Schauspieler/in

Gesine Cukrowski

* 23.10.1968 - Berlin (West)

Über Gesine Cukrowski

Gesine Cukrowski

Gesine Cukrowski (* 23. Oktober 1968 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben

Schule und Studium

Gesine Cukrowski, Tochter einer Künstlerin und eines Ingenieurs, besuchte das katholische Gymnasium St. Marien in Berlin-Neukölln. Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte sie im Studententheater. Anschließend absolvierte sie ihr Studium an der Schauspielschule Maria Körber. Ihren Gesangsmeisterkurs legte Gesine Cukrowski bei der Brecht- und Weill-Chansonnière Gisela May ab.

Fernseh- und Theatererfolge

Mit dem Film Die Schläfer gelang Gesine Cukrowski 1998 ein großer Erfolg, ebenso mit der ZDF-Serie Der letzte Zeuge, in der sie von 1998 bis 2007 an der Seite von Ulrich Mühe und Jörg Gudzuhn eine Gerichtsmedizinerin spielte. Nach dem Tod Mühes erklärte Gesine Cukrowski nach Gesprächen mit dem ZDF über die Süddeutsche Zeitung, dass sie „aus Respekt und Zuneigung zu ihrem verstorbenen Serienpartner Ulrich Mühe“ für weitere Folgen nicht zur Verfügung stehen werde; die Serie wurde daraufhin eingestellt. 1999 gehörte Gesine Cukrowski zum festen Ensemble des Theater Basel, das zum Theater des Jahres gekürt wurde und wo die Berlinerin, insbesondere mit der Bachmann-Inszenierung von Tankred Dorsts Merlin, große Erfolge feierte. Ein Jahr später kehrte sie nach Berlin zurück. 2001 spielte Gesine Cukrowski zusammen mit der aus Ronin bekannten Natasha McElhone und dem Academy-Award-nominierten Darsteller Stephen Rea den US-amerikanischen Psycho-Thriller Feardotcom.

Schauspielerische Wandlungsfähigkeit

In dem ZDF-Film Das Wunder von Berlin verleiht Gesine Cukrowski ihrer Figur, einer hochrangigen Stasi-Mitarbeiterin, eine unaufgeregte Selbstverständlichkeit und Autarkie. In Judith Kemp spielte sie eine vierfache Familienmutter mit kriminellem Ehemann im Arbeiterviertel Berlin-Neukölln; in Feardotcom das furchterregende Medium eines psychopathischen Arztes (Stephen Rea) oder an der Seite von Ottfried Fischer in der temporeichen Komödie Der Bestseller als realitätverlierende Krimiautorin, die auf äußerst skurrile und komische Art konsequent die 1920er Jahre lebt. Im Theater war Gesine Cukrowski insbesondere in den späten 1990er Jahren sehr erfolgreich. Den Höhepunkt stellte ihr Auftritt in der Hauptrolle der Cressida bei den Salzburger Festspielen 1999 dar.

Weiteres

  • 2006 nahm Gesine Cukrowski ihr erstes Hörbuch auf; sie las den Kriminalroman Der Vierzehnte Stein der französischen Autorin Fred Vargas.
  • Gesine Cukrowski unterstützt insbesondere mit dem Hamburger Verein Sternipark e.V. hilfsbedürftige Menschen. Der Verein kümmert sich unter anderem um werdende Mütter, die ihr Baby anonym zur Welt bringen möchten. Seit 2010 ist sie Vorstandsvorsitzende der in Hamburg ansässigen Stiftung Findel-Baby Mütter in Not.[1]
  • Die Schauspielerin lebt mit ihrer Tochter Lina (* 2001) und ihrem Lebensgefährten, dem Drehbuchautor Michael Helfrich, in Berlin. Nach dem Tod der Schauspielerin Susanne Lothar im Juli 2012 haben Gesine Cukrowski und ihr Lebensgefährte die Vormundschaft für eines der hinterbliebenen Kinder aus der Ehe Susanne Lothars und des verstorbenen Ulrich Mühe übernommen.[2]

Filmografie (Auswahl)

