Rico, Oskar und die Tieferschatten

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Regisseur: Neele Leana Vollmar, Schauspieler/in:
Juri Winkler
,
Karoline Herfurth
,
Ronald Zehrfeld
,
Ursela Monn
,
David Kross
. Drehbuch: Christian Lerch, Andreas Bradler, Klaus Döring

Rico, Oskar und die Tieferschatten Handlung

Rico wohnt mit seiner alleinerziehenden Mutter in Berlin und besucht eine Förderschule. Schon bald begegnet er dem hochbegabten, übervorsichtigen Jungen Oskar mit einem Helm auf dem Kopf und die beiden Jungen werden super Freunde. Gemeinsam haben sie vor allem ein Ziel: Dem Kinderentführer Mister 2000 auf die Schliche kommen! Doch als Oskar zu einem verabredeten Treffen nicht erscheint, wird Rico eines klar: Sein Freund wurde entführt und er muss sich nun ganz alleine auf die Suche nach ihm begeben.

Rico, Oskar und die Tiefenschatten ist ein Kinderroman von einem der besten Kinder- und Jugendbuchautoren Deutschlands, Andreas Steinhöfel. Aus diesem Grund verfilmt Neele Leana Vollmar das geehrte Werk und bringt es auf die Kinoleinwand. Neben den Newcomern Anton Petzold und Juri Winkler sind viele bekannte deutsche Schauspieler zu sehen. Unter Anderen Karoline Herfurth, Ronald Zehrfeld, David Kross und Ursela Monn sowie Milan Peschel, Katharina Thalbach und Anke Engelke.

Regina Singer am Mittwoch 08. Januar 2014 14:01 Uhr

Rico, Oskar und die Tieferschatten Filmkritik

Rico, Oskar und die Tieferschatten Kritik der neue Film von Neele Leana Vollmar mit Juri Winkler und Karoline Herfurth

Filmkritik von

Rico erklärt Oskar – und dem Publikum – was Tieferschatten sind

Mit Rico, Oskar und die Tieferschatten liegt nun die Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs von Andreas Steinhöfel vor. Sechs Jahre hat es gedauert bis aus dem Buch, für das der Autor mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet worden ist, ein Film wurde. Die Umsetzung weiß zu gefallen.

Filmfoto: Rico, Oskar und die Tieferschatten©20th Century FoxRico ist kein normaler Junge, er ist tiefbegabt. Ein Euphemismus seiner Mutter, die ihrem Sprössling ein besseres Gefühl geben mag. Aber als Tiefbegabter ist es schwer, Freunde zu finden. Da trifft es sich gut, dass Rico den hochbegabten Oskar kennen lernt. Beide werden Freunde, aber als Oskar am nächsten Tag nicht auftaucht, ist Rico verwirrt – bis er die Nachrichten sieht, denn Oskar wurde das jüngste Entführungsopfer von Mr. 2000, dem Schnäppchenerpresser, der Kinder verschwinden lässt und gegen Zahlung von 2.000 Euro wieder frei lässt. Rico will seinen Freund natürlich nicht im Stich lassen. Und er hat auch schon eine Idee, wer Mr. 2000 sein könnte.

Die Geschichte ist einfach gestrickt, so wie die Hauptfigur auch. Ein bisschen erinnert Rico an Forrest Gump. Beiden ist die gleiche simple Unschuld zu Eigen, wenngleich Rico aber doch deutlich weniger naiv ist. Dass er nicht ganz so schlau ist, ist weder für ihn noch für Oskar ein Problem. Für manch andere aber schon, so die Nachbarskinder. Aber das ist ein Element, das die Geschichte nur ganz nebenbei aufgreift, in erster Linie geht es schon um das Kennenlernen und Anfreunden zweier unterschiedlicher Jungs, die einander aber auch perfekt ergänzen.

Filmfoto: Rico, Oskar und die Tieferschatten©20th Century FoxRico ist nicht so schlau, aber dafür recht furchtlos, Oskar ist ziemlich smart, aber hat vor allem Angst, weswegen er auch ständig mit einem Helm auf dem Kopf herumrennt. Es sind skurrile Figuren, die Steinhöfel erfunden hat. Ebenso setzt Regisseurin Neele Leana Vollmar (Maria, ihm schmeckt’s nicht) ihre jungen Akteure auch ein. Anton Petzold und Juri Winkler bringen eine Natürlichkeit in ihre Rollen, die nicht nur Rico und Oskar, sondern den Film augenblicklich sympathisch werden lässt. Um die Jungschauspieler sind namhafte Mimen besetzt – Karoline Herfurth als Mutter und Milan Peschel, Ursela Monn, Axel Prahl und David Kross als Nachbarn. Als griesgrämige Eisverkäuferin absolviert zudem Anke Engelke einen Gastauftritt.

Rico, Oskar und die Tieferschatten würde auch durchaus als Drama funktionieren, als Geschichte um einen Jungen, der fast immer alleine ist, weil seine Mutter arbeitet, schläft oder einfach weg ist. Der von seiner Umwelt ausgegrenzt wird, aber eigentlich ein ganz netter Kerl ist. Man spürt in dieser Geschichte, dass ein ernsthafter Ton mitschwingt, das aber eher subtil und nie aufdringlich. Selbst die Geschichte um Kindesentführungen hat einen düsteren Touch, auch wenn die Idee eines Schnäppchenentführers natürlich wieder ins Abnorm-Alberne umschlägt.

Filmfoto: Rico, Oskar und die Tieferschatten©20th Century FoxDie Verfilmung des Kinderbuchs ist ein echter Glücksfall, dank exzellenter Besetzung und beschwingter, auf Humor setzender, aber durchaus ernste Momente findender Inszenierung nicht nur ein Spaß für die Kleinen, sondern auch die Großen. Im Nachspann wird für 2015 auch gleich die Fortsetzung Rico, Oskar und das Herzgebreche angekündigt. Einen dritten Roman gibt es übrigens auch noch.

Kritik: Peter Osteried

Filmbilder Rico, Oskar und die Tieferschatten

Filmfoto: Rico, Oskar und die Tieferschatten


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