A Quiet Place

A Quiet Place

Regisseur: John Krasinski, Schauspieler/in:
Emily Blunt
,
John Krasinski
,
Noah Jupe
. Drehbuch: Bryan Woods, Scott Beck, John Krasinski, Bryan Woods, Scott Beck

A Quiet Place Handlung

Die Welt ist von rätselhaften, scheinbar unverwundbaren Kreaturen eingenommen worden, die durch jedes noch so kleine Geräusch angelockt werden und sich auf die Jagd begeben... Lediglich einer einzigen Familie gelang es bisher zu überleben. Der Preis hierfür ist jedoch hoch: Ihr gesamter Alltag ist darauf ausgerichtet, sich vollkommen lautlos zu verhalten, denn das kleinste Geräusch könnte ihr Ende bedeuten...

A Quiet Place Filmkritik

A Quiet Place Kritik der neue Film von John Krasinski mit Emily Blunt und John Krasinski

Filmkritik von

Jedes Geräusch kann tödlich sein

Die Geschichte beginnt am 89. Tag des Überlebens. Herbstlaub liegt auf den Straßen einer offenbar verwaisten Kleinstadt, durch die Gänge eines aufgelassenen Supermarkts huscht ein barfüßiges Kind. Es wird begleitet von seinen beiden Geschwistern und den Eltern, aber niemand macht ein Geräusch. Dann verhindert Regan (Millicent Simmonds), die älteste Tochter, geistesgegenwärtig eine Katastrophe, als der kleine Bruder nach einem Objekt greift, das aus dem Regal fällt. Lee (John Krasinski), der Vater, verbietet dem jüngsten Sohn die Mitnahme der stolz präsentierten Spielzeugrakete und entfernt vorsorglich die Batterien: „Zu laut“, meint er in Zeichensprache. Aber Regan, die Mitleid hat, gibt ihm die Rakete heimlich und sieht nicht, wie sich der Kleine auch die Batterien schnappt…

Filmfoto: A Quiet Place©Paramount Pictures GermanySchon nach wenigen Szenen, noch bevor das Schreckliche passiert, hat einen dieser dramatische Horrorthriller voll in seinen Bann gezogen. Mit seiner ungewöhnlichen Idee, die Menschen stumm und leise durch die Handlung huschen zu lassen, wie Eindringlinge, die auf der Hut sein müssen, schafft er eine konspirative Atmosphäre. Das Publikum wird zum Komplizen der Charaktere, achtet peinlich genau darauf, ob ihnen ihre schwere Aufgabe gelingt – und erwartet doch in jeder Sekunde, dass sich der Suspense im Desaster entlädt.

Ins Desaster mündet Tag 89, denn Lee und seine Frau Evelyn (Emily Blunt) verlieren ihr jüngstes Kind an die Monster. Diese sind offenbar überall hier draußen, auch in den Maisfeldern und Wäldern rund um die einsame Farm der Familie. Sobald ein Geräusch ertönt, aber auch nur dann, sprinten sie aus ihren Verstecken herbei, um den Verursacher zu zerfleischen. Ein Jahr später setzt die Geschichte wieder ein: Die Familie lebt den stummen Alltag auf ihrer Farm weiter, Evelyn ist hochschwanger.

Filmfoto: A Quiet Place©Paramount Pictures GermanyDie neue Regiearbeit des Schauspielers John Krasinski erinnert an den ähnlich gelagerten Thriller „It Comes at Night“ von Trey Edward Shults. Auch dort hatte sich eine Familie in ihrem einsam gelegenen Haus vor der Außenwelt verschanzt, in der eine tödliche Gefahr lauerte. Das Überleben in diesem Endzeitszenario forderte von allen einen hohen Preis. Evelyn, Lee und die Kinder sind ebenfalls seelisch belastet. Regan glaubt, dass ihr Vater sie seit dem Tod des Bruders meidet, außerdem leidet sie unter ihrer Taubheit, gegen die kein Hörgerät hilft. Bruder Marcus (Noah Jupe) ist sehr ängstlich und möchte am liebsten nicht mit dem Vater hinaus zum Fluss gehen, um Fische zu fangen.

Und doch gibt es in diesem merkwürdigen Alltag Szenen, die Hoffnung und Geborgenheit spenden, etwa wenn sich Evelyn und Lee Ohrhörer teilen und ihre Körper eng umschlungen im Takt von Neil Youngs „Harvest Moon“ wiegen. Immer ist draußen Herbst, aber in der Luft liegt nicht nur Tod und Verderben, sondern - in den ruhigen Phasen - auch etwas Heimeliges.

Filmfoto: A Quiet Place©Paramount Pictures GermanyDann aber betritt eines dieser Monster, die wie die reinsten Albtraumkreaturen aussehen und wie Pferde schnauben können, das Haus. Es ist bis zum Schluss erstaunlich, mit welchem Mut der Film seine Charaktere geradezu aberwitzigen Prüfungen aussetzt. Die Spannung erreicht ein dauerhaft hohes Niveau, aber das Geschehen wirkt nie überzogen, repetitiv oder lächerlich. Alle Rollen und ihre Darsteller überzeugen, besonders bewegend spielt die gehörlose Millicent Simmonds das Mädchen Regan. Krasinski ist ein großer Wurf gelungen mit diesem Thriller über die stille Verschwörung einer Farmersfamilie gegen eine feindliche Außenwelt.

Kritik: Bianka Piringer

Filmbilder A Quiet Place

Filmfoto: A Quiet Place
A Quiet Place Trailer, Interviews, Clips und Making ofs


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