Komponist/in

Mikis Theodorakis

* 29.07.1925 - Chios

Über Mikis Theodorakis

Mikis Theodorakis

Mikis Theodorakis (, * 29. Juli 1925 auf der Insel Chios, Griechenland) ist ein griechischer Komponist, Schriftsteller und Politiker.

Sein Vater Giorgos Theodorakis stammte aus Galata bei Chania (Kreta), seine Mutter Aspasia Poulakis aus Çeşme (Kleinasien). Er ist international berühmt für seine zahlreichen Lieder, seine Filmmusiken zu Alexis Sorbas, Z und Serpico, sein symphonisches Schaffen sowie sein politisches Engagement.

Bis in die späten 1980er Jahre wurde Theodorakis mit der Linken identifiziert, im Jahr 1989 kandidierte er aber als Parteiloser für die Liste der Mitte-Rechts-Partei Nea Dimokratia (‚Neue Demokratie‘), um dem Land zu helfen, aus der schweren politischen Krise herauszukommen, die durch die zahlreichen Skandale der Regierung von Andreas Papandreou[1] und seiner Pasok-Partei ausgelöst worden war. Er half mit, eine große Koalition zwischen Konservativen, Sozialisten und Linken zu bilden: Erstmals seit dem griechischen Bürgerkrieg wurden damit die Kommunisten der KKE wieder an der Macht beteiligt. 1990 wurde Theodorakis ins Parlament gewählt – so wie 1964 und 1981 – und als Minister ohne Geschäftsbereich beim Premierminister in die Regierung von Konstantinos Mitsotakis berufen. In dieser Funktion setzte er sich gegen Drogen und Terrorismus, für Kultur und Erziehung sowie für verbesserte Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei ein.

Seitdem er zurückgezogen von der Tagespolitik lebt, verfasst Theodorakis öffentliche Erklärungen, die oft harte Äußerungen enthalten, vor allem, wenn in seinen Augen der Friede in Gefahr ist (siehe dazu seine Aussagen über den Kosovo-Krieg,[2] zugunsten von Palästina,[3] gegen den Krieg im Irak[4] oder über das Verhältnis Mazedonien – Griechenland – Türkei – Zypern[5]). Von 1967 bis 1974 galt er, der stets diktatoriale Regimes abgelehnt hat, als die Stimme schlechthin gegen die griechische Junta-Diktatur.[6]

Leben

Kindheit und Jugend (1925–1957)

Schon als Kind war Mikis Theodorakis von der Musik fasziniert und schrieb seine ersten Lieder, ohne ein Musikinstrument zur Verfügung zu haben. In Patras und Pyrgos bekam er ersten Musikunterricht, später in Tripolis von einem Herrn Papastatopoulos. Theodorakis gründete in Tripolis einen Kirchen-Chor und gab sein erstes Konzert im Alter von 17 Jahren.[7]

Während der Besatzung Griechenlands durch die deutschen, italienischen und bulgarischen Truppen im Zweiten Weltkrieg von 1941 bis 1944 schloss sich der junge Theodorakis dem Widerstand an. Mit 18 Jahren wurde er erstmals inhaftiert und gefoltert.[8] Zu diesem Zeitpunkt kam er auch in Kontakt mit dem Marxismus, der sein Weltbild entscheidend prägte,[9] auch wenn er stets eine kritische Haltung zu sämtlichen Ideologien bezeugt hat. Im Befreiungskampf von Athen schloss er sich den Linken an und wurde Mitglied der Nationalen Befreiungsfront EAM in den Reihen der Griechischen Volksbefreiungsarmee.

Im Dezember 1944, nach dem Rückzug der deutschen Wehrmacht, wehrte sich Theodorakis mit seinen Partisanenfreunden gegen die (auch militärische) Einmischung durch die Briten in Griechenland und nahm an der Schlacht um Athen teil.[10] Nach dem Friedensabkommen von Varkiza wurde die Volksbefreiungsarmee im Februar 1945 aufgelöst. Als kommunistischer Regimegegner wurde Theodorakis im Juli 1947 während des Griechischen Bürgerkriegs verhaftet und auf die Insel Ikaria nach Christos Raches verbannt.[11] Mitte 1948 wurde er nach zeitweiliger Freilassung und erneuter Verhaftung wieder auf die Insel Ikaria, diesmal nach Evdilos,[12] sodann im Dezember in das auf der Insel Makronissos eingerichtete Vernichtungslager[13] deportiert, in dem Tausende umkamen. Theodorakis war hier schwersten Folterungen ausgesetzt,[14] wurde zweimal lebendig begraben[15] und war dem Tode nahe. Sein Vater Yorgos Theodorakis verkaufte seinen Besitz auf Kreta, um seinem Sohn zu Hilfe zu kommen.

Als Theodorakis 1949 aus der Haft entlassen wurde, war er physisch am Ende. Erst nach längerem Aufenthalt auf Kreta, wo er aber ebenfalls gefoltert wurde und der Hinrichtung von Kameraden zusehen musste,[16] erholte er sich von den Folgen der unmenschlichen Misshandlungen. Er erhielt eine Anstellung als „Leiter der Musikschule von Chania“[17] und gründete sein erstes Orchester. Anfang der 1950er Jahre bestand er erfolgreich am Athener Konservatorium, unter der Leitung von Philoktitis Economidis, seine Examina („mit fliegenden Fahnen“).[18]

Musikstudium in Paris (1954–1959)

Im März 1953 heiratete er seine Verlobte Myrto Altinoglou und im November 1954 konnte das junge Paar dank zweier Stipendien nach Paris ausreisen. Am dortigen Conservatoire führte Theodorakis unter Eugène Bigot(Orchesterleitung) und Olivier Messiaen (Musikanalyse) sein Studium weiter, das er 1959 und mit Auszeichnung abschloss.

