Komponist/in

Les Baxter

* 14.03.1922 - Mexia, Texas
† 15.01.1996 Newport Beach, Kalifornien

Über Les Baxter

Les Baxter

Leslie „Les“ Baxter (* 14. März 1922 in Mexia, Texas; † 15. Januar 1996 in Newport Beach, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Orchesterleiter und Arrangeur, der insbesondere durch seinen Millionenseller Unchained Melody im Jahr 1955 einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Weniger bekannt waren seine Kompositionen für über 120 Film- sowie mehr als 130 TV- und Radioprogramme.

Werdegang

Mitglied in Bands

Nach dem Piano-Studium am Konservatorium von Detroit fand er einen Job als Tenorsaxophonist und Arrangeur bei Freddy Slack & His Orchestra. Hier taucht er in der Besetzungsliste erstmals am 24. November 1943 für die Titel Small Batch O’Nod, Furlough Fling und Ain’t That Just Like a Man auf, letztmals wird er als Bandmitglied zum Aufnahmedatum 20. Mai 1944 gelistet. Vom 5. Oktober 1944 bis November 1949 sang er sporadisch bei Plattenaufnahmen mit den Mel-Tones, der Begleitgruppe vom Jazzsänger Mel Tormé, für den er seit 1945 als Rundfunkregisseur fungierte.

Eigene Aufnahmen

Erste eigene Aufnahme war 1947 die experimentelle Pop-LP Music Out of the Moon für Capitol Records, für die er neben einem Chor noch Cello, Waldhorn und die Theremin einsetzte. Den Liner Notes dieser LP zufolge stammen die Grundidee und Themen von Harry Revel, während Les Baxter den einzelnen Tracks die angemessen einzigartige Tönung gegeben hat, indem er Harmonien von Chorstimmen und ungewöhnliche Instrumentaleffekte einsetzte, manchmal ohne Rhythmus und einige mit einem dominanten Beat.

Es folgte ein 3 EPs umfassendes Album unter dem Titel Perfume Set to Music (RCA 1948). Anfang 1950 erhielt er einen Plattenvertrag bei Capitol Records, wo er für Nat King Cole arrangierte und diesen musikalisch begleitete, insbesondere beim oft gecoverten Millionenseller Mona Lisa (aufgenommen am 11. März 1950) und Too Young (2. Februar 1951).

Die erste unter seinem Namen katalogisierte Single mit eigenem Orchester beim Label ist Tambarina (27. Oktober 1950, veröffentlicht im November 1950). Im gleichen orchestralen Instrumentalstil mit Chorbegleitung veröffentlichte er fortan über 40 Singles, darunter acht Top10-Hits in den US-Popcharts. Der endgültige Durchbruch gelang ihm mit dem am 17. Januar 1955 aufgenommenen Millionenseller Unchained Melody, der für drei Wochen an Rang Eins der US-Hitparade notierte und über 1 Million Exemplare umsetzte.[1] Der im Januar 1956 erschienene Evergreen The Poor People of Paris war sein zweiter Millionenseller, der für 4 Wochen die US-Charts anführte.[2] Weitere orchestrale Singles mit Chorbegleitung folgten, konnten jedoch - nach dem Aufkommen des Rock'n'Roll - nicht mehr an die Erfolge anschließen. Seine Komposition Quiet Village aus dem 1952 erschienen Album Ritual of the Savage (das als Geburtsstunde des Musikstils Exotica angesehen wird), wurde später von Martin Denny gecovert und mit Dschungelgeräuschen untermalt. Diese Version kam im März 1959 bis auf Rang 4 der US-Charts. Im Jahr 1962 verließ er Capitol Records, um bei Frank Sinatras Plattenlabel Reprise Records zu unterzeichnen.

