Regisseur/in

Eberhard Schröder

* 18.11.1933 - Hannover
† 31.12.1973 München

Über Eberhard Schröder

Eberhard Schröder

Eberhard Schröder, eigentlich Eberhard Fritz Schroeder (* 18. November 1933 in Hannover; † 31. März oder 1. April 1974 in München) war ein deutscher Filmregisseur, Regieassistent, Kostümbildner und Filmarchitekt.

Leben

Schröder begann seine filmische Laufbahn 1959 als Regieassistent von Kurt Hoffmann und diente diesem Regisseur bei seinen Inszenierungen von Das schöne Abenteuer bis Schneewittchen und die sieben Gaukler. Anschließend assistierte Schröder bei einigen Abenteuerfilmen von Wolf C. Hartwigs Rapid-Film. Zwischendurch gab er 1963 bei einer Fernsehproduktion sein Regiedebüt. Bei Adolf Wohlbrücks letztem Auftritt vor der Kamera, dem Fernsehfilm Robert und Elisabeth, führte Eberhard Schröder ebenfalls Regie. Für einen weiteren Hoffmann-Film, Herrliche Zeiten im Spessart, kehrte Schröder 1967 zur Regieassistenz zurück.

1969 ermöglichte Schröders alter Arbeitgeber Hartwig ihm seine erste Kinofilmregie. Das Resultat, das sich auf eine Maupassant-Vorlage berufende Softsexfilmchen Madame und ihre Nichte mit der Deutschen Ruth Maria Kubitschek und der auf Softsexfilme spezialisierten Französin Edwige Fenech in den weiblichen Hauptrollen, wurde jedoch von der Kritik verrissen. Schröder musste sich daraufhin in den kommenden zwei Jahren erneut als Regieassistent bzw. als Kostüm- und Szenenbildner (Wenn du bei mir bist, Schulmädchen-Report, Tante Trude aus Buxtehude, Die tollen Tanten schlagen zu) verdingen.

Ab 1971 erhielt er vom Produzenten Horst Hächler nur noch Angebote, als Regisseur einschlägiger Softsexfilmchen (Hausfrauen-Report-Reihe, Schüler-Report, Die Klosterschülerinnen, Matratzen-Tango und Ähnliches) zu arbeiten. Erst 1973 ergab sich für Schröder die einmalige Chance, dem Image eines Schmuddelfilm-Regisseurs zu entgehen, als Franz Seitz ihm anbot, die Regie bei der Malpass-Umsetzung Als Mutter streikte zu übernehmen.

Auch dieser Schröder-Film, seine einzige seriöse Kinoinszenierung, erhielt jedoch schlechte Kritiken. Bemängelt wurde vor allem Schröders schwache Regieleistung; zudem floppte Als Mutter streikte auch noch an der Kinokasse. Daraufhin nahm sich Eberhard Schröder das Leben. Die Totenbeschau stellte Schröders Ableben für die Zeit zwischen dem 31. März 1974, 15 Uhr, und dem 1. April 1974 9 Uhr fest.

Filmografie (als Regisseur, komplett)

  • 1963: Das Unbrauchbare an Anna Winters (TV)
  • 1966: Robert und Elisabeth (TV)
  • 1969: Madame und ihre Nichte
  • 1971: Paragraph 218 – Wir haben abgetrieben, Herr Staatsanwalt
  • 1971: Schüler-Report
  • 1971-73: Hausfrauen-Report, vier Teile
  • 1972: Die Klosterschülerinnen
  • 1972: Massagesalons der jungen Mädchen
  • 1973: Matratzen-Tango
  • 1973: Junge Mädchen mögen's heiß, Hausfrauen noch heißer
  • 1973: Als Mutter streikte

Weblinks

  • Schröder in filmportal.de

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Auflistung von Filmen bei denen Eberhard Schröder Regie geführt hat.

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FSK 6
Regie: Eberhard Schröder
Als Mutter streikte Userwertung:

Produktionsjahr: 1974
Schauspieler/innen: Peter Hall, Gila von Weitershausen, Johanna Matz, Belinda Mayne, Dominique Müller, Hartmut Becker, Gaby Dohm, Reiner Iwersen, Siegfried Schürenberg, Rolf Boysen, Oliver Schündler, Rudolf Schündler, Elisabeth Flickenschildt
FSK 18
Regie: Eberhard Schröder
Hausfrauen-Report Userwertung:

Produktionsjahr: 1971
Schauspieler/innen: Elisabeth Volkmann, Ellen Umlauf, Sybil Danning, Doris Arden, Rosl Mayr, Josef Moosholzer
Schüler-Report
FSK 18
Regie: Eberhard Schröder
Schüler-Report Userwertung:

Produktionsjahr: 1971
Schauspieler/innen: Sascha Hehn, Astrid Kilian, Maria Raber, Hans Bergmann, Josef Moosholzer, Edgar Wenzel, Dunja Lock, Josef Fröhlich, Uli Steigberg, Astrid Boner, Elisabeth Volkmann

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