Death Wish

Death Wish

Regisseur: Eli Roth, Schauspieler/in:
Bruce Willis
,
Vincent D'Onofrio
,
Elisabeth Shue
,
Camila Morrone
,
Dean Norris
. Drehbuch: Joe Carnahan, Brian Garfield, Wendell Mayes

Death Wish Handlung

Der Chirurg Dr. Paul Kersey (Bruce Willis) erlebt die Folgen der Gewalt auf den Straßen Chicagos jeden Tag in der Notaufnahme - bis seine Frau (Elisabeth Shue) und seine Tochter (Camila Morrone) in den eigenen vier Wänden brutal attackiert werden. Da die örtliche Polizei die Ermittlungen nicht vorantreibt und generell von der Verbrechensflut in der Stadt überfordert scheint, beschließt Paul das Gesetz kurzerhand selbst in die Hand zu nehmen. Er begibt sich auf nächtliche Streifzüge und bringt gnadenlos einen Kriminellen nach dem anderen zur Strecke - bis er eines Tages in den Fokus der Medien gerät und sich die Öffentlichkeit zu fragen beginnt, wer eigentlich hinter dem unbekannten Racheengel steckt... (Quelle: Verleih)

Death Wish Filmkritik

Death Wish Kritik der neue Film von Eli Roth mit Bruce Willis und Vincent D'Onofrio

Filmkritik von

„Death Wish“: Bruce Willis macht auf Charles Bronson

Eigentlich sollte das Remake des Charles-Bronson-Klassikers schon Ende 2017 in die Kinos kommen, der Streifen wurde aber mehrmals verschoben. Nun ist es aber endlich soweit, womit eine mehr als zehnjährige Odyssee, bei der versucht wurde, den Stoff Wirklichkeit werden zu lassen, ihr Ende findet.

Im Jahr 2006 wollte Sylvester Stallone die Rolle spielen und auch die Regie übernehmen. Nur wenige Monate später stieg er jedoch wegen der berühmten „kreativen Differenzen“ aus dem Projekt aus. Sechs Jahre später war das Remake wieder auf Go, diesmal mit einem Drehbuch und unter der Regie von Joe Carnahan. Dessen Drehbuch blieb, auch wenn andere wie Eli Roth selbst es noch veränderten, als Regisseur stieg er jedoch aus. Mit ihm verschwand sein bevorzugter Hauptdarsteller Liam Neeson.

Vier Jahre später hatte man dann einen Regisseur: Eli Roth. Zudem gab es auch einen neuen Hauptdarsteller. Nach langer Zeit sieht man Bruce Willis mal wieder im Kino. Weitere Kandidaten, an die man dachte, waren Russell Crowe, Matt Damon, Bruce Willis, Benicio Del Toro, Will Smith und Brad Pitt.

Filmfoto: Death Wish©Universum Film GmbHDr. Paul Kersey sieht in der Notaufnahme jeden Tag die Folgen von Gewalt. Doch dann erwischt es auch ihn. Oder anders gesagt: seine Familie. Seine Frau und seine Tochter werden zuhause angegriffen. Die Polizei hat längst vor der Flut des Verbrechens kapituliert und ist überfordert, weswegen Kersey beschließt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Er sucht nachts nach den Männern, die seine Familie zerstört haben. Schon bald spricht man von einem Racheengel, der sich auf den Straßen Chicagos herumtreibt.

Schon nach der Veröffentlichung des Trailers gab es Ärger, da viele liberale Journalisten den Film als „Alt Right“-Machwerk und als rassistisch brandmarkten. Das zeigt aber auch nur, wie sehr sich die Zeiten geändert haben. Kontrovers war EIN MANN SIEHT ROT im Jahr 1974 auch, man konnotierte den Film aber dennoch anders als es heutzutage der Fall ist und befasste sich weniger mit einem rassistischen Grundmotiv als der Frage, wie man Vigilantentismus begegnen muss und soll.

Filmfoto: Death Wish©Universum Film GmbHDer in Chicago und im kanadischen Montreal gedrehte Film ist mit Elisabeth Shue als Willis‘ Frau und mit Vincent D‘Onofrio als seinem Bruder gut besetzt. Die Rolle des ermittelnden Detectives hat Dean Norris übernommen, den Roth in BREAKING BADso brillant fand, weswegen er unbedingt mit ihm zusammenarbeiten wollte. Camilla Morrone als Tochter ist noch eine sehr unerfahrene Schauspielerin, Roth lernte sie jedoch bei einem Festival kennen und war sicher, dass sie in der Rolle überzeugen könnte.

Auch hinter den Kulissen erfüllte sich Roth einen Traum. Er arbeitete mit Mark Goldblatt zusammen, dem legendären Cutter, der einige von James Camerons besten Filmen betreut und Ende der 1980er Jahre mit THE PUNISHEReinen knallharten Actionstreifen selbst inszeniert hat. Hier schließt sich der Kreis auch ein wenig, denn die Comic-Figur des Bestrafers war in den 1970er Jahren von Paul Kersey aus EIN MANN SIEHT ROT inspiriert. Und das macht Bruce Willis nun auch - knallhart und actionreich!

Filmfoto: Death Wish©Universum Film GmbHDie reaktionäre Botschaft des Films ist natürlich ebenso fragwürdig, wie sie das in den 1970er Jahren auch gewesen ist, sie wirkt aber auf erschreckende Weise aktuell, da die Kunstfigur Paul Kersey hier ausführt, was sich viele wohl insgeheim wünschen – oder es auch lautstark in den sozialen Medien hinausposaunen. Das verleiht DEATH WISH aber auch etwas Hässliches, weil man sein Auge nicht davor verschließen kann und mag, wofür Paul Kersey steht. Der wiederum wird von Bruce Willis, der nach Jahren mal wieder im Kino zu sehen ist, im Grunde als Variation seiner Actionfiguren gespielt, denn wahr ist auch, dass dieser Film in seiner überzogenen Erzählweise auch etwas Unwirkliches hat. Unterm Strich ist DEATH WISH eben auch nur ein typischer Rache-Action-Film, wie er über die Jahrzehnte hinweg in die Videotheken gekommen ist – nur dass dieser hier den Weg ins Kino gefunden hat.

Kritik: Peter Osteried

Filmbilder Death Wish

Filmfoto: Death Wish
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