Filmmusiken

Für die seit dem 12. September 1954 im US-Fernsehen (CBS) in 591 Folgen ausgestrahlte Fernsehserie mit der Colliehündin Lassie (in Deutschland erst ab 8. Februar 1960) schrieb Les Baxter die weithin bekannte Titelmusik von 57 Sekunden Dauer, die zwischen 1958 und 1964 in den Folgen zu hören war.[3]

In den sechziger und siebziger Jahren hat er sich auf die Komposition von Filmmusik spezialisiert. Darunter für die Kinofilme House of Usher (deutscher Titel: Die Verfluchten; US-Premiere am 22. Juni 1960), The Raven (Der Rabe – Duell der Zauberer; 25. Januar 1963), The Comedy of Terrors (Ruhe Sanft GmbH; 25. Dezember 1963), The Dunwich Horror (Voodoo Child; 14. Januar 1970), Cry of the Banshee (Der Todesschrei der Hexen; 22. Juli 1970), Frogs (Frogs – Killer aus dem Sumpf; 10. März 1972) oder I Escaped from Devil’s Island (Meuterei auf der Teufelsinsel; September 1973). Insgesamt ist er für 120 Filmmusik-Kompositionen verantwortlich. Die ASCAP hat für ihn 656 Musiktitel urheberrechtlich geschützt.[4] Baxter gehört damit zu den produktivsten amerikanischen Komponisten. Auf dem Hollywood Walk of Fame ist er mit einem Stern „verewigt“.

Diskografie Singles (Auswahl)

Capitol Records:

  • Tambarina / Somewhere, Somehow, Someday (#1299), November 1950
  • Because of You / Unless (#1493), Juni 1951 (eine Nr. 4 in den US-Charts)
  • Blue Tango / Please, Mr. Sun (#1966), Februar 1952 (eine Nr. 10 in den US-Charts)
  • Lonely Wine / Lost in Meditation (#2106), Mai 1952
  • Auf Wiedersehn Sweetheart / Padam Padam'' (#2143), Juli 1952 (eine Nr. 20 in den US-Charts)
  • April In Portugal / Suddenly (#2374), April 1953 (eine Nr. 2 in den US-Charts)
  • Ruby / A Little Love (#2457), Mai 1953 (eine Nr. 7 in den US-Charts)
  • I Love Paris / Gigi (#2479), Juni 1953 (eine Nr. 13 in den US-Charts)
  • The High And The Mighty / More Love Than Your Love (#2845), Juli 1954 (eine Nr. 4 in den US-Charts)
  • Unchained Melody / The Medic (#3055), März 1955 (eine Nr. 1 in den US-Charts)
  • Wake The Town And Tell The People / Ill Never Stop Loving You'' (#3120), August 1955 (eine Nr. 5 in den US-Charts)
  • The Poor People Of Paris / April in Portugal (#3336), Januar 1956 (eine Nr. 1 in den US-Charts)
  • Tango Of The Drums / Sinner Man (#3404), April 1956
  • Giant / There’s Never Been Anyone Else But You (#3526), Oktober 1956
  • (What Happens in) Buenos Aires / The Left Arm Of Buddha (#3573), Dezember 1956

Filmografie (Auswahl)

  • 1957: Rebell der roten Berge (War Drums)
  • 1961: Das Pendel des Todes (The Pit and the Pendulum)
  • 1961: Robur der Herr der sieben Kontinente (Master of the World)
  • 1962: Der grauenvolle Mr. X (Tales of Terror)
  • 1963: Der Mann mit den Röntgenaugen (X)
  • 1969: Die wilden Schläger von Rockers Town (Hells Belles)''
  • 1981: Das Engelsgesicht (The Beast Within)

Einzelnachweise

  1. Joseph Murrells, Million Selling Records, 1985, S. 87
  2. Joseph Murrells, a.a.O., S. 94
  3. die markante Flöte wurde gespielt von Muzzy Marcellino
  4. ASCAP-Eintrag für Les Baxter

Dieser Artikel (grau hinterlegt) steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). Die Vorliegende Version wurde am 04. April 2013, 13:04 UTC unter den o.g. Lizenzen veröffentlicht. Mit Beiträgen (Autor/en) von: XenonX3, Sebbot, Freimut Bahlo, Southpark, Louis Wu, Si! SWamP, Boris Karloff II, Aka, Scooter, Kam Solusar, Wowo2008. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen werden Autoren von denen lediglich eine IP-Adresse hinterlegt wurde hier nicht aufgeführt.

