Regisseur/in / Schauspieler/in

Brian G. Hutton

* 01.01.1935 - Harlem, New York City, USA

Über Brian G. Hutton

Brian G. Hutton

Brian G. Hutton (* 1. Januar 1935 in Harlem, New York City als Brian Geoffrey Hutton)[1] ist ein US-amerikanischer Filmregisseur und Schauspieler. Hutton inszenierte einige namhafte internationale Kinofilme darunter Filme wie Agenten sterben einsam, Stoßtrupp Gold oder Höllenjagd bis ans Ende der Welt.

Leben und Werk

Brian Geoffrey Hutton, geboren 1935 im Norden von Harlem, begann seine Ausbildung und seine Film-Karriere als Schauspieler in New York. Als Brian Hutton bekam er mit 19 Jahren seinen ersten kleineren Part im amerikanischen Fernsehen mit einer Rolle in einer TV-Folge der Serie Robert Montgomery Presents. Ab Mitte der 1950er Jahre besetzten ihn dann Regisseure wie Henry Koster, Robert Mulligan oder auch Roger Corman in kleinen oder größeren Nebenrollen im Kino. Erst eine Darstellung in dem John Sturges Western Zwei rechnen ab (1957) mit Burt Lancaster und Kirk Douglas brachte ihm zeitweilig etwas mehr Aufmerksamkeit. John Sturges förderte den jungen Mann, in dem er ihm 1959 eine zweite größere Rolle in seinem Western Klassiker Der letzte Zug von Gun Hill, neben Stars wie Kirk Douglas, Anthony Quinn, Carolyn Jones, Earl Holliman oder Brad Dexter gab. Doch der erhoffte Durchbruch als ernsthafter Schauspieler mit Starpotential gelang nicht. Hutton hielt sich daraufhin einige Jahre in Detektiv- oder Western-Serien wie Kein Fall für FBI, Wagon Train, Westlich von Santa Fe oder Am Fuß der Blauen Berge mit Routine-Engagements über Wasser, erkannte aber zunehmend, dass sein eigentliches Talent nicht vor sondern hinter der Kamera liegen würde. So wechselte er Mitte der 1960er Jahre durch einen Freund, den Regisseur und Autor Douglas M. Heyes, vom Schauspiel- ins Regiefach.

1965 inszenierte er mit Wild Seed zuerst ein romantisches Drama mit Michael Parks. Es folgte ein Jahr später eine Komödie mit Brian Bedford namens The Pad and How to Use It. Erst 1968 gelang mit der Popularität des Solo für O.N.K.E.L. Darstellers David McCallum in dem Agentenkrimi Kugeln sind sein Autogramm der Start als erfolgreicher Regisseur.

Ende des Jahres 1968 bekam er die Gelegenheit mit Weltstars wie Clint Eastwood und Richard Burton zu arbeiten in Alistair MacLeans Besteller-Verfilmung Agenten sterben einsam. Der Film wurde ein großer kommerzieller Erfolg und Clint Eastwood war 1970 zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Brian G. Hutton in seinem nächsten Projekt, der Kriegsfilm Satire Stoßtrupp Gold bereit. Weitere Stars dieser Produktion waren hier Donald Sutherland und Telly Savalas.

Nach den beiden erfolgreichen Kriegsfilmen mit Clint Eastwood drehte Hutton zwei Filme mit Hollywood Star Elizabeth Taylor. 1972 inszenierte er mit der Schauspielerin das Drama Zee and Co. an der Seite von Michael Caine und Susannah York und 1973 den Mystery-Thriller Die Nacht der tausend Augen, dieses Mal an ihrer Seite der Schauspieler Laurence Harvey in einer seiner letzten Rollen. Beide Filme blieben jedoch hinter den Erwartungen an der Kinokasse zurück und so dauerte es bis 1980 bis sich für Hutton mit dem Film Die erste Todsünde wieder die Möglichkeit ergab als Regisseur zu arbeiten. Er kehrte damit ins altbewährte Thriller Metier zurück und setzte Altstars wie Frank Sinatra und Faye Dunaway routiniert in Szene.

1982 bot ihm der Produzent Fred Weintraub noch einmal die Gelegenheit für einen großen Abenteuerfilm den Regiestuhl zu besteigen. Höllenjagd bis ans Ende der Welt mit Tom Selleck und Bess Armstrong bot neben ästhetischen Bildern an exotischen Schauplätzen und einem hochemotionalen Soundtrack von Oscar-Preisträger John Barry vieles was ein erfolgreiches Filmepos braucht. Allein die Handlung und die Länge des Films überzeugten das internationale Publikum nicht im ausreichenden Maße. Höllenjagd bis ans Ende der Welt blieb die bisher letzte Kinoarbeit von Brian G. Hutton. Danach konzentrierte er sich auf den Handel mit Immobilien-Investments.[2]

In der Fernseh-Dokumentation The 100 Greatest War Films von 2005 von Regisseur Mark Murray sah man Brian G. Hutton noch einmal vor einer Kamera. Als ihn selbst.

