Schauspieler/in / Regisseur/in

Marlon Brando

* 03.04.1924 - Omaha, Nebraska
† 01.07.2004 Los Angeles, Kalifornien

Über Marlon Brando

Marlon Brando

Marlon Brando, Jr. (* 3. April 1924 in Omaha, Nebraska; † 1. Juli 2004 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Er gilt als einer der bedeutendsten Charakterdarsteller der Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Mit seinen Rollen in den Filmen Endstation Sehnsucht (1951) und Die Faust im Nacken (1954) verschaffte er der Schauspieltechnik des Method Acting weltweit Beachtung. Sowohl mit seiner Art der Darstellung als auch durch sein Auftreten in der Öffentlichkeit als gesellschaftlicher Außenseiter, den die Spielregeln Hollywoods nicht interessierten, beeinflusste er die jüngere Schauspielergeneration nachhaltig.

Zwischen 1952 und 1990 war er siebenmal in der Kategorie Bester Hauptdarsteller und einmal als Bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert, zweimal (1955 und 1973) gewann er ihn. 1973 verweigerte er die Annahme der Auszeichnung für seine Titelrolle in Der Pate aus Protest gegen den bis zu dieser Zeit verbreiteten abwertenden Umgang der US-amerikanischen Filmindustrie mit den Indianern. Weitere Auszeichnungen erhielt Brando bei internationalen Filmfestivals, unter anderem 1952 in Cannes und 1989 in Tokio.[1]

In einer 1999 veröffentlichten Liste des American Film Institute, auf der die 25 maßgeblichsten männlichen Filmlegenden aller Zeiten aufgeführt werden, nimmt er den vierten Rang ein.

Marlon Brando nutzte seine Prominenz für ein vielseitiges gesellschaftspolitisches Engagement, beispielsweise zur Unterstützung der US-Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner und der indigenen Organisation des American Indian Movement.

Leben und Filmkarriere

Jugend und Schulzeit

Marlon Brando wurde 1924 im US-amerikanischen Mittleren Westen in Omaha, Nebraska als jüngstes von drei Geschwistern geboren. Die Familie war in der Region alteingesessen; der Name Brando stammt von Vorfahren namens Brandau, die viele Generationen zuvor aus der damals zu Bayern gehörenden Pfalz[2] eingewandert waren. Der Vater, Marlon Brando Sr., war eigentlich Ingenieur, arbeitete nach der Geburt der Kinder jedoch als Handlungsreisender und seit 1930 als Verkaufsmanager. Zur Unterscheidung von seinem gleichnamigen Vater wurde Marlon Jr. von Angehörigen und Freunden Bud genannt.[3]

Aus der Großstadt Omaha zog die Familie 1930 nach Evanston, Illinois. Im Sommer 1936 trennten sich die Eltern vorübergehend; die Mutter zog mit den Kindern nach Santa Ana, Kalifornien, zu ihrer Mutter. Zwei Jahre später kehrte sie zu ihrem Mann zurück und die Familie übersiedelte nach Libertyville, einem ländlichen Vorort von Chicago, wo sie im Nebenerwerb eine kleine Pferdefarm betrieb. Die Biografen haben der Kindheit und Jugend von Marlon Brando besondere Aufmerksamkeit geschenkt, weil sich hier Motive wiederfinden, die in seinen frühen Filmen Berühmtheit erlangt haben, wie etwa das Motiv des jugendlichen Rebellen, hinter dessen aggressiver Macho-Attitüde sich eine verletzte und dementsprechend verletzliche Seele verbirgt.

Die familiären Bedingungen, in denen Brando heranwuchs, waren zwiespältig: Die Mutter, Dorothy Pennebaker Myers, eine politisch liberale, geistvolle Frau, besaß schauspielerisches Naturtalent. Aufgrund ihrer familiären Bindungen konnte sie dieses nur zeitweilig zu ihrem Beruf machen, dennoch hat sie die künstlerische Entwicklung ihrer Kinder zumindest nicht behindert. Auch Marlon Jr.'s älteste Schwester Jocelyn ergriff den Schauspielerberuf; das mittlere Kind, Frances, studierte Malerei. Beide Eltern waren jedoch alkoholkrank, vertrugen sich nicht und hatten zahlreiche außereheliche Affären. Die Mutter unternahm mehrere Suizidversuche. Die Kinder wurden oft vernachlässigt und litten unter der geringen Verlässlichkeit besonders der Mutter. Der junge Brando wird von seinen Biografen als introvertierter, unangepasster, schlechter Schüler beschrieben, der jeglicher Autorität mit übermäßiger Aggression begegnete.[4]

Die häusliche und schulische Situation spitzte sich schließlich so zu, dass der Vater den Sohn von der High School nahm und ihn im September 1941 zur Shattuck Military Academy in Faribault, Minnesota, schickte, wo Brando nach dem Willen des Vaters eine letzte Chance erhalten sollte, seine Schulnoten zu verbessern. Die Hoffnungen erfüllten sich nicht. Zwar fand Brando in dem Englischlehrer Earle Wagner, der die Theatergruppe der Akademie leitete und die schauspielerische Begabung des Siebzehnjährigen erkannt hatte, erstmals einen Mentor. Angesichts der starren Disziplin der Einrichtung fühlte sich Brando jedoch zu einer Widersetzlichkeit herausgefordert, die dazu führte, dass er die Academy im Mai 1943 ohne Schulabschluss verlassen musste.[5]

Ausbildung und Bühnenarbeit in New York

Dramatic Workshop

Aufgrund einer Knieverletzung, die er sich an der Shattuck Military Academy beim Sport zugezogen hatte, wurde Marlon Brando nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg nicht als Soldat eingezogen. Mit finanzieller Unterstützung seiner Eltern ging er im Herbst 1943 nach New York, wo der Regisseur Erwin Piscator an der New School 1940 einen Dramatic Workshop eingerichtet hatte. Der Workshop wurde berühmt, weil er neben Brando so hochrangige Künstler wie Walter Matthau, Shelley Winters, Tony Curtis und Harry Belafonte hervorbrachte. Weitaus größere Bedeutung als die Arbeit mit Piscator gewann für Brando allerdings die Begegnung mit Stella Adler, die dem Lehrkörper als acting coach angehörte.

Adler, eine Veteranin des Group Theatre, wurde Brandos Schauspiellehrerin und langjährige Mentorin, die ihn später mit wichtigen Agenten und Regisseuren bekanntmachte. Von allen Lehrern, bei denen Brando studiert hat, nahm Adler auf seine Schauspieltechnik den größten Einfluss. Und wenn Interviewpartner ihn später auf das Actors Studio ansprachen, stellte Brando richtig, er habe seine Ausbildung nicht dort, sondern bei Stella Adler erhalten. Ebenso wie Lee Strasberg, ihr einflussreicher Kollege vom Group Theatre, lehrte Stella Adler die als Method Acting bekannt gewordene Schauspielmethode des russischen Schauspielers und Theaterreformers Konstantin Stanislawski.

Adler, die bei Stanislawski studiert hatte, warf Strasberg jedoch vor, die Lehre des Russen in grundlegenden Punkten missverstanden zu haben. Bei Brando fiel Stella Adlers Interpretation des Method Acting auf fruchtbaren Boden. Viele der Darstellungsmittel, die für ihn so kennzeichnend sind – wie z. B. sein starkes Unterspielen – gehen auf Adlers Schule zurück. Vor allem aber gelang es Brando unter Adlers Anleitung, eine Komplexität und einen Einfallsreichtum des emotionalen Ausdrucks freizusetzen, von dem seine Mitstudenten, die ihn im sozialen Umfeld oft als unartikulierte Persönlichkeit von geringer Komplexität einstuften, verblüfft waren.[6]

Anfänge am Broadway

Nach Konflikten mit Erwin Piscator musste Brando den Workshop im Sommer 1944 wieder verlassen. Für seine Karriere war dies kein Nachteil, da Brando zu diesem Zeitpunkt bereits von dem einflussreichen MCA-Agenten Maynard Morris betreut wurde, der ihm für die folgende Spielzeit ein erstes Engagement vermitteln konnte. Von Oktober 1944 an spielte Brando am Broadway eine kleine Rolle in dem Musical I Remember Mama. Ab dem Frühjahr 1945 nahm er darüber hinaus Tanz- und Trommelunterricht an der Katherine Dunham School of Dance.[7]

Im Februar 1946 trat Brando, der inzwischen von der MCA-Agentin Edith Van Cleve betreut wurde, ein Engagement für die Broadway-Show Truckline Café an. Obwohl der hochbegabte Elia Kazan Produzent des Stückes war, wurde es ein kommerzieller Misserfolg und bereits nach zehn Aufführungen eingestellt. Da Brando in der kleinen, aber zentralen Rolle, die er übernommen hatte, seine schauspielerische Intensität in einer Weise zeigte, die niemand – einschließlich seiner Agentin – erwartet hätte, gelang es Produzent und Regisseur jedoch, ihn in einem weithin beachteten Pressenachspiel als „eines der heißesten Talente weit und breit“ herauszubringen.[8]

Auf ein kurzes Engagement für eine Inszenierung von George Bernard Shaws Komödie Candida folgte eine Zeit der Arbeitslosigkeit. Als Louis B. Mayer Brando in dieser Zeit einen siebenjährigen Filmvertrag bei der MGM anbot, lehnte er dennoch ab, weil er unter einem solchen „Knebelvertrag“ seine Rollen nicht selbst hätte aussuchen können. Die beiden nächsten Bühnenrollen fand er in dem unter Holocaust-Überlebenden spielenden Politstück A Flag is Born (ab September 1946) und in Jean Cocteaus Drama The Eagle Has Two Heads (ab Dezember 1946).[9]

