Schauspieler/in

Sharon Brauner

* 21.08.1969 - Berlin

Über Sharon Brauner

Sharon Brauner

Sharon Brauner at IFA opening gala, September 1st, 2011

Sharon Brauner (* 21. August 1969 in Berlin, eigentlich Sharon Freifrau Teuffel von Birkensee, gebürtig Sharon Brauner) ist eine deutsche Schauspielerin und Musikerin. Brauner sang und schauspielerte bereits im Alter von drei Jahren und wirkte bisher in mehr als 50 Fernseh- und Kinoproduktionen mit. Sie veröffentlichte inzwischen zwei Musikalben namens Sharon und glücklich unperfekt[1].

Leben

Sharon Brauner ist die Tochter des Filmherstellungsleiters Wolf Brauner und der ehemaligen Kostümbildnerin Renee Brauner. Als jüngste von drei Schwestern wuchs sie in West-Berlin auf. Sie hat noch einen jüngeren Halbbruder und ist die Nichte des Filmproduzenten und Unternehmers Artur Brauner. Ihre Cousine ist die Autorin, Moderatorin und Produzentin Alice Brauner. Seit September 2012 ist sie mit Matthias Freiherr Teuffel von Birkensee verheiratet[2], mit dem sie in Berlin lebt. Ihr gemeinsamer Sohn kam am 12. Dezember 2012 zur Welt[3].

Ausbildung & Schauspiel

Als dreijährige hatte sie ihren ersten kleinen Schauspielauftritt in der CCC-Produktion Sie sind frei, Dr. Korczak. Mit neun Jahren erhielt sie an der Seite von Barbara Valentin und Brigitte Mira ihre erste Hauptrolle in dem Kinderfilm Primel macht ihr Haus verrück [4]. Weitere Filme folgten, wie z.B. Mamor, Stein und Eisen bricht[5]. 1983 spielte sie die Hauptrolle in dem Holocaust-Drama Blutiger Schnee, der 1987 den Publikumspreis auf dem Videofilmfestival in Wiesbaden erhielt[6]. Nach ihrem Abitur 1989 an der Hildegard-Wegscheider-Oberschule, in deren Schulband sie sang, machte sie eine Musicalausbildung im Ballettzentrum Berlin und war parallel eine der letzten Schauspielschülerinnen von Else Bongers[7].

1991 brach sie die Musicalausbildung ab und ging nach New York, um ihre Schauspielausbildung am Lee Strasberg Theatre and Film Institute zu absolvieren. 1994 folgte die Abschlussprüfung in Berlin durch den deutschen Bühnenverein[8]. Für den preisgekrönten Film Verspielte Nächte[9] wurde sie auf dem 38. Filmfestival Thessaloniki für die beste weibliche Nebenrolle nominiert[10]. Für ihr Drehbuch Das Leben ist kein Picknick erhielt sie 2000 eine Drehbuchförderung durch die FFA[11]. 2002 gab sie ihr Regie-Debüt bei dem Dokumentar-Kurzfilm: Leben und Leben lassen[12]. Die Kurzfilm-Collage befasst sich mit dem Thema Berlin, Vorurteile und Antisemitismus. Regelmäßig wird der Film von diversen Organisationen, wie z.B. der Amadeu Antonio Stiftung für Unterrichtszwecke gezeigt[13]. Von 2006 bis 2008 stand sie als Mitglied der Leipziger Pfeffermühle mit dem Stück Happy D über 100 Mal auf der Bühne.

