Schauspieler/in

Otto Collin

* 22.01.1904 - Frankfurt am Main
† 09.01.1988 Wien

Über Otto Collin

Otto Collin

Otto Collin (* 22. Januar 1904 in Frankfurt am Main; † 9. Januar 1988[1] in Wien) war ein deutscher Schauspieler.

Leben

Collin besuchte das Realgymnasium und ließ sich anschließend an der Schauspielschule seiner Heimatstadt Frankfurt ausbilden. 1927 wurde er ans Dessauer Friedrich-Theater engagiert, es folgten Verpflichtungen nach Mainz, Bochum, Breslau, Berlin, München, Düsseldorf und, nach dem Krieg, nach Köln.

Zu seinen bekanntesten klassischen Bühnenrollen zählen der Don Karlos, der Mortimer, der Romeo, der Torquato Tasso, der Hamlet, der Prinz von Homburg, der Dr. med. Hiob Prätorius sowie der Prof. Higgins in Pygmalion und der Hektor in Der trojanische Krieg findet nicht statt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte Collin auch häufig im Rundfunk und sprach in Hörspielen des WDR, des HR und des SWF. Unter anderem beteiligte er sich an Cottas Hörspielbühne.

Mit dem Kinofilm kam Otto Collin erstmals während eines Berlin-Aufenthaltes 1937 in Kontakt. Dennoch blieb die Arbeit vor der Kamera eher die Ausnahme in seiner Schauspiellaufbahn. Am besten ist er in Erinnerung mit seiner schaurigen Performance als unter dem Galgen stehender, Rache für seine anstehende Hinrichtung schwörender Mörder Clay Shelton in dem Edgar Wallace-Gruselkrimi Die Bande des Schreckens. Trotz dieser markanten, prägnanten Schlüsselrolle wurde Collin im Vorspann nicht genannt. Daraufhin wirkte Collin nur noch einmal in einem Wallace-Krimi mit: In Der Fälscher von London verkörperte er den Rechtsanwalt Radlow. Collins spätere Auftritte (ausschließlich im Fernsehen) sind bedeutungslos.

Sein Hauptbetätigungsfeld blieb bis zuletzt die Bühne. In den 60er und 70er Jahren sah man ihn zumeist in Hannover, seinen Lebensabend (80er Jahre) verbrachte Collin in Wien, wo er am Burgtheater auftrat.

Filme

  • 1937: Condottieri
  • 1937: Die Warschauer Zitadelle
  • 1956: Unheimliche Begegnungen (eine Folge der TV-Serie)
  • 1957: Montserrat
  • 1959: Ein Traumspiel
  • 1959: Raskolnikoff
  • 1960: Paris, 20. Juli
  • 1960: Die Bande des Schreckens
  • 1961: Der Fälscher von London
  • 1972: Der Datterich
  • 1978: Mirjam und der Lord vom Rummelplatz (TV-Serie)

Anmerkungen

  1. Lebensdaten lt. IMDB und 100001 - Die Showbusiness-Enyzyklopädie des 20. Jahrhunderts, auf Anfrage bestätigt vom Sterberegister Wien

Literatur

  • Kürschners Biographisches Theater-Handbuch. S. 103. Berlin 1956
  • Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Erster Band. S. 246. Bad Münder 1960

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Otto Collin hat mitgespielt in

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Der Fälscher von London
Krimi FSK 12
Regie: Harald Reinl
Der Fälscher von London Userwertung:

Produktionsjahr: 1961
Schauspieler/innen: Karin Dor, Hellmut Lange, Siegfried Lowitz, Viktor de Kowa, Mady Rahl, Robert Graf, Walter Rilla, Sigrid von Richthofen, Ulrich Beiger, Joseph Offenbach, Otto Collin, Eddi Arent, Hans Lohfing, Wolfgang Merling, Willy Wiesgen, Horst Breitkreuz, Anneliese Schmidl
Die Bande des Schreckens
FSK 12
Regie: Harald Reinl
Die Bande des Schreckens Userwertung:

Produktionsjahr: 1960
Schauspieler/innen: Joachim Fuchsberger, Karin Dor, Fritz Rasp, Elisabeth Flickenschildt, Dieter Eppler, Ulrich Beiger, Karin Kernke, Ernst Fritz Fürbringer, Eddi Arent, Karl Georg Saebisch, Alf Marholm, Günther Hauer, Otto Collin, Josef Dahmen, Klaas Akkermann, Karl-Heinz Peters, Werner Hedmann
Kriegsfilm
Regie: Werner Klingler, Luis Trenker
Condottieri Userwertung:

Produktionsjahr: 1937
Schauspieler/innen: Ethel Maggi, Carla Svega, August Eichhorn, Waltraut Klein, Erwin Klietsch, Herbert Hübner, Hans Zesch-Ballot, Giuseppe Addobbati, Otto Collin, Aribert Wäscher, Reginald Pasch, Aribert Grimmer, Erich Dunskus, Ferdinand Trenker, Tito Gobbi, Lothar Körner, Johanna Ewald

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