Komponist/in

Johann Sebastian Bach

* 21.03.1685 - Eisenach
† 28.07.1750 Leipzig

Über Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach (* in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist sowie Orgel- und Klaviervirtuose des Barock. Er gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker, vor allem für Berufsmusiker ist er oft der größte Komponist aller Zeiten.[1] Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.

Zu Lebzeiten wurde Bach als Virtuose, Organist und Orgelinspektor hoch geschätzt, allerdings waren seine Kompositionen nur einem relativ kleinen Kreis von Musikkennern bekannt. Nach Bachs Tod gerieten seine Werke jahrzehntelang in Vergessenheit und wurden kaum noch öffentlich aufgeführt. Nachdem die Komponisten der Wiener Klassik sich mit Teilen von Bachs Werk auseinanderzusetzen begannen, setzte mit der Wiederaufführung der Matthäus-Passion unter Leitung von Felix Mendelssohn im Jahre 1829 die Bach-Renaissance in der breiten Öffentlichkeit ein. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehören seine Werke weltweit zum festen Repertoire der klassischen Musik.

Leben

Siehe auch: Johann Sebastian Bach Stammbaum

Eisenach

Johann Sebastian Bach entstammt der weitverzweigten lutherischen mitteldeutschen Familie Bach, deren bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgbare väterliche Vorfahren und Verwandte fast alle als Kantoren, Organisten, Stadtpfeifer, Mitglieder von Hofkapellen oder Clavichord/Cembalo- und Lautenbauer im Raum zwischen Werra und Saale tätig waren.[2] Der Stammbaum der Familie Bach lässt sich zurückführen bis zu Veit (oder Vitus) Bach, der 1545 als evangelischer Glaubensflüchtling Ungarn verließ und sich in Wechmar bei Gotha als Bäcker niederließ. Er spielte bereits das „Cithrinchen“ (ein Zupfinstrument); auch sein Sohn Johannes war nicht nur als Bäcker, sondern auch als „Spielmann“ tätig. Die weiteren Nachfahren waren alle Musiker. Von Johann Sebastian Bach selbst stammt eine Chronik über den „Ursprung der musicalisch-Bachischen Familie“ mit Kurzbiographien von 53 Familienmitgliedern aus dem Jahr 1735.

Johann Sebastian war das jüngste von acht Kindern Johann Ambrosius Bachs und dessen Frau Elisabeth, geborene Koch. Sein Vater war Stadtpfeifer in Eisenach und Hoftrompeter in der kleinen Kapelle des Herzogs Johann Georg I. und danach des Herzogs Johann Georg II. von Sachsen-Eisenach. Zur Geburt Bachs galt an seinem Geburtsort Eisenach noch der Julianische Kalender. So wird sein Geburtsdatum in der Regel mit dem örtlich gültigen Datum, dem 21. März 1685, angegeben, sein Todesdatum hingegen nach dem in Leipzig gültigen Gregorianischen Kalender. Gemäß Gregorianischem Kalender ist sein Geburtsdatum der 31. März. Das Geburtshaus, das in der damaligen Fleischgasse (heute Luthergasse 35) stand, existiert heute nicht mehr.[3] Zwei Tage nach seiner Geburt wurde Johann Sebastian Bach in der Georgenkirche zu Eisenach getauft. Seine beiden Vornamen erhielt Johann Sebastian von den beiden Taufpaten, Sebastian Nagel, Stadtpfeifer von Gotha, einem befreundeten Berufskollegen von Johann Ambrosius, und dem fürstlich-eisenachischen Forstbeamten Johann Georg Koch.[4]

Obwohl Eisenach zu Bachs Geburtszeit nur etwa 6.000 Einwohner hatte, verfügte es über ein recht bedeutendes Musikleben. Seit 1672 war es Residenzstadt des kleinen Fürstentums Sachsen-Eisenach, dessen Hofkapelle bekannte Musiker anzog, so unter anderem Johann Pachelbel 1677–1678, Daniel Eberlin 1672–1692 und Georg Philipp Telemann 1708–1712.[3] Die frühe Kindheit verbrachte Bach in Eisenach, wo er durch den Cousin seines Vaters, den Organisten der Eisenacher Georgenkirche, Johann Christoph Bach, auch erstmalig mit Kirchen- und Orgelmusik in Kontakt gelangte. Die Grundlagen des Violinspiels vermittelte ihm wahrscheinlich sein Vater.[5][6] Im Alter von acht Jahren kam Bach auf die Lateinschule des Eisenacher ehemaligen Dominikanerklosters, die 200 Jahre zuvor bereits der Reformator Martin Luther besucht hatte; zuvor hatte Johann Sebastian Bach vermutlich die deutsche Schule besucht.[3]

Seine Mutter starb am 3. Mai 1694. Am 27. November 1694 heiratete sein Vater die Witwe Barbara Margaretha Bartholomäi, geborene Keul; er starb aber nur wenige Monate danach am 20. Februar 1695. Im Alter von 9 Jahren war Johann Sebastian somit Vollwaise geworden. Barbara Margaretha Bach, seine Stiefmutter, wollte mithilfe der Stadtpfeifergesellen und -lehrlinge das Amt ihres verstorbenen Mannes weiter versehen, erhielt aber dafür nicht die Genehmigung der Stadt Eisenach. Daher konnte sie nicht mehr selbst für die Kinder sorgen. Johann Sebastian Bach zog mit seinem Bruder Johann Jacob zu seinem älteren Bruder Johann Christoph Bach nach Ohrdruf.

Ohrdruf

Der dreizehn Jahre ältere Bruder Johann Christoph, Organist an St. Michaelis in Ohrdruf, übernahm seine weitere Erziehung und musikalische Ausbildung und vermittelte das Spielen auf den Tasteninstrumenten. Spätestens hier dürfte sich sein Interesse für Musik und Instrumente gebildet haben. Auch lernte Bach in Ohrdruf das Spielen der Orgel, ihren Aufbau und ihre Mechanik kennen. Durch die ab 1697 über längere Zeiträume erfolgten Reparaturen an der Orgel der Michaeliskirche ist es nicht ausschließbar, dass Bachs Kenntnisse über die Orgel durch die Umbauten zunahmen. Sein Bruder Christoph arbeitete an den Umbauten der Orgel mit. Unter Aufsicht seines älteren Bruders Johann Christoph durfte er die Orgel auch spielen. Außerdem war Bach als Chorsänger tätig. In Ohrdruf besuchte Johann Sebastian das Lyzeum bis zur Prima. In der Secunda waren sein Vetter Johann Ernst Bach und sein lebenslanger Freund Georg Erdmann seine Mitschüler. Die schulischen Leistungen Bachs in Ohrdruf sind als sehr gut überliefert. Jahre später darauf angesprochen, meinte er: „Ich habe fleißig seyn müssen; wer eben so fleißig ist, der wird es ebenso weit bringen können.“[7] Unterrichtet wurde Bach in den Fächern Latein und Griechisch, Mathematik, Geographie, Katechismus und evangelische Religion. Durch ein Schulstipendium („Freitisch“ bzw. „Freiplatz“) konnte er zu seinem Unterhalt beitragen. Diese Schulstipendien wurden durch wohlhabende Bürger gestiftet. Damit verbunden war die Verpflichtung, den Söhnen dieser Familien Privatunterricht zu erteilen.

