.

1987 brach er das College schließlich ab und begann bei einem Verladedock in der Nähe des Houstoner Hafens zu arbeiten.[1]

Privates

Austin war dreimal verheiratet und ist mehrfacher Vater.[2][3] Alle drei Ehen wurden inzwischen wieder geschieden. Seine erste Frau war Kathryn Burrhus, von der er sich am 7. August 1992 nach fast zwei Jahren Ehe scheiden ließ,[4] um seine Ringbegleiterin Jeannie Clark ("Lady Blossom") im Dezember desselben Jahren heiraten zu können. Im Jahr 2000 heiratete er die ebenfalls aus dem Wrestlinggeschäft bekannte Debra McMichael, die Ex-Frau des Footballers und Wrestlers Steve McMichael.[5] Die Trennung erfolgte 2003 und entwickelte sich zu einer „Schlammschlacht“ auf Grund angeblicher Brutalität Austins. Debra warf ihrem Ex-Mann den Missbrauch von Anabolika vor.[6] Auch seine nächste Beziehung mit Tess Broussard endete unglücklich. Die Polizei musste eingreifen, da er anscheinend auch hier gewalttätig wurde.

Da Austin selbst ein Adoptivkind ist und seine richtigen Eltern nie kennenlernte, macht er sich für Kinder stark, die auf fremde Hilfe angewiesen oder schwer erkrankt sind. Sein Adoptivvater, Ken Williams, unterstützt ihn dabei.[7] Im Dezember 2007 nahm er seinen Ringnamen Steve Austin als bürgerlichen Namen an.[8] Austins größte private Leidenschaft ist die Rotwildjagd, für die er sich teilweise tagelang in die Wildnis zurückzieht.

Schauspielkarriere

Auch in Film und Fernsehen ist Austin vielfach vertreten. In MTVs Knetfiguren–Animationsserie Celebrity Deathmatch leiht er seinem dortigen Alter Ego regelmäßig seine Stimme. Eine ebenfalls wiederkehrende Rolle hatte er als Polizist Jake Cage in der Krimiserie Nash Bridges mit Don Johnson. Im Kino war Austin in der Actionkomödie Spiel ohne Regeln (The Longest Yard) an der Seite von Adam Sandler als Gefängniswärter zu sehen. Im Jahr 2007 wurde der von der WWE produzierte Actionthriller Die Todeskandidaten (The Condemned) mit ihm in der Hauptrolle gedreht. Ab März 2009 drehte er den Film The Expendables, in dem er an der Seite von Schauspielgrößen wie Sylvester Stallone, Jason Statham oder Dolph Lundgren agierte. Des Weiteren drehte Austin 2009 den Film Damage, in dem er auch die Hauptrolle übernahm. 2010 erschienen die Filme The Stranger (Juni) und Hunt To Kill (November) mit Austin in der Hauptrolle. Als Hauptdarsteller war Austin 2011 in dem Film Tactical Force mit Michael Jai White zu sehen. 2012 folgte der Kinofilm und Actionthriller Recoil mit ihm in der Hauptrolle.

Wrestlingkarriere

Anfänge im Wrestling

Austin begann 1989 seine Karriere. Es folgten Auftritte bei der United States Wrestling Association und der World Class Wrestling Association.

World Championship Wrestling

Im Jahre 1991 wechselte Austin zu World Championship Wrestling (WCW). Da es bereits einen Wrestler namens Steve Williams aka Dr. Death gab, änderte er seinen Namen in den seiner Heimatstadt, Austin. Als „Stunning“ Steve Austin gewann er am 3. Juni 1991 seinen ersten Titel, die WCW World Television Championship. Den Titel hielt er 329 Tage und gab ihm am 27. April 1992 an Barry Windham ab. Am 23. Mai 1992 konnte Austin den Titel jedoch wieder gewinnen.

1992 bildete Austin mit Flyin’ Brian das Tag Team “Hollywood Blondes”. Mit diesem gewann er 1993 zwei Mal die NWA World Tag Team Championship. Außerdem fehdete Austin mit Flyin’ Brian, Barry Windham und Lord Steven Regal gegen Ric Flair, Arn Anderson und Paul Roma.

Mitte 1995 wurde Austin von der WCW gefeuert. Der damaligen Vize-Präsidenten der WCW, Eric Bischoff, bezeichnete Austin als nicht „vermarktungsfähig“.

