Am Strand

Am Strand

Regisseur: Dominic Cooke, Schauspieler/in:
Saoirse Ronan
,
Billy Howle
,
Emily Watson
. Drehbuch:

Am Strand Handlung

Das Schwierigste am Heiraten ist die Hochzeitsnacht. Jedenfalls für das frischvermählte Ehepaar Florence Ponting (Saoirse Ronan) und Edward Mayhew (Billy Howle), das 1962 am Strand von Chesil Beach im englischen Dorset seine Flitterwochen verbringen möchte. Ihre Gefühle füreinander sind groß und aufrichtig - doch die Erwartungen des jungen Paares an das einschneidende Ereignis in ihrem Leben könnten kaum unterschiedlicher sein... (Quelle: Verleih)

Am Strand Filmkritik

Am Strand Kritik der neue Film von Dominic Cooke mit Saoirse Ronan und Billy Howle

Filmkritik von

Komplizierter Start ins Eheleben

Den großen Durchbruch feierte die irisch-amerikanische Schauspielerin Saoirse Ronan (gesprochen: Sörscha) mit Joe Wrights Verfilmung des Ian-McEwan-Romans „Abbitte“, die ihr die erste von bislang drei Oscar-Nominierungen (überdies für „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ und „Lady Bird“) einbrachte. Schon 2007 zeichnete sich ab, dass die gebürtige New Yorkerin mit dem eigenwilligen Vornamen zu den größten Leinwandtalenten ihrer Generation gehört. Eine neue eindrucksvolle Kostprobe ihres Könnens gibt Ronan nun in einer weiteren McEwan-Adaption zum Besten, dem Liebesdrama „Am Strand“, mit dem der Theaterregisseur Dominic Cooke sein Kinodebüt abliefert.

Filmfoto: Am StrandIm Mittelpunkt der Handlung stehen die frisch Vermählten Florence Ponting (Ronan) und Edward Mayhew (Billy Howle), die im Jahr 1962 ihre Flitterwochen in aller Ruhe in einem kleinen Hotel an der Küste Dorsets verbringen wollen. Ihre Hochzeitsnacht nimmt allerdings einen ungeplanten Verlauf, da die beiden nicht genau wissen, wie sie sich verhalten sollen. Im prüden Nachkriegsengland wird über Sexualität offen nicht gesprochen. Und noch dazu gehen Florence und Edward mit ganz unterschiedlichen Erwartungen an die gemeinsame Liebesnacht heran.

Berührend und unterhaltsam gerät „Am Strand“ vor allem deshalb, weil Saoirse Ronan und Billy Howle ein starkes Zusammenspiel an den Tag legen. Ausgestattet mit einem Gespür für kleine, aber feine Details bringen die Hauptdarsteller die Nervosität und das Unbehagen ihrer Figuren zum Ausdruck und verleihen der beinahe etwas klaustrophobischen Atmosphäre im Hotel eine glaubhaft verkrampfte Note. Keine Sekunde zweifelt man, dass sich hier zwei in sexuellen Dingen unerfahrene junge Menschen gegenüberstehen, die sich aufrichtig lieben, von sozialen Zwängen und Vorgaben jedoch gehemmt werden. Pointiert arbeiten Ronan und Howle außerdem die Gegensätzlichkeit der Protagonisten heraus und lassen den Zuschauer spüren, dass die beiden mit ganz persönlichen Ängsten und Bedenken in die Hochzeitsnacht gehen.

Filmfoto: Am StrandRegelmäßig durchbrechen Rückblenden das kammerspielartige Strandszenario und führen dem Publikum vor Augen, wie sich Florence und Edward kennengelernt haben. Einblick bekommt man dabei auch in ihre persönlichen Hintergründe, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während sie aus einem wohlhabenden, um Status und Ansehen besorgten, wenig sensiblen Elternhaus stammt, kommt er aus einer chaotischen, nicht sonderlich begüterten, dafür aber sympathischen Familie, in der jeder Rücksicht auf Edwards Mutter (Ann-Marie Duff) nimmt, die nach einem tragischen Unfall geistig behindert ist. Einer der schönsten, da einfühlsamsten Momente des gesamten Films ist die erste Begegnung zwischen Florence und ihrer zukünftigen Schwiegermama, bei der die junge Frau herzerfrischend natürlich und unbefangen auftritt.

Filmfoto: Am StrandDominic Cooke und Ian McEwan, der seine eigene Novelle in Drehbuchform gebracht hat, gelingt ein über weite Strecken ergreifendes Drama mit spannendem gesellschaftlichem Anstrich. Als Stimmungsdämpfer erweist sich jedoch der überhastet wirkende letzte Akt, der allzu berechnend auf sentimental getrimmt ist und Subtilität schmerzlich vermissen lässt. Die große, an simpel gestrickte Hollywood-Schmachtfetzen erinnernde Gefühlsshow, die „Am Strand“ hier entfacht, will zum Rest des Films überhaupt nicht passen.

Kritik: Christopher Diekhaus

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Filmfoto: Am Strand
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