„Endstation Sehnsucht“ und Actors Studio

Ab August 1947 bereitete Irene Mayer Selznick – Tochter von Louis B. Mayer und Ehefrau von David O. Selznick – eine Bühnenproduktion des 1946 entstandenen Schauspiels Endstation Sehnsucht von Tennessee Williams vor. Als Regisseur engagierte sie Elia Kazan, für die Rolle der Blanche wurde Jessica Tandy ausgewählt, in weiteren Rollen erschienen Kim Hunter und Karl Malden. Marlon Brando erhielt, nachdem Edith Van Cleve sich bei Kazan für ihn eingesetzt hatte, die Rolle des Stanley Kowalski. Die Proben begannen am 6. Oktober und Regisseur Kazan unternahm dabei das Wagnis, Brando, dessen Persönlichkeit mit der Kowalskis viele Berührungspunkte hatte, bei der Interpretation der Rolle in eine Konfrontation mit sich selbst zu zwingen. Für Brando war dies eine unerhörte Zumutung, seine Darstellung gewann hierdurch jedoch eine Überzeugungskraft, der diese Inszenierung dann ihren Erfolg verdankte.[10]

Das Stück wurde vorab in New Haven, Boston und Philadelphia aufgeführt und hatte seine New Yorker Premiere am 3. Dezember 1947 im Ethel Barrymore Theatre. Die Inszenierung war ein sensationeller Erfolg, bei dem Marlon Brando weitaus stärker beachtet wurde als die eigentliche Hauptdarstellerin, Jessica Tandy. Für das Publikum wurde die Figur des Kowalski zur Ikone, zu einem neuen Symbol der US-amerikanischen Männlichkeit. Die Kostümdesignerin Lucinda Ballard lieferte dazu einen nicht unwichtigen Beitrag, indem sie Brando für die Rolle mit Blue Jeans und T-Shirts ausstattete, die – damals unüblich – hauteng anlagen.

Männliche Darsteller mit einer so unverblümten sexuellen Ausstrahlung gab es im US-amerikanischen Kulturleben bis dahin überhaupt nicht. Darüber hinaus konnte Brando diesem neuartigen Sexappeal von Anfang an eine interessante Komplexität geben: die Sexualität, für die er stand, war nämlich nicht draufgängerisch und erobernd (wie die z. B. von Errol Flynn oder Clark Gable), sondern langsam, launenhaft und von Selbstzweifeln gedämpft. Diese Gelähmtheit war typisch für die Silent Generation der um 1930 geborenen US-Amerikaner und bot den gleichaltrigen Zeitgenossen große Möglichkeiten der Identifikation. Obendrein verlieh Brando dem Charakter Kowalski ein Moment von Unbehaglichkeit und unterschwelliger Gefährlichkeit – ein Motiv, das er später in seinen Filmrollen regelmäßig und in immer neuen Variationen wieder aufgriff.[11]

Während seiner Arbeit an Endstation Sehnsucht besuchte Marlon Brando auch unregelmäßig Veranstaltungen des erst im Oktober 1947 gegründeten Actors Studio, an dem Lee Strasbergs Version des Method Acting gepflegt wurde.[12]

Frühe Filme (1949–1953)

Die Männer

Im Herbst 1949 bot Produzent Stanley Kramer Brando die Hauptrolle in dem Film Die Männer an. Brando war dabei in der glücklichen Lage, als einer der ersten Filmdarsteller in Hollywood einen One-Picture-Deal unterschreiben zu können, d. h. einen Vertrag, mit dem er nur für einen einzigen Film verpflichtet wurde. Branchenüblich waren in dieser Zeit nämlich immer noch siebenjährige Studioverträge, die es den Schauspielern in der Regel nicht erlaubten, ihre Filmrollen frei zu wählen. Brando besaß diese Freiheit von Anfang an. Die Dreharbeiten, bei denen Fred Zinnemann Regie führte, begannen Ende Oktober.

Brando spielte in dem Film die Rolle eines jungen Infanterielieutenant, der nach einer Kriegsverletzung querschnittsgelähmt den Alptraum der Rehabilitation durchmacht. Noch vor der Veröffentlichung des Films im Juli 1950 hatte die einflussreiche Klatschkolumnistin Hedda Hopper Brando als „Hollywoods neue Sensation“ angekündigt. Die Uraufführung fand unglücklicherweise zwei Wochen nach Beginn des Koreakrieges statt, zu einem Zeitpunkt also, da das Publikum eher nach patriotischen Stoffen als nach Kriegsversehrtengeschichten verlangte. Obwohl Die Männer an den Kinokassen wenig Erfolg hatte, quittierte die Presse Brandos überaus glaubwürdige Darstellung mit überschwänglichen Rezensionen.[13]

Endstation Sehnsucht

Nachdem Endstation Sehnsucht am Broadway so erfolgreich gelaufen war, bereitete der Produzent Charles K. Feldman eine Verfilmung vor. Die Dreharbeiten begannen am 14. August 1950, Regie führte wie bei der Broadway-Version Elia Kazan. Auch die Schauspieler waren dieselben wie in der Bühneninszenierung. Lediglich die Rolle der Blanche sollte mit einem Star besetzt werden, der an den Kinokassen mehr Zugkraft besitzen würde als Jessica Tandy. Zunächst war mit Olivia de Havilland verhandelt worden; da diese zu teuer war, hatte Vivien Leigh die Rolle bekommen. Obwohl auf Druck der Catholic Legion of Decency vor der Veröffentlichung im September 1951 erhebliche Schnitte vorgenommen werden mussten, war der Film sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik enorm erfolgreich und begründete Brandos Ruhm als Filmstar.[14]

Viva Zapata!

Der nächste Film, Viva Zapata!, war eine freie Verfilmung der Biografie des mexikanischen Revolutionsführers Emiliano Zapata, ein Abenteuerfilm ohne besondere politische Tiefe. Kazan, der Regie führte, bestand darauf, dass Brando in der Titelrolle erscheinen sollte, obwohl der blond war und für seinen Auftritt von der Maske vollständig verwandelt werden musste. Bei den Dreharbeiten, die im Mai 1951 begannen, verließ Kazan sich wie früher schon auf Brandos Intuition und ließ ihm weiten künstlerischen Spielraum. Brando nutzte diesen, um meisterhaft die innere Zerrissenheit und die Verwirrung der Figur herauszuarbeiten, die in seiner Interpretation einerseits ein idealistischer Macho, andererseits ein zur Bourgeoisie strebender Bauer war. Nachdem der Film im Februar 1952 in die Kinos kam, war Brando von seiner Leistung enttäuscht, da er den Revolutionär seiner Meinung nach härter und weniger romantisch hätte darstellen müssen. Die Rolle trug ihm jedoch seine zweite Oscar-Nominierung, einen Preis auf dem Filmfestival Cannes und einen British Film Academy Award ein.[15]

Julius Caesar

Für seinen vierten Film, Julius Caesar, einem klassischen Drama nach Shakespeare, wagte Brando sich auf das Gebiet, auf dem seine größte schauspielerische Unsicherheit lag. Aufgrund seiner Schulversäumnisse fehlte ihm eine systematische Bildung und auch seine Diktion beim lauten Lesen von Texten blieb zeitlebens ein Problem. Da er in dem Film u.a. neben dem großen britischen Shakespeare-Darsteller John Gielgud auftrat, fürchtete er, wie ein Anfänger auszusehen. Auch lag ihm viel daran, durch eine klassische Rolle Abstand von seinem Low-life- und Hooligan-Image und mehr intellektuelle Respektabilität zu gewinnen.

Auf die Dreharbeiten, die am 8. August 1951 begannen und von Joseph L. Mankiewicz geleitet wurden, bereitete sich Brando, der die Rolle des Antonius spielen sollte, mit einem Training bei dem Vocalcoach der MGM, Gladys Fogoler, und mit Hilfe von Schallplattenaufnahmen berühmter Shakespeare-Darsteller vor. Seine Darstellung – vor allem die berühmte Rede „Friends, Romans, Countrymen, lend me your ears...“ – geriet dank dieser guten Vorbereitung so überzeugend, dass die Presse nach der Uraufführung des Films im Juni 1953 voll des Lobes war und Brando erneut einen British Film Academy Award und eine Oscar-Nominierung erhielt.[16]

Der Wilde

Im September 1952 ging Brando zum zweiten Mal bei Stanley Kramer unter Vertrag: in dem Film Der Wilde sollte er unter der Regie von László Benedek den Anführer einer Motorrad-Gang spielen, die in eine US-amerikanische Kleinstadt einfällt und dort tagelang die hysterisch reagierende, spießige Einwohnerschaft aufmischt. Die Geschichte war brandaktuell; ihr lag ein authentischer Vorfall zugrunde, der in der öffentlichen Diskussion, die in der Nachkriegszeit über das neue Phänomen der Jugendkriminalität entflammt war, für zusätzlichen Wirbel gesorgt hatte. Brando besaß für Underdogs jeder Art große Sympathien und sah eine Chance, durch eine differenzierte Interpretation seiner Rolle die Ursachen der Rebellion sichtbar zu machen.