Frühzeitig schon hatte sich der Erfolg für den jungen Komponisten eingestellt. Sein „Lied vom Kapitän Zacharias“ (1939) war während des Krieges zum offiziellen Widerstandslied der Marine geworden. 1950 wurde sein erstes symphonisches Werk „Das Fest von Assi-Gonia“ von Economidis in Athen dirigiert, seine Ballettmusik „Griechischer Karneval“ in Rom uraufgeführt, und seine Sonatinen sowie seine symphonischen Werke wurden in Athen aufgeführt, wo auch der berühmte griechische Dirigent Dimitri Mitropoulos auf den jungen Komponisten aufmerksam wurde. Es wurde Mitropoulos allerdings untersagt, ein Werk von Theodorakis in den USA aufzuführen, weil dieser ein „Kommunist“ sei. Seine Suite Nr. 1 für Klavier und Orchester[19] bekam 1957 in Moskau eine Goldmedaille von einer Jury, zu deren Mitgliedern Dimitri Schostakowitsch und Hanns Eisler zählten. Seine Erste Symphonie (1948–53)[20] wurde zum Ausdruck eines seiner wichtigsten Anliegen: der Versöhnung der Griechen und der Ausheilung der Wunden des Bürgerkrieges. Das Werk ist zwei Freunden gewidmet, die in gegnerischen Lagern kämpften und dabei umkamen. Seine Ballettmusiken „Les Amants de Téruel“, „Le Feu aux Poudres“ und „Antigone“ wurden erfolgreich in Rom, Paris und London aufgeführt. Dieser Erfolg veranlasste den französischen Komponisten Darius Milhaud, Theodorakis als „besten europäischen Komponisten des Jahres“ für den American Copley Music Prize vorzuschlagen – eine Auszeichnung der „William and Noma Copley Foundation“,[21] die später ihren Namen in „Cassandra Foundation“ abänderte.

Mit Filmmusiken war Theodorakis inzwischen ebenfalls einem breiten Publikum bekannt geworden. 1958 wurden in Paris seine Tochter Margarita und 1960 sein Sohn George geboren, der später ebenfalls Musiker und Komponist werden sollte.

Wichtigste Werke bis 1960:

  1. Kammermusik: Vier Streichquartette; Trio für Klavier, Violine und Violoncello; Kleine Suite für Klavier; Sonatine für Klavier; Sextett; Sonatinen Nr. 1 und Nr.2 für Violine und Klavier;
  2. Symphonische Musik: Das Fest von Assi-Gonia; Erste Symphonie (Proti Simfonia); Suiten Nr. 1, 2 und 3 für Orchester; Eros und Thanatos (für Stimme und Streicher); Oedipus Tyrannos (zuerst für Streicher, dann für Streichquartett und Symphonieorchester), Klavierkonzert Helikon; Piano Concerto (1958);
  3. Ballettmusik: Griechischer Karneval; Die Liebenden von Teruel; Le Feu aux Poudres; Antigone
  4. Filmmusiken: The Barefoot Battalion (Greg Tallas); Ill Met by Moonlight und Honeymoon (Michael Powell); Faces in the Dark (David Eady).

Der junge Komponist in Athen (1960–1967)

Gerade als er auf der internationalen Musikszene mit seiner symphonischen Musik Fuß zu fassen begann, kehrte Theodorakis von Paris nach Athen zurück, wandte sich den Wurzeln der griechischen Musik zu und begann so die „dritte Periode“ seines musikalischen Schaffens.

Die Veröffentlichung seines Liederzyklus Epitaphios auf Gedichttexte von Jannis Ritsos in zwei unterschiedlichen Fassungen (eine mit Nana Mouskouri und eine zweite mit Grigoris Bithikotsis) entfachte eine heftig geführte Auseinandersetzung um die Bedeutung und Zukunft der Volksmusik.[22] In diesem Zyklus vereint Theodorakis beide Traditionen der griechischen Musik, der demotischen und der rembetischen Musik. Die demotische Musik entstammt den ländlich geprägten Regionen Griechenlands, der Rembetiko, der „Tanz der Einsamkeit“,[23] wurde die musikalische Ausdrucksform der Stadtbevölkerung, der Flüchtlinge, der Außenseiter. Manos Hadjidakis hatte ihn Ende der 1940er Jahre erstmals „salonfähig“ gemacht. Theodorakis griff durch eine offensive Aufführungspraxis und durch theoretische Statements sowie Interviews in den durch diese Kontroverse entbrannten Kulturkampf in Griechenland ein, der zum Ausdruck des politischen Gegensatzes zwischen Linken und Rechten wurde.[24] Rasch avancierte er zur Leitfigur einer Erneuerung Griechenlands, besonders nach der Ermordung des Parlamentsabgeordneten Grigoris Lambrakis (Z) im Mai 1963. Als Reaktion gründete Theodorakis die Lambrakis-Jugend (Lambrakides), deren Vorsitzender er wurde und die sich mit 50.000 Mitgliedern zu größten politischen Organisation Griechenlands avancierte. 1964 wurde Theodorakis als Abgeordneter der EDA-Partei ins griechische Parlament gewählt.

Systematisch und konsequent entwickelte Theodorakis in den sechziger Jahren sein volksmusikalisches Konzept, vom „zeitgenössischen Volkslied“ (immer eingebettet in einen Zyklus auf Texten bedeutender griechischer Lyriker), zu ständig komplexeren Werken,[25] zum zeitgenössischem Musiktheater – seine Ballade vom toten Bruder auf eigene Texte behandelt das Tabu-Thema des griechischen Bürgerkrieges – und schließlich zur metasymphonischen Musik, optimal verkörpert in der Vertonung von Axion Esti,[26] basierend auf dem Dichtungswerk von Odysseas Elytis, Literatur-Nobelpreisträger 1979. In seiner metasymphonischen Musik verbindet Theodorakis das westliche Symphonieorchester mit griechischen Volksinstrumenten und darüber hinaus den Geist der Symphonik mit der hellenischen Musiktradition.

Als bedeutendster Interpret von Theodorakis-Liedern in den sechziger Jahren muss der Sänger Grigoris Bithikotsis hervorgehoben werden. Seine 1960 unter der Leitung von Theodorakis aufgenommene LP Epitaph gilt als eine der bedeutendsten Veröffentlichungen im Oeuvre von Theodorakis, unter anderem weil hier die Bouzouki als traditionelles Instrument der unteren Bevölkerungsschichten und die gesellschaftskritischen Texte von Ritsos zum ersten Mal eine zentrale Rolle in einem kunstmusikalischen Zusammenhang spielen. Nur drei Jahre später entdeckte Theodorakis die damals 16-jährige Maria Farantouri. Mit ihr als Sängerin veröffentlichte er 1964 einen seiner bekanntesten Liederzyklen: Mauthausen auf Gedichte von Iakovos Kambanellis.[27] Maria Farantouri sang seitdem in über 30 Theodorakis-Alben und gilt als „ideale Interpretin“ des griechischen Komponisten.