Extreme Championship Wrestling

Nach seiner Entlassung verschlug es Austin durch seinen ehemaligen WCW-Manager Paul E. (der nun einer der Geschäftsführer war) zu Extreme Championship Wrestling (ECW). Er wurde von der ECW direkt nach dem Auslaufen des WCW-Vertrages angerufen und unterschrieb etwas später einen kurzfristigen Vertrag bis zum Jahresende.[9] Nach Vertragsablauf sollte über eine längerfristige Verpflichtung entschieden werden. Anfänglich nannte er sich Extreme Superstar Steve Austin und begann eine Fehde mit The Sandman.[10] In dieser kurzen ECW-Zeit wurde sein Alter Ego des „Extreme Superstars“ zu „Stone Cold“ weiterentwickelt. Vom Sandman übernahm Austin auch das Biertrinken im Ring und der Halle, das später in der WWF typisch für ihn wurde.

Austin teilte immer wieder öffentliche Seitenhiebe gegen die WCW und ihre Führungsetage aus. Einen besonderen Groll hegte er gegen Bischoff, den er auch mehrfach persönlich erwähnte.[11]

Trotz seines nur kurzen Engagements gehörte Austin zu den Top-Superstars der ECW. Bei der ECW Großveranstaltung „November To Remember“ 1995 verlor er das Match um den Titel gegen den Sandman und Mikey Whipwreck. Ein wenig später verließ er diese Liga in Richtung WWF.

World Wrestling Federation

Nach Ablauf des Vertrages mit der ECW ging Austin Ende 1995 zur World Wrestling Federation (WWF). Dort trat er zuerst unter dem Namen „The Ringmaster“ auf und wurde von Ted DiBiase gemanagt.

Ab dem Frühjahr 1996 trat er wieder als Steve Austin auf. Im Juni 1996 gewann er das King of the Ring Turnier. Im Finale besiegte er Jake „The Snake“ Roberts.

''You sit there and you thump your [[Bibel

Du sitzt da und pochst auf die Bibel, du sagst deine Gebete auf … und es hat dich nicht weitergebracht! Sprich über Psalmen, sprich über Johannes 3:16 … Austin 3:16 sagt: Ich habe dir den Arsch aufgerissen!

Im Herbst 1996 kehrte [Hart|Bret „The Hitman“ Hart] nach einer längeren Auszeit in die WWF zurück. Bald darauf kam es zu einer [von Wrestling-Begriffen#F|Fehde] zwischen Austin und Hart sowie dessen [von Wrestling-Begriffen#S|Stable] [Hart Foundation#The Hart Foundation (Stable)|Hart Foundation] (bestehend aus Bret Hart, [Hart], [Neidhart|Jim Neidhart], [British Bulldog] und [Pillman]). Während der Fehde gewann Austin am 19. Januar 1997 das [Rumble], wobei er Bret Hart als Letzten [(Wrestling)|eliminierte]. Dies führte zu einem Match zwischen Austin und Hart bei [WrestleMania 13], welches Hart gewann. Die Fehde endete am 9. November 1997 bei der [Series] als Austin Owen Hart besiegte und die [Intercontinental Championship|WWF Intercontinental Championship] gewann.

Ende 1997 folgte eine kurze Fehde gegen [Johnson|The Rock]. Als Ende 1997 Bret Hart die Liga verließ, erfolgte der große [Push] für Steve Austin. So fehdete er Anfang 1998 gegen [Michaels] und [H]. Am 29. März 1998, bei [WrestleMania XIV] besiegte Austin Michaels und gewann die [Championship|WWF World Heavyweight Championship]. Am 28. Juni 1998 gab er den Titel an [(Wrestler)|Kane] ab. Einen Tag später konnte Austin Kane besiegen und den Titel wieder gewinnen.

Ende 1998 begann Austin gegen The Rock erneut eine [von Wrestling-Begriffen#F|Fehde]. Im Verlauf der Fehde konnte Austin die WWF World Heavyweight Championship zum dritten Mal gewinnen.

