Destination Wedding

Destination Wedding

Regisseur: Victor Levin, Schauspieler/in:
Keanu Reeves
,
Winona Ryder
,
Dj Dallenbach
. Drehbuch:

Destination Wedding Handlung

72 Stunden im Paradies wären wunderbar - wenn diese Hochzeit nicht wäre. Dort treffen Frank und Lindsay erstmals aufeinander. Sie haben vieles gemeinsam: Beide hassen die Braut, auch den Bräutigam, die Hochzeit, sich selber und - was bald klar wird - vor allem den jeweils anderen. Das unerbittliche Unterhaltungsprogramm des mehrtägigen Festes lässt sie immer wieder aufeinanderprallen. Doch unweigerlich steigt mit jedem Streit die gegenseitige Sympathie, die Anziehung zwischen den beiden ist nur schwer zu ignorieren. Und so müssen Frank und Lindsay eine Entscheidung treffen: für die aufkeimende Liebe - oder den gesunden Menschenverstand. (Quelle: Verleih)

Destination Wedding Filmkritik

Destination Wedding Kritik der neue Film von Victor Levin mit Keanu Reeves und Winona Ryder

Filmkritik von

Weniger ist mehr: Der ultimative Beweis!

Die Komödie dürfte zwar einerseits eins der kostengünstigsten Genres überhaupt sein, anderseits handelt sich mit Sicherheit um eins der schwierigsten: Man braucht gute Darsteller und vor allem einen messerscharfen Sinn für Timing. Selbst die schwungsvollsten Dialoge und die größten Knaller-Pointen können bei falschem Rhythmus in die Hose gehen Gerade letzteres hat sich in den vergangenen Jahren als Problem dargestellte: Immer mehr Filme durchbrachen – oftmals auch dank einer gewissen Selbstverliebtheit der Macher - die zwei- Stunden-Marke, da jeder noch so fragwürdige Einfall eingebaut und ausgereizt werden musste, man einfach keine Linie fand, nicht wusste, wann Schluss ist.

Wie eine Antwort auf diesen Missstand wirkt Victor Levins „Destination Wedding“: 90 Minuten, zwei Charaktere und ein knackiges Drehbuch, zielgerichtet und mit geschliffenen Dialogen durchsetzt. That’s all.

Filmfoto: Destination WeddingErzählt wird von Frank und Lindsay. Er ein totaler Egoist, kurz vor der totalen Misanthropie, sie frustrierte Single-Frau, die vor sechs Jahren kurz vor der Verlobung abserviert wurde, damit aber immer noch nicht abgeschlossen hat und auch gar nicht abschließen will. Beide treffen sich am Flughafen und können sich erstmal überhaupt nicht leiden, müssen im Flieger aber feststellen, dass sie nicht nur Plätze nebeneinander, sondern außerdem ein gemeinsames Ziel haben, dem mit keinerlei Vorfreude entgegengeblickt wird: Die Hochzeit von Lindsays Ex-Verlobten, der gleichzeitig auch noch Franks verhasster Bruder ist. Da geteiltes Leid halbes Leid ist, schweißt sie die unangenehme Situation zusammen, während eines gemeinsamen Spaziergangs kommen sich die beiden Beziehungsgestörten aber tatsächlich näher…

Die romantische Komödie setzt ihren Fokus dabei voll und ganz – andere Charaktere kommen praktisch nicht vor - auf seine verschrobenen Hauptfiguren, welche im herrlich geschliffenen Dialog-Ping-Pong ihr Innenleben offen legen, was zuweilen an die screwball-comedys der 1930er-Jahre erinnert. Die Entwicklung von Frank und Lindsay bleibt dabei jederzeit glaubwürdig und nachvollziehbar, lediglich im letzten Drittel verabschiedet sich Lindsay etwas zu schlagartig von der Altlast ihrer vergeigten Beziehung.

Filmfoto: Destination WeddingWinona Ryder und Keanu Reeves entpuppen sich dabei als Idealbesetzung, nicht nur weil die Chemie der langjährigen Bekannten stimmt (beide standen bereits 1992 in „Dracula“, 2006 in „A Scanner Darky“ und 2009 „The Private Lifes Of Pipa Lee“ vor der Kamera), sondern weil dem immer leicht schläfrig-abwesend wirkenden Reeves, der in diesem Jahrhundert mit Sicherheit nicht mehr zum Großschauspieler mutiert, mit dem Charakter des menschenmüden Zynikers Frank die ideale Rolle auf den Leib geschneidert wurde.

Filmfoto: Destination Wedding„Destination Wedding“ erzählt im Grunde natürlich nichts Neues, das Mann und Frau sich anfänglich nicht leiden können, dann aber doch zusammenkommen, ist der Stoff zahlreiche romantischer Komödien, aber Levin weiß das auch und verändert kleinere Parameter: So mündet zum Beispiel das erste erotische Beisammensein nicht in einer romantischen Nacht, sondern in einer trocken-lustigen, ziemlich bizarren Sexszene, die unvermittelt auf den Angriff einer Wildkatze folgt und wer die Läuterung der beiden erwartet, wird ein kleineres Wunder erleben, denn der Film klingt einerseits so aus, wie man erwartet, garniert das Ganze aber mit einer kleinen, klugen Pointe und entlässt seine Zuschauer mit der Hoffnung, diesen beiden wunderbaren, liebenswerten Charakteren in ein paar Jahren noch mal zu begegnen – man möchte zu gerne wissen, was aus ihnen geworden ist.

Kritik: Thorsten Hanisch

Filmbilder Destination Wedding

Filmfoto: Destination Wedding
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