Wichtigste Werke dieser Epoche:

  1. Liederzyklen: Archipelagos (Lieder der Inseln), Politia A & B (Lieder der Städte), Epiphania (Giorgos Seferis, Literatur-Nobelpreis 1963), Mauthausen (Iakovos Kambanellis), Romiossini (Jannis Ritsos);
  2. Bühnenmusik: The Hostage (Die Geisel, Brendan Behan); Ballade des toten Bruders (Theodorakis); Omorphi Poli (Schöne Städte); Maghiki Poli (Zauberhafte Städte); I Gitonia ton Angelon (Viertel der Engel, Kambanellis);
  3. Filmmusik: Phaedra (Jules Dassin), The Lovers of Teruel (Die Liebenden von Teruel Raymond Rouleau]), Five Miles to Midnight (Die dritte Dimension Anatole Litvak), Elektra (Theodorakis) und Alexis Sorbas (Zorba the Greek Michael Cacoyannis);
  4. Oratorium: „Axion Esti“ (Odysseas Elytis).

Leben im Untergrund während der griechischen Diktatur (1967–1970)

Am 21. April 1967 kam es zum Putsch der faschistischen Obristen in Griechenland. Theodorakis ging sofort in den Untergrund und veröffentlichte schon zwei Tage später einen ersten Aufruf zum Widerstand.[28] Seine Musik wurde verboten, der Besitz seiner Platten, sogar das Singen und Hören seiner Lieder wurden mit Gefängnisstrafe geahndet: Armeebefehl Nr. 13 vom 1. Juni 1967.[29] Vier Monate kämpfte Theodorakis als Gründer der Patriotischen Front PAM im Untergrund gegen die Junta. Am 21. August wurde er verhaftet und im Hauptquartier der Sicherheitspolizei physisch und seelisch gefoltert.[30] Als Reaktion schrieb er seinen Gedichtzyklus: Sonne und Zeit,[31] den er später großenteils vertonte. Erst Ende Januar wurde er aus der Gefängnisanstalt Averoff entlassen,[32] im August aber bereits ins Bergdorf Zatouna verbannt[33] und Ende 1969 schließlich ins Konzentrationslager Oropos überführt,[34] wo er sehr schwer an Tuberkulose erkrankte.[35] Eine internationale Solidaritätsbewegung, angeführt unter anderem von Dmitri Schostakowitsch, Leonard Bernstein, Arthur Miller und Harry Belafonte, setzte sich für seine Freilassung ein. Dem französischen Zentrumspolitiker Jean-Jacques Servan-Schreiber gelang es dann am 13. April 1970, den Junta-Chef Georgios Papadopoulos zu überzeugen, Theodorakis ins Exil nach Frankreich zu entlassen.[36]Wichtigste Werke während der Diktatur bis zur Befreiung 1970:

  1. Liederzyklen: PAM-Lieder (Lieder der Patriotischen Front, Mikis Theodorakis); O Ilios ke o Chronos (Sonne und Zeit, Mikis Theodorakis); Lieder für Andreas (Mikis Theodorakis); Nichta Thanatou (Todesnacht, Manos Elefteriou); Arcadies I-X; Tria Negrika Tragoudia (Drei negrische Lieder, Leopold Sedar Senghor).
  2. Oratorien & „Liedflüsse“ (chansons fleuves): Ephiphania Averoff (Giorgos Seferis), Belagerungszustand (Marina = Rena Chatzidaki), Der Marsch des Geistes (Angelos Sikelianos), Raven (Giorgos Seferis, nach Edgar Allan Poe).
  3. Filmmusik: „Z“ (Z - Anatomie eines politischen Mordes) nach dem Roman von Vasilis Vasilikos, Regie: Constantin Costa-Gavras.

Exil in Frankreich (1970–1974)

Am 13. April 1970 landete das Flugzeug von Jean-Jacques Servan-Schreiber in Paris. Begeistert bei seiner Ankunft gefeiert, unter anderem von Melina Mercouri und Costa Gavras, wurde Theodorakis sofort ins Krankenhaus zwecks Untersuchungen geführt, nahm aber schon wenige Wochen später, als seine Frau und seine Kinder noch Geiseln der Obristen waren (sie wurden erst im Mai aus Griechenland „entführt“),[37] den Kampf gegen die Junta wieder auf. Er gründete den Nationalen Widerstandsrat (EAS)[38] und begann seine Welttourneen (ca. 500 Konzerte innerhalb von vier Jahren), während derer er diesen Kampf mit unverminderter Energie bis zum Sturz der Diktatoren, am 23. Juli 1974 fortsetzte. 1972 trat Theodorakis aus der (euro-)Kommunistischen Partei Griechenlands (Inland) aus, um nie wieder Mitglied in irgendeiner Partei zu werden. 1972 traf er Pablo Neruda und Salvador Allende und versprach ihnen, seine Fassung von Nerudas Canto General zu komponieren. Er wurde von Gamal Abdel Nasser und Josip Broz Tito, Igal Alon und Jassir Arafat empfangen, während François Mitterrand,[39] Olof Palme und Willy Brandt zu Freunden wurden. Für Millionen von Menschen aber war Theodorakis in diesen Schicksalsjahren das Symbol des ungebrochenen Widerstands gegen die griechische Diktatur.

Wichtigste Werke des Exils:

  1. Liedzyklen: Lianotragouda (18 kleine Lieder der bitteren Heimat, Giannis Ritsos); Balladen (Manolis Anagnostakis); Stin Anatoli (Im Osten, Cacoyannis, Stiliatis, Theodorakis).
  2. Oratorium: Canto General (Pablo Neruda).
  3. Filmmusik: The Trojan Women (M. Cacoyannis); Etat de Siège (Im Belagerungszustand (Costa-Gavras); Serpico Sidney Lumet; Biribi (Daniel Moosmann); Tito (Sutjeska, Stipe Delic).