Aus der Ohrdrufer Zeit stammt auch der Bericht aus dem Nekrolog,[8] dass Johann Christoph in einem Schrank mit bloßen Gitterstäben wertvolle Werke von Komponisten aus der späteren Hälfte des 17. Jahrhundert aufbewahrte und diese seinem Bruder offenbar verwehren wollte, der sie abschreiben wollte. Bach schrieb heimlich „bey Mondenscheine“ die Noten ab, wurde jedoch vom Bruder ertappt, so der Nekrolog. Der Nekrolog berichtet fälschlicherweise, dass Johann Christoph bereits 1700 verstarb und Bach erst hier die ihm verwehrten Werke erhielt. Nach Christoph Wolff hatte das Abschreiben der Noten keinen Riss zwischen Bach und seinem Bruder hinterlassen. Beide blieben bis zu Christophs Tod im Jahre 1721 eng verbunden.[9]

Die Fürsorge und Hilfe, die Johann Sebastian in Ohrdruf erfuhr, hat er nie vergessen. Er hat von seinem Bruder in seinem musikalisch-schöpferischen Start und Heranwachsen wesentliche Förderung erhalten. In der Möllerschen Handschrift von Bachs Ohrdrufer Choralbuch, das wesentlich von Johann Christoph angelegt wurde, finden sich wenigstens 25 der ersten Werke des jungen Johann Sebastian.[10]

Als nach dem Tod des Bruders die umgekehrte Situation eintrat und sein Neffe Johann Heinrich Hilfe benötigte, nahm er ihn von 1724 bis 1728 bei sich in Leipzig auf.[11]

Lüneburg

Nach dem unerwarteten Verlust ihrer „Freitische“ auf dem Lyzeum in Ohrdruf entschlossen sich der 14-jährige Bach und sein Klassenkamerad Erdmann, ihre Schulausbildung in der Partikularschule des Lüneburger Michaelisklosters fortzusetzen. Der Gedanke an die Fortsetzung der Schulausbildung in Lüneburg ist auf mehrere Gründe rückführbar.

Johann Christoph Bach war finanziell außerstande, seinem Bruder die Schule zu bezahlen. Johann Christophs Schwiegervater Johann Bernhardt Vonhoff, Mitglied des Ohrdrufer Stadtrates, hatte zusammen mit Georg Böhm das Gymnasium in Gotha und die Universität in Jena besucht, wodurch ein Kontakt nach Lüneburg bestand. Außerdem waren die Familien Bach und Böhm miteinander bekannt. Das akademische Niveau an der Partikularschule in Lüneburg war höher als am Ohrdrufer Lyzeum. Außerdem lernten die Schüler hier durch die Nachbarschaft der Ritterschule die Grundlage der höfischen Tradition kennen. Ohrdrufs Schulkantor Elias Herder hatte 1689–1695 die Michaelisschule in Lüneburg absolvieren können, da er als Chorschüler einen Freiplatz erhalten hatte. Gegenüber Johann Sebastian Bach hatte er wahrscheinlich von der Schule berichtet.

Fest steht, dass Bach seine Geige mit nach Lüneburg nahm. Erstmals werden Bach und Erdmann am 3. April 1700 bei der Verbuchung der Mettengeldzahlungen aufgeführt. Beide mussten kein Schulgeld zahlen, waren dafür aber verpflichtet, als Mettenchorsänger ihren Dienst zu tun. Im Gegensatz zu allen seinen Geschwistern und seinen Vorfahren, die alle die höhere Schulausbildung zugunsten einer Musikerlehre aufgegeben hatten, entschied sich Bach damit für eine höhere Schulbildung, die zum Universitätsstudium qualifizierte. Im Frühjahr 1702 schloss er die Schule in Lüneburg erfolgreich ab.

Der Komponist Georg Böhm war zu dieser Zeit Organist an St. Johannis. Sein Einfluss auf Bachs frühe Orgelwerke und Klaviersuiten lässt sich bei stilkritischer Analyse vermuten, aber nicht belegen. Im Jahre 2005 im Altbestand der Weimarer Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek entdeckte Abschriften von Orgelwerken Dietrich Buxtehudes und Johann Adam Reinckens, des zu Bachs Zeit berühmten Organisten von St. Katharinen in Hamburg, legen allerdings nahe, dass der knapp 15-jährige Johann Sebastian Bach die Kopie von Reinckens Choralfantasie An Wasserflüssen Babylon für den Orgelunterricht bei Georg Böhm verfertigt hat. Sie ist von Bach mit einem Hinweis auf Böhm datiert: „â Dom. Georg: Böhme | descriptum aõ. 1700 | Lunaburgi“. Mindestens eine Fußwanderung Bachs nach Hamburg, um sich bei Reincken im Orgelspiel weiterzubilden, ist belegt. Die Orgel der Katharinenkirche, die als berühmtestes und schönstes Instrument Norddeutschlands galt, hinterließ bei ihm einen bleibenden Eindruck.[12] Der Nekrolog erwähnt, dass Bach in seiner Lüneburger Zeit die Gelegenheit hatte, „sich durch öftere Anhörung einer damals berühmten Capelle, welche der Hertzog von Zelle unterhielt, und die mehrenteils aus Frantzosen bestand, im Frantzösischen Geschmack … fest zu setzen“. Diese „Capelle“ konnte Bach in der Lüneburger Residenz des Herzogs Georg Wilhelm hören. Unter den französischen Musikern befand sich auch der Ballettmeister der Ritterakademie Thomas de la Selle, ein Schüler Lullys.[13] Zwischen Ostern 1702, als Bach seine Schulzeit in Lüneburg beendet hatte, und 1703 lassen sich Bachs Spuren nicht näher verfolgen. Wahrscheinlich zog er von Lüneburg nach Thüringen zurück, da er mit dem Ende der Schulzeit auch die freie Kost und Logis verloren hatte. Möglicherweise kam er zunächst bei seiner älteren Schwester Maria Salome in Erfurt oder wieder bei seinem Ohrdrufer Bruder Christoph unter, der sich inzwischen wirtschaftlich wesentlich verbessert hatte.[14] Aus einem späteren Brief ergibt sich, dass er sich im Juli um die vakante Organistenstelle an St. Jacobi in Sangerhausen bewarb und beim dortigen Rat bevorzugter Kandidat war, dass sich Herzog Johann Georg von Sachsen-Weißenfels aber über das Votum des Rats hinwegsetzte und diesen Posten an den später erfolgreichen, nach seiner Zeit aber erst 2010 wieder aufgeführten[15] Opernkomponisten Johann Augustin Kobelius vergab. Carl Philipp Emanuel Bach berichtet im Nekrolog, dass sein Vater die Musik hauptsächlich autodidaktisch erlernte, und erwähnt eine Fußwanderung nach Hamburg, bei der die Unmöglichkeit, sich den kleinsten „Imbiss“ leisten zu können, zeigte, wie viel Geld und Mühe es den jungen Sebastian kostete, Reincken in Hamburg aufzusuchen.

Arnstadt

Spätestens ab März 1703 war Bach als Lakai und Violinist in der Privatkapelle des Mitregenten Johann Ernst von Sachsen-Weimar angestellt. Bei einer Orgelprobe am 17. März 1703 knüpfte Bach Kontakte zum Rat in Arnstadt. Am 9. August 1703 erhielt Bach ohne weiteres Probespiel seine Bestallung als Organist der Neuen Kirche in Arnstadt. Für ein ungewöhnlich hohes Gehalt von 50 Gulden und 30 Gulden für Kost und Logis war Bach an der Neuen Kirche offiziell zunächst nur für das Orgelspiel zuständig, später aber auch für die Zusammenarbeit mit dem Chor des Lyzeums verpflichtet.

