Regisseur/in

Álex de la Iglesia

* 04.12.1965 - Bilbao, Spanien

Über Álex de la Iglesia

Álex de la Iglesia

Álex de la Iglesia (eigentlich Alejandro de la Iglesia; * 4. Dezember 1965 in Bilbao, Spanien) ist ein spanischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Zwischen Juni 2009 und Februar 2011 war er der Präsident der Spanischen Filmakademie.[1]

Biografie

Im jugendlichen Alter begann er, Comics zu zeichnen. Vorbilder waren ihm dabei Stan Lee, Manuel Vázquez und Alex Raymond. Nach dem Studium der Philosophie an der Universität von Deusto kam er als Szenenbildner zum Fernsehen und war für die Ausstattung bei Enrique Urbizus vierfach Goya-nominierten Thriller Todo por la pasta aus dem Jahr 1991 zuständig. 1991 veröffentlichte De la Iglesia auch seinen Horror-Kurzfilm Mirindas asesinas mit Álex Angulo in der Hauptrolle. Durch den Kurzfilm wurde unter anderem Pedro Almodóvar auf ihn aufmerksam, der seinen nächsten Film, Aktion Mutante, produzieren wollte. Die 2,5 Millionen US-Dollar teure Science-Fiction-Komödie kam am 3. Februar 1993 und gewann Preise auf einigen Filmfestivals sowie drei Goyas. De la Iglesia war zudem für den Goya als Bester Nachwuchsregisseur nominiert, musste sich aber Julio Médem (Vacas – Kühe) geschlagen geben.

Ein noch größerer Erfolg als Aktion Mutante wurde El día de la bestia, in dem erneut Álex Angulo eine Hauptrolle spielte. Der Film handelt von einem Priester, der glaubt, der Antichrist würde zu Weihnachten in Madrid geboren werden, und versucht, dies mit zwei Mitstreitern zu verhindern. Die Horror-Komödie, die auf Filmfestivals mehrfach preisgekrönt wurde und in den spanischen Kinos über vier Millionen Euro einspielte, war für vierzehn Goyas nominiert und gewann in sechs Kategorien, darunter für die Beste Regie. Es folgte das Roadmovie Perdita Durango mit Rosie Perez und Javier Bardem und die Komödie Muertos de risa mit Santiago Segura und El Gran Wyoming. Die schwarze Kriminalkomödie Allein unter Nachbarn – La comunidad, die in Spanien mit einem Einspielergebnis von über sechs Millionen Euro ein weiterer großer kommerzieller Erfolg war, handelt von der Maklerin Julia (gespielt von Carmen Maura), die sich das Vermögen eines verstorbenen Nachbarn aneignet und sich daraufhin gegen ihre weiteren Nachbarn durchsetzen muss, die es ebenfalls auf das Geld abgesehen haben. Der Film gewann bei der Verleihung der Goyas 2001 in drei Kategorien und war in zwölf weiteren – unter anderem Bester Film und Beste Regie – nominiert.

Bei der Westernkomödie 800 Bullets aus dem Jahr 2002 führte er nicht nur Regie und schrieb das Drehbuch, sondern produzierte auch erstmals einen eigenen Film, was er bei seinem nächsten Projekt, Ein ferpektes Verbrechen wiederholte. Ein ferpektes Verbrechen erhielt Nominierungen bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2005 und des Goyas 2005, musste sich aber in allen Kategorien anderen Filmen geschlagen geben.

Für seinen Spielfilm Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod, der mit einem traurigen Clown im Mittelpunkt grotesk-überdreht die Gräuel des Franco-Regimes anprangerte, gewann Iglesia 2010 den Regiepreis bei den 67. Filmfestspiele von Venedig.

Filmografie

  • 1991: Mirindas asesinas (Kurzfilm)
  • 1993: Aktion Mutante (Acción mutante)
  • 1995: El día de la bestia
  • 1997: Perdita Durango
  • 1999: Muertos de risa
  • 2000: Allein unter Nachbarn – La comunidad (La comunidad)
  • 2002: 800 Bullets (800 balas)
  • 2004: Ein ferpektes Verbrechen (Crimen ferpecto)
  • 2006: The Baby's Room (Películas para no dormir: La habitación del niño, Fernsehfilm)
  • 2008: The Oxford Murders
  • 2010: Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod (Balada triste de trompeta)
  • 2011: La chispa de la vida
  • 2013: Witching and Bitching

Einzelnachweise

  1. La Academia de Cine elige como presidente a Álex de la Iglesia auf El País, abgerufen am 3. November 2009

Dieser Artikel (grau hinterlegt) steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). Die Vorliegende Version wurde am 31. März 2013, 16:03 UTC unter den o.g. Lizenzen veröffentlicht. Mit Beiträgen (Autor/en) von: C.Zebe, Asfarer, Sly37, Waerfelu, APPER, Stupid-serienjunkie, JanManu, Funkhauser, Rotweinrebell, Okki, Xquenda, Nobart, Old Man, César, Graphikus, Roterraecher, YMS, Sebbot, Gaudio, Kühlseggen, Shikeishu, Breogan67. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen werden Autoren von denen lediglich eine IP-Adresse hinterlegt wurde hier nicht aufgeführt.

Auflistung von Filmen bei denen Álex de la Iglesia Regie geführt hat.

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Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod
Horrorfilm FSK 18
Regie: Álex de la Iglesia
Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod Userwertung:

Produktionsjahr: 2010
Schauspieler/innen: Carlos Areces, Antonio de la Torre, Carolina Bang, Manuel Tallafé, Alejandro Tejerías, Manuel Tejada, Enrique Villén
Oxford Murders
Thriller
Regie: Álex de la Iglesia
Oxford Murders Userwertung:

Produktionsjahr: 2008
Schauspieler/innen: Elijah Wood, John Hurt, Leonor Watling, Julie Cox, Dominique Pinon, Burn Gorman, Jim Carter, Anna Massey, Alex Cox
800 Bullets
FSK 12
Regie: Álex de la Iglesia
800 Bullets Userwertung:

Produktionsjahr: 2002
Schauspieler/innen: Sancho Gracia, Ángel de Andrés López, Carmen Maura, Eusebio Poncela, Luis Castro, Manuel Tallafé, Terele Pávez, Enrique Martínez, Luciano Federico, Eduardo Gómez
Perdita Durango
Actionfilm FSK 18
Regie: Álex de la Iglesia
Perdita Durango Userwertung:

Produktionsjahr: 1997
Schauspieler/innen: Rosie Perez, Javier Bardem, Harley Cross, Aimee Graham, James Gandolfini, Screamin' Jay Hawkins, Demián Bichir, Carlos Bardem, Don Stroud
El día de la bestia
Horrorfilm FSK 18
Regie: Álex de la Iglesia
El día de la bestia Userwertung:

Produktionsjahr: 1995
Schauspieler/innen: Álex Angulo, Armando de Razza, Santiago Segura, Terele Pávez, Nathalie Seseña
Aktion Mutante
FSK 18
Regie: Álex de la Iglesia
Aktion Mutante Userwertung:

Produktionsjahr: 1993
Schauspieler/innen: Antonio Resines, Frédérique Federa, Álex Angulo, Juan Viadas, Karra Elejalde, Saturnino García, Ion Gabella, Fernando Guillén

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