Zur Vorbereitung studierte er die Sprache und das Auftreten der Mitglieder einer Motorrad-Gang, die in dem Film als Statisten und Nebendarsteller mitwirken sollten. Brando fuhr, wenngleich mit bescheidenem technischen Geschick, auch selbst Motorrad. Der auf dem Außengelände der Columbia in Burbank gedrehte und im Dezember 1953 uraufgeführte Film krankte daran, dass Brandos und Kramers soziale Analyse einerseits zu kurz griff und dass andererseits auch der Regie von Benedek, dem das ganze Sujet nicht lag, kein überzeugendes Konzept zugrunde lag. Obwohl der Film Brandos Image als „Rebell Hollywoods“ festigte, fand er bei der Kritik wenig Zustimmung, und auch Brando war von dem Ergebnis enttäuscht.[17]

Um Schauspieler-Freunden aus New York, die arbeitslos geworden waren, zu einem Engagement zu verhelfen, regte Brando eine Bühneninszenierung von Shaws Komödie Helden an, die von Morton Gottlieb produziert wurde und in der er selbst nur eine kleine Nebenrolle spielte. Das Stück ging im Sommer 1953 in Neuengland auf Tournee. Da Brando weder gern Text lernte noch die Berufsroutine eines Theaterdarstellers mochte, war dies sein letzter Bühnenauftritt.[18]

Die Faust im Nacken (1953/1954)

Schon seit 1952 hatte Elia Kazan gemeinsam mit dem Schriftsteller Budd Schulberg ein Filmdrama vorbereitet, das die Korruption in der Gewerkschaft der Dockarbeiter von New Jersey behandeln sollte. Aufgrund des sperrigen Themas fand das Projekt bei den Filmproduzenten zunächst kein Interesse; als „Retter“ erwies sich Sam Spiegel, dessen kleine Firma Horizon den Film schließlich produzierte. Spiegel nahm starken Einfluss auf das Drehbuch und verlangte, dass die männliche Hauptrolle mit Marlon Brando besetzt würde, der inzwischen von dem MCA-Agenten Jay Kanter vertreten wurde. Brando nahm das Angebot nur widerstrebend an, denn zwischen Kazan und ihm bestanden starke Spannungen, nachdem Kazan, der in der McCarthy-Ära auf der Schwarzen Liste stand, im April 1952 vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe (HUAC) eine Aussage gemacht hatte, durch die einige seiner Kollegen politisch schwer belastet worden waren.

Der Film trug den Titel On the Waterfront (deutsch: Die Faust im Nacken). Brando spielte darin die Rolle von Terry Malloy, einem jungen Hafenarbeiter, dessen Bruder tief in die Machenschaften der korrupten Gewerkschaft verwickelt ist. Auf die Dreharbeiten, die am 17. November 1953 begannen, bereitete Brando, der zuletzt während seiner Schulzeit geboxt hatte, sich unter anderem mit Boxunterricht vor. Die Charakterisierung, die Brando der Figur des Terry verlieh, war außerordentlich komplex und umfasste delikate, feminine Züge ebenso wie schroffe, männliche Verhaltensweisen.

Kazan zwang Brando erneut, vor der Kamera sein Innerstes preiszugeben – was dem Schauspieler sehr widerstrebte, dem Film jedoch einen Großteil seiner ungewöhnlichen Überzeugungskraft und Qualität gab. Kazan war darüber hinaus der einzige Regisseur, dem es gelang, Marlon Brando nicht nur zu effizienter Improvisation anzuregen, sondern diese Improvisation auch in geregelte Bahnen zu leiten und einem reifen Regiekonzept zweckdienlich unterzuordnen. Nach der US-amerikanischen Uraufführung im Juli 1954 wurde der Film von der Presse als Meisterwerk des filmischen Realismus begrüßt. Brando erhielt die besten Rezensionen seiner Karriere sowie mehrere wichtige Filmpreise, darunter auch seinen ersten Oscar.[19]

Filme 1954–1958

Nach Beendigung des Films Die Faust im Nacken unterzeichnete Brando einen Vertrag bei der 20th Century Fox. Er sollte die Titelrolle in dem Cinemascope-Großfilm Sinuhe der Ägypter spielen. Unter dem Eindruck der Talentlosigkeit seiner Leinwandpartnerin Bella Darvi und nach der ersten Begegnung mit dem Regisseur, Michael Curtiz, der dafür bekannt war, dass er mit Darstellern nicht gut kommunizierte, verlor Brando das Interesse an dem Projekt und brach im Januar 1954 den Vertrag. Für seine Karriere war diese Entscheidung verheerend, Brando geriet dadurch bei den Produzenten in Misskredit und stand von nun an für lange Zeit unter Druck, für oftmals niedrige Gagen in künstlerisch minderwertigen, aber kassenträchtigen Filmen mitzuwirken.[20]

Desirée

Der erste Film dieser Reihe war ein weiterer Cinemascopestreifen der 20th Century Fox: der Historienfilm Desirée, in dem Brando neben Jean Simmons in der Rolle des jungen Napoléon Bonaparte auftrat. Während der Dreharbeiten, die im März 1954 begannen, erwies Henry Koster sich als konzeptschwacher Regisseur, der Brando vor der Kamera weitgehend sich selbst überließ und damit die Verantwortung für eine wenig inspirierte Leistung seines Hauptdarstellers trug.[21]

Schwere Jungs – leichte Mädchen

Anschließend bot Samuel Goldwyn Brando die Hauptrolle in Schwere Jungs – leichte Mädchen an. Der Film sollte die sehr teure Cinemascope-Fassung eines Musicals werden, die mit großem Erfolg auf dem Broadway gelaufen war. Da Musikfilme beim Publikum überaus stark nachgefragt waren, kalkulierte Goldwyn, dass Brando, der vor der Kamera noch nie zuvor gesungen oder getanzt hatte, dem Film zu einem Sensationserfolg verhelfen würde. Für 200.000 Dollar – eine der höchsten Filmgagen, die 1954 in Hollywood ausgezahlt wurden – nahm Brando das Angebot an und trat in dem Film neben Frank Sinatra in der Rolle eines New Yorker Spielers auf, der sich in eine Missionsschwester, Jean Simmons, verliebt.

Brando, der bereits in früheren Jahren Tanzunterricht genommen hatte, bereitete sich auf die Rolle jedoch erneut mit einem Tanzlehrer, dem Choreografen Michael Kidd, vor. Regie führte Joseph L. Mankiewicz, mit dem Brando bereits Julius Caesar gedreht hatte. Nach der Veröffentlichung im November 1955 war Schwere Jungs – leichte Mädchen beim Publikum wie erwartet äußerst erfolgreich. Das Branchenblatt Variety führte den Film, der mehr als 13 Millionen Dollar einspielte, als größten Kassenerfolg des Jahres 1955 auf.[22]

Das kleine Teehaus

Ein Filmprojekt, das bei Brando größeres persönliches Interesse weckte, war die MGM-Produktion Das kleine Teehaus, der ebenfalls ein erfolgreiches Broadway-Musical zugrunde lag. An der Seite von Glenn Ford spielte Brando darin einen Japaner, der den US-amerikanischen Besatzern am Ende des Zweiten Weltkrieges als Übersetzer zuarbeitet. Die Dreharbeiten fanden im Frühjahr 1956 in Japan statt. Brando, der zur Vorbereitung Bücher über die japanische Kultur gelesen und etwas Japanisch erlernt hatte, sah in dieser Rolle die Chance, Sympathien für die Idee zu gewinnen, dass das besiegte Japan nicht mit der Kultur der US-amerikanischen Besatzungsmacht überfremdet werden sollte. Obwohl Brando seinen Regisseur, Daniel Mann, diesmal selbst hatte wählen dürfen, war der fertige Film, der im November 1956 in die Kinos kam, eine Enttäuschung.[23]

Gründung der Pennebaker Productions

In den 1950er Jahren gründeten viele Hollywoodstars – darunter Burt Lancaster, Frank Sinatra und Kirk Douglas – eigene Produktionsfirmen, um größere Kontrolle über ihre Filme zu erhalten. Aufgrund ihres geringen Kapitals standen diese Firmen jedoch unter großem Druck, Filme zu produzieren, die ihre Kosten an den Kinokassen wieder einspielten. Mit George Englund und seinem Vater als Partnern – später kamen George Glass und Walter Seltzer dazu – gründete auch Marlon Brando im Frühjahr 1955 seine eigene Produktionsfirma, die ihre Büros in den Räumlichkeiten der Paramount hatte. Die „Pennebaker Productions“ waren, ebenso wie andere Firmen dieser Art, aufgrund ihrer beschränkten Geldmittel meist auf die Zusammenarbeit mit größeren Produktionsgesellschaften angewiesen.[24]

Sayonara

Der erste Film der Pennebaker Productions war das Liebesmelodram Sayonara. Neben James Garner und Red Buttons und der unerfahrenen japanisch-US-amerikanischen Darstellerin Miiko Taka spielte Brando darin einen in Japan stationierten Offizier der US-amerikanischen Besatzungsmacht, der sich in eine einheimische Schauspielerin verliebt. Das auf einem Bestseller von James Michener und einer Broadway-Show basierende Drehbuch war voller ethnischer Stereotypen, interessierte Brando aber dennoch, weil es die Möglichkeit bot, die Bigotterie der US-amerikanischen Besatzungspolitik anzuprangern, die den Frieden wollte, ihren Soldaten eine Fraternisierung mit den besiegten Japanern jedoch untersagte.