Im Haus seiner Verwandten wohnte auch eine verwaiste Cousine zweiten Grades, Maria Barbara Bach, Tochter von Johann Michael Bach, zu der er Zuneigung entwickelte.

Im Oktober 1705 wanderte er zu Studienzwecken nach Lübeck – offiziell, „um Buxtehude zu hören“. Sein privates Motiv war auch, sich als Nachfolger des 70-jährigen Organisten zu St. Marien zu bewerben. Es war ihm Urlaub von vier Wochen gewährt worden. Diesen dehnte er bis in den Januar 1706 aus und ließ sich währenddessen als Organist in Arnstadt durch seinen Vetter Johann Ernst vertreten.[16] Diese Reise zu Buxtehude bescherte Bach wertvolle musikalische Eindrücke. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat Bach auch auf der berühmten alten Totentanz-Orgel von St. Marien spielen können. Buxtehudes Abendmusiken, Orgel- und Klavierwerke sowie dessen unvergleichliches Orgelspiel bildeten einen Ansporn für den jungen Organisten und Komponisten. Die ersten erhaltenen Orgel- und Klavierwerke Bachs lassen den Einfluss Buxtehudes erkennen. Dazu gehören Choralvorspiele wie beispielsweise Wie schön leuchtet der Morgenstern (BWV 739) und Präludien, Toccaten, Partiten und Phantasien. Buxtehude war sehr von Bach angetan. Bedingung für die Nachfolge in der Stelle war aber, Buxtehudes Tochter Anna Margarethe zu heiraten. Zu dieser fühlte sich Bach jedoch nicht hingezogen; sie war zudem 10 Jahre älter als er.

Auf 1706 wird Bachs Capriccio sopra la lontananza del fratello dilettissimo datiert, das er möglicherweise zum Abschied von seinem Bruder Johann Jacob komponierte, der sich als Musiker in die Hofkapelle König Karls XII. von Schweden verdingt hatte und diesen in den folgenden Jahren auf dessen Feldzügen im Nordischen Krieg begleitete.[17]

Aus den vorliegenden Akten geht hervor, dass Bach mehrmals Konflikte mit dem Arnstädter Konsistorium hatte. Dies betraf sein Verhalten den Chormitgliedern gegenüber, seine Urlaubsüberziehung und seine Art, Orgel zu spielen. So wurde er ermahnt, bei der Begleitung der Choräle im Gottesdienst die Gemeinde nicht durch befremdliche Zwischenspiele, Verzierungen und Modulationen zu verwirren. Ferner wurde ihm vorgeworfen, in der Kirche mit einer „frembden Jungfer“ musiziert zu haben. Entgegen der lange tradierten Meinung war das wohl nicht Maria Barbara Bach, da diese schon jahrelang in Arnstadt wohnte und bekannt war. Der Enge dieser Verhältnisse hoffte Bach durch seinen Wechsel nach Mühlhausen zu entgehen.

Mühlhausen

Nachdem Bach am 24. April 1707 in der Freien Reichsstadt Mühlhausen vorgespielt hatte, trat er dort am 1. Juli an der Divi-Blasii-Kirche seinen Dienst als Organist an.[18] Sein Gehalt betrug 85 Gulden, dazu kamen Naturalien und Einkünfte aus den Nebenkirchen. Wie schon in Arnstadt fällt auf, dass er eine wesentlich höhere Bezahlung als sein Vorgänger und sein Nachfolger erzielte. Diese Verhältnisse erlaubten es ihm nun, eine Familie zu gründen. Am 17. Oktober 1707 heiratete er in Dornheim bei Arnstadt Maria Barbara Bach. Der Ehe entstammen sieben Kinder.

Auftragsgemäß komponierte Bach zum Ratswechsel am 4. Februar 1708 die festliche Kantate Gott ist mein König (BWV 71), die als einzige aus dieser Zeit als Druck erhalten ist.

Im Juni 1708 reiste Bach im Zusammenhang mit dem Abschluss der Renovierungsarbeiten an der dortigen Orgel nach Weimar und spielte vor dem Herzog Wilhelm Ernst. Dieser bot ihm die Stelle als Hoforganist und Kammermusiker mit einem Gehalt von 150 Gulden zuzüglich Naturalien an. Ein großer Stadtbrand in Mühlhausen hatte zu einer Verteuerung der Lebenshaltungskosten geführt. Die Aussicht auf eine wesentlich bessere finanzielle Situation war offenbar ausschlaggebend dafür, dass Bach schon am 25. Juni 1708 – kaum ein Jahr nach seinem Amtsantritt – in Mühlhausen um seine Entlassung bat.[19] Sein Nachfolger wurde Johann Friedrich Bach. Der Stadt Mühlhausen blieb Johann Sebastian Bach aber weiterhin verbunden. Jeweils für den Februar 1709 und 1710 bekam er Aufträge für Ratswechselkantaten, die gleichfalls auf Kosten des dortigen Rates gedruckt wurden, aber verschollen sind.

Weimar

Bach übersiedelte in der ersten Julihälfte 1708 mit seiner schwangeren Gattin nach Weimar. Am 29. Dezember desselben Jahres wurde das erste Kind, Catharina Dorothea, getauft. Während der Weimarer Zeit folgten noch fünf Kinder: Wilhelm Friedemann (* 22. November 1710), die Zwillinge Maria Sophia und Johann Christoph (* 23. Februar 1713, beide starben bald darauf), Carl Philipp Emanuel (* 8. März 1714) und Johann Gottfried Bernhard (* 11. Mai 1715). Auf die Ausbildung seiner Söhne, einschließlich der später geborenen Johann Christoph Friedrich und Johann Christian, legte Bach großen Wert. Alle erhielten eine umfassende Schulbildung und nahmen später ein Universitätsstudium auf. Ein Großteil von Bachs Orgelwerk entstand während der Weimarer Zeit, darunter seine Passacaglia und Fuge c-Moll und zahlreiche Toccaten, Präludien und Fugen. Hier begann er sein Orgelbüchlein, das als Sammlung von 164 Choralvorspielen angelegt war, von denen er aber nur 44 vollendete.

Am 21. und 22. Februar 1713 befand sich Bach in Weißenfels anlässlich der Feierlichkeiten zum Geburtstag des Herzogs Christian von Sachsen-Weißenfels. Möglicherweise wurde dort die Jagdkantate BWV 208 aufgeführt, Bachs früheste bekannte weltliche Kantate. Kirchenkantaten sind aus der früheren Weimarer Zeit nur wenige überliefert.

Gegen Ende des Jahres 1713 wurde Bach nach der Aufführung einer Probekantate die Organistenstelle an der Marktkirche St. Marien und Liebfrauen in Halle angeboten. Der Grund für Bachs Interesse an der Stelle ist nicht bekannt. Er erhielt am 14. Dezember seine Bestallung vom Kirchenkollegium, zögerte aber mit der Vertragsunterzeichnung und schickte erst am 19. März 1714 eine endgültige Absage mit der Begründung, dass die Besoldung nicht seiner Erwartung entspreche.