Filmografie

Als Regisseur

  • 1965: Wild Seed
  • 1966: The Pad and How to Use It
  • 1968: Kugeln sind sein Autogramm (Sol Madrid)
  • 1968: Agenten sterben einsam (Where Eagles Dare)
  • 1970: Stoßtrupp Gold (Kellys Heroes'')
  • 1972: Zee and Co. (X, Y und Zee)
  • 1973: Die Nacht der tausend Augen (Night Watch )
  • 1980: Die erste Todsünde (The First Deadly Sin)
  • 1983: Höllenjagd bis ans Ende der Welt (High Road to China)

Als Schauspieler

  • 1955: Guten Morgen, Miss Fink (Good Morning, Miss Dove)
  • 1957: Die Nacht kennt keine Schatten (Fear Strikes Out)
  • 1957: Carnival Rock
  • 1957: Zwei rechnen ab (Gunfight at the O.K. Corral)
  • 1958: Mein Leben ist der Rhythmus (King Creole)
  • 1959: Der letzte Zug von Gun Hill (Last Train from Gun Hill)
  • 1959: Der Fischer von Galiläa (The Big Fisherman)
  • 1962: Männer, die das Leben lieben (The Interns)

Literatur

  • Brian G. Hutton in: Clint Eastwood: interviews, von Clint Eastwood, Robert E. Kapsis, Kathie Coblentz, University Press of Mississippi, 1999, Seite XXIV
  • Brian G. Hutton in: Sinatra: Hollywood His Way, von Timothy Knight, 2011, Seite 406
  • Brian G. Hutton in: Performing Difference: Representations of The Other' in Film and Theatre'', von Jonathan C. Friedman, University Press of America, 2009, Seite 256

Einzelnachweise

  1. Brian G. Hutton in: Directors in British and Irish cinema: A reference companion, von Robert Murphy, Geoff Brown, Alan Burton, BFI, 2006, Seite 317
  2. Brian G. Hutton in: Cinemaretro

Dieser Artikel (grau hinterlegt) steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). Die Vorliegende Version wurde am 15. April 2013, 03:04 UTC unter den o.g. Lizenzen veröffentlicht. Mit Beiträgen (Autor/en) von: Mai-Sachme, Louis Wu, Ausgangskontrolle, Lukas²³, Schelmentraum. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen werden Autoren von denen lediglich eine IP-Adresse hinterlegt wurde hier nicht aufgeführt.

Auflistung von Filmen bei denen Brian G. Hutton Regie geführt hat.

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Höllenjagd bis ans Ende der Welt
FSK 12
Regie: Brian G. Hutton
Höllenjagd bis ans Ende der Welt Userwertung:

Produktionsjahr: 1983
Schauspieler/innen: Tom Selleck, Bess Armstrong, Jack Weston, Wilford Brimley, Robert Morley, Brian Blessed, Cassandra Gava, Michael Sheard

Regie: Brian G. Hutton
Die Nacht der tausend Augen Userwertung:

Produktionsjahr: 1973
Schauspieler/innen: Elizabeth Taylor, Laurence Harvey, Billie Whitelaw, Robert Lang, Tony Britton, Bill Dean, Michael Danvers-Walker, Rosario Serrano, Kevin Colson, Linda Hayden
Drama
Regie: Brian G. Hutton
X, Y und Zee Userwertung:

Produktionsjahr: 1972
Schauspieler/innen: Elizabeth Taylor, Michael Caine, Susannah York, Margaret Leighton, John Standing, Mary Larkin, Michael Cashman
Stoßtrupp Gold
Actionfilm FSK 16
Regie: Brian G. Hutton
Stoßtrupp Gold Userwertung:

Produktionsjahr: 1970
Schauspieler/innen: Clint Eastwood, Telly Savalas, Don Rickles, Carroll O'Connor, Donald Sutherland, Harry Dean Stanton, Perry Lopez, Gavin MacLeod, Hal Buckley, Stuart Margolin, Jeff Morris, Richard Davalos, Tom Troupe, George Savalas, Karl-Otto Alberty
Agenten sterben einsam
FSK 16
Regie: Brian G. Hutton
Agenten sterben einsam Userwertung:

Produktionsjahr: 1968
Schauspieler/innen: Richard Burton, Clint Eastwood, Mary Ure, Patrick Wymark, Michael Hordern, Ferdy Mayne, Robert Beatty, Anton Diffring, Derren Nesbitt, Ingrid Pitt, Donald Houston, Ivor Dean

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