Tod im Spiegel
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Tod im Spiegel

Regisseur: Wolfgang Petersen, Schauspieler/in:
Tom Berenger
,
Bob Hoskins
,
Greta Scacchi
,
Joanne Whalley
,
Corbin Bernsen
. Drehbuch: Wolfgang Petersen

Tod im Spiegel (Originaltitel: Shattered) ist ein US-amerikanischer Thriller von Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1991. Er basiert auf dem Kriminalroman Tod im Spiegel[1] (The Plastic Nightmare) von Richard Neely.

Handlung

Dan Merrick verunglückt schwer mit dem Auto an einer Steilküste. Während seine Frau Judith aus dem Wagen geschleudert wird und den Unfall beinahe unverletzt übersteht, erleidet Dan schwere Verletzungen, die ihn entstellen und einen Gedächtnisverlust auslösen. Nach einer Reihe von Operationen wird sein Gesicht wiederhergestellt, der Gedächtnisschwund jedoch bleibt. Judith kümmert sich um ihn und versucht, ihn behutsam wieder in sein bisheriges Leben zurückzuholen.

Als Dan schließlich mit seiner Frau Judith bei seinem Geschäftspartner Jeb und dessen Frau Jenny eingeladen ist, erfährt er von seinen früheren Eheproblemen. Hinweise auf einen Liebhaber seiner Frau tauchen auf und er stellt fest, dass er kurz vor seinem Unfall noch den Privatdetektiv Gus Klein auf seine Frau angesetzt hatte. Als Jenny ihrerseits andeutet, mit Dan ein Verhältnis gehabt zu haben und dass die Umstände des Unfalls vielleicht nicht ganz so seien, wie er glaube, kommen ihm Zweifel an dem angeblichen Unglück. Er sucht den Detektiv erneut auf.

Die Hinweise, dass Judith nicht die Wahrheit gesagt hat, mehren sich. Und plötzlich taucht Jack Stanton, der Liebhaber Judiths, wieder in der Stadt auf. Dan und Gus vermuten nun, dass der Unfall ein Mordanschlag gewesen sein könnte und ein zweiter Versuch erfolgen könnte. Zu Dans Überraschung entpuppt sich Stanton jedoch als Dans Frau Judith, die beteuert, dem Detektiv vormachen zu wollen, dass Stanton noch am Leben sei. In Wahrheit nämlich habe Dan ihn aus Eifersucht in der Nacht des Unfalls erschossen und die Leiche in einem alten mit Chemieabfällen beladenen Wrack entsorgt.

Die Geschichte wird immer verwickelter. Als schließlich Jenny Dan am Telefon bedroht, fährt er zu ihr und findet sie ermordet vor. Er wird dabei von Gus überrascht und des Mordes verdächtigt. Gemeinsam fahren sie zu dem alten Wrack, wo Dan sein Gedächtnis wiederzufinden hofft, indem er Stantons Leiche sucht. Er findet den Toten in einem Chemikalientank – die Leiche allerdings ist nicht Stanton, sondern er selbst. Es stellt sich heraus, dass er selbst Stanton ist und Dans Identität angenommen hat, nachdem dieser von seiner Frau bei einem Streit erschossen worden war. Judith erscheint und schießt auf Gus, der angeschossen ins Wasser fällt. Bewaffnet zwingt Judith Stanton, mit ihr zu fliehen. Während der Flucht verliert Judith durch einen auftauchenden Polizeihubschrauber die Kontrolle, und Stanton kann sie entwaffnen. Verzweifelt entschließt Judith, beide im Auto über die Klippen zu stürzen. Stanton kann sich jedoch im letzten Moment herauswerfen, während Judith in den Tod stürzt.

Der Polizeihubschrauber landet, und ein verletzter aber noch lebender Gus kommt auf Stanton zu, und erkundigt sich nach seinem Wohl, ihn dabei "Dan" nennend.

Hintergrund

Tod im Spiegel war der erste Hollywood-Film des Regisseurs Wolfgang Petersen, der zehn Jahre zuvor mit Das Boot seinen Durchbruch erlebt hatte. Das Drehbuch schrieb Petersen selbst nach der Romanvorlage von Richard Neely. Das Budget für den Film betrug etwa 22 Millionen US-Dollar. Gedreht wurde der Film in San Francisco, Kalifornien und an der Küste Oregons.

Auszeichnungen

Den Kritiken entsprechend blieb der Film ohne Auszeichnung. Lediglich eine Nominierung für Wolfgang Petersen für den Critics Award des Deauville Film Festivals zollte dem Film Anerkennung.

Literatur

  • Richard Neely: Tod im Spiegel. Kriminalroman (Originaltitel: The Plastic Nightmare). Deutsch von Wulf Bergner. Goldmann, München 1991, 153 S., ISBN 3-442-04790-0.

Einzelnachweise

  1. Zuvor unter dem deutschsprachigen Titel Du bist Marriott veröffentlicht.

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