Schauspieler/in / Regisseur/in

Alexei Batalow

* 20.11.1928 - Wladimir

Über Alexei Batalow

Alexei Batalow

Alexei Wladimirowitsch Batalow (; * 20. November 1928 in Wladimir) ist ein russischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor.

Leben

Batalow wurde in einer Schauspielerfamilie geboren. Sein Vater war Wladimir Batalow, der Bruder des früh verstorbenen Schauspielers Nikolai Batalow. Alexei wuchs jedoch in der Familie seines Stiefvaters, des Schriftstellers Wiktor Ardow, auf. Batalow absolvierte 1950 die Theaterschule beim MChAT und wurde, wie seine Eltern Schauspieler. Er begann seine Karriere als Theaterschauspieler am Theater der Sowjetarmee und wechselte dann in die Truppe des MChAT, wo er von 1953 bis 1956 tätig war.

Seinen Durchbruch beim Film hatte er 1954 mit Iossif Cheifiz’ Eine große Familie und erhielt hierfür gemeinsam mit dem übrigen Schauspielensemble den Darstellerpreis in Cannes. In der Zeit der Tauwetter-Periode entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten sowjetischen Filmschauspieler. Er spielte 1956 den Revolutionär Pawel Wlassow in einer Verfilmung von Maxim Gorkis „Die Mutter“; eine Rolle, die bereits sein Onkel Nikolai Batalow in der Verfilmung aus dem Jahr 1926 verkörperte. Ab 1957 widmete sich Alexei Batalow ganz dem Film und arbeitete für die Lenfilm-Studios in Leningrad. Unter der Regie von Cheifiz trat er in den Tschechow-Verfilmungen Die Dame mit dem Hündchen (1960) und In der Stadt S. (1967) auf. Für Die Dame mit Hündchen wurde er mit dem Jussi-Preis für den besten ausländischen Darsteller ausgezeichnet. Batalow war zumeist in der Rolle eines modernen, moralisch integeren und sozial verantwortlich handelnden Sowjetmenschen zu sehen. Zu den Höhepunkten seines schauspielerischen Schaffens gehören Michail Kalatosows Die Kraniche ziehen (1957), Michail Romms Neun Tage eines Jahres (1962) und Wladimir Menschows Moskau glaubt den Tränen nicht (1979).

1960 hatte Batalow sein Regiedebüt mit der Gogol-Verfilmung Der Mantel. Gemeinsam mit Iossif Schapiro inszenierte er 1966 den Film Tibul besiegt die Dickwänste und 1973 war er Regisseur der sowjetisch-tschechoslowakischen Koproduktion Der Spieler.

Seit 1975 lehrt er am WGIK, 1979 wurde ihm der Professorentitel verliehen. 1984 erschien sein Buch „Schicksal und Handwerk“. Batalow ist verheiratet, er lebt und arbeitet in Moskau.

Er erhielt mehrere staatliche sowjetische Auszeichnungen, darunter zweifach den Leninorden (1967 und 1989) und 1981 den Staatspreis der UdSSR. 1984 wurde ihm der bulgarische Orden Kyrill und Methodius verliehen. 2002 erhielt er eine Ehren-Nika; 2007 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Spezialpreis des Moskauer Filmfestivals geehrt.

Filmographie (Auswahl)

als Schauspieler

  • 1954: Eine große Familie ()
  • 1956: Der Fall Rumjanzow ()
  • 1956: Die Mutter ()
  • 1957: Die Kraniche ziehen ()
  • 1958: Daß es dich gibt ()
  • 1960: Die Dame mit dem Hündchen ()
  • 1962: Neun Tage eines Jahres ()
  • 1963: Tag des Glücks ()
  • 1964: Das Licht von einem fernen Stern ()
  • 1966: In der Stadt S. ()
  • 1966: Tibul besiegt die Dickwänste ()
  • 1967: Der siebente Trabant ()
  • 1968: Der lebende Leichnam ()
  • 1970: Achtung, Schildkröte! ()
  • 1970: Die Flucht ()
  • 1973: Es gibt kein Zurück ()
  • 1974: Mord auf englische Art ()
  • 1975: Rikki-Tikki-Tawi ()
  • 1975: Traum vom fernen Glück ()
  • 1978: Späte Begegnung ()
  • 1979: Moskau glaubt den Tränen nicht ()
  • 1983: Geschwindigkeit ()
  • 1986: Ein Regenschirm für Verliebte ()
  • 1990: Pochorony Stalina ()
  • 1991: Poltergeist-90 ()