Brando reizte auch das unter dem Production Code immer noch brisante Tabuthema der Liebe zwischen den Rassen; Sayonara wurde einer der ersten Hollywoodfilme, in denen die Liebe eines ostasiatisch-US-amerikanischen Paares ein Happy-End findet. Der Regisseur des Films, Joshua Logan, hatte sich empfohlen, weil er für seinen Film Picnic gerade einen Golden Globe erhalten hatte. Bei den Dreharbeiten für Sayonara, die im Frühjahr 1957 in Japan stattfanden, enttäuschte er Brando jedoch, da er ihn bei der Gestaltung seiner Rolle weitgehend ohne Unterstützung ließ. Sayonara hatte im Dezember 1957 Premiere und obwohl die Kritik reserviert reagierte, blieb der Film bis zur Veröffentlichung von Der Pate (1972) der lukrativste, in dem Brando mitgewirkt hat.[25]

Die jungen Löwen

Die Dreharbeiten für Brandos elften Film, Die jungen Löwen – eine 20th Century Fox-Produktion nach einem Bestseller von Irwin Shaw – begannen im Juni 1957. Regie führte Edward Dmytryk, der größte Teil der Dreharbeiten fand im Sommer 1957 in Paris und in Berlin statt. Brando stand hier zum ersten und einzigen Mal mit Montgomery Clift vor der Kamera: demjenigen seiner Schauspielerkollegen, mit dem Brando am häufigsten verglichen wurde und der – neben James Dean – sein schärfster Konkurrent in der Gunst des Publikums war. Gemeinsam zu sehen waren Brando und Clift dann jedoch nur in einer einzigen Szene, in der sie keinen Dialog miteinander hatten.

Brando spielte in dem Film einen jungen Nazi-Offizier, und um den in Hollywood damals verbindlichen Stereotypen zu entsprechen, hatte er einen deutschen Akzent eingeübt und sein Haar bleichen lassen. Abweichend von der Romanvorlage und auch weit über das Drehbuch hinausgehend, charakterisierte er den jungen Deutschen jedoch als sympathische Figur und ließ ihn eine eindrucksvolle innere Entwicklung vom strammen NS-Gefolgsmann über einen Skeptiker bis hin zum tragischen Helden durchmachen.

Nach der Uraufführung, die im April 1958 stattfand, wurde Brando für seine Darstellung zwar mit einem Laurel Award geehrt und für einen Britischen Filmpreis nominiert. Obwohl der Film auch beim Publikum erfolgreich war – Die jungen Löwen blieb für lange Zeit der letzte Film mit Marlon Brando, der viel Geld einspielte –, urteilte die US-amerikanische Filmkritik überwiegend ablehnend.[26]

Der Besessene (1958–1961)

Nachdem die Firma viele Monate lang nur dem Namen nach existiert hatte und unter Druck der Steuerbehörde geraten war, nahmen die Pennebaker Productions ihre Tätigkeit 1958 wieder auf und bereiteten die Produktion dreier Filme vor, in denen Brando keine Rolle übernahm: Händedruck des Teufels (1959), Ein Mann geht seinen Weg und Paris Blues (beide 1961).[27]

In einem vierten Film, den Pennebaker mit Geldmitteln der Paramount produzieren wollten, sollte Brando als Hauptdarsteller mitwirken. Um der Produktion einen Kassenerfolg zu sichern, fiel die Wahl auf einen Westernstoff. Die Ausarbeitung des Skripts beanspruchte nacheinander mehrere Autoren und war auch bei Drehbeginn noch nicht abgeschlossen. Regie sollte Stanley Kubrick führen, der gerade Die Rechnung ging nicht auf inszeniert und sich damit als eines der bedeutendsten neuen Talente empfohlen hatte. Als es während der Produktionsvorbereitungen zwischen Brando und Kubrick zu Spannungen kam, wurde Kubrick jedoch wieder entlassen. Brando, der an Sets häufig recht selbstständig gearbeitet hatte, gewann den Eindruck, das Handwerk zu beherrschen, und beschloss daher, selbst Regie zu führen.

Die Dreharbeiten in Monterey und Death Valley begannen im Dezember 1958. Neben Brando, der in der Rolle des Rio ein eindrucksvolles Portrait brüchiger Männlichkeit lieferte, spielten in dem Film Karl Malden und die in Mexiko damals sehr populäre Pina Pellicer. Brando betrieb das Projekt mit großem künstlerischen Engagement und Geschick, war mit der praktischen Organisation der Dreharbeiten jedoch überfordert. Die Dreharbeiten konnten erst im Juni 1959 abgeschlossen werden und trugen zu einer drastischen Überziehung des Budgets bei. Paramount, die mit Brandos geplanten Abschluss der Handlung nicht einverstanden waren, bestanden auf zusätzliche Aufnahmen für einen abgeänderten Schluss. Da Brando unverhältnismäßig viel belichtetes Filmmaterial erstellt hatte, zog sich auch die Postproduktion über viele Monate hin.

Nach umfangreichen, von der Paramount verlangten Kürzungen kam One-Eyed Jacks (deutsch: Der Besessene) erst im März 1961 in die Kinos. Obwohl die Kritik viel Lob aussprach und Brando für seine Darstellung auf dem Filmfestival San Sebastián mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde, konnte der Film seine hohen Produktionskosten von 6 Millionen Dollar nicht einspielen.[28]

Produktionen der Superlative (1958–1962)

Der Mann in der Schlangenhaut

1957 stellte Tennessee Williams sein Schauspiel Orpheus steigt herab fertig, dessen Hauptrollen er Marlon Brando und Anna Magnani auf den Leib geschrieben hatte. Bei einer Bühnenproduktion des Stückes hatte Brando, der sich für Theaterrollen inzwischen nicht mehr interessierte, nicht mitwirken wollen. Seit 1958 bereiteten Martin Jurow und Richard Shepherd schließlich jedoch eine Verfilmung vor, die mit Mitteln der United Artists finanziert werden sollte. Für eine Million Dollar – eine Rekordgage, die bis dahin noch kein Hollywood-Star je erhalten hatte – erklärte Brando sich im Dezember 1958 bereit, darin mitzuwirken. Da auch Magnani zugesagt hatte und United Artist sich von dem Duo Brando-Magnani einen nie dagewesenen Kassenerfolg versprach, wurde die hohe Gage bewilligt. Für eine weitere Rolle hatte Joanne Woodward unterzeichnet.

wurde damit zum ersten Film in der Geschichte Hollywoods, in dem drei Hauptrollen mit Oscar-Hauptpreisträgern besetzt waren. Während der Dreharbeiten, die im Juni 1959 bei in begannen, erwies es sich jedoch, dass die teure Produktion unglücklich besetzt war. Persönliche Spannungen zwischen Brando und Magnani führten zu einem uninspirierten Spiel beider Stars. Während einer Vorabveröffentlichung des Films im Dezember 1959 reagierte das Publikum so ablehnend, dass der Film noch einmal umgeschnitten und gekürzt wurde. Auch nach der offiziellen Veröffentlichung im April 1960 waren die Rezensionen vernichtend, die Kinos blieben leer. Preise erhielt der Film lediglich auf dem Filmfestival San Sebastián, für Joanne Woodwards schauspielerische Leistung und für s Regie.[29]

Meuterei auf der Bounty

Anfang der 1960er Jahre entstanden in Hollywood die beiden bis dahin aufwändigsten und teuersten Produktionen der US-amerikanischen Filmgeschichte: (20th Century Fox) und (MGM). Meuterei auf der Bounty war das eines . Durch Detailtreue, Aufnahmen an Originalschauplätzen und durch den größten US-amerikanischen Filmstar – Marlon Brando – sollte die Neuverfilmung Spitzeneinnahmen erzielen. Die Dreharbeiten, die zum größten Teil auf den damals noch unberührten Inseln und stattfanden, begannen Ende November 1960. Neben und spielte Brando die Rolle des , eines Seeoffiziers, der in der historischen Meuterei an Bord des britischen Expeditionsschiffes eine Schlüsselrolle gespielt hatte.

Brandos Interesse an dem Projekt hatte zwei Gründe. Einerseits brauchte er Geld, um den Sorgerechtsstreit zu führen, den er seit 1959 um seinen Sohn aus erster Ehe führte. Die mehr als 1,25 Millionen Gage, die MGM ihm anbot, kamen sehr gelegen. Andererseits interessierte ihn das Nachspiel der historischen , das in dem Film von 1935 nicht behandelt wurde. Dieses Interesse reichte jedoch gerade so weit, dass Brando sich massiv in die Gestaltung des Drehbuchs und in die Regie einmischte und damit für einen Teil der Verzögerungen die Verantwortung trug, durch die das Budget am Ende dramatisch überschritten wurde. Vorwürfe wegen Nichteinhaltung des Drehplans musste sich auch gefallen lassen, der aus diesem Grunde im Februar 1961 entlassen und durch ersetzt wurde. Die eigentliche Verantwortung für das Ausufern der Produktion trug jedoch das Management der MGM, das den künstlerischen Stab mit weitaus mehr Entscheidungsfreiheit ausgestattet hatte, als es kaufmännisch klug gewesen wäre.