Politische und künstlerische Aktivität nach der Rückkehr nach Griechenland (ab 1974)

1974, nach dem Sturz der Diktatur, wurde Mikis Theodorakis bei seiner Rückkehr nach Griechenland wie ein Volksheld gefeiert, doch bald gewann das gewöhnliche politische Leben mit seinen Intrigen wieder die Oberhand. In den Jahren danach schwankte der Komponist zwischen Resignation und immer neuem Engagement – er rief zum Zusammenschluss der Linksparteien um die KKE auf, war deren Kandidat für die Athener Bürgermeisterwahlen[40] –, zwischen Einsatz im Parlament und freiwilligem Rückzug ins innere Exil nach Paris.[41] Dort nahm er ab 1980 - nach zwanzig Jahren – die Arbeit an seinem symphonischen Schaffen wieder auf, schrieb frühere Werke um und schuf neue. Dies ist die „vierte Periode“ seines musikalischen Schaffens. Er komponierte seine Zweite,[42] Dritte,[43] Vierte[44] und Siebente Symphonie,[45] die symphonische Kantate: Sadduzäer-Passion,[46] Kirchenmusik in der Tradition der griechisch-orthodoxen Musik (Missa Greca, Requiem), vollendete das großangelegte Oratorium Canto General[47] und wagte sich schließlich in der „fünften Periode“ seines musikalischen Schaffens erfolgreich an die Gattung der Oper heran, wobei er sich vor allem mit Frauenfiguren aus der Mythologie beschäftigte: Medea (UA in Bilbao, 1. Oktober 1981), Elektra (UA in Luxemburg, 2. Mai 1995), Antigone (UA in Athen, 7. Oktober 1999), Lysistrata (UA in Athen, 14. April 2002).

Inzwischen hatte er, nach dem von Korruption belasteten Ende der Ära von Andreas Papandreou, für eine Erneuerung Griechenlands – eine „Katharsis“ (Reinigung), wie er sagte[48] – durch den konservativen Politiker Konstantinos Mitsotakis geworben, und wurde von diesem als unabhängiger Linker zum Staatsminister ohne Geschäftsbereich ernannt.[49] In dieser Eigenschaft engagierte er sich zwischen 1990 und 1992 insbesondere für eine Reformierung des Erziehungswesens und der Kulturpolitik, gegen den Drogenkonsum und den Terrorismus sowie, gemeinsam mit dem berühmten türkischen Musiker und Sänger Zülfü Livaneli,[50] für eine Aussöhnung zwischen Griechen und Türken, was ihm bereits einige Jahre zuvor, nach der Gründung der „Griechisch-türkischen Freundschaftsgesellschaft“ viele Feindschaften eingebracht hatte.[51] Seine Regierungsbeteiligung hat Theodorakis später als Irrtum bezeichnet.[52] 1993 und 1994 übernahm der Komponist für zwei weitere Jahre das Amt des Generalmusikdirektors des Symphonie-Orchesters und Chores des Griechischen Rundfunks und Fernsehens (ERT), bevor er sich ganz aus dem öffentlichen Leben zurückzog.

Danach arbeitete er nur noch als Komponist, war aber auch ein gefragter Dirigent seiner Kompositionen. Nach dem Tode seines Bruders Yannis 1996 und akuten Atembeschwerden 1997 musste er mehrere Monate lang mit schweren Depressionen kämpfen. Erst im Winter 1997–1998 besserte sich sein Gesundheitszustand, und er konnte seine Aktivitäten als Dirigent und Komponist wiederaufnehmen.

1997 hat Theodorakis sein Privatarchiv der Lilian-Voudouri-Musikbibliothek des Megaron in Athen gestiftet.[53] In den folgenden Jahren komponierte er seine letzten Werke: die Oper Lysistrata 1999–2001, die Bühnenmusik zu Medea (Guy Wagner gewidmet) 2001, eine Rhapsodie für Trompete und Orchester sowie East of the Aegean für Cello und Klavier (Jens Naumilkat und Henning Schmiedt gewidmet).[54] Theodorakis lebt zurückgezogen in Athen und arbeitet daran, seine Kompositionen und seine Schriften einem immer breiteren Publikum zugänglich zu machen. Letzte Liederzyklen entstanden 2005: Erimia (Einsamkeit) und 2006: Odysseia.

Theodorakis engagiert sich aber auch politisch immer wieder aufs neue, wenn die Umstände dies von ihm verlangen: Protest gegen die NATO-Bombardierungen in Jugoslawien 1999, gegen die Behandlung des gekidnappten Kurdenführers Abdullah Öcalan,[55] gegen die US-amerikanische Regierung unter George W. Bush[56] und den Irakkrieg 2003.[57]

Im Jahr 2003 verurteilte unter anderem der Zentralrat der Juden Griechenlands bestimmte Äußerungen von Theodorakis als antisemitisch. Theodorakis selbst bestreitet diese Vorwürfe und macht geltend, lediglich Kritik an der Politik Israels gegenüber den Palästinensern geübt zu haben.[58] [59] [60] [61] Im Februar 2011 äußerte er sich in einem Fernsehinterview des griechischen Senders „High“ zu Fragen des Antisemitismus und Zionismus und wurde daraus mit den Worten zitiert, er sei Antisemit, was einige Kritik auslöste.[62][63] Kurz darauf veröffentlichte Theodorakis deshalb auf seiner Website eine Stellungnahme, in der er sich von antisemitischen Ideen distanzierte und auf sein lebenslanges Engagement gegen die Verfolgung von Juden hinwies. Gleichzeitig betonte er, Antizionist zu sein. Er erklärte, er halte unter anderem die Außenpolitik der sowie die internationale Musikindustrie für von Zionisten kontrolliert, und behauptete, dass die Opfer des heute dieselben Methoden anwenden würden.[64] In einem Brief an den Zentralrat der jüdischen Gemeinden Griechenlands erklärte Theodorakis im Mai 2011, dass seine Aussage, er sei Antisemit, ein Versprecher gewesen sei.[65] Der Rat nahm die Entschuldigung in diesem Punkt an.[66]

Mikis Theodorakis ist Ehrendoktor der Universitäten von Montreal, Saloniki, Volos, Kreta, Tel Aviv und Istanbul. 2002 wurde er in Bonn mit dem Preis für Filmmusik während der Internationalen Filmmusik Biennale ausgezeichnet.,[67] (cf auch: Homepage der Bundeskunsthalle Bonn[68])

2005 erhielt er den russischen Internationalen Andreas-der-Erstberufene-Preis für seine „selbstaufopfernde Arbeit und das Beispiel eines schöpferischen Dienstes an der Heimat sowie die Schaffung von hervorragenden Musikwerken, die den Frieden zwischen den Völkern besingen, den Geist und das nationale Selbstbewusstsein der Menschen stärken“. Der , eine der höchsten musikalischen Auszeichnungen überhaupt, wurde ihm ebenfalls 2005 zugesprochen, genauso wie ihm im gleichen Jahr der Orden eines Großoffiziers des Verdienstordens des Großherzogtum Luxemburgs verliehen und die Ehrenmitgliedschaft in der zugesprochen wurde. Ein Symposium zum 80. Geburtstag über seine Theorie der „universalen Harmonie“ wurde auf Kreta durchgeführt. Zahlreiche weitere Ehrungen und Auszeichnungen in Griechenland und außerhalb seiner Heimat bestätigen weiterhin seine einzigartige Stellung als eine „Stimme der Freiheit und des Friedens“, die weltweite Resonanz findet.