Am 2. März 1714 wurde Bach in Weimar zum Konzertmeister ernannt. Obwohl er in der Hierarchie immer noch unter dem Kapell- und dem Vizekapellmeister stand, bekam er mit 250 Gulden ein erheblich höheres Gehalt als beide. Mit dem neuen Amt war die Pflicht verbunden, alle vier Wochen eine Kirchenkantate auf den jeweiligen Sonntag zu komponieren. Als erste erklang am 25. März (Palmsonntag und gleichzeitig Mariä Verkündigung) die Kantate Himmelskönig, sei willkommen (BWV 182). Ihr folgten in regelmäßigen Abständen noch mindestens 20 weitere Werke, die den Grundstock der späteren Leipziger Kantatenjahrgänge bildeten. Über das Instrumentalrepertoire, das Bach mit der Weimarer Hofkapelle pflegte, ist nahezu nichts bekannt; alle Unterlagen und Noten wurden 1774 beim Brand der Wilhelmsburg vernichtet.

Wichtig für Bach waren offenbar auch seine Beziehungen zum Dresdner Musikdirektor Johann Georg Pisendel (1687–1755). Stilkritische Vergleiche von Bachs und Pisendels Solowerken für Violine legen nahe, Pisendel habe Bach zur Komposition der 6 Sonaten und Partiten angeregt. Bereits 1709 hatten Bach und Pisendel einige Zeit miteinander in Weimar verbracht und seither Kompositionen ausgetauscht. Durch Pisendel, der kurzzeitig ein Schüler Antonio Vivaldis war, wurden Bach möglicherweise Vivaldis Kompositionen vermittelt. Außerdem hatte der junge, musikalisch begabte Neffe des Fürsten, Prinz Johann Ernst, in den Niederlanden die italienische Musik kennengelernt und brachte von dort viele Partituren mit. In den Weimarer Jahren transkribierte Bach mehrere Werke Vivaldis (insbesondere aus Vivaldis L’Estro Armonico), so die Cembalo-Konzerte in D-Dur (BWV 972), C-Dur (BWV 976) und F-Dur (BWV 978). Anlässlich der Hochzeit seines Dienstherrn Ernst August am 24. Januar 1716 in Nienburg lernte er erstmals dessen Schwager, den dortigen jungen Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen, kennen. Als im folgenden Jahre der bisherige Hofkapellmeister Augustin Reinhard Stricker seinen Posten verließ, unterschrieb Bach bereits am 5. August 1717 den Vertrag als sein Amtsnachfolger in Köthen, ohne jedoch vorher um seine Entlassung in Weimar gebeten zu haben. Als er dies nachholen wollte, erhielt er seine Demission nicht, sondern wurde am 6. November wegen seiner „Halßstarrigen Bezeugung“[20] in der Landrichterstube in Haft genommen. Am 2. Dezember wurde er aus Haft und Dienstverhältnis in Ungnade entlassen.[21]

Köthen

In Köthen trug Bach die Titel Kapellmeister und Director derer Cammer-Musiquen. Er schätzte den musikalischen jungen Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen, der oft als Violinist im Orchester mitwirkte, und stand ihm offenbar auch persönlich nahe, was man daraus schließen kann, dass sowohl Leopold als auch seine Geschwister August Ludwig und Eleonore Wilhelmine Taufpaten von Bachs am 15. November 1718 geborenem Sohn Leopold August waren. Bereits am 7. August 1717 zum Kapellmeister ernannt, nahm Bach bei der Unterzeichnung des Vertrages eine Gebühr von 50 Talern entgegen. Insgesamt lag sein Jahreseinkommen in der Funktion des Kapellmeisters bei 400 Talern. Hinzu kam ein Mietzuschuss von 12 Talern, die meisten Orchesterproben fanden im Hause Bachs statt.

Bach konnte in Köthen für eine hervorragende Kapelle komponieren. Fürst Leopold hatte bis zu 17 Musiker angestellt, die zum Teil aus der 1713 aufgelösten Kapelle des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. stammten. Acht der Instrumentalisten, unter ihnen Christian Ferdinand Abel, hatten Solistenqualität und den Rang eines Cammermusicus. Der Fürst stattete seine Kapelle mit guten Instrumenten aus und schickte Bach zum Kauf eines neuen Cembalos 1719 nach Berlin. Dort konnte Bach den kunstliebenden Markgrafen Christian Ludwig (1677–1734) kennenlernen. Für ihn stellte er 1721 ältere und neuere Instrumentalsätze als Six Concerts Avec plusieures Instruments zusammen, die deshalb später Brandenburgische Konzerte genannt wurden (BWV 1046–1051).

Andererseits hatte das reformierte Bekenntnis des Fürsten Konsequenzen: Es gab nur noch wenig Bedarf an geistlicher Musik. Denn der Gottesdienst sollte nach reformierter Überzeugung schlicht gehalten bleiben. Als Bach 1720 nach einer zweimonatigen Reise des Hofs aus Karlsbad zurückkehrte, musste er erfahren, dass seine Gattin Maria Barbara nach kurzer Krankheit gestorben und schon am 7. Juli bestattet worden war. Ihre Todesursache ist nicht bekannt, der Nekrolog schreibt, sie sei nach kurzer Krankheit gestorben. Am 3. Dezember 1721 heiratete er Anna Magdalena, die jüngste Tochter des fürstlichen Hof- und Feldtrompeters zu Sachsen-Weißenfels Johann Kaspar Wilcke, die 1720 als Sopranistin an den Köthener Hof gekommen war. Dieser zweiten Ehe entstammen 13 Kinder, von denen die meisten im Kindesalter starben: Christiana Sophia Henrietta (* 1723; † 1726), Gottfried Heinrich (* 1724; † 1763), Christian Gottlieb (* 1725; † 1728), Elisabeth Juliana Friederica (* 1726; † 1781), Ernestus Andreas (* 1727; † 1727), Regina Johanna (* 1728; † 1733), Christiana Benedicta (* 1730; † 1730), Christiana Dorothea (* 1731; † 1732), Johann Christoph Friedrich (* 1732; † 1795), Johann August Abraham (* 1733; † 1733), Johann Christian (* 1735; † 1782), Johanna Carolina (* 1737; † 1781) und Regina Susanna (* 1742; † 1809). In den Jahren 1726 bis 1733 starben somit in der Familie sieben kleine Kinder, ein Sohn (Gottfried Heinrich) wurde geistig behindert geboren. Im Jahr 1728 starb auch 51-jährig Bachs letzte noch lebende Schwester Maria Salome. Einige Bach-Biografen vermuten, dass Bach durch diese Schicksalsschläge in den Jahren danach in eine „Schaffenskrise“ geraten sei.[22]

Als Beitrag zur musikalischen Erziehung seiner Kinder hatte Bach am 22. Januar 1720 das Clavierbüchlein für den ältesten Sohn Wilhelm Friedemann begonnen, das unter anderem die zweistimmigen Inventionen und dreistimmigen Sinfonien enthält. Das 1722 angelegte Clavierbüchlein vor Anna Magdalena Bachin enthält die Frühfassungen der Französischen Suiten. Neben dem Wohltemperierten Klavier und den sechs Violinpartiten und -sonaten sind dies die mit Sicherheit auf die Köthener Zeit datierbaren autografen Instrumentalkompositionen. Daneben sind noch einige Geburtstags- und Neujahrskantaten überliefert. Es gilt als sicher, dass Bach für den Hof eine beträchtliche Zahl an Konzerten und anderen Instrumentalkompositionen geschrieben haben muss, die aber weitgehend verschollen oder aber in späteren Bearbeitungen als Cembalokonzerte oder Kantatensätze erhalten sind. Aus nicht ganz klaren Gründen schien sich Fürst Leopold in der Folgezeit von Bachs Ensemblemusik etwa 1722 immer mehr abzuwenden, was diesen veranlasste, sich nach neuen Stellen umzusehen. Oftmals wird behauptet, die Abwendung von der Musik wurde durch die Gemahlin des Fürsten verursacht. Diese starb jedoch bereits im Kindbett, noch bevor Bach seine Stelle als Thomaskantor antrat.