Anfang 1962 wurde von dem gefilmten Material ein Rohschnitt erstellt, mit dessen Filmende Brando jedoch nicht einverstanden war. Im August 1962 fanden unter der Regie von Nachaufnahmen statt. Der Film kam im November 1962 in die Kinos. Während Harris und Howard positiv rezensiert wurden, hielt die Kritik Brando vor, er habe die Rolle des Fletcher Christian als reinen und interpretiert – ohne Tiefe und ohne Bezug zur dramatischen Handlung des Films. An den in- und ausländischen Kinokassen spielte der Film zwar 20 Millionen Dollar ein, die Produktionskosten hatten jedoch 30 Millionen Dollar betragen. MGM gerieten durch den Verlust in große Schwierigkeiten, und unter Filmhistorikern gelten Meuterei auf der Bounty und Cleopatra als die beiden Filme, die das Hollywoods obsolet machten und schließlich beendeten.[30]

Filme 1962–1971

1962 wurden die Pennebaker Productions, die sich bereits seit 1961 in Schwierigkeiten befanden, für 1 Million Dollar von den aufgekauft. Marlon Brando musste sich darüber hinaus verpflichten, in fünf Produktionen der Universal mitzuwirken. Die Filme, die unter diesem Vertrag entstanden, waren künstlerisch von uneinheitlicher Qualität. Brando erwies sich darin häufig als fehlbesetzt oder zeigte nur schwache schauspielerische Leistungen.[31]

Der hässliche Amerikaner

Der erste Film dieser Reihe, Der hässliche Amerikaner, war eine vor dem Hintergrund des entstandene Verfilmung des 1958 erschienenen Politromans , der erzählt, wie die USA in einem vom Bürgerkrieg heimgesuchten südostasiatischen Land den Kampf gegen den Kommunismus verlieren. Brando spielte darin die Rolle eines intelligenten, gebildeten und eleganten US-amerikanischen Botschafters, der in dieser politischen Auseinandersetzung zwischen die Fronten gerät. Die Brisanz, die Brandos Interesse an dem Stoff zunächst erregt hatte, ging während der Dreharbeiten, die im Sommer 1962 unter anderem in stattfanden, wieder verloren, denn George Englund, den Brando selbst als Regisseur ausgewählt hatte, besaß in dieser Funktion keinerlei Erfahrung und inszenierte einen Film, der seine politische Aussage allzu schwerfällig und sauer vortrug und auch visuell in keiner Weise ansprechend war. Nach der Kinopremiere im April 1963 hatte das Publikum an dem Film kaum Interesse.[32]

Zwei erfolgreiche Verführer

In der Universal-Komödie , die den Erfolg von so frivolen Komödien wie und fortsetzen sollte, spielte Brando mit als Partner einen , der sich an der über alleinstehende Frauen hermacht. Brando wirkte in dem Film, der im Frühsommer 1963 gedreht wurde und im Juni 1964 in die Kinos kam, nur mit, weil er vertraglich dazu verpflichtet war und das Geld brauchte, und unternahm keinen Versuch, seiner Rolle, für die er nach Ansicht der Kritiker völlig fehlbesetzt war, irgendeine Mehrdimensionalität zu verleihen.[33]

Morituri

Dass Brando auch in dem Film mitwirken musste, hatte nichts mit seiner Verpflichtung gegenüber der Universal zu tun, sondern war noch eine Spätfolge seines Vertragsbruchs gegenüber der 20th Century Fox im Jahre 1954. Morituri war ein Kriegsspionagethriller, in dem Brando neben , und einen deutschen Deserteur spielt, der vom britischen Geheimdienst erpresst wird, an der Auslieferung eines deutschen Blockadebrechers mitzuwirken. Während der Dreharbeiten, die im Herbst 1964 auf einem Frachtschiff des Zweiten Weltkrieges gemacht wurden und bei denen Regie führte, entwickelte Brando weder an dem Film, der eine reine Abenteuergeschichte war, noch an der Figur des Robert Crain Interesse und spielte die Rolle so flach, dass seine Darstellung später vernichtend rezensiert wurde. Der Film, der im August 1964 herauskam, wurde von der Kritik lediglich aufgrund der Kameraarbeit von gelobt.[34]

Ein Mann wird gejagt

Im April 1964 unterzeichnete Brando zum zweiten Mal einen Vertrag für eine Rolle in einem Film von Produzent Sam Spiegel. In sollte er den jungen einer Kleinstadt spielen, der einen entflohenen Häftling vor der der rassistischen Einwohnerschaft zu schützen versucht. Aufgrund der politischen Dimension der Handlung hatte Brando an dem Filmprojekt starkes persönliches Interesse, und auch darüber hinaus waren die Voraussetzungen für die Produktion eines interessanten Films eigentlich günstig: Neben Brando traten in Ein Mann wird gejagt so unkonventionelle junge Talente wie , und auf, und Regisseur war dafür bekannt, dass seine Filme mit dem nur wenig zu tun hatten.

Bei den Dreharbeiten, die im Frühjahr und Sommer 1965 stattfanden, behandelte Penn seine Schauspieler mit großem Respekt und Brando lieferte ihm dafür viele interessante Ideen. Trotz des großen Engagements aller Beteiligten galt der Film jedoch als teilweise misslungen; vor allem erwies es sich als dramaturgisch schwierig, die Kritik an der Scheinheiligkeit der Kleinstadtbürger mit den Action-Elementen des Films zu einem konsistenten Gesamtkonzept zusammenzuführen. Weiteren inhaltlichen Zusammenhang büßte der Film ein, als Spiegel ihn ohne Abstimmung mit dem übrigen Team übereilt schneiden ließ. Über den fertigen Film, der im Februar 1966 uraufgeführt wurde, war Brando sehr unglücklich.[35]

Südwest nach Sonora

Der dritte Film, in dem Brando im Rahmen seines Vertrages mit der Universal mitwirken musste, war (Originaltitel: The Appaloosa), ein Western, in dem Brando einen weißen Siedler spielen sollte, der den mexikanischen Banditen jagt, der ihm sein Pferd gestohlen hatte. Das Skript war unausgereift, und Brando nahm die Rolle nur an, weil er die Gage benötigte. Die Dreharbeiten, die im August 1965 in , und Wrightsville, Kalifornien stattfanden, wurden durch Spannungen zwischen Brando und Regisseur belastet. Nach der Premiere im September 1966 erhielten infolgedessen beide schlechte Kritiken. Brando wurde vorgeworfen, in der Figur des Matt Fletcher die Karikatur eines rauen Einzelgänger geliefert und damit die künstlerisch heikle Grenze zur Selbstparodie überschritten zu haben. In ihrem Essay Marlon Brando: An American Hero klagte , Brando sei aus Enttäuschung über den Verlauf seiner Karriere und über das Ausbleiben künstlerischer Herausforderungen vom Rebellen zum Exzentriker degeneriert.[36]

Die Gräfin von Hongkong

In der Universal-Komödie sollte Brando einen US-amerikanischen Botschafter spielen, in dessen Schiffskabine eine vor der fliehende russische Gräfin als blinde Passagierin Zuflucht sucht. Brando war über das Filmprojekt zunächst begeistert, da eines seiner größten Idole – – Regie führen sollte. Während der Dreharbeiten in den Londoner , die im Januar 1966 begannen, kam es allerdings zu Spannungen zwischen Brando und seiner Partnerin . Noch folgenreicher waren Konflikte, die sich auch zwischen Brando und Chaplin ergaben.

Während Brando vor der Kamera sehr weiten Raum zur Improvisation benötigte, war Chaplin ein minuziös planender Choreograf, der seinen Darstellern ganz präzise Vorgaben machte. Brando war es extrem zuwider, zu imitieren, was man ihm vorgab. Da der 76-jährige Chaplin eine so ehrwürdige Institution war, fügte Brando sich zwar, lieferte jedoch eine bleierne und leblose Interpretation seiner Rolle, was die Kritik nach der US-amerikanischen Kinopremiere im März 1967 sehr übel nahm. Die Gräfin von Hongkong gilt als einer der schlechtesten Filme Brandos und war auch der von Chaplins Karriere.[37]

Spiegelbild im goldenen Auge

Anfang der 1960er Jahre hatte mit der Planung für die Adaption des gleichnamigen Romans von begonnen. Die Vorbereitungen wurden zunächst wiederholt aufgeschoben. Einer der Gründe war das brisante Thema des Films: Neben sollte Brando darin die Rolle eines US-amerikanischen Offiziers spielen, der mit seiner unterdrückten ringt und auf dem Höhepunkt des Konflikts den sexuell ambivalenten Verehrer seiner Frau tötet. sollte der erste Film in der Geschichte Hollywoods werden, der das Thema Homosexualität explizit behandelte. Da Brando fürchtete, sein ohnehin schon angeschlagenes Image könnte noch weiter beschädigt werden, zögerte er zunächst, die Rolle anzunehmen. Er erkannte dann jedoch, dass ihm die Darstellung dieses äußerst komplexen Charakters die Gelegenheit gab, sein jahrelang ungenutztes Talent wiederaufleben zu lassen.

Während der Dreharbeiten, die im Herbst 1966 in Rom begannen, erwies es sich als Glücksfall, dass Regie führte: ein Mann, der es gewohnt war, seinen Schauspielern vor der Kamera soviel Freiraum wie möglich zu lassen. Brando ging ganz in der Rolle auf und arbeitete die Vielschichtigkeit des Charakters – Pendertons verdrängte Sexualität, seinen schwelenden Zorn und seine latente Gewalttätigkeit – genau heraus. Bei seiner Veröffentlichung im Oktober 1967 wurde der Film von Publikum und Kritik kühl aufgenommen, Huston hielt das ambitionierte Werk jedoch für eines seiner besten.[38]

Candy

Der nächste Film, in dem Brando mitwirkte – die bizarre Sex-Farce Candy – war kein von Anfang an wertloses Projekt. , die die Romanvorlage lieferte, hatte zuvor u. a. am Drehbuch für Kubricks preisgekrönten Film mitgeschrieben, und Drehbuchautor hatte sich durch seine Mitwirkung an dem Film empfohlen. Nach dem Willen des Produktionsteams sollte der anspruchslose Film spaßig und fantasievoll werden und subversive Momente enthalten.