Theodorakis war Ideengeber der Ende Dezember 2010 in Griechenland entstandenen unabhängigen Bürgerbewegung Spitha ( ‚Funke‘). Die Spitha-Bewegung soll nicht als politische Partei, sondern als unabhängige Bürgerbewegung die griechische Bevölkerung informieren und Ideen erstellen, um die Reaktion der Griechen auf die nationale und internationale Krise zu fokussieren[69].

Wichtigste Werke nach 1974:

  1. Liedzyklen: Epivatis (Der Passagier, K. Tripolitis); Radar (K. Tripolitis); Ta Lyrika (Die lyrischen Lieder, T. Livaditis); Dionysos (M. Theodorakis); Phaedra (Angeliki Eleftheriou); Ta Prosopa tou Iliou (Gesichter der Sonne, D. Karatzas); Beatrice auf der Straße Null (D. Karatzas, M. Theodorakis); Mia Thalasssa gemati moussiki (Ein Meer voll Musik, Dimitra Manda); Os archeos Anemos (Wie ein antiker Wind, D. Karatzas); Lyrikotera (Die lyrischeren Lieder, D. Karatzas); Lyrikotata (Die lyrischsten Lieder, Yannis Theodorakis); Erimia (Einsamkeit, Lefteris Papadopoulos); Odysseia (Kostas Kartelias);
  2. Kammermusik: Choros Asikikos für Solocello; Melos, für Klavier (Arrangement: Tatiana Papageorgiou); East of the Aegean, für Klavier und Cello;
  3. Bühnenmusik: Orestia (Regie: Spyros Evangelatos); Antigone (Regie: Minos Volanakis); Medea (Regie: Spyros Evangelatos);
  4. Filmmusik: Iphigenia (Regie: M. Cacoyannis); Der Mann mit der Nelke (Regie: Nikos Tzimas);
  5. Oratorien: Liturgia 2 (für Kinder, die in Kriegen getötet wurden); Missa Greca; „Requiem'';
  6. Symphonische Werke und Kantaten: Symphonien Nr. 2, 3, 4, 7, Sadduzäer-Passion (Text: Michalis Katsaros); Canto Olympico (Texte: Dimitra Manda und Mikis Theodorakis); Rhapsodie für Gitarre und Orchester; Rhapsodie für Violoncello und Orchester; Rhapsodie für Trompete und Orchester;
  7. Opern: Kostas Karyotakis, Medea, Elektra, Antigone, Lysistrata.

Werk

Lieder und Liedzyklen

Theodorakis hat über tausend Lieder geschrieben. Die meisten von ihnen beruhen auf Gedichten der bedeutendsten griechischen Dichter und zählen heute zum Volksgut Griechenlands, vor allem jene aus den sechziger Jahren (Epitaphios, Archipelagos, Politia, Epiphania, Kleine Zykladen, Mauthausen, Romiosini), aber auch später geschriebene wie die 18 Lieder der bitteren Heimat und Ta Lyrika (Die lyrischen Lieder). Des Weiteren vertonte Theodorakis auch ins Griechische übersetzte Texte von , Brendan Behan, , sowie originalsprachliche Texte von , und Pablo Neruda.

Symphonische Musik

  • 1950: Das Fest von Asi-Gonia für Symphonieorchester
  • 1952: Klavierkonzert Helikon
  • 1953: Erste Symphonie (Proti Simfonia)
  • 1955: Suite Nr. 1 für Klavier und Orchester (wurde wieder verarbeitet in der 2. Symphonie)
  • 1955–56: Suite Nr. 2 für Orchester
  • 1956: Suite Nr. 3 (Die Mutter) für Chor und Orchester (wurde wieder verarbeitet in der 3. Symphonie)
  • 1958: Piano Concerto
  • 1981: Symphonie Nr. 2 (Das Lied von der Erde; Text: Mikis Theodorakis) für Kinderchor, konzertantes Klavier und Orchester
  • 1981: Symphonie Nr. 3 (Texte: D. Solomos; ; byzantinische Hymnen) für Sopran, Chor und Orchester
  • 1983: Symphonie Nr. 7 (Frühlingssymphonie; Texte: Giannis Ritsos; Yorgos Kulukis) für 4 Solisten, Chor und Orchester
  • 1986–87: Symphonie Nr. 4 (Der Chöre) für Sopran, Mezzo, Rezitant, Chor und Symphonieorchester ohne Streicher
  • 1996: Rhapsodie für Gitarre und Orchester
  • 1997: Rhapsodie für Cello und Orchester
  • 2008: Rhapsodie für Trompete und Orchester
  • 2009: Rhapsodie für Alt und Streichorchester

Kammermusik

  • 1942: Sonatine für Klavier
  • 1945: Elegie No 1, für Cello und Klavier
  • 1945: Elegie No 2, für Violine und Klavier
  • 1946: To Kimitirio (Der Friedhof), für Streichquartett
  • 1946: Streichquartett No 1
  • 1946: Duetto, für zwei Violinen
  • 1947: Trio, für Violine, Cello und Klavier
  • 1947: 11 Präludien, für Klavier
  • 1947: Sextett, für Klavier, Flöte und Streichquartett
  • 1949: Studie, für zwei Violinen und Cello
  • 1952: Syrtos Chaniotikos, für Klavier und Schlagzeug
  • 1952: Sonatine No 1, für Violine und Klavier
  • 1955: Kleine Suite, für Klavier
  • 1955: Passacaglia, für zwei Klaviere
  • 1959: Sonatine No 2, für Violine und Klavier
  • 1989: Choros Asikikos for Solocello
  • 2007: East of the Aegean, Suite für Klavier und Cello

Kantaten und Oratorien

  • 1960: Axion Esti (Text: Odysseas Elytis), ;
  • 1967: Epiphania Averoff (Text: Giorgos Seferis);
  • 1969: Der Marsch des Geistes (Text: Angelos Sikelianos); „Belagerungszustand“ (Text: );
  • 1971–82: Canto General (Text: Pablo Neruda);
  • 1981–82: Kata Saddukaion Pathi (Sadduzäer-Passion; Text: Michalis Katsaros) für Tenor, Bariton, Bass, Chor und Orchester;
  • 1982: Liturgie Nr. 2 (Den Kindern, in Kriegen getötet) Texte: Tassos Livaditis, Mikis Theodorakis) für Chor a cappella;
  • 1982–83: Lorca für Stimme, Sologitarre, Chor und Orchester (auf der Grundlage des „Romancero Gitan“);
  • 1992: Canto Olympico, für Stimme, Soloklavier, Chor und Orchester (Auftragswerk für die Olympischen Spiele in Barcelona).