1998 begann außerdem eine Fehde Austins mit [McMahon]. McMahon fehdete gemeinsam mit [Patterson], Gerald Brisco, [Remus|Sgt. Slaughter], [Foley|Dude Love/Mankind], [Show (Wrestler)|Paul Wight], [Johnson|The Rock], Shane McMahon, [(Wrestler)|Kane] und [Undertaker] gegen Austin. Im Juli 1999 konnte Austin die Fehde für sich [(Wrestling)|entscheiden]. Diese Fehde ist bis heute die erfolgreichste Fehde der WWF/WWE. Sie gilt, neben der Formierung der [X], als Grundlage der [Attitude-Ära].

Ende des Jahres 1999 verletzte Austin sich und kehrte erst im Oktober 2000 zurück

2001 begann Austin eine Fehde mit [H]. Am 25. Februar 2001, bei No Way Out, besiegte Triple H Austin in einem [Stages of Hell|Three Stages of Hell]-Match und konnte die Fehde gewinnen.

[miniatur|Austin gegen [[Dwayne Johnson|Dwayne „The Rock“ Johnson] bei Wrestlemania XIX]]

2001 bildeten Austin und Triple H das Tag Team Two Man Power-Trip. Mit diesem [(Wrestling)|fehdete] Austin gegen The Brothers of Destruction ([Undertaker] & [(Wrestler)|Kane]). Am 29. April 2001 [(Wrestling)|besiegten] Austin und Triple H die Brothers of Destruction und [(Wrestling)|gewannen] so die [Tag Team Championship (WWE)|WWF World Tag Team Championship]. Den Titel gaben sie an [Benoit] und [Jericho] ab.

Im Sommer 2002 verließ Austin die WWE. Jedoch kehrte er im Frühjahr 2003 zurück. Anschließend bestritt er eine Fehde gegen The Rock, welche Austin verlor. The Rock gewann ein Match zwischen den beiden bei WrestleMania XIX. Dieses Match sollte auch das letzte Steve Austins sein. Nach WrestleMania beendete Austin seine aktive Karriere.

Ende der aktiven Laufbahn und Gastspiele in der WWE

Seit seinem Karriereende tritt Austin gelegentlich bei verschiedenen Veranstaltungen der WWE auf. Jedoch bestritt er kein Match mehr.

Ab dem 28. April 2003, bis zum 16. November 2003, war Austin Co-General Manager von [Raw|RAW]. Im Frühjahr 2003 war Austin in die [von Wrestling-Begriffen#F|Fehde] von [Goldberg|Goldberg] und [Lesnar] involviert. Jedoch trat er nur als Gastringrichter in Erscheinung.

Beim Christmas Special im [Irak] 2004 trat Austin ebenfalls auf. Des Weiteren trat er im Sommer 2005 beim WWE [Pay-per-View] ECW One Night Stand, im März 2006 beim [Night’s Main Event|WWE Saturday Night’s Main Event], 2007 beim [SummerSlam] und 2007 und 2008 beim Cyber Sunday auf.

2007 war Austin in eine [von Wrestling-Begriffen#F|Fehde] zwischen [McMahon] und [Trump] involviert.

Am 4. April 2009 wurde Steve Austin in die WWE Hall of Fame eingeführt, einen Tag vor [WrestleMania] 25.[12] Bei der Raw Ausgabe vom 15. März 2010 trat er als Guest Host auf.

Bei WrestleMania 27 am 3. April 2011 in [Atlanta] trat Austin als Gastringrichter im Match von [Lawler] gegen [Cole] auf. Von April bis Juni 2011 fungierte Austin als Moderator der 5. Staffel von [Tough Enough].[13]

Erfolge

Titel

  • World Championship Wrestling

:* 2x [United States Championship|WCW United States Champion] :* 1x [World Tag Team Championship|NWA/WCW World Tag Team Champion] mit [Pillman] :* 2x [World Television Championship|WCW World Television Champion]

  • WWE

:* 6x [Championship|WWF/E Championship] :* 2x [Intercontinental Championship|WWF/E Intercontinental Championship] :* 4x [Tag Team Championship|WWF/E Tag Team Championship] je 1x mit [Michaels], [Foley|Dude Love], [Undertaker] und [H]

Auszeichnungen

[Cold Steve Austin hof.jpg|miniatur|Austin bei der Einführung in die WWE Hall of Fame]

  • [World Wrestling Entertainment]

:* [Hall of Fame|WWE Hall of Fame 2009]

  • [Wrestling Illustrated]