Das Drehbuch sah eine Reihe von en berühmter Stars vor, darunter von , Walter Matthau, , , und eben Brando, der die Rolle eines sexsüchtigen indischen s übernahm. Während der Filmaufnahmen, die im Winter 1967/68 in Rom stattfanden, erwies sich Christian Marquand – die treibende Kraft bei Candy und enger Freund von Brando – jedoch als unerfahrener, konzeptschwacher Regisseur, durch dessen Versäumnisse der Film selbst sein geringes Potenzial verlor und zu einem der Tiefpunkte in Brandos Karriere wurde.[39]

Die Nacht des folgenden Tages

Der -Thriller Die Nacht des folgenden Tages war der fünfte und letzte Film, in dem Brando mitwirken musste, um seine Verpflichtung gegenüber der Universal zu erfüllen. Mit blonder Perücke und schwarzem T-Shirt spielte er den Entführer einer jungen Erbin, der im letzten Augenblick moralisch geläutert wird und das Opfer vor seinen Komplizen (dargestellt von und ) rettet.

Die Filmaufnahmen fanden im Herbst 1967 in der statt und litten unter der Unerfahrenheit des Drehbuchautors und Regisseurs, , der kein tragfähiges Regiekonzept hatte und auf Druck von Brando schließlich entlassen und durch Boone ersetzt wurde. Nach der US-Premiere im Januar 1969 wurde Die Nacht des folgenden Tages wegen der schwachen Schauspielerleistungen von der Kritik en, und Brando wirtschaftete mit diesem Film seinen Ruf so herunter, dass ihn nun keines der großen Filmstudios in Hollywood mehr beschäftigen wollte.[40]

Queimada

1968 bot , der wenig später als Produzent bedeutender Filme von und hervortreten sollte, Brando die Hauptrolle in der italienisch-französischen Koproduktion Queimada an. Grimaldi sah Brando für die Rolle von Sir William Walker vor, eines Gesandten der britischen Regierung, der im 18. Jahrhundert auf einer fiktiven karibischen Zuckerrohrinsel einen Sklavenaufstand anzetteln soll, um die portugiesische Kolonialmacht zugunsten der britischen zu verdrängen. Da die ausdrückliche politische Aussage des Drehbuchs Brando sehr entgegenkam und der Regisseur, , ein erfahrener Experte für politische Filme war, hätte das Projekt eigentlich unter einem guten Stern stehen sollen.

Die Dreharbeiten, die im November 1968 in begannen, litten jedoch unter einer ganzen Reihe von Plagen und Problemen. Die Arbeit der Drehcrew wurde durch Insekten, Hitze, verdorbenes Essen und Durchfall behindert, dazu kam eine ständige Bedrohung von Überfällen durch bewaffnete Räuber. Pontecorvo erwies sich als straff arbeitender Regisseur, der sich genau ans Skript hielt, was mit Brandos Arbeitsstil inkompatibel war und ihm die Lust an dem Film verdarb. Brando brach die Arbeit schließlich ab, fuhr nach Hause und forderte, die Arbeit solle an einem anderen, erträglicheren Drehort fortgesetzt werden. Im Juli 1969 zog das Aufnahmeteam nach um, wo Queimada nach Brandos Rückkehr fertiggedreht werden konnte.

Die Verzögerungen und der Wechsel des Drehorts verursachten freilich hohe Kosten, deretwegen Grimaldi Brando später auf 700.000 Dollar Schadensersatz verklagte. Nach der Kinopremiere, die in Italien Ende 1969, in den USA im Oktober 1970 stattfand, kritisierte die Presse den Helden, den Brando in dem Film verkörperte, als allzu konventionell. Bizarrerweise fand Brando Queimada wunderbar und rühmte ihn als seinen bis dahin besten Film.[41]

Das Loch in der Tür

In dem britischen Low-Budget-Film , einem psychologischen Thriller, dessen Handlung um 1900 auf einem einsamen englischen Landsitz spielt, wirkte Brando mit, weil er Geld brauchte und keine andere Wahl hatte. Brando spielte darin die Rolle eines vierschrötigen Gärtners, der mit der schönen Gouvernante () ein Verhältnis unterhält und mit diesem unguten Vorbild bei den zwei Waisen, die in dem Haus aufwachsen, die Saat des Bösen legt, was schließlich zu einem Doppelmord führt.

Die Dreharbeiten fanden zu Beginn des Jahres 1971 in der Nähe des englischen statt. Da das Skript zweitklassig und Regisseur frei von künstlerischer Ambition war, entwickelte Brando an seiner Rolle keinerlei Interesse und spielte sie ohne Engagement, verhielt sich – ganz entgegen seiner sonstigen Gewohnheit – während der Aufnahmen jedoch mustergültig kooperativ, da die Paramount ihn mit großer Skepsis inzwischen für den Film Der Pate ausgewählt hatte und Brando wusste, dass sein Verhalten während der Dreharbeiten für Das Loch in der Tür ganz genau beobachtet wurde.[42]

Der Pate (1971–1972)

Anfang 1969 veröffentlichte seinen -Roman . Im September 1969 beschloss die Paramount eine Verfilmung des Bestsellers und beauftragte Puzo mit dem Drehbuch. Da ein kurz zuvor herausgebrachter Mafia-Film – Auftrag Mord mit Kirk Douglas – gefloppt war, beabsichtigte die Paramount zunächst nur einen Low-Budget-Film zu drehen und wählte als Regisseur den jungen und bis dahin kaum bekannten aus, der sich für das Projekt nicht zuletzt deshalb empfahl, weil er italienische Vorfahren hatte und Sinn für das spezielle Kolorit des Films versprach. Im Laufe der Produktionsvorbereitungen erwies sich Coppola allerdings als ein Mann mit Durchsetzungsvermögen und eigenständigem Regiekonzept, der unter anderem eine grundlegende Bearbeitung des Drehbuchs durchsetzte. Puzo hatte Brando bereits Ende 1969 vorgeschlagen, die Rolle des Mafia-Bosses Don Vito Corleone zu spielen, Brando zweifelte zunächst jedoch, ob er einen 65-jährigen Mann überzeugend darstellen könne. Auch Coppola wollte Brando und setzte sich im Februar 1970 mit seiner Entscheidung schließlich gegen den Widerstand der Paramount durch.[43]

Die Dreharbeiten zu Der Pate, die nach Coppolas Willen in New York und Umgebung stattfanden, begannen im März 1971. Da es Coppolas Eigenart war, Anregungen, die seine Darsteller während der Aufnahmen vorbrachten, sehr bereitwillig aufzugreifen, gestaltete sich die Zusammenarbeit zwischen Brando und Coppola vertrauensvoll und ergiebig. Der Regisseur und sein Hauptdarsteller stimmten auch darin überein, dass Der Pate nicht in erster Linie ein Mafiafilm sei, sondern vom US-amerikanischen handele, der das organisierte Verbrechen zulasse, weil er selbst Nutzen daraus ziehe. Die Rolle des Mafia-Paten lag Brando außerordentlich, die Themen Macht und Kontrolle hatten ihn zeitlebens beschäftigt, und die Grundidee für die Charakterisierung des Don Vito, der er von nun an wie einem roten Faden folgte, kam Brando beim Anhören von Stimmaufnahmen des (realen) Gangsters , der eine überraschend hohe Stimme hatte. Brando und Coppola verstanden, dass wirklich machtvolle Menschen nicht laut zu werden brauchen, und Brando spielte den Don mit hoher, feiner, asthmatischer Stimme. Brandos Pate war ein vielschichtiger Charakter: ein erbarmungslos mordendes Monster, ein Mann mit bürgerlichen Werten, ein liebevoller Großvater, ein sterblicher alter Mann in einer harten Schale aus Macht und Kontrolle. Das Problem, den 46-jährigen Brando für die Kamera um zwanzig Jahre altern zu lassen, half der Maskenbildner zu beheben, der für den Film kurz zuvor den 32-jährigen als 121-jährigen Greis geschminkt hatte.[44]

Brandos Vertrag mit der Paramount sah neben 50.000 Dollar Festgage eine Gewinnbeteiligung vor, die Brando, als er im Sommer 1971 akut Geld benötigte, neu verhandelte und gegen eine Einmalzahlung von 100.000 Dollar tauschte. Diese Entscheidung erwies sich später als unglücklich, denn nach der Premiere des Films am 15. März 1972 war die Resonanz von Publikum und Kritik überwältigend, und allein innerhalb der ersten 26 Tage spielte Der Pate, dessen Produktion 6,2 Millionen Dollar gekostet hatte, 26 Millionen Dollar ein.[45]

Den Oscar, den er am 27. März 1973 für seine Darstellung des „Paten“ erhalten sollte, nahm Brando nicht an. Stattdessen erklärte die Ureinwohnerin und Schauspielerin , die er als Sprecherin zur Oscar-Verleihung entsandt hatte, Brando wolle mit dieser Geste auf die unterdrückten Bürgerrechte der Indianer und besonders auf die Protestaktionen aufmerksam machen, die seit Ende Februar in stattfanden.[46]

Der letzte Tango in Paris (1972)

