Solo: A Star Wars Story

Solo: A Star Wars Story

Regisseur: Ron Howard, Schauspieler/in:
Emilia Clarke
,
Woody Harrelson
,
Alden Ehrenreich
. Drehbuch: Jon Kasdan

Solo: A Star Wars Story Handlung

Der Millenium Falke setzt zum nächsten Höhenflug an: Am 20. Februar fiel in den Pinewood Studios in London die erste Klappe zu einer neuen "A Star Wars Story" rund um den Lieblingsschmuggler des Universums, Han Solo, und seinen treuen Begleiter, den Wookie Chewbacca. Der Film wird zeitlich vor Star Wars: Eine neue Hoffnung spielen und einen Blick in die abenteuerliche Vergangenheit der zwei beliebtesten Helden der Galaxis werfen.

Solo: A Star Wars Story Filmkritik

Solo: A Star Wars Story Kritik der neue Film von Ron Howard mit Emilia Clarke und Woody Harrelson

Filmkritik von

„Solo: A Star Wars Story“: Im Weltall nichts Neues

In Sachen Lucasfilm ist man es schon fast gewohnt, dass es hinter den Kulissen chaotisch zugeht und Regisseure vor und während der Dreharbeiten entlassen und ersetzt werden. Bei SOLO: A STAR WARS STORY geschah dies, als fast schon der ganze Film im Kasten war. Die ursprünglichen Regisseure gingen, Ron Howard kam. Das Ergebnis ist ein seltsam lebloser Film.

Filmfoto: Solo: A Star Wars StoryHan (Alden Ehrenreich), der seinen Nachnamen erst noch bekommen soll, muss Correlia verlassen, nachdem er sich mit der Unterwelt angelegt hat. Seine Freundin Kira (Emilia Clarke) wird jedoch gefangen genommen. Er kann nur entkommen, weil er sich der imperialen Armee anschließt. Aber während er über Jahre hinweg auf irgendwelchen Planeten am Ende der Welt für den Ruhm des Imperiums kämpft, denkt er nur daran, zurückzukehren und Kira zu befreien. Die Chance dafür erhält er, als er auf die Gaunertruppe rund um Tobias Beckett (Woody Harrelson) trifft, die einen guten Piloten noch gebrauchen kann.

Im Endeffekt muss man wohl aufgrund der Produktionsgeschichte ein Auge zudrücken, das ändert aber nichts daran, dass dieser neuerliche Ausflug in eine Galaxie weit, weit entfernt, recht langatmig daherkommt. Schon in den ersten Minuten hat man das Gefühl, dass diese Geschichte entgleisen wird. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Geschichte minimaler nicht ausgelegt sein könnte, der Film leidet aber auch darunter, dass nichts Nennenswertes passiert. Streng nach Checkliste werden die bekannten Dinge abgehakt: Han als imperialer Soldat, Han rettet Chewie, Han gewinnt den Millennium Falken. All das ist längst bekannt, wird hier aber dennoch stur durchexerziert.

Filmfoto: Solo: A Star Wars StoryDarum herum bauen Lawrence und Jake Kasdan eine episodische Geschichte, bei der die Logik gerne mal über Bord geworfen wird. Das fängt mit dem Schicksal von Becketts Freundin an und endet mit dem auch schon in EPISODE IV angesprochenem Kessel-Lauf, den Han in Rekordzeit absolviert – und der hier reichlich irritierend gestaltet ist.

Auf der Habenseite kann der Film verbuchen, dass man einen tieferen Einblick in die Unterwelt des STAR WARS-Universums erhält. Paul Bettany ist hier als Anführer eines Teilbereichs von Crimson Dawn überzeugend und bringt eine Ernsthaftigkeit ein, die dem Film guttut. Auch die Halunken, mit denen Han zu tun hat, gefallen mehrheitlich, eher fragwürdig kommt jedoch der von Donald Glover gespielte Lando Calrissian daher, der aussieht, als wäre er einem Blaxploitation-Film der 1970er Jahre entsprungen. Und nicht nur das: Die Beziehung zu seinem Droiden, die wohl witzig sein soll, erweist sich weitestgehend als nervig.

Filmfoto: Solo: A Star Wars StoryEhrenreich schlägt sich als junger Han ganz gut, auch wenn es wohl noch bessere Kandidaten für die Rolle gegeben hätte. Emilia Clarke bleibt indes farblos, was die Frage aufwirft, ob sie abseits von GAME OF THRONES überhaupt etwas zu leisten imstande ist. Ihre bisherigen Filmausflüge liefen alle nicht. Auch hier ist sie reichlich langweilig. Erst zum Ende hin relativiert sich das etwas. Überhaupt nimmt der Film in den letzten 20 Minuten Fahrt auf und zeigt, was er hätte sein können, wenn zuvor schon eine Geschichte geboten worden wäre, die emotional auf Han Solo einwirkt. Hier gibt es plötzlich echtes Drama mit Verrat und Gegenverrat, mit den großen Gefühlen und den noch größeren Enttäuschungen. Urplötzlich erwacht der Film zum Leben. Da ist er aber auch schon fast aus, womit man das Finale wohl als eine Art Versprechen für die Zukunft betrachten muss. Immerhin hat Ehrenreich für drei Filme unterschrieben, so dass es wohl noch weitere Jugendabenteuer von Han Solo geben wird.

Den schönsten Moment des Films gibt es kurz vor Ende – mit dem überraschenden Auftritt einer Figur, die bei Fans sehr beliebt ist. Nein, C-3PO ist es nicht. Es ist viel besser, zumal auch eine Brücke zu dem geschlagen wird, was chronologisch vor SOLO: A STAR WARS STORY gekommen ist.

Kritik: Peter Osteried

Filmbilder Solo: A Star Wars Story

Filmfoto: Solo: A Star Wars Story
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