How to party with Mom

How to party with Mom

Regisseur: Ben Falcone, Schauspieler/in:
Adria Arjona
,
Melissa McCarthy
,
Shannon Purser
. Drehbuch: Ben Falcone, Melissa McCarthy

How to party with Mom Handlung

Als der Ehemann ihr den Laufpass gibt, wagt die langjährige ergebene Hausfrau Deanna (McCarthy) einen Neuanfang und geht wieder aufs College... mit dem Jahrgang ihrer Tochter, die davon alles andere als begeistert ist. Deanna taut bald immer mehr auf und stürzt sich als Dee Rock sehr selbstbewusst kopfüber ins Campus-Leben voller Spaß und Studentenpartys: Auf diese Weise entdeckt sie ihr wahres Selbst in einem Abschlussjahr, das keiner so erwartet hatte. (Quelle: Verleih)

How to party with Mom Filmkritik

How to party with Mom Kritik der neue Film von Ben Falcone mit Adria Arjona und Melissa McCarthy

Filmkritik von

Zurück auf die Uni-Bank

Bereits zwei Mal ließ sich das komödiantische Energiebündel Melissa McCarthy für einen Kinofilm von ihrem Ehemann Ben Falcone in Szene setzen. Weder „Tammy – Voll abgefahren“ noch „The Boss“ boten der US-Schauspielerin allerdings eine starke Bühne, um ihre etwa im Überraschungserfolg „Brautalarm“ vorgelebte Spielfreude sinnvoll zur Geltung zu bringen. Besserung ist auch mit der dritten Leinwandzusammenarbeit des Paares nicht in Sicht, für die McCarthy und Falcone erneut das Drehbuch schrieben. Trotz diverser Feierszenen ist „How to Party with Mom“ eine weitgehend lahme Angelegenheit, die immerhin darauf verzichtet, allzu häufig platten Genitalhumor zu bemühen.

Filmfoto: How to party with MomDeanna (Melissa McCarthy) glaubt ihren Ohren nicht zu trauen, nachdem sie ihre Tochter Maddie (Molly Gordon) am College abgesetzt hat. Ohne Vorwarnung lässt ihr Gatte Dan (Matt Walsh) noch im Auto eine folgenschwere Bombe platzen. Statt gemeinsam in den lange geplanten Italienurlaub zu fahren, strebt er so schnell wie möglich eine Scheidung an, da er sich in eine andere Frau (Julie Bowen) verliebt habe. Noch dazu wolle er in Kürze das Haus verkaufen, das bekanntlich auf seinen Namen eingetragen sei. Als die Verlassene den ersten Schock verdaut hat, kommt sie urplötzlich auf den Gedanken, ihr vor vielen Jahren abgebrochenes Archäologiestudium wieder aufzunehmen und den Abschluss endlich nachzuholen. Begeistert von der neuen Perspektive, schreibt sich Deanna nur wenig später an Maddies Hochschule ein.

Die eigene Mutter ständig auf dem Campus zu sehen, dürfte für junge Menschen eine Horrorvorstellung sein. Falcones Komödie verfügt folglich über eine griffige Ausgangslage, die auf einen wendungsreichen Verwicklungsreigen hoffen lässt. Tatsächlich schafft es das müde Skript aber nur sehr selten, lustige Konflikte aus der Prämisse abzuleiten und echtes Tempo aufzunehmen. Deannas Anwesenheit sorgt bloß am Anfang für Augenrollen bei ihrer Tochter, deren Haltung viel zu schnell in Wohlwollen umschlägt und damit Reibungen im Keim erstickt. Vorangetrieben wird der dünne Plot durch kleine, unbedeutende Scharmützel mit zwei klischeehaft gezeichneten Uni-Zicken, diverse Studentenfeten und Dans Beziehungspläne.

Filmfoto: How to party with MomWährend die Nebenfiguren wenig Entfaltungsraum bekommen, schenken McCarthy und Falcone der Protagonistin etwas mehr Aufmerksamkeit. Reichlich platt und uninspiriert fällt allerdings zu Beginn das Erscheinungsbild Deannas aus, die mit ihren kitschigen Wollpullovern und ihrer unmodernen Dauerwellenfrisur übertrieben deutlich als altbackene Hausfrau inszeniert wird. Wie nicht anders zu erwarten, bricht „How to Party with Mom“ diese Darstellung mit fortlaufender Dauer immer stärker auf. Wundern kann man sich mehr als einmal über die recht willkürliche Beschreibung ihres Charakters, der sich je nach Situation drastisch wandelt. Tritt Deanna bei ihrem Neueinstieg ins Uni-Leben zunächst als offenherzige, um keinen Spruch verlegene Quasselstrippe auf, behauptet der Film später allen Ernstes, dass sie gravierende Probleme habe, vor ihren Kommilitonen frei zu reden. Ein vollkommen aus dem Ruder laufendes Referat ist der beste Beweis, dass sich die Macher mehr für plumpe Sketcheinlagen als für eine halbwegs glaubwürdige Erzählung interessieren.

Filmfoto: How to party with MomWenngleich simpel gestrickte Gags und Slapstick-Momente dominieren, blitzt in manchen Augenblicken ein Gespür für herrlich absurde Zuspitzungen auf. Brüllend komisch ist vor allem das Treffen mit einer Scheidungsschlichterin (Karen Maruyama), die die auf Krawall gebürsteten Eheleute dazu auffordert, stets nur sie anzusprechen und den Blickkontakt mit der Gegenseite zu vermeiden. Eine Szene, der auch Deannas beste Freundin Christine (Maya Rudolph) mit einigen bissigen Kommentaren zu überdurchschnittlichem Unterhaltungswert verhilft. Lobend erwähnen muss man darüber hinaus, dass der Film die stürmische Affäre zwischen der Mittvierzigerin Deanna und einem halb so alten Studenten (Luke Benward) recht natürlich und unverkrampft beschreibt. Gerade weil McCarthy eine gewohnt schwungvolle Performance abliefert und in der Prämisse der Komödie die Geschichte einer weiblichen Selbstermächtigung schlummert, ist es höchst bedauerlich, dass sich „How to Party with Mom“ die meiste Zeit als laue Nummernrevue entpuppt.

Kritik: Christopher Diekhaus

Filmbilder How to party with Mom

Filmfoto: How to party with Mom
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