  • 1991: Aufstand der Dinge
  • 1994: Und tschüss!
  • 1995: Rosa Roth
  • 1995: Und tschüss auf Mallorca
  • 1996: Und tschüss in Amerika
  • 1996: Mein Papa ist kein Mörder
  • 1996: Blutige Rache
  • 1996: 60 Minuten Todesangst
  • 1998: Die Schläfer
  • 1998: Tatort – Engelchen flieg!
  • 1998: SOKO 5113 – Der Überläufer
  • 1998–2007: Der letzte Zeuge
  • 1999: T.E.A.M. Berlin
  • 2000: Kilimandjaro
  • 2000: Der Bulle von Tölz
  • 2000: Die Kommissarin
  • 2001: Bel Ami
  • 2002: Donna Leon – Venezianisches Finale
  • 2002: Edel & Starck
  • 2002: FearDotCom
  • 2003: Wunschkinder und andere Zufälle
  • 2003: Donna Leon – Acqua Alta
  • 2003: Balko – Der Racheengel
  • 2003: Ein Fall für zwei – Nebengeschäfte
  • 2003: Der Bestseller - Wiener Blut
  • 2004: Lieben und Töten
  • 2004: Die Spielerin
  • 2004: Der Bestseller
  • 2004: Judith Kemp
  • 2004: Wolffs Revier – Spätfolge
  • 2005: Das Duo – Man lebt nur zweimal
  • 2005: Krieg der Frauen
  • 2005: Eine Robbe zum Verlieben
  • 2005: Die Hochzeit meiner Töchter
  • 2006: Am Ende des Schweigens
  • 2006: Rettet die Weihnachtsgans
  • 2006: Eine Robbe und das große Glück
  • 2007: Alarm für Cobra 11 – Entführt
  • 2007: Das Wunder von Berlin
  • 2007: Das letzte Aufgebot
  • 2007: Annas Albtraum kurz nach 6
  • 2007: Der Kriminalist – Dunkles Geheimnis
  • 2008: Das Papst-Attentat
  • 2008: Tatort – Blinder Glaube
  • 2008: Ein Fall für zwei – geplatzte Träume
  • 2009: Zwischen heute und morgen
  • 2009: Licht über dem Wasser
  • 2009: Faktor 8 – Der Tag ist gekommen
  • 2009: Die Bremer Stadtmusikanten
  • 2009: Ein starkes Team – Am Abgrund
  • 2010: Nemesis
  • 2010: Das Duo: Mordbier
  • 2010: Morgen musst Du sterben
  • 2010: Tulpen aus Amsterdam
  • 2010: Racheengel – Ein eiskalter Plan
  • 2011: Marie Brand und die letzte Fahrt
  • 2011: Flemming (Fernsehserie) – Sexsüchtig
  • 2011: Der Staatsanwalt – Tödlicher Pakt
  • 2011: Familie für Fortgeschrittene
  • 2011: Weihnachten … ohne mich, mein Schatz!
  • 2012: Emilie Richards – Spuren der Vergangenheit
  • 2012: Dora Heldt – Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt[3]
  • 2012: Notruf Hafenkante – Der Prozess

Hörbuch

  • 2006: Der vierzehnte Stein. von Fred Vargas, fünf CDs, Regie: Joachim Kerzel.
  • 2007: Hals über Kopf. von Kathy Reichs, Random House Audio Köln, ISBN 978-3-866-04447-0, 6 CDs, 448 Min.

Theater (Auswahl)

1989: Studiobühne der FU Berlin:

  • Italienische Nacht von Ödon v. Horvath; Regie: Bernd Motti, Marcely Pomplun

1990: Studiobühne der FU Berlin:

  • Überlebensgroß, Herr Krott, von M. Walser; Regie: Bernd Mott; Rolle: Running Gag

1991: Theater Affekt:

  • Baal von B. Brecht; Regie: Stefan Bachmann; Hauptrollen: Johanna, Maja

1993/1994: Fliegendes Theater Berlin:

  • Das Liebeskonzil von Oskar Panizza, Regie: Th. Reisinger; Hauptrolle: Maria

1995: Theater Affekt:

  • Lila von J.W. Goethe; Regie: Stefan Bachmann; Hauptrolle: Sophie

1996/1997: Theater Landesbühne Hannover:

