Schauspieler/in

Richard Briers

* 14.01.1934 - Raynes Park, Surrey, England, Vereinigtes Königreich
† 17.02.2013

Über Richard Briers

Richard Briers

Richard David Briers, CBE (* 14. Januar 1934 in Raynes Park, Surrey; † 17. Februar 2013) war ein britischer Schauspieler.

Leben

Richard Briers besuchte zunächst die Rokeby Prep School in Kingston-upon-Thames in Surrey, verließ diese jedoch im Alter von 16 Jahren ohne einen Abschluss. Nach verschiedenen beruflichen Tätigkeiten verpflichtete er sich für zwei Jahre bei der Royal Air Force.[1]

1956 heiratete er seine Schauspielkollegin Ann Davies, die er während seines Stipendiums bei der Liverpool Repertory Company kennengelernt hatte. Die gemeinsame Tochter Lucy Briers arbeitet ebenfalls als Schauspielerin. Richard Briers war ein Cousin zweiten Grades des britischen Komikers Terry-Thomas.

Theater

Mit Anfang 20 lernte Briers den Schauspieler Brian Murphy kennen, der ihn in die Schauspielgruppe der Borough Road Polytechnic in London einführte. Nach seinem Ausscheiden aus der Royal Air Force absolvierte Briers von 1954 bis 1956 ein Schauspielstudium an Royal Academy of Dramatic Art. Zu seinen Mitschülern zählten unter anderem Peter O’Toole und Albert Finney. Als Schauspieleleve wurde Briers mit der Silbernen Medaille der RADA ausgezeichnet und gewann zusätzlich ein Stipendium an der Liverpool Repertory Company. Zu seinen weiteren Bühnenstationen zählten des Belgrade Theatre in Coventry und das Duke of York’s Theatre im renommierten Londoner West End, wo er 1959 in einer Inszenierung von Lionel Hales Gilt And Gingerbread debütierte.

Zeitlebens kehrte er immer wieder an die Bühne zurück. In den 1980er Jahren spielte er für Kenneth Branaghs Renaissance Theatre Company zahlreiche klassische Bühnenrollen Shakespeares wie den „Malvolio“ in Was ihr wollt und den König Lear sowie Tschechows Onkel Wanja.

Fernsehen und Film

1961 übernahm Briers seine erste größere Rolle in einer Fernsehproduktion. Neben Prunella Scales spielte er sechs Jahre lang die Hauptrolle in der Serie Marriage Lines. Von 1975 bis 1978 verkörperte die Titelrolle „Tom Good“ in der Sitcom The Good Life, die das Autorenduo John Esmonde und Bob Larbey eigens für ihn entwickelt hatten. Diese Serie wurde einer seiner größten Erfolge. Die letzte Episode wurde in Gegenwart von Elisabeth II. aufgezeichnet. Weitere Serienhauptrollen spielte er in Ever Decreasing Circles und Monarch of the Glen. Briers übernahm Gastrollen in Serien und Reihen wie Doctor Who, Torchwood, Mr. Bean, Inspector Morse und Inspector Barnaby.

Bereits 1958 gab er neben Michael Hordern in der Komödie Girls at Sea sein Spielfilmdebüt. In den Folgejahren spielte er zumeist kleinere Parts in Produktionen wie 16 Uhr 50 ab Paddington, der Terry-Thomas-Komödie Verpfiffen, Doktor in Nöten und dem Raquel-Welch-Abenteuerfilm Feuerdrache. In späteren Jahren war er international vor allem in verschiedenen Shakespeare-Adaptionen Kenneth Branaghs zu sehen: In Henry V. spielte er den „Bardolph“, in Viel Lärm um nichts den „Leonato“, in Hamlet den „Polonius“, in Verlorene Liebesmüh’ den "Nathaniel" und in As You Like It den "Adam". Außerdem spielte er unter Branaghs Regie in Peters Friends, Mary Shelley’s Frankenstein und Ein Winternachtstraum. Seinen letzten Filmauftritt hatte Briers 2012 im Splatter-Film Cockneys vs Zombies''.

Briers arbeitete als Sprecher für Werbefilme und synchronisierte unter anderem die Werbefigur der Midland Bank. Außerdem übernahm er Sprechrollen verschiedene Zeichentrickserien im Kinderprogramm sowie 1978 als „Fiver“ eine der Hauptrollen für die Zeichentrickadaption von Richard Adams’ Unten am Fluß. In der knapp zwanzig Jahre später entstandenen Neuverfilmung des Romans als Fernsehserie sprach er ebenfalls mit, wenngleich diesmal in einer anderen Rolle als „Captain Bloom“, die im Film noch nicht in Erscheinung getreten war.

Für die BBC sprach er die Hauptrolle in mehreren Adaption der Doktor …-Romane von Richard Gordon sowie den „Bertie Wooster“ in verschiedenen Inszenierungen von Geschichten um Jeeves & Wooster nach P. G. Wodehouse.

Ebenfalls bei der BBC übernahm er eine Sprachrolle für Top Gear (Staffe 19 Episode 5), in der er einem Navigationssystem für Senioren seine Stimme lieh.