Schon im September 1720 wurde die Organistenstelle zu St. Jacobi in Hamburg frei, um die sich Bach bewarb. Er wurde vom Hamburger Rat zum Probespiel zugelassen, sagte aber dann doch ab, wahrscheinlich weil die Übernahme der Stelle mit einer beträchtlichen Kaufsumme verknüpft war. Möglicherweise ist die Widmung der Brandenburgischen Konzerte vom 24. März 1721 für den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt ebenfalls im Zusammenhang mit Bachs Suche nach einer neuen Stelle zu sehen. Ein Dankesschreiben oder eine Besoldung von Christian Ludwig von Brandenburg scheint Bach nicht erhalten zu haben, jedenfalls existiert heute kein Dokument, das hierüber Auskunft gibt. Auch kam ab 1722 hinzu, dass Fürst Leopold über niedrigere Etats verfügte, ausgelöst durch die militärische Anschließung an Preußen und durch anhaltende Konflikte im Fürstenhause der Askanier. Es ging um mögliche Neuaufteilungen und die feudalistischen Pensionsansprüche, die aufgrund der geringen Einnahmen (etwa 10.000 Menschen lebten damals im Fürstentum Anhalt Köthen, die meisten einfache Bauern) kaum realisierbar waren, so dass der Fürst ernsthafte Einkommensverluste verbuchte. Eine andere Sache war für Bach beschwerlich: die zunehmenden Streitigkeiten zwischen Reformierten und Lutheranern. Die Fürstenmutter Gisela Agnes war lutherisch geblieben und förderte die kleine lutherische Gemeinde in Köthen sehr. Bach, streng lutherisch geprägt, hielt sich zu dieser Gemeinde. Der wachsende lutherische Einfluss beim Landadel weckte allerdings Besorgnisse und Abwehr beim Fürsten. Das Klima zwischen der reformierten und lutherischen Konfession wurde immer gereizter. Auch die schlecht geführte Lateinschule Köthens dürfte Bach dazu veranlasst haben, durch einen Umzug seinen Söhnen eine bessere Schulausbildung zukommen zu lassen.

Durch den Tod Johann Kuhnaus am 5. Juni 1722 wurde in Leipzig die Stelle des Thomaskantors frei. Nach einem ersten Probespiel am 14. Juli wurde von den Bewerbern, zu denen Johann Friedrich Fasch (Kapellmeister am Hofe zu Anhalt-Zerbst) und Christian Friedrich Rolle (Musikdirektor in Magdeburg) zählten, Georg Philipp Telemann gewählt. Da Telemann auf Grund einer Gehaltserhöhung in Hamburg blieb, wurde eine zweite Kantoratsprobe anberaumt, bei der neben Bach Georg Friedrich Kauffmann aus , der freiwillig zurücktrat, (Kapellmeister in Darmstadt) und Balthasar Schott (Organist an der Neuen Kirche zu Leipzig) kandidierten. Bach führte am 7. Februar 1723 als Probestück die Kantaten , BWV 22, und , BWV 23, auf. Gewählt wurde Graupner, der aber ablehnen musste, weil ihm vom die Entlassung verweigert wurde. Somit wurde Bach „als dritte Wahl“ Thomaskantor, ein Amt, das er bis zu seinem Tode behielt. Den Titel eines Fürstlich-Köthenischen Kapellmeisters durfte Bach weiter führen, und er lieferte noch bis zum Tod Leopolds (1728) Musik zu den Festtagen des Fürstenhauses. Auch reiste er zwischen 1724 und 1728 mehrmals nach Köthen, wo er mit Fürst Leopold zusammentraf und ihm Musik aufführte. Bach blieb bis zum Tod des Fürsten eng mit diesem verbunden.

Leipzig

Ende Mai 1723 nahm Bach seinen Dienst in Leipzig als Thomaskantor auf. Als Kantor und Musikdirektor war er für die Musik in den vier Hauptkirchen der Stadt verantwortlich. Dazu zählte die Vorbereitung einer Kantatenaufführung an jedem Sonntag und an den Feiertagen. Außerdem oblag ihm der Musikunterricht in der . Die Internatsschüler waren verpflichtet, als Chorsänger die Gottesdienste mitzugestalten. Sein als Lateinlehrer, das mit seiner Stelle traditionell verbunden war, übertrug er gegen eine Geldzahlung von jährlich 50 Talern (die Hälfte seines festen Einkommens) an , den der Schule. Seine Stelle als Thomaskantor behielt er bis zu seinem Tod im Jahre 1750. Durch bestellte Kantaten für Hochzeiten, Taufen oder Begräbnisse erzielte er ein jährliches Einkommen von etwa 700 Talern; dies geht aus dem sogenannten Erdmannbrief aus dem Jahre 1730 hervor („meine itzige Station belaufen sich auf etwa 700 Reichstaler“).

Musik für die Kirche

Gleich nach seiner Ankunft fing Bach an, Kantaten für die jeweils anstehenden Aufführungen zu komponieren oder zu überarbeiten. Bei dieser systematischen Arbeit muss Bach in den ersten beiden Jahren im Schnitt ungefähr ein Werk pro Woche geschaffen haben, danach verlangsamte er das Tempo. Insgesamt sind zwei vollständige Jahrgänge überliefert, der Nekrolog berichtet von drei weiteren[8] (siehe ). Insgesamt sollen in dieser Zeit ca. 300 Kantaten entstanden sein.

Für Weihnachten 1723 schrieb Bach die zweite Fassung des in Es-Dur mit den weihnachtlichen Einlagesätzen (die erste Fassung erklang ohne die später erstellten Einlagesätze schon am 2. Juli 1723 zu ), für den Karfreitag 1724 sein bis dahin umfassendstes Werk, die , für Weihnachten 1724 ein . Wohl Anfang 1725 begegnete Bach dem Textdichter alias Picander, der schließlich den Text für die lieferte, die 1727 oder 1729 uraufgeführt wurde. Die Aufführungsbedingungen hatten sich in diesen ersten Leipziger Jahren insgesamt verschlechtert. Bach sah sich daher gezwungen, in einer Eingabe an den Rat der Stadt Leipzig vom 23. August 1730 seine Vorstellungen von der vokalen und instrumentalen Ausstattung einer „wohlbestallten Kirchen Music“ zu dokumentieren. Dieser „höchstnöthige Entwurff“ ist heute eine wichtige Quelle für die historische Aufführungspraxis seiner Werke. Bach bemühte sich in dieser Zeit, den Titel eines Hofkompositeurs in zugesprochen zu bekommen, da er unzufrieden war mit der Bezahlung, den hohen Lebenshaltungskosten und der Leipziger Obrigkeit, die Bachs Schaffen nicht in dessen Sinne förderte, wie sich einem Brief von 1730 an seinen Jugendfreund Georg Erdmann entnehmen lässt.[23]

Etliche seiner Huldigungskantaten arbeitete Bach kurz nach ihrer Entstehung in geistliche Werke um. Diesem verfahren ist das von 1734/1735 zu verdanken, das von 1735 und das . Durch Parodierung geistlicher Kantaten entstanden die sogenannten , ebenso die Urfassung der von 1733 (die sogenannte Missa), die nur das und das umfasste. Nach Einreichung dieses Werkes beim kurfürstlichen Hof in Dresden erhielt Bach am 19. November 1736 die ersehnte Nachricht, sich „ Compositeur bey Dero Hoff-Capelle“ nennen zu dürfen.[24] Der Titel war weder mit Privilegien noch mit Einkünften verbunden, stärkte jedoch seine Position gegenüber den Leipziger Autoritäten. Auch erhielt Bach nicht den erhofften Ruf, fortan in der Residenzstadt Dresden zu wohnen und zu wirken.