als Regisseur

  • 1959: Der Mantel ()
  • 1966: Tibul besiegt die Dickwänste ()
  • 1972: Der Spieler ()

als Drehbuchautor

  • 1966: Tibul besiegt die Dickwänste ()
  • 1989: Pojesdka w Wisbaden ()

Auszeichnungen

  • Staatspreis der RSFSR (1966)
  • Staatspreis der UdSSR (1981)
  • Staatspreis der Russischen Föderation (2005)
  • Verdienter Künstler der RSFSR (1964)
  • Volkskünstler der RSFSR (1969)
  • Volkskünstler der UdSSR (1976)
  • Orden der Heiligen Kyrill und Methodius (1984)
  • Held der sozialistischen Arbeit (1989)
  • Leninorden 2x (1967, 1989)
  • Verdienstorden für das Vaterland 3. Klasse (1998)
  • Verdienstorden für das Vaterland 2. Klasse (2008)
  • Nika-Filmpreis in der Kategorie "Ehre und Würde" (2001)

Weblinks

  • Batalows Biografie auf der Webseite des WGIK (russisch)
  • Batalows Biografie auf www.warheroes.ru (russisch)

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Alexei Batalow hat mitgespielt in

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Ein Regenschirm für Verliebte
FSK 0
Regie: Rodion Nachapetow
Ein Regenschirm für Verliebte Userwertung:

Produktionsjahr: 1986
Schauspieler/innen: Alexei Batalow, Nijolė Oželytė, Wera Glagolewa, Nikita Michailowski, Wjatscheslaw Jesepow, Pawel Sanajew, Igor Nefjodow, Alla Meschtscherjakowa, Galina Petrowa, Walentina Beresuzkaja, Wassili Funtikow
Moskau glaubt den Tränen nicht

Regie: Wladimir Menschow
Moskau glaubt den Tränen nicht Userwertung:

Produktionsjahr: 1979
Schauspieler/innen: Vera Alentova, Irina Murawjova, Alexei Batalow, Raissa Rjasanova, Alexander Fatjuschin, Boris Smortschkow, Natalja Wawilova, Juri Wassiljew
Tibul besiegt die Dickwänste
FSK 6
Regie: Iossif Schapiro, Alexei Batalow
Tibul besiegt die Dickwänste Userwertung:

Produktionsjahr: 1966
Schauspieler/innen: Lina Braknytė, Pjotr Artemjew, Alexei Batalow, Walentin Nikulin, Alexander Orlow, Rina Seljonaja, Roman Filippow, Sergei Kulagin, Jewgeni Morgunow, Boris Christoforow, Nikolai Waljano, Pawel Luspekajew, Nikolai Karnauchow, Alexei Smirnow, Boris Ardow, Wiktor Sergatschow, Sergei Karnowitsch-Walua
Neun Tage eines Jahres
Drama
Regie: Michail Iljitsch Romm
Neun Tage eines Jahres Userwertung:

Produktionsjahr: 1962
Schauspieler/innen: Alexei Batalow, Tatjana Lawrowa, Innokenti Smoktunowski, Nikolai Plotnikow, Sergei Blinnikow
Die Kraniche ziehen
FSK 12
Regie: Michail Kalatosow
Die Kraniche ziehen Userwertung:

Produktionsjahr: 1957
Schauspieler/innen: Tatjana Samoilowa, Alexei Batalow, Wassili Merkurjew, Alexander Schworin, Swetlana Charitonowa, Walentin Subkow, Antonina Bogdanowa, Konstantin Nikitin, Boris Kokowkin, Leonid Knjasew, Georgi Kulikow, Galina Stepanowa, Georgi Schamschurin, Irina Preis, Klarina Frolowa, Ljubow Sokolowa, Walentina Wladimirowa

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