Hymnen

  • 1968: Freiheitshymne
  • 1970: Hymne für Nasser
  • 1973: Hymne für die sozialistische Bewegung Venezuelas
  • 1973: Hymne für die Studenten. Den Aufständischen der Polytechnischen Hochschule in Athen gewidmet
  • 1977: Hymne der Sozialistischen Partei Frankreichs
  • 1978: Hymne für Malta
  • 1982: Hymne der PLO
  • 1991: Hymne der Mittelmeerwettkämpfe 1991
  • 1992: Hellenismus (Griechische Hymne für die Eröffnung der Olympischen Spiele von Barcelona)

Bühnenwerke

Ballette

  • 1953: Greek Carnival[70] (Choreographie: Rallou Manou)

  • 1958: Le Feu aux Poudres – Auftragskomposition für das Sarah Bernhard Theater Paris (Choreographie: Paul Goubé, Regie: )
  • 1958: Les Amants de Téruel – Auftragskomposition für das Sarah Bernhard Theater Paris (Choreographie: Milko Sparembleck, Regie: )
  • 1959: Antigone – Auftragskomposition für das Covent Garden Theater London (Choreographie: )
  • 1979: Elektra (Choreographie: )
  • 1985: „Sept Danses Grecques“ (Choreographie: )
  • 1987–88: Zorba il Greco – Auftragskomposition für die Arena in Verona, nach seiner Filmmusik zu Alexis Sorbas (Choreographie: )

Opern

  • 1984–85: (Die Metamorphosen des Dionysos)
  • 1988–90: Medea
  • 1992–93: Elektra
  • 1995–97: Antigone
  • 1999–2001: Lysistrata

Schauspielmusiken

Antikes Theater

  • 1959–60: Phinisses (Die Phönizierinnen) ()
  • 1960–61: Ajax ()
  • 1977: Iketides (Die Iketiden/Die Hilfeflehenden) ()
  • 1979: Ippies ()
  • 1986–88: () – Agamemnon, Choephoren (Die Grabspenderinnen), Eumeniden
  • 1987: Hekabe ()
  • 1990: Antigone ()
  • 1992: Promithefs Desmotis (Der gefesselte Prometheus) ()
  • 1996: Oedipus Tyrannos ()
  • 2001: Medea ()

Modernes griechisches Theater

  • 1960–61/1992: To Tragoudi Tou Nekrou Adelfou (Ballade vom Toten Bruder), Musikalische Tragödie (Text: Mikis Theodorakis)
  • 1961–62: Omorphi Poli (Schöne Stadt), Revue (Bost, Christodoulou, Christofelis u. a.)
  • 1963: I Gitonia ton Angelon (Das Viertel der Engel), Musical ()
  • 1963: Magiki Poli (Verzauberte Stadt), Revue (Theodorakis, Pergialis, Katsaros)
  • 1971: Antigoni stin Filaki (Antigone im Gefängnis), Drama (Ritsos)
  • 1974: Prodomenos Laos (Verratenes Volk), Revue (Vangelis Goufas)
  • 1975: Echthros Laos (Feindliches Volk), Drama (Iakovos Kambanellis)
  • 1975: Christophorus Kolumbus, Drama ()
  • 1976: Kapodistrias, Drama ()
  • 1977: O Allos Alexandros (Der andere Alexander), Drama (Margarita Limberaki)
  • 1979: Papaflessas, Spiel (Spyros Melas)

Internationales Theater

  • 1961: Enas Omiros (Die Geisel), Drama (Brendan Behan)
  • 1975: Das Sauspiel, Tragikomödie ()
  • 1978: Polites B’ Katigorias (Bürger zweiter Klasse), Drama ()
  • 1979: Caligula, Drama ()
  • 1980: Perikles, Tragödie ()
  • 1994: Macbeth, Tragödie ()

Filmmusik (Auswahl)

  • 1954: The Barefoot Bataillon – Regie: Grek Tallas
  • 1957: Ill Met By Moonlight – Regie: Michael Powell
  • 1959: Honeymoon – Regie: Michael Powell, Choreographie:
  • 1961: Phaedra – Regie: Jules Dassin
  • 1962: – Regie: Michael Cacoyannis
  • 1962: Les Amants De Teruel (Die Liebenden von Teruel) – Regie:
  • 1962: (La troisième dimension) – Regie: Anatole Litvak
  • 1964: Alexis Sorbas (Alexis Zorbas) – Regie: Michael Cacoyannis
  • 1967: The Day The Fish Came Out – Regie: Michael Cacoyannis
  • 1969: Z (Z - Anatomie eines politischen Mordes) – Regie: Constantin Costa-Gavras
  • 1971: The Trojan Women – Regie: Michael Cacoyannis
  • 1971: Biribi – Regie:
  • 1972: (State of Siege) – Regie: Constantin Costa-Gavras
  • 1973: Serpico – Regie: Sidney Lumet
  • 1973: Sutieska (Tito) – Regie:
  • 1974: The Rehearsal – Regie: Jules Dassin
  • 1975: – Regie: , Buch:
  • 1976: Actas de Marousia – Regie:
  • 1977: Iphigenia – Regie: Michael Cacoyannis
  • 1980: Der Mann mit der Nelke – Regie: Nikos Tzimas[71]

Guy Wagner. Internationale Stiftung Mikis Theodorakis FILIKI. Werkverzeichnis auf der Grundlage der Forschungsarbeit von

Sängerinnen und Sänger seiner Lieder (Auswahl)

Vgl.[72]