Weltliche Musik

1729 übernahm Bach die Leitung des 1701 von gegründeten , die er bis 1741, vielleicht sogar bis 1746, behielt. Mit diesem studentischen Ensemble führte er deutsche und italienische Instrumental- und Vokalmusik auf, außerdem schrieb er dafür etliche seiner weltlichen Kantaten, wie z. B. Hercules am Scheidewege, die er „Dramma per la Musica“ oder „Dramma per Musica“ nannte und die strukturell der Oper nahestehen. Seine und die sind Beispiele für das humoristische Genre. Letztere wurde höchstwahrscheinlich im Zimmermannischen Caffee-Hauß in der Katharinenstraße 14 (1943 kriegszerstört) aufgeführt, in dem er mit dem Collegium musicum konzertierte. Wöchentlich einmal – während der sogar zweimal – wurden hier oder im dazugehörenden Kaffehausgarten abends solche „Musikalischen Concerten, oder Zusammenkünffte“ abgehalten. Sie gelten als Nachweis des erwachenden bürgerlichen Verlangens nach hochstehender musikalischer Unterhaltung in Leipzig.

Dem dienten auch die vielen für bis zu vier Solisten, die zum größten Teil als neue Arrangements meist eigener oder Oboenkonzerte und Instrumentalsätze aus Kantaten, aber auch aus fremden Vorlagen (z. B. Vivaldi) entstanden. Als Solisten standen – neben Bach selbst – seine Söhne und Schüler zur Verfügung. In seiner gesamten Leipziger Zeit war Bach ein gesuchter Lehrer. Oft lebten die Schüler in seinem Haushalt. Ziel des Unterrichts war es, Musiker heranzubilden, die als Instrumentalisten und Komponisten den vielfältigen Aufgaben bei Hof, in der Kirche und im beginnenden bürgerlichen Musikleben gewachsen waren. Bachs Unterricht trug vor allem bei seinen Söhnen reiche Früchte. Für diesen Unterricht verwendete Bach ältere und neuere eigene Kompositionen. Viele davon fasste er zusammen und veröffentlichte sie als I, II, III und IV.

Schon in Weimar und Köthen hatte Bach Huldigungskantaten für die Fürstenhäuser in Weimar, Weißenfels und Köthen sowie Festmusiken in Form von Kantaten zu verschiedenen Anlässen komponiert. In Leipzig entstanden weitere derartige Werke wie etwa 1725 die für das komponierte . Häufig verarbeitete Bach dabei ältere Vorlagen. Die Festmusiken und Huldigungskantaten galten dem Umkreis der Universität, den Kurfürsten von Sachsen, sonstigen Adligen und reichen Bürgern. Diese Kantaten wurden meist im Freien aufgeführt und mussten daher in Chor und Instrumentalkapelle stark besetzt sein. Das war vor allem gewährleistet, nachdem Bach das Collegium musicum übernommen hatte. Zur Verstärkung standen ihm die Musiker der musicalischen Stadt Compagnie zur Verfügung.

Die letzten Jahre

In den 1740er Jahren scheint sich Bach weitgehend von Neukompositionen für die Kirche und für das Collegium musicum zurückgezogen haben. Im Sommer des Jahres 1741 hielt sich Bach in Berlin auf. Während seiner Abwesenheit erkrankte seine Frau, schwanger mit ihrem jüngsten Kind, offenbar schwer. Bachs Vetter Johann Elias teilte ihm dies mit:

:: „So viel Schmerzen empfinden wir gleichwohl über die Schwachheit unserer Hochwerthesten Fr. Mamma, indem die selbe schon seither 14 Tagen nicht eine einzige Nacht nur eine Stunde Ruhe gehabet, u. weder sitzen noch liegen kann.“

Bach dürfte diese Aussage sicherlich an den Tod seiner ersten Frau erinnert haben, und er kehrte nach Leipzig zurück. Auch in den weiteren Jahren gab es Reisen. Bach kehrte am 17. November 1741 von einer Reise nach Dresden, wo er mit Hermann Graf von Keyserlink zusammentraf und ihm die „Goldbergvariation“ überreicht haben dürfte, nach Leipzig zurück. Am 30. August 1742 führte Bach anlässlich des 36. Geburtstages des Grafen von Dieskau die „Mer hahn en neue Oberkeet“ (BWV 212) auf dessen Gutssitz in Kleinzschocher auf. 1744 veröffentlichte er den zweiten Teil des Wohltemperierten Klaviers. Spätestens 1746 gab er die Leitung des Collegium musicum ab. Im Mai 1747 besuchte er auf Einladung , in dessen Hofkapelle Carl Philipp Emanuel Bach als Cembalist angestellt war, Potsdam und Berlin und improvisierte auf den dortigen und Orgeln. Er versprach, ein ihm vom König vorgegebenes Thema in einer Fuge auszuführen und in Kupfer zu stechen. Aus diesem Versprechen wurde das , eine Sammlung von zwei Fugen (drei- und sechsstimmig), zehn Kanons und einer Triosonate, alle über das gleiche Thema. Eine Bezahlung für diese Komposition erhielt er vom König nicht.

lautet der Titel eines Variationenwerkes, das Bach zu seinem Eintritt 1747 in die von gegründete einreichte. Ein weiteres bedeutendes kontrapunktisches Bachs ist die , deren erste Reinschrift Bach 1742 abschloss, die er aber danach bis 1749 umfassend ergänzte und überarbeitete. Die Sammlung von einfachen Fugen, Gegenfugen, Spiegelfugen, Fugen mit mehreren Themen und Kanons stellt ein Kompendium der Techniken der Fugenkomposition dar. Ebenfalls in Bachs letzte Jahre fällt die Vollendung der unter Verwendung der Missa von 1733, des Sanctus von 1724 und anderer älterer Kompositionen. berichtete, dass Bach auf seinem Sterbebett den letzten Choral Vor deinen Thron tret ich hiermit (BWV 668) seinem Schüler und Schwiegersohn diktiert habe.[25]

