Schauspieler/in

Grete Diercks

* 20.11.1882 - Stainach
† 02.07.1957 Wien

Über Grete Diercks

Grete Diercks

Grete Diercks, geboren als Margarete Dierkes (* 20. November 1882 in Stainach-Irdning, Steiermark; † 2. Juli 1957 in Wien) war eine österreichische Schauspielerin und Sängerin.

Biografie

Die gebürtige Steirerin Margarete Dierkes gab nach ihrer künstlerischen Ausbildung (Gesang und Schauspiel) ihr Debüt 1906 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, wo sie als Kleindarstellerin wirkte. Im Jahr darauf ging sie in die k.u.k.-Provinz (Troppau) und wirkte als Schauspielerin wie als Operettensoubrette. Wenig später traf die Künstlerin in Wien ein.

Während Grete Diercks (damals noch als Grete Dierkes) am Carl-Theater beschäftigt gewesen war, gab sie 1912 mit dem Part der Chanson-Sängerin Joujou in dem Gesellschaftsmelodram „Musikantenlene“, einem der ersten abendfüllenden Spielfilme Österreichs, vermutlich ihr Film-Debüt.[1] Dennoch erlangte das Kino erst mit Ende des Ersten Weltkriegs ein wenig Bedeutung in Grete Diercks künstlerischer Laufbahn, und sie übernahm bis in die frühen 1920er-Jahre hinein eine Reihe von tragenden Neben- bzw. zweiten Hauptrollen in zum Teil recht prominenten deutschen Inszenierungen, darunter Ernst Lubitschs Carmen und Rausch sowie F. W. Murnaus Der brennende Acker und E. A. Duponts Erstverfilmung des populären Hochalpendramas Die Geierwally, in der sie die Afra verkörperte. Nebenbei trat sie weiterhin am Theater (z.B. an den Meinhard-Bernauer-Bühnen) auf.

Nach der Vollendung ihres 40. Lebensjahrs verschwand Grete Diercks weitgehend aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit, blieb aber zunächst weiterhin in Berlin. Erst im Oktober 1930 kehrte sie nach Wien zurück, wo sie knapp 27 Jahre später verstarb.

Filmografie

  • 1912: Musikantenlene
  • 1916: Die Fiebersonate
  • 1918: Carmen
  • 1918: Fünf Minuten zu spät
  • 1919: Rausch
  • 1919: Todesurteil
  • 1919: Zwangsliebe im Freistaat
  • 1920: Die Frauen vom Gnadenstein
  • 1921: Die Geier-Wally
  • 1921/22: Der brennende Acker
  • 1922: Am Rande der Großstadt
  • 1922: Der Kampf ums Ich
  • 1922: Der Liebe Pilgerfahrt
  • 1922/23: Und dennoch kam das Glück
  • 1922/23: Die Kette klirrt
  • 1923: Die Sonne von St. Moritz

Anmerkungen

  1. Ihre (laut IMDb) angebliche Mitwirkung an der Seite von Curt Bois in dem Film Der fidele Bauer (1908) ist fraglich, da sie zu diesem Zeitpunkt nicht in Berlin weilte

Weblinks

  • Projekt Sophie

Dieser Artikel (grau hinterlegt) steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). Die Vorliegende Version wurde am 21. März 2013, 21:03 UTC unter den o.g. Lizenzen veröffentlicht. Mit Beiträgen (Autor/en) von: Horst Gräbner, FA2010, Paulae, Angelika Lindner, Ben Ben. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen werden Autoren von denen lediglich eine IP-Adresse hinterlegt wurde hier nicht aufgeführt.

Grete Diercks hat mitgespielt in

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Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
Der brennende Acker Userwertung:

Produktionsjahr: 1922
Schauspieler/innen: Eugen Klöpfer, Wladimir Gaidarow, Werner Krauß, Eduard von Winterstein, Lya de Putti, Stella Arbenina, Alfred Abel, Grete Diercks, Elsa Wagner, Emilie Unda, Leonie Toliansky, Georg John, Emilie Kurz, Robert Leffler, Eugen Rex, Hellmuth Bergmann, Leonhard Haskel

Regie: Ernst Lubitsch
Rausch Userwertung:

Produktionsjahr: 1919
Schauspieler/innen: Asta Nielsen, Alfred Abel, Carl Meinhard, Grete Diercks, Marga Köhler, Frida Richard, Sophie Pagay, Rudolf Klein-Rhoden, Heinz Stieda

Regie: Ernst Lubitsch
Carmen Userwertung:

Produktionsjahr: 1918
Schauspieler/innen: Pola Negri, Harry Liedtke, Leopold von Ledebur, Grete Diercks, Paul Biensfeldt, Paul Conradi, Max Kronert, Margarete Kupfer, Sophie Pagay, Magnus Stifter

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