Musik

Ihre musikalische Karriere startete Sharon Brauner in verschiedenen kleinen Jazz-Bars und Restaurants in Berlin und New York. 1993 wurde sie bei einem Geburtstagsständchen, von dem künstlerischen Leiter der Bar jeder Vernunft, für die Kleinkunstbühne entdeckt[14]. Seitdem tritt sie unter anderem in der Bar jeder Vernunft und dem Tipi am Kanzleramt mit eigenen Solo-Programmen oder gemeinsam mit anderen Künstlern auf. Im Sommer 1995 moderierte sie in der Bar jeder Vernunft, gemeinsam mit Michael Mittermeier acht Wochen lang den legendären Nachtsalon. 1998 nahm sie mit dem Lied Kids an der Deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil[15]. Anlässlich der Benefizveranstaltung Partners in Tolerance sang sie am 10. Februar 1999 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt für die Shoah-Foundation von Steven Spielberg das eigenkomponierte Eröffnungslied Open your Heart[16]. Ihre erste CD „Sharon“, veröffentlichte sie 2003. An dem Album arbeitete sie gemeinsam mit verschiedenen Produzenten, so auch mit Till Brönner, der mit ihr den Titel „P.S.“ einspielte. In den Jahren 2003-2005 bildete sie mit Vivian Kanner das Duo für die Show The Jewels. In dieser Formation traten sie in zahlreichen Städten Deutschlands auf. Als herausragendes Konzert gilt dabei der Auftritt, im Vorprogramm der Söhne Mannheims anlässlich des Israel-Aktionstages der Deutsch-Israelischen Gesellschaft am 25. September 2005 in der Berliner Max-Schmeling-Halle vor rund 6.000 Gästen. [17] Für den Film Ein ganz gewöhnlicher Jude von Oliver Hirschbiegel, wurden die Lieder Belz und Bay mir bistu sheyn aus der Show The Jewels für die Filmmusik verwendet. Im Oktober 2009 erschien Sharon Brauners zweites Album mit dem Titel glücklich unperfekt, auf dem sie unter anderem das Lied An Dich von Bodo Wartke coverte. 2010 war sie als eine der drei Santa Babes in einem Weihnachtsprogramm mit Katharine Mehrling und Franziska Kuropka zu erleben[18]. Mit ihrem aktuellen Album Jewels widmet sich Sharon Brauner wieder ganz der jiddischen Musik und interpretiert dabei traditionelle Lieder neu und zeitgemäß[19]

Arbeiten

Filmografie

  • 1981: Primel macht ihr Haus verrückt
  • 1982: Mamor, Stein und Eisen bricht
  • 1983: Blutiger Schnee
  • 1989: Hard Days, Hard Nights
  • 1992: Auf Achse
  • 1993: Zwei Halbe sind noch lange kein Ganzes
  • 1993: Grossvaters Reisen
  • 1994: Is' was Trainer?
  • 1995: Frauenarzt Dr. Markus Merthin
  • 1995: Nicht von schlechten Eltern
  • 1995: Ex
  • 1996: Durchgebraten
  • 1996: Unser Lehrer Doktor Specht
  • 1997: Der Kapitän
  • 1997: Für alle Fälle Stefanie
  • 1997: Kommissar Schimpanski
  • 1997: Singles
  • 1997: Verspielte Nächte
  • 1998: Tod im Feuer
  • 1998: Tatort
  • 1999: Gaukler der Liebe
  • 2000: Meine Mutter, meine Rivalin
  • 2000: Der Kapitän
  • 2000: Zwei Dickköpfe mit Format
  • 2001: Frau2 sucht HappyEnd
  • 2001: SK Kölsch
  • 2001: Vor meiner Zeit
  • 2002: Zwei alte Gauner
  • 2002: Berlin Beshert
  • 2003: Club der Träume – Türkei, Marmaris
  • 2003: Die Rosenheim-Cops
  • 2003: Bewegte Männer
  • 2004: Wer ist der Mörder?
  • 2005: Schloss Einstein
  • 2006: Der letzte Zug
  • 2009: So ein Schlamassel
  • 2010: Wunderkinder

Theater

  • 1982: Wider des Vergessens – Regie: Georg Tabori
  • 1989: Comedia Del Arte – Regie: Manfred Gutke
  • 2006–2008: Ensemblemitglied der Leipziger Pfeffermühle

Bühnenprogramme

  • 2003 – 2005: „The Jewels“
  • 2007: Jewels
  • 2008: Blond und Brauner
  • 2010: glücklich unperfekt
  • 2010: Santa Babes
  • 2011: Bei mir bist du schön
  • 2012: best of