In seinen letzten Jahren litt Bach an einer Augenkrankheit. Auch von motorischen Störungen im rechten Arm und damit in der Schreibhand wird berichtet. Ab 1749 sind keine eigenhändigen Schriftstücke von ihm mehr erhalten. Das letzte Schreiben aus Bachs Hand stammt vom 12. April 1749, in dem er seinen Kantoratsvertreter, den Chorprefekten Johann Nathanael Bammler, als guten Vertreter in „Abwesenheit meiner“ lobte. Die letzte bekannte Unterschrift stammt vom 6. Mai 1749, der zugehörige Text wurde von seinem Sohn Johann Christoph Friedrich geschrieben. Es handelt sich um eine Quittung für den Verkauf eines Fortepianos an einen polnischen Adeligen. Die Kompositionen Et incarnatus est und der unvollendet gebliebene Contrapunctus XIV aus der Kunst der Fuge sind die letzten Handschriften des Komponisten, die spätestens zur Jahreswende 1749/50 abgeschlossen wurden. Seine Frau Anna Magdalena oder sein Sohn Johann Christian unterschrieben für ihn seitdem alle Dokumente. Der spätestens gegen Mitte des Jahres 1749 verschlechterte Gesundheitszustand Bachs machte ihm wahrscheinlich auch den Auftrag eines Werkes oder eines Gastkonzerts in Mähren, Prag oder sogar Wien unmöglich. Bei dem Interessenten handelte sich um den Reichsgrafen Johann Adam von Questenberg. Questenberg, ein kultivierter und enorm wohlhabender Patrizier, besaß unter anderem Residenzen in Mähren, Prag und Wien, war selbst ein aktiver Lautenspieler und pflegte Beziehungen zu Musikern wie Johann Joseph Fux, Antonio Caldara, Francesco Conti und später auch zu Christoph Willibald Gluck. In seiner Hauptresidenz, dem , unterhielt er eine Privatkapelle. Questenberg bat den jungen Leutnant Graf Franz Ernst von Wallis, der die Rechte an der Leipziger Universität studierte, den Kontakt mit Bach herzustellen. Dazu ein Schreiben von Wallis an von Questenberg:

:: „Er hat ungemeine freüde bezeiget von eürer Excellentz, als seinem gnädigsten hochen Patron, und Gönner einige nachrichten zu erhalten und mich ersuchet gegenwärtigen Brief beyzuschließen.“

Das vermutlich seit der Jugend aufgrund einer mäßigen eingeschränkte Sehvermögen ließ später wahrscheinlich durch eine so stark nach, dass sich Bach von dem schon damals umstrittenen Okulisten () zwischen dem 28. März und dem 7. April 1750 zweimal operieren ließ. Nach der zweiten Operation erholte Bach sich trotz oder wegen weiterer Behandlungsmaßnahmen verschiedener Ärzte nicht mehr vollständig. Sein Sehvermögen erlangte er nicht zurück. Ein klarer Zusammenhang zwischen den Augenoperationen und der vier Monate später zum Tod führenden Erkrankung ist aus heutiger Sicht nur schwierig herzustellen.[26] Bach starb am 28. Juli 1750 und wurde drei Tage darauf anonym auf dem Johannisfriedhof in Leipzig begraben.[27] Im hauptsächlich von Carl Philipp Emanuel Bach und verfassten, 1751 fertiggestellten und 1754 veröffentlichten Nekrolog heißt es zu Bachs Krankheit und Tod:[8]

Sein von Natur etwas blödes Gesicht h. schwaches Sehvermögen, welches durch seinen unerhörten Eifer in seinem Studiren … noch mehr geschwächet worden, brachte ihm, in seinen letzten Jahren, eine Augenkrankheit zu Wege. Er wolte dieselbe … durch eine Operation heben lassen. Doch diese … lief sehr schlecht ab. Er konnte nicht nur sein Gesicht nicht wieder brauchen: sondern sein, im übrigen gesunder Cörper, wurde auch zugleich dadurch, und durch hinzugefügte schädliche Medicamente, und Nebendinge, gäntzlich über den Haufen geworfen: so daß er darauf ein völliges halbes Jahr lang, fast immer kränklich war. Zehn Tage vor seinem Tod schien es sich gähling mit seinen Augen zu bessern; so daß er einsmals des Morgens ganz gut wieder sehen, und auch das Licht wieder vertragen konnte. Allein wenige Stunden darauf, wurde er von einem Schlagflusse überfallen; auf diesen erfolgte ein hitziges Fieber, an welchem er … am 28. Julius 1750, des Abends nach einem Viertel auf 9 Uhr, im sechs und sechzigsten Jahre seines Alters, auf das Verdienst seines Erlösers sanft und seelig verschied.

Nach zweimaliger Umbettung befindet sich sein Grab heute in der Leipziger .[27]

Wohnorte von J. S. Bach

  • Eisenach (ab 1685)
  • Ohrdruf (ab 1695/1696)
  • (ab 1700 bis Ostern 1702)
  • Weimar (Januar bis Juni 1703)
  • Arnstadt (ab August 1703)
  • Mühlhausen (ab 1707)
  • Weimar (ab 1708)
  • Köthen (ab 1717)
  • Leipzig (1723 bis 1750)
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    Musikalisches Schaffen

    Überblick

    Bach – ein Autodidakt im Komponieren

    Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel Bach bezeugt, dass Bach sich im Komponieren als Autodidakt betrachtete. Es gab keinen verbürgten Kompositionsunterricht. Die Unterweisung bei seinem Bruder in Ohrdruf „mag wohl einen Organisten zum Vorwurf gehabt haben u. weiter nichts“ (C. Ph. E. Bach 1775). Auch zu Bachs mehrmonatigem Aufenthalt bei Buxtehude gibt es keinerlei Belege, dass er bei dieser Gelegenheit Kompositionsunterricht erhalten hätte. Von Jugend auf studierte Bach die Werke unterschiedlichster Komponisten und lernte aus ihnen durch Hören, Lesen, Abschreiben, , Bearbeiten und Nachahmen der Musik sowie durch die Übernahme von kompositorischen Mitteln, Formen und Gattungen.

    Der seelige hat durch eigene Zusätze seinen Geschmack gebildet. … Blos eigenes Nachsinnen hat ihn schon in seiner Jugend zum reinen u. starcken Fughisten gemacht. … Durch die Aufführung sehr vieler starcken Musiken, … ohne systematisches Studium der Phonurgie hat er das arrangement des Orchesters gelernt.

    In Bachs vielfältigem Werk treffen sich Einflüsse aus der Musik Mittel-, Nord- und Süddeutschlands bzw. Österreichs sowie Frankreichs und Italiens, wobei sich die regionalen Traditionen gegenseitig beeinflusst haben. So enthalten die deutschen Traditionen auch italienische und französische Überlieferungen und Stilmittel. Daher sind manche Kompositionen nicht eindeutig zuzuordnen. Kenntnisse über die musikalischen Einflüsse vermitteln Bachs Abschriften und Erwerbungen von Werken anderer Komponisten, Bachs Transkriptionen und Bearbeitungen (z. B. von Vivaldi), schriftliche und mündliche Erwähnungen durch Bach und seinen Umkreis, Berichte und Rezensionen des 18. Jahrhunderts und stilkritische Untersuchungen der Musikwissenschaft der Werke Bachs und seiner Schüler.