Ehrungen

Mehrfach wurde Briers für seine Verdienste um das Theater geehrt: 1989 wurde er zum Officer of the Most Excellent Order of the British Empire (OBE) ernannt, 2003 zum Commander of the Most Excellent Order of the British Empire (CBE).[2]

Filmografie (Auswahl)

  • 1958: Girls at Sea
  • 1960: Bottoms Up
  • 1960: 16 Uhr 50 ab Paddington (Murder She Said)
  • 1961: Verpfiffen (A Matter of Who)
  • 1963: Doktor in Nöten (Doctor in Distress)
  • 1961–1966: Marriage Lines
  • 1967: Feuerdrache (Fathom)
  • 1970: Mein Weg nach oben (All the Way Up)
  • 1975–1978: The Good Life
  • 1978: Unten am Fluß (Watership Down; nur Stimme)
  • 1988: Twelfth Night, or What You Will
  • 1985–1988: All Good Faith
  • 1989: Alles nur Theater (A Chorus of Disapproval)
  • 1989: Henry V. (Henry V.)
  • 1984–1989: Ever Decreasing Circles
  • 1992: Peter’s Friends – Freunde sind die besten Feinde (Peter’s Friends)
  • 1993: Viel Lärm um nichts (Much Ado About Nothing)
  • 1994: Mary Shelley’s Frankenstein (Mary Shelley’s Frankenstein)
  • 1995: Ein Winternachtstraum (In the Bleak Midwinter)
  • 1996: Hamlet (Hamlet)
  • 1997: Spice World – Der Film (Spice World)
  • 2000: Verlorene Liebesmüh’ (Love’s Labour’s Lost)
  • 2000–2005: Monarch of the Glen
  • 2006: As You Like It
  • 2012: Cockneys vs Zombies

Einzelnachweise

  1. http://www.parkinsons.org.uk/about_us/who_we_are/our_honorary_vice_president.aspx
  2. http://news.bbc.co.uk/2/hi/entertainment/2988170.stm

Dieser Artikel (grau hinterlegt) steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). Die Vorliegende Version wurde am 06. April 2013, 11:04 UTC unter den o.g. Lizenzen veröffentlicht. Mit Beiträgen (Autor/en) von: Qaswa, CHR!S, Schelmentraum, Wiegels, Harry Canyon, Asdert, Ittoqqortoormiit, GibtsNochKarteN, Aristeides. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen werden Autoren von denen lediglich eine IP-Adresse hinterlegt wurde hier nicht aufgeführt.

Richard Briers hat mitgespielt in

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Cockneys vs Zombies
Horrorfilm FSK 18
Regie: Matthias Hoene
Cockneys vs Zombies Userwertung:

Produktionsjahr: 2012
Schauspieler/innen: Rasmus Hardiker, Harry Treadaway, Michelle Ryan, Alan Ford, Honor Blackman, Jack Doolan, Georgia King, Ashley Thomas, Tony Gardner, Richard Briers
Peter Pan
Fantasy FSK 12
Regie: P. J. Hogan
Peter Pan Userwertung:

Produktionsjahr: 2003
Schauspieler/innen: Jason Isaacs, Jeremy Sumpter, Rachel Hurd-Wood, Lynn Redgrave, Richard Briers, Olivia Williams, Harry Newell, Freddie Popplewell, Ludivine Sagnier
Verlorene Liebesmüh’
FSK 6
Regie: Kenneth Branagh
Verlorene Liebesmüh’ Userwertung:

Produktionsjahr: 2000
Schauspieler/innen: Alessandro Nivola, Alicia Silverstone, Natascha McElhone, Kenneth Branagh, Carmen Ejogo, Matthew Lillard, Adrian Lester, Emily Mortimer, Richard Briers, Geraldine McEwan, Stefania Rocca, Jimmy Yuill, Nathan Lane, Timothy Spall, Anthony O'Donnell
Viel Lärm um nichts
Bühnenverfilmung FSK 6
Regie: Kenneth Branagh
Viel Lärm um nichts Userwertung:

Produktionsjahr: 1993
Schauspieler/innen: Kenneth Branagh, Emma Thompson, Richard Briers, Keanu Reeves, Kate Beckinsale, Robert Sean Leonard, Imelda Staunton, Denzel Washington, Michael Keaton, Brian Blessed
Peter’s Friends
FSK 12
Regie: Kenneth Branagh
Peter’s Friends Userwertung:

Produktionsjahr: 1992
Schauspieler/innen: Kenneth Branagh, Stephen Fry, Emma Thompson, Alphonsia Emmanuel, Hugh Laurie, Imelda Staunton, Rita Rudner, Tony Slattery, Phyllida Law, Alex Lowe, Richard Briers

Regie: Kenneth Branagh
Swan Song Userwertung:

Produktionsjahr: 1992
Schauspieler/innen: John Gielgud, Richard Briers
Krimi FSK 12
Regie: George Pollock
16 Uhr 50 ab Paddington Userwertung:

Produktionsjahr: 1961
Schauspieler/innen: Margaret Rutherford, Stringer Davis, James Robertson Justice, Muriel Pavlow, Charles Tingwell, Arthur Kennedy, Thorley Walters, Joan Hickson, Ronnie Raymond, Conrad Phillips, Ronald Howard, Gerald Cross, Michael Golden, Barbara Leake, Gordon Harris, Peter Butterworth, Richard Briers

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