Komponist/in

Wolfgang Hohensee

* 03.01.1927 - Berlin

Über Wolfgang Hohensee

Wolfgang Hohensee

Wolfgang Hohensee (* 3. Januar 1927 in Berlin) ist ein deutscher Komponist.

Leben

Hohensee studierte von 1945 bis 1949 an der Hochschule für Musik Berlin-Charlottenburg Schulmusik, danach Komposition bei Paul Höffer und Konrad Friedrich Noetel. Anschließend begann er ein Studium der Musikwissenschaft in Berlin bei Walther Vetter, Ernst Hermann Meyer und Hans-Heinz Dräger und in Heidelberg bei Thrasybulos Georgiades. Von 1949 bis 1951 besuchte er an der Deutschen Akademie der Künste (Berlin) die Meisterklassen für Komposition von Hanns Eisler und Leo Spies. Nach einer kurzen Tätigkeit beim Rundfunk wirkte Hohensee von 1951 bis 1957 als Dirigent, Chorleiter und Musikdramaturg unter anderem am Deutschen Nationaltheater Weimar. Seit 1955 unterrichtete er ab der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, ab 1962 als Dozent für Tonsatz, ab 1969 als Professor für Komposition. Hohensee erhielt den Kunstpreis der DDR (1962) sowie des FDGB und den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze. Er engagierte sich im Komponistenverband der DDR, er war ab 1957 Mitglied in dessen Zentralvorstand. Hohensee lebt heute in Berlin.

Tonsprache

Hohensee bemühte sich, in seinen Kompositionen einen Kompromiss aus Verständlichkeit, Bezug zum Publikum und Kunstfertigkeit zu finden. Neue Kompositionstechniken stehen neben Vertrautem. Besonders in seinen frühen Werken griff er auf tonale Bindungen zurück, setzte aber auch Dodekaphonie und Aleatorik ein. Daher zeichnet sein Schaffen eine recht große stilistische Vielfalt aus. So experimentierte er bereits Anfang der 1950er Jahre in seiner Klaviersonatine mit Zwölftontechnik, während ein zehn Jahre später entstandenes Werk wie das Konzertstück für Klavier und Orchester zu einem wesentlichen Teil auf der Musik des 19. Jahrhunderts basiert. Oft ist auch ein neoklassizistischer Tonfall zu vernehmen. Hohensee schrieb viele Werke, bei deren Schwierigkeitsgrad er auf die Möglichkeiten von nichtprofessionellem Musizieren Rücksicht nahm. Ein besonderer Schwerpunkt seines Schaffens lag auf der Filmmusik.

Werke

Orchesterwerke

  • Sinfonie in G
  • Sinfonietta
  • Kammersinfonie (vor 1963)
  • Tre bozze musicali (1964)
  • Konzertante Ouvertüre für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott mit Streichorchester und Pauken (1961)
  • Musik für Kammerorchester
  • Miniaturen für Streichorchester
  • Klavierkonzert Fis-Dur (1950)
  • Konzertstück für Klavier und Orchester (1963)
  • Konzertantes Poem für zwei Klaviere und Orchester zum 20. Jahrestag der SED (1966)
  • Musik zu etwa 600 Filmen (u. a. "Hier bin ich Mensch", Filmsinfonie, 1969)
  • Schauspiel- und Hörspielmusik

Bühnenwerke

  • "Der große Bauernkrieg", Oper
  • "König Drosselbart", Ballett (UA 1959)
  • "Sklaven" (oder "Das Fanal"), Ballett

Vokalmusik

  • "Der Schäfer vom Hohen Venn", Kantate für Soli, Chor und Orchester
  • "Die Stadt", Kantate nach Günther Deicke für gemischten Chor und kleines Orchester
  • Volksliedbearbeitungen