:* Feud Of The Year (1998 & 1999) :* Most Hated Wrestler (2001) :* Most Popular Wrestler (1998) :* Rookie Of The Year (1990) :* Wrestler Of The Year (1998, 1999, 2001) :* Platz 1 in der [Wrestling Illustrated#PWI 500|PWI 500] (1998 & 1999)

Wrestling-Fakten

Catchphrases

[(Sprachwissenschaft)|Catchphrases] wie „What?!“, „I don’t give a damn!“ und „And that’s the bottom line, cause Stone Cold said so!“ verdeutlichen “Stone Cold” Steve Austins widerspenstigen und eigensinnigen Charakter. „Hell Yeah!“ oder andere ungezügelte Ausrufe in Straßensprache stehen ebenfalls für Austins Charakter und dessen hemmungslosen Gebrauch von Schimpfwörtern.

Sonstiges

  • DVDs: „Stone Cold Steve Austin: What?“, „The Stone Cold Truth“, „The Legacy of Stone Cold Steve Austin“,´Cause stone cold said so!´, „Stone Cold Steve Austin: The Bottom Line on the Most Popular Superstar of All Time“
  • Bestritt die meisten WWF/WWE Main Events aller Zeiten.

Filmografie (Auswahl)

  • 1999–2000: Nash Bridges (Fernsehserie)
  • 2005: Spiel ohne Regeln
  • 2007: Die Todeskandidaten
  • 2009: [(Film)|Damage]
  • 2010: [Stranger (Film)|The Stranger]
  • 2010: The Expendables
  • 2010: [to Kill]
  • 2011: [– Born to Fight]
  • 2011: [Force]
  • 2012: Recoil
  • 2012: [Conviction – Keiner kann sie stoppen!]
  • 2012: The Package

Literatur

  • Steve Austin: The Stone Cold Truth. [Autobiografie] mit Vorwort von [McMahon]. Pocket Books, 2004, ISBN 0-7434-8267-0.

Einzelnachweise

  1. Biografie von Steve Williams
  2. Steve Austin: The Stone Cold Truth. Seite 95–97.
  3. Steve Austin: The Stone Cold Truth. Seite 98.
  4. Steve Austin: The Stone Cold Truth. Seite 79.
  5. Veranstaltung für an Krebs erkrankte Kinder
  6. wrestlinginc.com: . 26. Dezember 2007.
  7. Silver Version: Paul Heyman in The Rise + Fall of ECW. 2004.
  8. Silver Vision:The Rise + Fall of ECW. 2004.
  9. Silver Version: Steve Austin in The Rise + Fall of ECW. 2004.''
  10. [Daily Mirror]: Stone Cold Steve Austin to be inducted into WWE Hall of Fame at Wrestlemania weekend
  11. cagematch.de

[[Kategorie:US-Amerikaner]] [[Kategorie:Wrestler]] [1964] [[Kategorie:Mann]]

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Steve Austin hat mitgespielt in

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FSK 18
Regie: Keoni Waxman
Maximum Conviction – Keiner kann sie stoppen! Userwertung:

Produktionsjahr: 2012
Schauspieler/innen: Steven Seagal, Steve Austin, Michael Paré, Aliyah O'Brien, Bren Foster, Steph Song
The Expendables
Actionfilm FSK 18
Regie: Sylvester Stallone
The Expendables Userwertung:

Produktionsjahr: 2010
Schauspieler/innen: Sylvester Stallone, Jason Statham, Dolph Lundgren, Jet Li, Terry Crews, Randy Couture, Charisma Carpenter, Mickey Rourke, Giselle Itié, Lauren Jones, David Zayas, Eric Roberts, Steve Austin, Gary Daniels, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger
Die Todeskandidaten
Actionfilm
Regie: Scott Wiper
Die Todeskandidaten Userwertung:

Produktionsjahr: 2007
Schauspieler/innen: Steve Austin, Vinnie Jones, Robert Mammone, Victoria Mussett
Spiel ohne Regeln
Drama FSK 12
Regie: Peter Segal
Spiel ohne Regeln Userwertung:

Produktionsjahr: 2005
Schauspieler/innen: Adam Sandler, Chris Rock, Nelly, Burt Reynolds, James Cromwell, William Fichtner, Bill Goldberg, Bob Sapp, Michael Irvin, Terry Crews, Dalip Singh, Rob Schneider, Courteney Cox, Kevin Nash, Steve Austin

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