Filmmusik von Les Baxter

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Die Bronx-Katzen
Krimi
Regie: Jack Hill
Die Bronx-Katzen Userwertung:

Produktionsjahr: 1975
Schauspieler/innen: Robbie Lee, Joanne Nail, Aher Brauner, Monica Gayle, Chase Newhart, Marlene Clark, Don Stark, Janice Karman, Kate Murtaugh
FSK 16
Regie: George McCowan
Frogs Userwertung:

Produktionsjahr: 1972
Schauspieler/innen: Sam Elliott, Ray Milland, Joan Van Ark, Adam Roarke, Judy Pace, Lynn Borden, Mae Mercer, David Gilliam, Nicholas Cortland, Holly Irving
Der Todesschrei der Hexen
FSK 16
Regie: Gordon Hessler
Der Todesschrei der Hexen Userwertung:

Produktionsjahr: 1970
Schauspieler/innen: Vincent Price, Hilary Hearth, Carl Rigg, Essy Persson, Stephan Chase, Patrick Mower, Elisabeth Bergner, Marshall Jones, Hugh Griffith, Andrew McCulloch, Michael Elphick
Science-Fiction
Regie: Roger Corman
Der Mann mit den Röntgenaugen Userwertung:

Produktionsjahr: 1963
Schauspieler/innen: Ray Milland, Diana van der Vlis, Harold J. Stone, John Hoyt, Don Rickles, Morris Ankrum, Dick Miller
Fantasy FSK 6
Regie: Roger Corman
Der Rabe – Duell der Zauberer Userwertung:

Produktionsjahr: 1963
Schauspieler/innen: Vincent Price, Peter Lorre, Boris Karloff, Hazel Court, Olive Sturgess, Jack Nicholson, Connie Wallace, William Baskin, Aaron Saxon
Ruhe Sanft GmbH
Horrorfilm FSK 16
Regie: Jacques Tourneur
Ruhe Sanft GmbH Userwertung:

Produktionsjahr: 1963
Schauspieler/innen: Vincent Price, Peter Lorre, Boris Karloff, Basil Rathbone, Joyce Jameson, Beverly Wills, Joe E. Brown, Alan DeWitt, Buddy Mason, Douglas Williams, Linda Rogers, Luree Holmes, Rhubarb
The Terror – Schloß des Schreckens
Horrorfilm FSK 12
Regie: Jack Nicholson, Monte Hellman, Jack Hill, Francis Ford Coppola, Roger Corman
The Terror – Schloß des Schreckens Userwertung:

Produktionsjahr: 1963
Schauspieler/innen: Boris Karloff, Dick Miller, Sandra Knight, Dorothy Neumann, Jonathan Haze
Lebendig begraben
Horrorfilm
Regie: Roger Corman
Lebendig begraben Userwertung:

Produktionsjahr: 1962
Schauspieler/innen: Ray Milland, Hazel Court, Richard Ney, Heather Angel, Alan Napier, John Dierkes, Dick Miller

Regie: Ray Milland
Panik im Jahre Null Userwertung:

Produktionsjahr: 1962
Schauspieler/innen: Ray Milland, Jean Hagen, Frankie Avalon, Mary Mitchel, Joan Freeman, Richard Bakalyan, Rex Holman, Neil Nephew, Richard Garland, Willis Bouchey
Das Pendel des Todes
Horrorfilm FSK 18
Regie: Roger Corman
Das Pendel des Todes Userwertung:

Produktionsjahr: 1961
Schauspieler/innen: Vincent Price, John Kerr, Barbara Steele
Science-Fiction FSK 6
Regie: William Witney
Robur, der Herr der sieben Kontinente Userwertung:

Produktionsjahr: 1961
Schauspieler/innen: Vincent Price, Charles Bronson, Henry Hull, Mary Webster, David Frankham, Richard Harrison, Vito Scotti, Wally Campo
FSK 12
Regie: Reginald Le Borg
Rebell der roten Berge Userwertung:

Produktionsjahr: 1957
Schauspieler/innen: Lex Barker, Joan Taylor, Ben Johnson, Larry Chance, Richard H. Cutting, James Parnell, John Pickard, John Colicos, Tom Monroe, Jil Jarmyn

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