Kammer- und Klaviermusik

  • "Ricerca oder Anatomie eines musikalischen Gedankens von Friedrich Kuhlau" für Kammerensemble (1986)
  • Bläserquintette (Nr.1 in D, Nr.2 1972)
  • Streichquartett (vor 1963)
  • Serenata für Klavier, Oboe, Klarinette und Fagott (vor 1963)
  • Sonatina für Trompete und Klavier
  • Klaviersonate
  • Sonatine für Klavier (1949)

Literatur

  • Karl Laux (Hrsg.): Das Musikleben in der Deutschen Demokratischen Republik, Leipzig o.J.
  • Peter Hollfelder: Die Klaviermusik, Hamburg 1999
  • Fred K. Prieberg: Musik im anderen Deutschland, Köln 1968, u. a. S. 247 f.
  • Frank Schneider, Konrad Niemann u. a. (Hrsg.): Musikgeschichte der Deutschen Demokratischen Republik 1945-1976, Verlag Neue Musik Berlin 1979, u. a. S. 225 f.
  • Michael Dasche: Beiheft zur LP NOVA 8 85 273 Wolfgang Hohensee: Zweites Bläserquintett, Miniaturen für Streichorchester, Ricerca, Tre bozze musicali, Klaviersonatine
  • Dieter Härtwig: Beiheft zur LP ETERNA 8 20 668 unsere neue musik 22: Wolfgang Hohensee: Konzertante Ouvertüre, Siegfried Kurz: Sinfonia piccola, Johannes Paul Thilman: Partita piccola, Fred Lohse: Divertimento für Streichorchester
  • Hansjürgen Schaefer: Beiheft zur LP ETERNA 8 20 938 unsere neue musik 35: Siegfried Kurz: Konzert für Klavier und Orchester op.32, Wolfgang Hohensee: Konzertstück für Klavier und Orchester

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Filmmusik von Wolfgang Hohensee

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Regie: Rudi Kurz
Es geht nicht ohne Liebe Userwertung:

Produktionsjahr: 1963
Schauspieler/innen: Christel Bodenstein, Wilhelm Koch-Hooge, Ezard Haußmann, Karl Zugowski, Katharina Lind, Reinhard Michalke, Bärbel Bolle, Ilse Bendin, Margret Allner, Evelyn Cron, Jutta Wachowiak, Klaus Gehrke, Peter Pollatschek, Elfriede Florin, Werner Wieland, Hans Maikowski, Horst Gill

Regie: Rudi Kurz
Die aus der 12b Userwertung:

Produktionsjahr: 1962
Schauspieler/innen: Karla Runkehl, Horst Schön, Ernst-Georg Schwill, Peter Reusse, Justus Fritzsche, Angelica Domröse, Günter Junghans, Eckhard Bilz, Helga Piur, Monika Bergen, Karin Freiberg, Peter Hill, Vera Hinz, Klaus Gehrke, Albert Garbe, Ursula Braun, Maika Joseph

Regie: Rudi Kurz
Das grüne Ungeheuer Userwertung:

Produktionsjahr: 1962
Schauspieler/innen: Jürgen Frohriep, Kati Székely, Wolfgang Brunecker, Werner Dissel, Gerd Biewer, Günter Sonnenberg, Erik S. Klein, Ivan Malré, Fred Düren, Gerd Ehlers, Peter Thomas, Wilhelm Koch-Hooge, Gerhard Rachold, Willi Neuenhahn, Karl Heinz Oppel, Fred Kötteritzsch, Joachim Tomaschewsky
FSK 0
Regie: Slátan Dudow
Verwirrung der Liebe Userwertung:

Produktionsjahr: 1959
Schauspieler/innen: Annekathrin Bürger, Angelica Domröse, Willi Schrade, Stefan Lisewski, Hannes Fischer, Martin Flörchinger, Ulrich Folkmar, Horst Friedrich, Hans Lucke, Friedrich Richter, Werner Wieland, Günther Ballier, Gerhard Bienert, Werner Dissel, Ursula Fröhlich, Maika Joseph, Hildegard Küthe

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