  • Grigoris Bithikotsis
  • Maria Farantouri
  • Mary Linda
  • Melina Mercouri
  • Nana Mouskouri

Literatur (Auswahl)

  • Mikis Theodorakis: Mein Leben für die Freiheit. Scherz, Bern 1972.
  • Mikis Theodorakis: Anatomie der Musik. Übersetzt und kommentiert von . Éditions Phi (Luxembourg), Echternach (Lux.) 1985, ISBN 3-88865-031-3.
  • Mikis Theodorakis: Meine Stellung in der Musikszene. Herausgegeben und übersetzt von Asteris Kutulas und Peter Zacher. , Leipzig 1986, ISBN 3-379-00034-5.
  • Mikis Theodorakis: Die Wege des Erzengels. Autobiographie, Bde. 1–3. Übersetzt und kommentiert von Asteris Kutulas. Éditions Phi, Echternach (Lux.) 1987–1992.
  • Mikis Theodorakis: Die Wege des Erzengels. Autobiographie 1925–1949. Herausgegeben und übersetzt von Asteris Kutulas. , Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-458-16689-0.
  • Mikis Theodorakis: Die Metamorphosen des Dionysos. Libretto. Mit neun Collagen und einem Text von . Herausgegeben, übersetzt und mit einem Essay von . Romiosini Verlag, Köln 1995, ISBN 3-929889-11-0.
  • Mikis Theodorakis: Das Meer, der liebe Gott und das Muli. (deutsch-griechisch). Mit neun Original-en von . Übersetzt und mit einem Nachwort von Asteris Kutulas. Herausgegeben von Asteris Kutulas und , GB edition – Asti Music, Hohenöllen 1995 - limitiert auf 100 Exemplare.
  • Mikis Theodorakis: Siao und andere frühe Gedichte. Illustrationen von Gottfried Bräunling. Übersetzt von Asteris Kutulas. Herausgegeben von Asteris Kutulas und Gottfried Bräunling, GB edition, Hohenöllen 1996.
  • Mikis Theodorakis: Bis er wieder tanzt. Autobiographie 1949–1952. Herausgegeben und übersetzt von Asteris Kutulas. Insel, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-458-17091-X.
  • Mikis Theodorakis: Gedichte – In den paradiesischen Gärten meines Schädels. Zweisprachige Ausgabe: französisch – deutsch. Französische Übertragung: Héraclès Galanakis und Guy Wagner. Deutsche Übertragung: Ina und Asteris Kutulas. Mit Zeichnungen von Theodorakis, Kommentaren, Interview und Zeittafel. Phi, Echternach (Lux.) 2001, ISBN 3-88865-208-1.
  • Guy Wagner: Mikis Theodorakis. Ein Leben für Griechenland. Phi, Echternach (Lux.) 1995, ISBN 3-88865-125-5.

  • Hans Georg Hermann: Mikis Theodorakis – Der Rhythmus der Freiheit. , Berlin 2008, ISBN 978-3-355-01740-4. Biographie.
  • Asteris Kutulas: Mikis Theodorakis. Ein Leben in Bildern. , Mainz 2010, ISBN 978-3-7957-0713-2. Bildband mit DVD & CDs.

Presse

  • Florian Wetter: Rezension von Chamber Music auf , 6. Februar 2003
  • Nikos Panajotopoulos: Artikel zum 80. In: , 4. August 2005
  • Carina Prange: Porträt und Gespräch auf jazzdimensions, 10. November 2006
  • Hans Georg Hermann: Gespräch. In: , 21. April 2009
  • : Rezension von Mikis Theodorakis. Ein Leben in Bildern. In: , 28. Juli 2010
  • : Rezension von Mikis Theodorakis. Ein Leben in Bildern. In: , 22. September 2010

Dokumentarfilme

  • . Konzertmitschnitt und Interviews, BR Deutschland, 1974, 44 Min., Buch und Regie: und , Produktion: Köln, Polytel International.
  • Mikis Theodorakis - Sonne und Zeit, Dokumentarfilm, Deutschland, 1999, 53 Min., Buch und Regie: und , Produktion: , Erstsendung: ERT (Griechisches Fernsehen), 21. April 2000 und , 27. Mai 2000 .
  • Mikis Theodorakis. Komponist, Dokumentarfilm, Deutschland, 2010, 53 Min., Buch und Regie: und , Produktion: , Erstsendung: , 9. Mai 2011, Inhaltsangabe von arte[73]