Aus akuten finanziellen Gründen sagte Brando 1972 seine Mitwirkung in einer Produktion der Paramount zu, die den Titel Child’s Play tragen und von zwei Lehrern (Marlon Brando und ) eines exklusiven katholischen Internats handeln sollte, deren Rivalität zu dramatischen Ereignissen führt. Während der Dreharbeiten, die im Herbst 1972 in New York begannen und von geleitet wurden, verlangte Brando, dass das Drehbuch umgeschrieben und die Aufnahmen an einem anderen Ort durchgeführt werden sollten, woraufhin der Produzent Brando kurzerhand entließ und ihn durch den Schauspieler ersetzte.[47]

Im Laufe des Jahres 1971 entwickelten Luigi Luraschi, Chef der Paramount in Rom, und der 31-jährige Regisseur das Konzept für den italienisch-französischen Film, der später unter dem Titel berühmt wurde. Das Drehbuch war Marlon Brando auf den Leib geschrieben, Brando unterzeichnete den Vertrag jedoch erst im November 1971 nach Verhandlungen mit Alberto Grimaldi, der den Film koproduzieren wollte. Grimaldi erhob seit der Produktion des Films Queimada nämlich hohe Schadensersatzforderungen gegen Brando, die er anbot fallen zu lassen, wenn Brando die Rolle übernahm.[48]

Der letzte Tango in Paris erzählt die Geschichte eines von Weltschmerz erfüllten, desillusionierten und verzweifelt einsamen Mannes, der nach dem Tode seiner Frau besessen ist von einer schönen Studentin (), mit der er in einer leeren Wohnung anonymen Sex hat, bei dem er sie dominiert und unterwirft. Obwohl Der letzte Tango in Paris später als Meisterwerk des erotischen Films gepriesen wurde, ging es Bertolucci nicht um Erotik, sondern darum, einen Mann in sexueller Obsession, in Isolation, Trauer, Schmerz und Verzweiflung zu zeigen.

Die zehnwöchigen Dreharbeiten fanden in Paris statt und begannen im Februar 1972. Bertolucci benutzte das Skript nur als groben Leitfaden, der Brando in die richtige Stimmung versetzen sollte, um im Sinne des Method Acting aus seinem eigenen emotionalen Reservoir zu schöpfen. Bertolucci gab Brando breiten Raum zur Improvisation – ganze Szenen des Films sind improvisiert –, in der auf geradezu klinische Weise die Seelenlage des Protagonisten ausgelotet wird. Wie in den besten seiner früheren Filme verlieh Brando dem Charakter des Paul eine extreme Vielschichtigkeit und eine Zerrissenheit, unter der ein tiefes existentielles Dilemma erkennbar wurde. Paul benutzte Sex als Waffe, um seiner unterschwellig brodelnden Wut Luft zu machen und um Rache zu üben an sozialen Konventionen; daneben zeigte er jedoch Momente von Zartheit und Schmerz, die mit seinem Frauenhass in einem beunruhigenden Kontrast standen. Der letzte Tango in Paris war ein sehr intimer Film, in dem Brando mehr von seiner Persönlichkeit preisgab als in irgendeinem anderen Film.[49]

Nach der Uraufführung, die am 14. Oktober 1972 auf dem New York Film Festival stattfand, wurde der Film von der Kritik enthusiastisch gefeiert. Veranlasst durch seine sexuelle Explizitheit entstand jedoch eine öffentliche Kontroverse, mit der die Produzenten nicht gerechnet hatten. Während beispielsweise die Filmkritikerin urteilte, Der letzte Tango in Paris sei „der packendste erotische Film, der je gemacht worden ist“, fanden die italienischen Behörden den Film obszön und reichten gegen Grimaldi, Bertolucci, Brando und Schneider Klage ein, die schließlich vom Gericht abgewiesen wurde.

Als der Film daraufhin erst Anfang 1973 in die Kinos kam, waren die Erwartungen des Publikums stark angeheizt. Die Meinungen gingen dann weit auseinander; viele Zuschauer und Kritiker fanden den Film pornografisch; andere, die ihn mit echten verglichen, fanden ihn langweilig. Besonders scharf wurde Der letzte Tango in Paris von Kritikern verurteilt. Den Produktionskosten von 1,4 Millionen Dollar standen jedoch Einspielergebnisse in Höhe von 45 Millionen Dollar gegenüber; Marlon Brando hat an dem Film mindestens 4 Millionen Dollar verdient. Zwei der namhaftesten US-amerikanischen Kritikervereinigungen – die und der – zeichneten seine schauspielerische Leistung mit ihrem Hauptpreis aus.[50]

Späte Filme (1975–2001)

Duell am Missouri

Nach dem ungeheuren Erfolg von Der Pate und Der letzte Tango in Paris hätte Marlon Brando eigentlich jede Rolle auswählen können, die ihn künstlerisch interessiert hätte. Stattdessen begann er, sich auf e zu beschränken, die er sich – was die Kritik ihm sehr verübelte – zum Teil extrem gut bezahlen ließ. Ein erheblicher Teil dieser Einnahmen floss in die Kassen der Sachverständigen, die Brando bei der Projektplanung auf (siehe ) berieten. Der erste Film in dieser Reihe war der von inszenierte Western , in dem Brando neben einen brutalen Kopfgeldjäger spielen sollte.

Während der Dreharbeiten, die im Sommer 1975 in stattfanden, erwies es sich als Problem, dass das Drehbuch noch voller Unstimmigkeiten war. Brando bemühte sich um Verbesserungen am Skript, war über die mangelnde Kontrolle, die Regisseur Penn über die Produktion ausübte, schließlich jedoch so entnervt, dass er am Set – wie bereits in früheren, ähnlichen Fällen – zu querulieren begann und die Rolle des Clayton als Exzentriker spielte, mit irischem Akzent sprach und mit kleinen Gags, die zum Film eigentlich keinerlei Bezug hatten, den anderen Mitwirkenden die Show stahl.

Für seine Mitwirkung hatte Brando neben einer Gewinnbeteiligung eine Festgage von 1,25 Millionen Dollar vereinbart – ein damals ungewöhnlich hoher Betrag. Duell am Missouri, dessen Uraufführung im Mai 1976 stattfand, wurde ein künst

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Marlon Brando hat mitgespielt in

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Superman Returns
Actionfilm FSK 12
Regie: Bryan Singer
Superman Returns Userwertung:

Produktionsjahr: 2006
Schauspieler/innen: Brandon Routh, Kate Bosworth, Kevin Spacey, James Marsden, Parker Posey, Frank Langella, Sam Huntington, Eva Marie Saint, Peta Wilson, Marlon Brando, Tristan Lake Leabu, Kal Penn, Stephan Bender
The Score
Drama FSK 12
Regie: Frank Oz
The Score Userwertung:

Produktionsjahr: 2001
Schauspieler/innen: Robert De Niro, Edward Norton, Marlon Brando, Angela Bassett, Gary Farmer, Paul Soles, Jamie Harrold, Serge Houde
Free Money
FSK 16
Regie: Yves Simoneau
Free Money Userwertung:

Produktionsjahr: 1998
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Donald Sutherland, Charlie Sheen, Thomas Haden Church, Mira Sorvino, Martin Sheen, David Arquette, Jean Pierre Bergeron, Rémy Girard, Roc LaFortune, Roy Dupuis
The Brave
FSK 16
Regie: Johnny Depp
The Brave Userwertung:

Produktionsjahr: 1997
Schauspieler/innen: Johnny Depp, Marlon Brando, Elpidia Carrillo, Marshall Bell, Frederic Forrest, Luis Guzmán, Floyd Westerman
Horrorfilm FSK 16
Regie: John Frankenheimer
DNA – Die Insel des Dr. Moreau Userwertung:

Produktionsjahr: 1996
Schauspieler/innen: David Thewlis, Fairuza Balk, Ron Perlman, Marlon Brando, Val Kilmer, Marco Hofschneider, Temuera Morrison, William Hootkins
Don Juan DeMarco
Drama FSK 12
Regie: Jeremy Leven
Don Juan DeMarco Userwertung:

Produktionsjahr: 1995
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Johnny Depp, Bob Dishy, Faye Dunaway, Géraldine Pailhas, Rachel Ticotin, Talisa Soto, Selena Quintanilla-Perez
Christopher Columbus – Der Entdecker
FSK 12
Regie: John Glen
Christopher Columbus – Der Entdecker Userwertung:

Produktionsjahr: 1992
Schauspieler/innen: Georges Corraface, Tom Selleck, Rachel Ward, Marlon Brando, Catherine Zeta-Jones, Oliver Cotton, Benicio Del Toro, Mathieu Carrière
Freshman
FSK 12
Regie: Andrew Bergman
Freshman Userwertung:

Produktionsjahr: 1990
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Matthew Broderick, Bruno Kirby, Penelope Ann Miller, Maximilian Schell, Paul Benedict, Frank Whaley, Jon Polito, Richard Gant, Kenneth Welsh, Pamela Payton-Wright, B.D. Wong
Weiße Zeit der Dürre
FSK 16
Regie: Euzhan Palcy
Weiße Zeit der Dürre Userwertung:

Produktionsjahr: 1989
Schauspieler/innen: Donald Sutherland, Janet Suzman, Zakes Mokae, Jürgen Prochnow, Susan Sarandon, Marlon Brando, Winston Ntshona, Leonard Maguire, Gerard Thoolen, Susannah Harker
Apocalypse Now
Kriegsfilm FSK 16
Regie: Francis Ford Coppola
Apocalypse Now Userwertung:

Produktionsjahr: 1979
Schauspieler/innen: Martin Sheen, Marlon Brando, Robert Duvall, Frederic Forrest, Sam Bottoms, Laurence Fishburne, Albert Hall, Dennis Hopper, Cynthia Wood, Colleen Camp, Linda Beatty, Harrison Ford, G. D. Spradlin, R. Lee Ermey, Glenn Walken, Scott Glenn, Christian Marquand
Superman
Actionfilm FSK 12
Regie: Richard Donner
Superman Userwertung:

Produktionsjahr: 1978
Schauspieler/innen: Christopher Reeve, Margot Kidder, Gene Hackman, Jackie Cooper, Marlon Brando, Glenn Ford, Phyllis Thaxter, Terence Stamp, Jack O'Halloran, Maria Schell, Ned Beatty, Susannah York, Sarah Douglas, Valerie Perrine, Harry Andrews, Marc McClure, Larry Hagman

Regie: Francis Ford Coppola
Der Pate: Die Saga Userwertung:

Produktionsjahr: 1977
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Al Pacino, Robert De Niro, Lee Strasberg, Diane Keaton, James Caan, Robert Duvall, Richard S. Castellano, Talia Shire, John Cazale, Sterling Hayden, Al Martino
Duell am Missouri
Western FSK 16
Regie: Arthur Penn
Duell am Missouri Userwertung:

Produktionsjahr: 1976
Schauspieler/innen: Jack Nicholson, Marlon Brando, Kathleen Lloyd, John McLiam, Harry Dean Stanton, Randy Quaid, Frederic Forrest, John P. Ryan, Sam Gilman, Richard Bradford, Hunter von Leer, Vern Chandler
Der letzte Tango in Paris
Drama FSK 16
Regie: Bernardo Bertolucci
Der letzte Tango in Paris Userwertung:

Produktionsjahr: 1972
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Maria Schneider, Jean-Pierre Léaud, Catherine Allégret, Massimo Girotti, Maria Michi
Der Pate
Krimi FSK 16
Regie: Francis Ford Coppola
Der Pate Userwertung:

Produktionsjahr: 1972
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Al Pacino, Diane Keaton, James Caan, Robert Duvall, Richard S. Castellano, Richard Conte, Abe Vigoda, Talia Shire, John Cazale, Al Lettieri, Sterling Hayden, Al Martino, John Marley
Queimada – Insel des Schreckens
FSK 16
Regie: Gillo Pontecorvo
Queimada – Insel des Schreckens Userwertung:

Produktionsjahr: 1969
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Evaristo Márquez, Norman Hill, Renato Salvatori
FSK 18
Regie: Christian Marquand
Candy Userwertung:

Produktionsjahr: 1968
Schauspieler/innen: Ewa Aulin, John Astin, Elsa Martinelli, Richard Burton, Peggy Nathan, Sugar Ray Robinson, Ringo Starr, Marilù Tolo, Walter Matthau, James Coburn, Anita Pallenberg, John Huston, Mark Salvage, Umberto Orsini, Enzo Fiermonte, Enrico Maria Salerno, Charles Aznavour, Marlon Brando
Komödie FSK 16
Regie: Charles Chaplin
Die Gräfin von Hongkong Userwertung:

Produktionsjahr: 1967
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Sophia Loren, Sydney Chaplin, Tippi Hedren, Patrick Cargill, Michael Medwin, Oliver Johnston, John Paul, Angela Scoular, Margaret Rutherford
Spiegelbild im goldenen Auge
Drama FSK 18
Regie: John Huston
Spiegelbild im goldenen Auge Userwertung:

Produktionsjahr: 1967
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Elizabeth Taylor, Brian Keith, Julie Harris, Zorro David, Robert Forster, Gordon Mitchell, Irvin Dugan, Fay Sparks
Südwest nach Sonora
Western FSK 12
Regie: Sidney J. Furie
Südwest nach Sonora Userwertung:

Produktionsjahr: 1966
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Anjanette Comer, John Saxon, Alex Montoya, Frank Silvera, Rafael Campos, Emilio Fernández, Miriam Colon, Larry D. Mann
Ein Mann wird gejagt
FSK 16
Regie: Arthur Penn
Ein Mann wird gejagt Userwertung:

Produktionsjahr: 1966
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Jane Fonda, Robert Redford, E. G. Marshall, Angie Dickinson, Janice Rule, Miriam Hopkins, Martha Hyer, Richard Bradford, Robert Duvall, James Fox, Diana Hyland, Henry Hull, Jocelyn Brando, Katherine Walsh
Kriegsfilm FSK 12
Regie: Bernhard Wicki
Morituri Userwertung:

Produktionsjahr: 1965
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Yul Brynner, Janet Margolin, Trevor Howard, Martin Benrath, Hans Christian Blech, Wally Cox, Max Haufler
FSK 12
Regie: Ralph Levy
Zwei erfolgreiche Verführer Userwertung:

Produktionsjahr: 1964
Schauspieler/innen: Marlon Brando, David Niven, Shirley Jones, Cynthia Lynn, Norman Alden
Meuterei auf der Bounty
Abenteuer FSK 12
Regie: Lewis Milestone
Meuterei auf der Bounty Userwertung:

Produktionsjahr: 1962
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Trevor Howard, Richard Harris, Hugh Griffith, Richard Haydn, Tarita Tumi Teriipaia, Percy Herbert, Duncan Lamont, Gordon Jackson, Chips Rafferty, Noel Purcell, Ashley Cowan, Eddie Byrne, Frank Silvera, Tim Seely, Keith McConnell, Matahiarii Tama
Der Besessene
Western FSK 12
Regie: Marlon Brando
Der Besessene Userwertung:

Produktionsjahr: 1961
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Karl Malden, Pina Pellicer, Katy Jurado, Slim Pickens, Ben Johnson, Timothy Carey, Larry Duran, Sam Gilman, Elisha Cook

Regie: Sidney Lumet
Der Mann in der Schlangenhaut Userwertung:

Produktionsjahr: 1959
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Anna Magnani, Victor Jory, Joanne Woodward, John Baragrey, Maureen Stapleton, R. G. Armstrong, Virgilia Chew, Emory Richardson
Die jungen Löwen
Drama FSK 12
Regie: Edward Dmytryk
Die jungen Löwen Userwertung:

Produktionsjahr: 1958
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Montgomery Clift, Dean Martin, Maximilian Schell, Barbara Rush, Hope Lange, May Britt, Dora Doll, Lee Van Cleef, Arthur Franz, Herbert Rudley
Sayonara
Liebesfilm FSK 12
Regie: Joshua Logan
Sayonara Userwertung:

Produktionsjahr: 1957
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Patricia Owens, Red Buttons, Miiko Taka, Ricardo Montalbán, Miyoshi Umeki, James Garner, Martha Scott, Kent Smith, Douglass Watson, Reiko Kuba
FSK 12
Regie: Daniel Mann
Das kleine Teehaus Userwertung:

Produktionsjahr: 1956
Schauspieler/innen: Glenn Ford, Paul Ford, Marlon Brando, Machiko Kyō, Eddie Albert, Harry Morgan, Raynum K. Tsukamoto
FSK 12
Regie: Joseph L. Mankiewicz
Schwere Jungs – leichte Mädchen Userwertung:

Produktionsjahr: 1956
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Jean Simmons, Frank Sinatra, Vivian Blaine, Robert Keith, Stubby Kaye, B. S. Pully, Johnny Silver, Sheldon Leonard, Danny Dayton, George E. Stone, Regis Toomey, Kathryn Givney, Veda Ann Borg, Mary Alan Hokanson, Joe McTurk, Kay E. Kuter
Die Faust im Nacken
FSK 12
Regie: Elia Kazan
Die Faust im Nacken Userwertung:

Produktionsjahr: 1954
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Karl Malden, Lee J. Cobb, Rod Steiger, Eva Marie Saint, Pat Henning, Leif Erickson, James Westerfield, Fred Gwynne
Julius Caesar
Drama FSK 12
Regie: Joseph L. Mankiewicz
Julius Caesar Userwertung:

Produktionsjahr: 1953
Schauspieler/innen: Louis Calhern, James Mason, Marlon Brando, John Gielgud, Edmond O’Brien, Greer Garson, Deborah Kerr, George Macready, Michael Pate, Alan Napier, John Hoyt, Ian Wolfe, Rhys Williams, Edmund Purdom
Der Wilde
Kinder-/Jugendfilm
Regie: László Benedek
Der Wilde Userwertung:

Produktionsjahr: 1953
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Mary Murphy, Robert Keith, Lee Marvin, Ray Teal, Jay C. Flippen, Hugh Sanders, Yvonne Doughty
Viva Zapata!
Western FSK 12
Regie: Elia Kazan
Viva Zapata! Userwertung:

Produktionsjahr: 1952
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Jean Peters, Anthony Quinn, Joseph Wiseman, Arnold Moss, Alan Reed, Margo, Harold Gordon, Frank Silvera, Fay Roope, Mildred Dunnock
Endstation Sehnsucht
FSK 12
Regie: Elia Kazan
Endstation Sehnsucht Userwertung:

Produktionsjahr: 1951
Schauspieler/innen: Vivien Leigh, Marlon Brando, Kim Hunter, Karl Malden, Rudy Bond, Nick Dennis, Peg Hillias
Die Männer
Drama FSK 16
Regie: Fred Zinnemann
Die Männer Userwertung:

Produktionsjahr: 1950
Schauspieler/innen: Marlon Brando, Teresa Wright, Everett Sloane, Jack Webb, Richard Erdman, Arthur Jurado, Virginia Farmer, Dorothy Tree, Howard St. John

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