  • Figaros Hochzeit von Beaumarchais; Regie: Kath. Fleckenstein; Hauptrolle: Susanna
  • Der nackte Wahnsinn von M. Frayn; Regie: Wolfgang Brehm; Hauptrolle: Poppy

Volksbühne Berlin:

  • Triumph der Empfindsamkeit von J.W. Goethe; Regie: Stefan Bachmann; Hauptrolle: Mela

1998: Theater Affekt in den Sophiensaelen Berlin:

  • 50er Jahre Musikprogramm mit Gesine Cukrowski und Ursula Ofner; Regie: Cuco Wallraff

1999–2003: Theater Basel:

  • Merlin von T. Dorst, Regie: Stefan Bachmann, Rollen: Elaine, Blanchefleur
  • Biene Maja, Operette von J. Offenbach, Regie: Peter Lund, Rollen: Schnuck, Libelle und div. andere Insekten
  • Snap Shots, Textfassg. von M. Günther u. S. Pucher; Regie: Stefan Pucher

Salzburger Festspiele & Theater Basel:

  • Troilus und Cressida von W. Shakespeare; Regie: Stefan Bachmann, Hauptrolle: Cressida

Einzelnachweise

  1. sternipark.de
  2. wdr.de
  3. Online-Filmdatenbank (12. November 2012)

Dieser Artikel (grau hinterlegt) steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). Die Vorliegende Version wurde am 04. April 2013, 08:04 UTC unter den o.g. Lizenzen veröffentlicht. Mit Beiträgen (Autor/en) von: Dietrich, Comicclub74, Iwoelbern, Kleiner Ried, Anstecknadel, Giftmischer, Paulae, Chuck6, Sly37, DrTrumpet, NeverDoING, Si! SWamP, Lsjm, Bara3, Blutgretchen, Cologinux, Katjaschirze, Lómelinde, Banshy, Black-Landy, Andim, Hans G. Oberlack, Baumfreund-FFM, Diba, Poseidon2, Sitacuisses, Rosemarie Seehofer, Slwissen, Domspatz, Richard Huber, CHensel, César, Mario79106, Adrian Lange, Crazy1880, Graphikus, Darev, Awfulsven, Wodiga, Swgreed, Bötsy, Brodkey65, Arkamesh, Apple Imac, Altbau, Olli42, Cleverboy, Deutsches Filminstitut, Joachim Durchholz, P A, T.veith, Jörg22, Drahreg01, Rubberduck66, BeeKaaEll, Sigmund Freud, Scooter, Wikinaut, Ignazwrobel, Berlinclub, Allesmüller, Archwizard, Prekario, Rybak, Menrathu, TuxJoe, H.Albatros, Jkü, Konrad Lackerbeck, RobertLechner, MilhouseDaniel, Pmkpmk, Speedy DeLete, Cesar, Philipp510, Aka, Piet0011, CyRoXX, Elysium. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen werden Autoren von denen lediglich eine IP-Adresse hinterlegt wurde hier nicht aufgeführt.

Gesine Cukrowski hat mitgespielt in

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Regie: Dennis Satin
Weihnachten … ohne mich, mein Schatz! Userwertung:

Produktionsjahr: 2011
Schauspieler/innen: Jutta Speidel, Henry Hübchen, Stephan Kampwirth, Gesine Cukrowski, Angela Roy, Edgar Bessen, Renate Delfs, Rainer Piwek, Katja Danowski, Dominic Boeer, Muriel Bielenberg, Lasse Schiddrigkeit, Jann-Piet Puddu

Regie: Niki Stein
Morgen musst Du sterben Userwertung:

Produktionsjahr: 2010
Schauspieler/innen: Uwe Kockisch, Susanne Lothar, Matthias Habich, Eleonore Weisgerber, Gisela Schneeberger, Gesine Cukrowski, Franz Dinda, Hubertus Hartmann, Katharina Hackhausen, Marios Morenos Gavrilis, Bettina Kaminski, Wolfgang Michael, Matthias Scheuring
Nemesis
Drama
Regie: Nicole Mosleh
Nemesis Userwertung:

Produktionsjahr: 2010
Schauspieler/innen: Susanne Lothar, Ulrich Mühe, Janina Sachau, Gesine Cukrowski, Goetz Schulte, Waldemar Kobus, Joanne Gläsel, Vincenzo Tanassi, Francesco D'Ignazio, Hildegard Schroedter

Regie: Ilse Hofmann
Tulpen aus Amsterdam Userwertung:

Produktionsjahr: 2010
Schauspieler/innen: Gesine Cukrowski, Chiara Schoras, Beat Marti, Daan Schuurmans, Arthur Brauss, Angelika Bender, Dieter Fischer, Ruben Lürsen, Joachim R. Iffland, Ingmar Skrinjar, Eva van Heijningen, Ilse Hofmann, Pierre Kiwitt, Veronika Köberlein

Regie: Dirk Regel
Die Bremer Stadtmusikanten Userwertung:

Produktionsjahr: 2009
Schauspieler/innen: Peter Striebeck, Harald Schmidt, Hannelore Elsner, Bastian Pastewka, Florian Martens, Gesine Cukrowski, Anna Fischer, Johannes Zirner, Michael Lott, Frank Giering, Hartmut Lange, Matthias Brenner, Andreas Pauls, Tim Plätzer, Jean-Andre Priol

Regie: Rainer Matsutani
Faktor 8 – Der Tag ist gekommen Userwertung:

Produktionsjahr: 2009
Schauspieler/innen: Muriel Baumeister, Oliver Mommsen, Emilia Schüle, Max Felder, Gesine Cukrowski, Lucie Muhr, André Hennicke, Max von Thun, Kirsten Block, Stephan Luca, Philippe Reinhardt, Heio von Stetten, Joram Voelklein, Thomas Darchinger, Julia Haacke, John Friedmann, François Goeske
Das Papstattentat

Regie: Rainer Matsutani
Das Papstattentat Userwertung:

Produktionsjahr: 2008
Schauspieler/innen: Heiner Lauterbach, Jean-Yves Berteloot, Gottfried John, Gesine Cukrowski, Max von Thun, Claudine Wilde, Jürgen Tarrach, Joris Gratwohl, Kristian Kiehling, İdil Üner, Hartmut Stanke
Das Wunder von Berlin

Regie: Roland Suso Richter
Das Wunder von Berlin Userwertung:

Produktionsjahr: 2008
Schauspieler/innen: Kostja Ullmann, Karoline Herfurth, Heino Ferch, Veronica Ferres, Michael Gwisdek, André Hennicke, Gesine Cukrowski

Regie: Roland Suso Richter
Annas Albtraum kurz nach 6 Userwertung:

Produktionsjahr: 2007
Schauspieler/innen: Gesine Cukrowski, Benjamin Sadler, Rosel Zech, Mia Sophie Wellenbrink, Jana Tausendfreund, Isabella Parkinson, Dorkas Kiefer, Dirk Martens, Peter Prager, George Lenz, Fabian Joest
FSK 16
Regie: Erhard Riedlsperger
Am Ende des Schweigens Userwertung:

Produktionsjahr: 2006
Schauspieler/innen: Christine Neubauer, Bernhard Schir, Carolyn Genzkow, Gesine Cukrowski, Dirk Martens, Felix Eitner, Eva Herzig, Martin Feifel, Hansjürgen Hürrig, Gudrun Ritter
FSK 12
Regie: Katinka Feistl
Krieg der Frauen Userwertung:

Produktionsjahr: 2006
Schauspieler/innen: Birge Schade, Gesine Cukrowski, Nicki von Tempelhoff, Anja Antonowicz, Anna Böttcher, Thorsten Feller, Markus Boysen, Lorenz Willkomm
FearDotCom
Horrorfilm FSK 16
Regie: William Malone
FearDotCom Userwertung:

Produktionsjahr: 2002
Schauspieler/innen: Stephen Dorff, Natascha McElhone, Stephen Rea, Udo Kier, Amelia Curtis, Jeffrey Combs, Nigel Terry, Gesine Cukrowski, Michael Sarrazin, Anna Thalbach

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