Diskographie

  • 2003: Sharon
  • 2009: Glücklich unperfekt
  • 2013: Jewels

Regie & Jury

  • 2002: Leben und Leben lassen
  • 2002: Jurymitglied Kurzfilmfestival, Berlin

Drehbuch

  • 2000: Das Leben ist kein Picknick

Einzelnachweise

  1. Sharon Brauner - Musikabgerufen am: 01.01.1970
  2. Brauner Hochzeit: Brauner in Turnschuhen ins Eheglück, B.Z., Abgerufen am 23. Februar 2013.
  3. Große Freude: Sharon Brauner: Das 12.12.12-Baby ist da, B.Z., Abgerufen am 23. Februar 2013.
  4. ‘‘Primel macht ihr Haus verrückt (1980)'', IMDb, Abgerufen am 23. Februar 2013.
  5. ‘‘Marmor, Stein und Eisen bricht (1980/81)‘‘, filmportal.de, Abgerufen am 23. Februar 2013.
  6. ‘‘Zu Freiwild verdammt / Blutiger Schnee / Ruth‘‘, Abgerufen am 23. Februar 2013.
  7. ''Sharon Brauners Kuschelreich‘‘, Berliner Morgenpost, Abgerufen am 23. Februar 2013.
  8. AVIVA-Berlin präsentiert Sharon Brauner und Band, Abgerufen am 23. Februar 2013.
  9. ‘‘Verspielte Nächte‘‘, Jost Hering Filme, Abgerufen am 23. Februar 2013.
  10. Vita bei Marabu Media Managementabgerufen am: 01.01.1970
  11. Sharon Brauner - Bühne, TV, Filmabgerufen am: 01.01.1970
  12. Leben und leben lassen (2002), filmportal.de, Abgerufen am 23. Februar 2013.
  13. Sehen. Deuten. Handeln - Eine Filmauswahl mit Arbeitsvorschlägen für die Sekundarstufen I und II. (PDF; 5,6 MB), Amadeu Antonio Stiftung, Abgerufen am 23. Februar 2013.
  14. Sharon Brauner - Sie will lachen., Der Tagesspiegel, Abgerufen am 23. Februar 2013.
  15. Eurovision Song Contest, Deutsche Vorentscheidung 1998.abgerufen am: 01.01.1970
  16. Benefizabend der Shoah-Stiftung im Konzerthaus., Berliner Zeitung, Abgerufen am 24. Februar 2013.
  17. Isreal-Aktionstag am 25. September 2005, DIG Berlin, Abgerufen am 24. Februar 2013.
  18. www.santababes.deabgerufen am: 01.01.1970
  19. Sharon Brauner: Jewels, jpc, Abgerufen am 24. Februar 2013.

Dieser Artikel (grau hinterlegt) steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). Die Vorliegende Version wurde am 01. März 2013, 18:03 UTC unter den o.g. Lizenzen veröffentlicht. Mit Beiträgen (Autor/en) von: Pelz, CommonsDelinker, Jan Kuberski, Philippkain, Si! SWamP, Sophia4justice, Capaci34, Eschenmoser, Brodkey65, Dansker, Sexybeast, Tmid, Sharon brauner, Heini Woldschläger, Kevin L., Old Man, Cleverboy, MFM, Amberg, Historiker69, Picard2364, Frank C. Müller, Tintenherz12, Gamsbart, KnopfBot, Nicolas17, Dalaikarma, Mo4jolo, Johnny T, ADwarf, Spss, PsY.cHo. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen werden Autoren von denen lediglich eine IP-Adresse hinterlegt wurde hier nicht aufgeführt.

Sharon Brauner hat mitgespielt in

Alle Angaben ohne Gewähr. Fehler melden!
Auf das Leben!
Tragikomödie FSK 12
Regie: Uwe Janson
Auf das Leben! Userwertung:

Produktionsjahr: 2014
Schauspieler/innen: Hannelore Elsner, Max Riemelt, Sharon Brauner, Aylin Tezel, Andreas Schmidt, Catherine H. Flemming, Markus Maria Profitlich, Nikola Kastner, Georg Marin, Niklas Kohrt, Harry Ermer, Mathieu Carrière, Timothy Peach, Robert Besta

Regie: Dirk Regel
So ein Schlamassel Userwertung:

Produktionsjahr: 2009
Schauspieler/innen: Natalia Avelon, Johannes Zirner, Mariella Ahrens, Sharon Brauner, Gedeon Burkhard, Rolf Eden, John Friedmann, Hans Peter Hallwachs, Rolf Hoppe, Gudrun Landgrebe, Dieter Landuris, Helmut Markwort, Michael Mendl, Marianne Sägebrecht, Cornelia Saborowski, August Zirner
FSK 12
Regie: Jerzy Hoffman
Blutiger Schnee Userwertung:

Produktionsjahr: 1984
Schauspieler/innen: Sharon Brauner, Anna Dymna, Günter Lamprecht, Mathieu Carrière, Marian Opania, Tomek Elsner

Einloggen
Herzlich willkommen! Um die Community nutzern zu können, melden sie sich bitte hier mit ihren Zugangsdaten an:

Facebook Login
Noch einfacher, loggen sie sich einfach mit ihrem Facebook Account ein:


Mit einem Klick auf diese Schaltfläche "Mit Facebook einloggen" akzeptieren sie die Nutzungsbedingungen und die Diskussionsrichtlinien der Ideenkraftwerk GmbH. Sie garantieren das sie diese gelesen und gespeichert oder ausgedruckt haben.


Passwort vergessen
Wenn Sie ihr Passwort vergessen haben können sie hier ein neues anfordern, geben sie dazu ihre E-Mail adresse hier ein:

Neu registrieren
Sie haben noch keinen Account bei Kritiken.de? Dann registrieren sie sich jetzt kostenlos, um die Community zu nutzen!