15:17 to Paris

15:17 to Paris

Regisseur: Clint Eastwood, Schauspieler/in:
Ray Corasani
,
Alek Skarlatos
,
Anthony Sadler
,
Spencer Stone
,
Judy Greer
. Drehbuch: Dorothy Blyskal, Anthony Sadler, Alek Skarlatos, Spencer Stone, Jeffrey E. Stern

15:17 to Paris Handlung

Am frühen Abend des 21. August 2015 starrten die Zuschauer in aller Welt fassungslos auf ihre Bildschirme, als in den Nachrichten die Meldung verbreitet wurde, dass im Thalys-Zug Nr. 9364 Richtung Paris ein terroristischer Anschlag vereitelt worden war - drei tapfere junge Amerikaner auf Europareise hatten ihn verhindert. Der Film erzählt das Leben der Freunde, die Probleme ihrer Kindheit, ihr langer Weg in eine gefestigte Existenz und die Serie von Zufällen, die zu dem Anschlag führten. In der extremen Stresssituation gerät ihre Freundschaft nie ins Wanken - und genau das stellt sich letztlich als ihre wirksamste Verteidigung heraus: So gelingt es ihnen, das Leben von über 500 Menschen an Bord zu retten.

15:17 to Paris Filmkritik

15:17 to Paris Kritik der neue Film von Clint Eastwood mit Ray Corasani und Alek Skarlatos

Filmkritik von

„The 15:17 to Paris“: Schauspielerisch fragwürdig

Clint Eastwood interessiert sich in letzter Zeit vor allem für reale Geschichten. Allerdings leiden diese häufig darunter, dass er sie wie bei AMERICAN SNIPER durch ein patriotisches Prisma betrachtet und daher in Schwarzweißzeichnung verfällt. Mit THE 15:17 TO PARIS hat er sich wieder eines realen Stoffs angenommen – mit dem Coup, dass die drei Männer, deren Geschichte er erzählt, sich selbst spielen.

Filmfoto: 15:17 to Paris©Warner Bros. GmbHEs ist der 21. August 2015: In einem Zug in Richtung Paris kann ein terroristischer Anschlag verhindert werden, und zwar durch drei beherzt eingreifende, junge Amerikaner, die sich gerade auf Europareise befinden. Sie sind seit Kindheitstagen Freunde und führen ein Leben, das an diesem Tag kulminiert, als sich auch in einer extremen Stresssituation zueinander halten und vielleicht Hunderten Menschen das Leben gerettet haben.

Filmfoto: 15:17 to Paris©Warner Bros. GmbHIn seinem Film geht es Eastwood weniger um jenen Tag im August. Mehr interessiert er sich für die drei Menschen, die damals in die Nachrichten kamen und als Helden gefeiert wurden. Er befasst sich mit deren Leben, mit ihrer Kindheit, mit den formativen Jahren, mit allem, was sie zu diesem Moment geführt hat. Das ist ganz passabel gemacht und hält sich auch in Sachen Patriotismus einigermaßen zurück. Es ist aber im Grunde auch nicht das, weswegen Leute wohl interessiert daran wären, diesen Film zu sehen. Das ist dann eben die Vereitlung des Terroranschlags im August 2015. Aber dieser nimmt im Film kaum Platz ein, weswegen man sich vor allem auf eine Sache konzentriert – und davon immens abgelenkt wird.

Filmfoto: 15:17 to Paris©Warner Bros. GmbHDenn Eastwoods Entscheidung, die drei jungen Männer sich selbst spielen zu lassen, kann man nur als extrem falsch ansehen. Sie sind Helden, keine Frage, und sie haben immensen Mut bewiesen, aber sie sind keine Schauspieler. Daran krankt dann auch der ganze Film, da keiner der drei auch nur ein Jota Talent für die Schauspielerei besitzt. Im Deutschen kann das noch durch eine professionelle Synchronisation kaschiert werden, im Original ist es jedoch zu augenfällig, dass sich hier drei Männer mühen, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, was sie da eigentlich tun. Es wäre sicherlich besser gewesen, hier echte Schauspieler anzuheuern. Das hätte dem Film geholfen, wenn auch nur marginal, denn auch das Skript lässt mehrheitlich doch zu wünschen übrig.

Dieser Film ist in jeder Beziehung eine Enttäuschung. Von Clint Eastwood darf und muss man mehr erwarten. THE 15:17 TO PARIS wirkt wie opportunistisches Kino, das aber nichts auszusagen hat.

Kritik: Peter Osteried

Filmbilder 15:17 to Paris

Filmfoto: 15:17 to Paris
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