    Verhältnis zu anderen Komponisten, Bearbeitung und Rezeption fremder Werke

    Mit anderen komponierenden Zeitgenossen pflegte Bach einen respektvollen Umgang. Abfällige oder geringschätzige Bemerkungen über andere Komponisten, wie sie beispielsweise von bekannt sind, sind von Bach nicht überliefert (allerdings gibt es auch insgesamt weit weniger überlieferte Zeugnisse von Bach als von Mozart). Er scheint die Werke anderer Komponisten mit unvoreingenommenem Interesse studiert und sie als Künstlerkollegen respektiert zu haben. Dafür sprechen Bachs Offenheit für Anregungen aus den verschiedensten musikalischen Richtungen und seine zahlreichen Bearbeitungen fremder Werke. Auch in den Jahren, als er längst eine eigene Tonsprache entwickelt hatte, schrieb er immer noch ganze Kantaten beispielsweise von Telemann ab, um sie zu studieren. Als Bach 1719 hörte, dass sich in seiner Geburtsstadt Halle aufhielt, machte er sich unverzüglich von Köthen aus auf den Weg in die nur wenige Meilen entfernte Stadt, um den gleichaltrigen, wesentlich berühmteren Musikerkollegen zu treffen. Er musste nach seiner Ankunft aber feststellen, dass Händel schon wieder Richtung England abgereist war. Auch ein weiterer Versuch, Händel bei einem Aufenthalt in Halle im Jahr 1729 zu treffen, bei dem Bach wegen Krankheit verhindert war und deswegen durch seinen Sohn Wilhelm Friedemann eine Einladung nach Leipzig überbringen ließ, scheiterte, letztlich wohl am Desinteresse Händels. Im Einzelnen kann man feststellen, dass Bach mit Werken folgender Komponisten vertraut war:[28] :* Mitteldeutsche Komponisten: Johann Christoph Bach (Onkel von J. S. Bach),[29] Johann Pachelbel,[30] Johann Kuhnau, , , Johann Georg Pisendel, ,[31] Johann Friedrich Fasch :* Norddeutsche Komponisten: Johann Adam Reincken, Dietrich Buxtehude, , Georg Böhm, [32] :* Süddeutsch-österreichische Komponisten:[32] , , , :* Italienische Komponisten: , ,[32] ,[33] ,[34] ,[35] , ,[36] ,[37] Antonio Vivaldi, , ,[38] ,[38] , , ,[39] [40] :* Französische Komponisten: , , , ,

    Manche berühmte Musiker, die Bach teilweise persönlich kannte, sind nicht eindeutig zuzuordnen. Sie hatten selbst unterschiedlichste Musik verarbeitet und Bach mit ihren Werken beeinflusst, so etwa , , Georg Philipp Telemann, und . Ob Bach auch Anregungen seiner Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel aufnahm, ist nicht gesichert, aber zu vermuten. Dass manche Kompositionen der beiden ältesten Bachsöhne als Werke des Vaters galten und umgekehrt, deutet darauf hin.

    Die musikalischen Gattungen

    Siehe auch:

    Bach eignete sich bei seiner Arbeit an den verschiedenen Wirkungsstätten unter dem Einfluss der oben genannten Komponisten nach und nach die unterschiedlichsten Gattungen, Kompositionsstile und Musizierweisen an. Diesem Ziel galten auch einige von Bachs Reisen. Mit Ausnahme der komponierte Bach Werke in allen zu seiner Zeit verbreiteten .

    Vokalmusik

    Siehe auch:

    Von Bach sind rund 200 Kirchenkantaten erhalten. In seinen Kantaten und griff er häufig auf populäre Choräle des zurück. Eine größere Anzahl seiner Werke, vor allem aus der frühen Schaffenszeit, gilt als verschollen. Laut Nekrolog[8] komponierte Bach fünf Passionen, erhalten sind aber nur die und . Verschollen ist eine (deren erhalten ist, so dass teilweise Rekonstruktionen ve

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Mit Beiträgen (Autor/en) von: Garconne, H. de Groot, Wrzl, Hippo75, Fugueman, FA2010, Botulph, Crazy1880, Donau-Strudel, Lektor w, ArnoWinter, Merrie, Hu12, Salzacchi, Fahl5, Wolfgang Deppert, Agastro2, Mengenstrom, Bernardoni, Müdigkeit, Fish-guts, Smallandsimple, Corriebert, Didym, Frogfol, Felbick, Hhb, Zaltvyksle, Stippe, Zapyon, Keinstein, Sprachpfleger, Alkinoos, Uwittmann, Knapfmann05, Lukas²³, H.-P.Haack, Graphikus, Iste Praetor, Joelson0, Flötist, Jesi, Maximilian Schönherr, JojaKimu, Common Senser, Rr2000, Musikisum, Hsvfan1999, Jopromi, Der wahre Jakob, Salomis, Goliath613, Thilo Be, Elvaube, RonMeier, Ahandrich, Snoop, Flominator, Pentachlorphenol, Haraldbischoff, Finnrind, Cologinux, Alraunenstern, Rabax63, Miss-Sophie, Krüppelkiefer, Z thomas, H.Albatros, Tiroinmundam, KV1781, Nick UA, Tobias.engbers, Taktstöcke, Historicus2010, Doc Taxon, Mtag, Polluks, Kaitil, Walahfrid Schwarzenberg, UW, Peacock1000, MatthiasKabel, Medi-Ritter, Gerda Arendt, Rufus46, O.Koslowski, APPERbot, OttosPlan, Sauerstoffdifluorid, Xocolatl, Adornix, DerHHO, Sim Lune, TeesJ, Vandenhoek, Wikiname, Archwizard, HRoestTypo, WiesbAdler, .Mag, Fredo 93, Port(u*o)s, Capaci34, Shadak, SigmaB, Zapane, Dieter1119, Goerdten, Torwartfehler, Memex, Unsterblicher, Renekaemmerer, Faltenwolf, YourEyesOnly, Lioness 1964, Geichler, Thomas Dresler, Reclam Verlag, Callidior, Ares33, Roterraecher, Deniz123, Rowlf, Dusdia, Ziko, Wiki Gh!, FischX, Gerhardvalentin, Hardenacke, JenTen, Geos, KHeitmann, Deeroy, Scooter, Man77, Jobu0101, Itsnotuitsme, Tipptopp, Steak, Cactus26, Präsident Jelzin, Bennsenson, SpiegelLeser, Metilsteiner, Wikiwal, Rolf H., Entlinkt, Timk70, Halbarath, Weltbibliographie, Aktiver Arbeiter, Ticketautomat, Der.Traeumer, Small Axe, Umweltschützen, Label5, Stadtmarketing Arnstadt, XHBNx, Schlau schlauer ich, Inkowik, 1970gemini, Petronellaiz, Baird's Tapir, Pittimann, Jivee Blau, Spuk968, Schwijker, Enst38, Meggasimonn, DNawrocki, Leuband, Brackenheim, Cypher2020, Gaussianer, Isger, Brühl, Toter Alter Mann, Appaloosa, Speaker, Lienhard Schulz, Markus, Maron W, PD70, Dogbert66, Nightflyer, Osiris2000, Usw., Havelbaude, Iccander, C.Mezzo-1, Zenit, NobbiP, WvBayreuth, Ichmagkaese, Membeth, Alinea, Rigo 1963, Volsei, Priska08, Septembermorgen, Hozro, Complex, Ulm, Euphoriceyes, TheWolf, Howwi, Avoided, Tolentino, Ot, Lehmi45, ChrisHamburg, Janericloebe, Regi51, Geiserich77, Publius q. varus, Tischbeinahe, Supermartl, Hans Dunkelberg, Sarkk, DBudelsky, Furfur, -donald-, Stefan Neumeier, Joey-das-WBF, Dietrich, Adelfrank, Remos2008, Keelburg, Mardil, Zollernalb, Bötsy, Feijoo, Juttrzad, Finn-Pauls, Zerebrum, Maelcum, Dr. Volkmar Weiss, Musicologus, Osalkah, Volkerhege, RF47, Fifat, Konrad Stein, Keanu, Randalf, APPER, ChristianBier, Don Giovanni IV, Dominic Z., Oberlehrer70, Rainer Lewalter, Marcuskreusch, Wolfwende, Agnostizi, Anhi, Menschliche Entwicklung, Cliffhanger, Heied, Sümpf, Derkoelner, KnightMove, Histo, Aktionsbot, Gilliamjf, INM, A.Savin, Plehn, Adlerauge2001, Ephraim33, Nuuk, Nicolas G., Willigis, Bodenseemann, Onetwo, א, Hans J. 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    Filmmusik von Johann Sebastian Bach

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