Einzelnachweise

  1. Theodorakis: Οι δρόμοι του αρχάγγελου V / The Ways of the Archangel, Autobiography, Volume V, p. 331 f; noch nicht auf Deutsch erschienen
  2. Offizielle Homepage
  3. Offizielle Homepage
  4. Offizielle Homepage
  5. Offizielle Homepage
  6. Theodorakis: Mein Leben für die Freiheit
  7. Mikis Theodorakis: Die Wege des Erzengels, Bd. 1, S. 110 f
  8. Mikis Theodorakis, op. cit., S. 133 f
  9. op. cit., S. 152 f
  10. Mikis Theodorakis: Die Wege des Erzengels, Bd. 2, S. 15–30
  11. op. cit., S. 85 f
  12. op. cit., S. 187 f
  13. op. cit., S. 220–223
  14. Mikis Theodorakis: Die Wege des Erzengels, Bd. III („Der Alptraum“), S. 27–32
  15. op. cit., S. 190 f
  16. Mikis Theodorakis: Bis er wieder tanzt, S. 26–32
  17. op. cit., S. 206 f
  18. George Giannaris: Mikis Theodorakis. Music and Social Change, S. 81
  19. Mikis Theodorakis: Meine Stellung in der Musikszene, S. 87f Analyse der Ersten Suite
  20. Mikis Theodorakis: op. cit., S. 83f Analyse der Ersten Symphonie
  21. oac.cdlib.org
  22. Mikis Theodorakis: Meine Stellung in der Musikszene, S. 64 f
  23. op. cit., S. 186–188; Theodorakis: Anmerkungen zum Rembetiko
  24. op. cit., S. 95–104; Theodorakis: Mein künstlerisches Credo
  25. Mikis Theodorakis: Meine Stellung in der Musikszene, S. 127–129
  26. op. cit., S. 104–110 Analyse von Axion Esti
  27. cf. chorwerkstatt-berlin.de
  28. Mikis Theodorakis: Mein Leben für die Freiheit, S. 34−35
  29. Mikis Theodorakis: Mein Leben für die Freiheit, S. 91 f
  30. Mikis Theodorakis: Gedichte – Poèmes, Dossier Sonne und Zeit, S. 145–219
  31. Mikis Thedororakis: Mein Leben für die Freiheit, S. 117–135
  32. op. cit., S. 168 f
  33. op. cit., S. 229 f
  34. op. cit., S. 244–249
  35. op. cit., S. 250–254
  36. Bericht über die „Entführung“ in: Guy Wagner: Mikis Theodorakis. Ein Leben für Griechenland, S. 420–425
  37. Guy Wagner, op. cit., S. 222–223
  38. François Mitterrand: Je peux me dire son ami. (Vorwort zu: Mikis Theodorakis: Les Fiancés de Pénélope, S. I–V
  39. Guy Wagner, op. cit., S. 272–275
  40. op. cit., S. 282 f
  41. Zur Zweiten Symphonie
  42. Zur Dritten Symphonie
  43. Zur Vierten Symphonie
  44. Über die Siebente Symphonie
  45. Zur Sadduzäer-Passion
  46. Zur Entstehung des Canto General
  47. Guy Wagner, op. cit., S. 333–342
  48. op. cit. S. 347-353
  49. Livanelis Homepage: livaneli.net
  50. loizidis.com
  51. edimuster.ch
  52. mmb.org.gr
  53. Henning Schmiedt zu ''East of the Aegean
  54. Offizielle Homepage
  55. Offizielle Homepage
  56. Offizielle Homepage
  57. Artikel in: , 15. November 2003
  58. de.mikis-theodorakis.net
  59. de.mikis-theodorakis.net
  60. Offizielle Homepage
  61. Zorba Composer declares himself an anti-Semite, , 9. Februar 2011
  62. “I am an anti-Semite”, famous Greek composer admits, , 10. Februar 2011
  63. Κείμενο του Μίκη Θεοδωράκη - Απάντηση σε κατηγορίες που απηύθυναν εναντίον του γνωστοί κύκλοι για ...'Αντισημιτισμό – Mikis Theodorakis answers to the usual circles accusing him of ...Anti-Semitism
  64. http://www.kis.gr/en/index.php?option=com_content&view=article&id=421:mikis-theodorakis-letter-to-the-central-board-of-jewish-communities-in-greece&catid=12:2009&Itemid=41
  65. http://www.kis.gr/en/index.php?option=com_content&view=article&id=422:the-response-of-the-central-board-of-jewish-communities-in-greece&catid=12:2009&Itemid=41
  66. andante.com
  67. kah-bonn.de
  68. spitha-kinima.org
  69. magazin.klassik.com
  70. Vollständige Liste aller Filmkompositionen
  71. Umfassende Diskographie auf mikis-theodorakis.net
  72. Ankündigung des Films beim Tel Aviv Dokumentarfilm-Festival 2011

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Filmmusik von Mikis Theodorakis

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FSK 6
Regie: Franz Josef Gottlieb
Der Geheimnisträger Userwertung:

Produktionsjahr: 1975
Schauspieler/innen: Willy Millowitsch, Gunther Philipp, Jürgen Scheller, Brigitte Mira, Sybil Danning, Hansi Kraus, Jutta Speidel, Peter Millowitsch, Alexander Allerson, Walter Ullrich, Barbara Assmann, Gernot Duda, Theo Lingen, Eddi Arent, Heinz Reincke
FSK 12
Regie: Michael Cacoyannis
Jakob und Joseph Userwertung:

Produktionsjahr: 1974

Regie: Klaus Salge, Dietrich Schubert
Die Zeit ist für die Lieder und gegen die Panzer – Mikis Theodorakis Userwertung:

Produktionsjahr: 1974
Serpico
Krimi FSK 12
Regie: Sidney Lumet
Serpico Userwertung:

Produktionsjahr: 1973
Schauspieler/innen: Al Pacino, John Randolph, Jack Kehoe, Biff McGuire, Barbara Eda-Young, Cornelia Sharpe, Tony Roberts, John Medici, James Tolkan, M. Emmet Walsh, Kenneth McMillan
FSK 16
Regie: Constantin Costa-Gavras
Der unsichtbare Aufstand Userwertung:

Produktionsjahr: 1972
Schauspieler/innen: Yves Montand, O. E. Hasse, Maurice Teynac, Nemesio Antúnez, Roberto Navarrete, Renato Salvatori, Harald Wolff, Jacques Weber, Jean-Luc Bideau, Jerry Brouer, Yvette Etiévant, Jean François Gobbi, Evangeline Peterson, Mario Montilles, André Falcon, Douglas Harris, Gilbert Brandini

Regie: Daniel Moosmann
Biribi – Hölle unter heißer Sonne Userwertung:

Produktionsjahr: 1971
Schauspieler/innen: Michel Tureau, Bruno Cremer, Pierre Vaneck, Georges Géret, Georges Poujouly, Philippe Ogouz, Jean-Pierre Aumont, Michel Peyrelon
Thriller FSK 16
Regie: Constantin Costa-Gavras
Z Userwertung:

Produktionsjahr: 1969
Schauspieler/innen: Yves Montand, Jean-Louis Trintignant, Irene Papas, Jacques Perrin, Charles Denner, Bernard Fresson, Georges Géret, François Périer, Pierre Dux, Magali Noël, Marcel Bozzuffi, Renato Salvatori, Clotilde Joano, Julien Guiomar
Alexis Sorbas
FSK 12
Regie: Michael Cacoyannis
Alexis Sorbas Userwertung:

Produktionsjahr: 1964
Schauspieler/innen: Anthony Quinn, Alan Bates, Irene Papas, Lila Kedrova, Sotiris Moustakas, Yorgo Voyagis
Die dritte Dimension
FSK 16
Regie: Anatole Litvak
Die dritte Dimension Userwertung:

Produktionsjahr: 1962
Schauspieler/innen: Sophia Loren, Anthony Perkins, Gig Young, Jean-Pierre Aumont, Tommy Norden, Yolande Turner, Billy Kearns, Barbara Nicot, Mathilde Casadesus
Drama FSK 12
Regie: Michael Cacoyannis
Elektra Userwertung:

Produktionsjahr: 1962
FSK 16
Regie: Jules Dassin
Phaedra Userwertung:

Produktionsjahr: 1962
Schauspieler/innen: Melina Mercouri, Anthony Perkins, Raf Vallone

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