Nur Gott kann mich richten

Nur Gott kann mich richten

Regisseur: Özgür Yildirim, Schauspieler/in:
Moritz Bleibtreu
,
Edin Hasanovic
,
Kida Khodr Ramadan
. Drehbuch:

Nur Gott kann mich richten Handlung

Vor Jahren hat Ricky (MORITZ BLEIBTREU) nach einem missglückten Überfall für seinen Bruder Rafael (EDIN HASANOVIC) und Kumpel Latif (KIDA KHODR RAMADAN) den Kopf hingehalten. Latif möchte sich auf ganz besondere Weise bei Ricky für seine Zeit im Knast erkenntlich zeigen: Er bietet ihm ein scheinbar sicheres letztes Ding an, mit Aussicht auf viel Geld. Nach anfänglichem Zögern schlägt Ricky ein und holt auch seinen Bruder Rafael an Bord. Alles läuft reibungslos, bis die Polizistin Diana (BIRGIT MINICHMAYR) auftaucht und die Pläne der Jungs durchkreuzt. Ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel setzt sich in Gang, das sie alle in den Abgrund zu reißen droht. (Quelle: Verleih)

Nur Gott kann mich richten Filmkritik

Nur Gott kann mich richten Kritik der neue Film von Özgür Yildirim mit Moritz Bleibtreu und Edin Hasanovic

Filmkritik von

„Nur Gott kann mich richten“: Harter Tobak!

Gangsterfilme deutscher Provenienz findet man im Kino nur selten, Özgür Yildirim hatte sich aber schon vor zehn Jahren mit seinem Debüt Chiko dafür empfohlen. Später befasste er sich in Blutsbrüdaz mit dem Rap-Milieu und präsentierte dann mit Boy 7 einen Teenie-Thriller. Nur Gott kann mich richten ist nun die Rückkehr zu den Wurzeln – und zwar eine sehr kraftvolle!

Filmfoto: Nur Gott kann mich richten©Constantin Film Verleih GmbHVor fünf Jahren drehten Ricky (Moritz Bleibtreu), sein Bruder Rafael und sein Kumpel Latif ein Ding. Ricky und Rafael wanderten damals ein, nun ist Ricky wieder draußen – lange, nach seinem Bruder, der keine Lust mehr hat, sich von ihm in die Scheiße ziehen zu lassen. Aber Ricky braucht Geld, um seinen Traum von einer eigenen Bar erfüllen zu können. Darum lässt er sich darauf ein, ein paar Leute abzurippen. Doch als Latif ausfällt, muss Rafael helfen – und damit beginnt das Unglück. Nun schulden Ricky und die anderen einigen brutalen Gangstern nicht nur sehr viel Geld, sondern müssen sich auch mit einer Polizistin auseinandersetzen, die nicht minder große Probleme hat.

Es geht hier nicht um die ganz großen Gangster, eher um die Kleinganoven, die ein Ding nach dem anderen drehen, weil sie hoffen, endlich genügend Kohle zusammenzubekommen, um ihren eigentlichen Träumen folgen zu können. Sie alle wollen legale Geschäfte, aber der Weg dorthin ist nicht nur steinig, sondern praktisch nicht passierbar. Den Figuren ist das Träumen inne, kombiniert mit einer Hoffnungslosigkeit, die sich im Verlauf des Films immer mehr herauskristallisiert. Denn Yildirim hat sich entschieden, einen grimmigen Film zu machen. Einen, bei dem man gar nicht auf ein Happyend hoffen darf, und bei dem das Prinzip der kontinuierlichen Eskalation immer weiter auf die Spitze getrieben wird.

Filmfoto: Nur Gott kann mich richten©Constantin Film Verleih GmbHZum Ende hin setzt Yildirim ein wenig zu sehr auf den Zufall, wenn die Figur, die im Grunde alles erst ausgelöst hat, mit der Beute genau zu denen geht, denen sie sie abgeluchst hat. Aber das ist als erzählerischer Kniff nötig, um die Figuren aufeinanderprallen zu lassen. Man weiß dabei gar nicht genau, welche eigentlich tragischer ist. Vielleicht die von Birgit Minichmayr gespielte Polizistin, die eigentlich gut ist, aber gezwungen ist, etwas zu tun, was sie nicht will. Solche Momente kann es im Leben geben, wenn man die eigene Moral über Bord werfen muss. Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert, heißt es. Dem folgt auch Nur Gott kann mich richten, was vor allem für Minichmayrs Figur gilt, im erweiterten Sinne aber auch für die anderen Protagonisten herangezogen werden kann. Weil jeder von ihnen Zwängen folgt, denen er nicht entgehen kann.

Filmfoto: Nur Gott kann mich richten©Constantin Film Verleih GmbHDas erzählt Yildirim sehr konsequent und zeigt auf, wie die Situation immer mehr eskaliert, und das oftmals ohne dass alle Betroffenen das überhaupt gemerkt hätten. Das Ende ist dann explosiv und bar jeder Hoffnung. Jeder hat in Nur Gott kann mich richten verloren. Nur einer nicht: der Zuschauer. Denn dem bietet sich hier ein knallharter, an die Nieren gehender Gangsterfilm!

Kritik: Peter Osteried

Filmbilder Nur Gott kann mich richten

Filmfoto: Nur Gott kann mich richten
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