Komponist/in

Hanns Eisler

* 06.07.1898 - Leipzig
† 06.09.1962 Berlin

Über Hanns Eisler

Hanns Eisler

Hanns Eisler, laut Taufregister in Leipzig Johannes Eisler[1] (* 6. Juli 1898 in Leipzig; † 6. September 1962 in Ost-Berlin), war ein österreichischer Komponist, der neben seinen musikalischen Werken eine Reihe musiktheoretischer und einflussreicher politischer Schriften, aber auch ein Libretto hinterlassen hat.

Eisler gilt neben Alban Berg und Anton Webern als einer der später bekannteren Schüler Arnold Schönbergs, und wird – trotz zeitweiliger inhaltlicher Differenzen zu seinem Lehrer – der Zweiten Wiener Schule zugerechnet. Er war politisch und künstlerisch gesehen der engste Weggefährte des Dramatikers und Lyrikers Bertolt Brecht, mit dem er von Ende der 1920er Jahre bis zu dessen Tod persönlich und musikalisch eng verbunden war. Einige seiner bekanntesten Werke hat er gemeinsam mit Brecht geschaffen. Eisler hinterließ Klavier- und Orchesterwerke, eine Reihe kammermusikalischer Kompositionen, zahlreiche Bühnen- und Filmmusiken sowie über 500 Lieder, die vom Arbeiterlied bis zum zwölftönig komponierten Kunstlied reichen. Zusammen mit Theodor W. Adorno schrieb er in den 1940er Jahren ein für die damalige Zeit als Standardwerk einzustufendes Buch über Filmmusik, Komposition für den Film.

Aufgrund seiner jüdischen Herkunft und seiner kommunistischen Überzeugung war Eisler während der 1930er und 1940er Jahre im Exil.[2] Nach kurzfristigen Aufenthalten in verschiedenen europäischen Staaten bildeten vor allem Mexiko und die USA seine wichtigsten Stationen als Exilant. Er hatte Professuren an den Universitäten von New York und Los Angeles. In der Anfangsphase der Ära des sogenannten Kalten Krieges wurden gegen ihn und seinen Bruder Gerhart Eisler 1947 die ersten beiden Verfahren vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe nach dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt. Dies führte zur Ausweisung Hanns Eislers aus den Vereinigten Staaten und zu seiner Rückkehr nach Europa – über Prag zuerst nach Wien und dann weiter nach Berlin.

Von 1949 bis zu seinem Tod lebte Eisler im Ostteil Berlins, wo er bis zuletzt die Meisterklasse für Komposition an der Deutschen Akademie der Künste leitete. Er ist der Komponist der DDR-Hymne, wofür er den Nationalpreis erster Klasse erhielt. Das Verhältnis der DDR-Staatsführung zu Eisler war trotz seines hohen Ansehens wechselhaft. Er blieb bis zu seinem Lebensende österreichischer Staatsbürger.[3]

Geburt und Kindheit

Geboren in Leipzig als drittes Kind des österreichischen Philosophen Rudolf Eisler (1873–1926) und der Ida Maria Eisler, geborene Fischer (1876–1929) wuchs er in bildungsbürgerlichen, jedoch, wie er selbst schreibt, in sehr dürftigen Verhältnissen auf. Im Geburtenregister ist sein Vorname als Johannes eingetragen. Eisler selbst nannte sich später Hanns. Sein Vater stammte aus einer alteingesessenen tschechisch-jüdischen Bürgerfamilie, seine Mutter aus einer schwäbischen Bauernfamilie und war Fleischerstochter. Ihr Vater war Sozialist und ein begeisterter Verehrer von August Bebel. Es war weder Geld für Musikunterricht noch ein eigenes Klavier vorhanden. Eisler musste sich die musikalischen Kenntnisse selbst beibringen und dachte sich seine ersten Kompositionen im Kopf aus.[4]

Seine beiden älteren Geschwister waren Elfriede, die sich später Ruth Fischer nannte (geb. 1895) und in den 1920er Jahren kurze Zeit Vorsitzende der KPD war, und Gerhart Eisler (1897–1968), der später führende Funktionen beim Rundfunk der DDR innehatte. Eisler fühlte sich zeitlebens als Österreicher und Wiener.

Die Wiener Kinder- und Jugendjahre (1901–1916)

Im Jahre 1901 zog die Familie nach Wien. Als Atheist konnte Rudolf Eisler keine Stelle an der Wiener Universität erhalten und ernährte seine Familie als Privatgelehrter und mit Unterstützung seines Bruders, der Rechtsanwalt war. Hanns Eisler besuchte von 1904 bis 1908 die Volksschule im dritten Wiener Gemeindebezirk, zu Hause wurden die Kinder schon sehr früh mit Musik vertraut gemacht. Der Vater sang und spielte Klavier. Am katholischen Rasumofsky-Gymnasium in der damaligen Sophienbrückengasse (heute Kundmanngasse) begann sich Hanns Eisler intensiver mit Musik zu beschäftigen, seine ersten Kompositionen schrieb er mit zehn Jahren.

„… Mein Studium begann eigentlich, als ich mir mit 10 Jahren aus Reclams Universalbibliothek eine allgemeine Musiklehre von Herrmann Wolff kaufte ….“[5] All dies geschah ohne Klavier oder bei Freunden, da sich sein Vater das Leihklavier aus finanziellen Gründen nicht mehr leisten konnte. Diese frühen Kompositionen sind verloren gegangen, erste Werke sind erst aus dem Jahre 1917 bekannt. Mit 14 begann Eisler, Konzerte und Opern zu besuchen. Eisler war trotz seiner etwas dicklichen und kleinen Statur ein begeisterter Fußballspieler auf der Jesuitenwiese im Wiener Prater, nahe der elterlichen Wohnung in der Schüttelstraße 19a.

Das Gymnasium absolvierte Eisler eher mit Unlust, seine Zeugnisse waren gerade genügend. Darin wurde seine Religionszugehörigkeit als konfessionslos, ausgetreten aus dem Judentum 1914 beschrieben. Einzig die Note in Turnen war „gut“.

Mit 14 Jahren trat Eisler der Organisation der sozialistischen Mittelschüler bei, Albrecht Betz beschrieb ihn später folgendermaßen: … Eislers später berühmte Schlagfertigkeit und sein Witz, die ungewöhnliche Rasanz seiner Denk- und Sprechweise, die Lust an Divergenzen und Widersprüchen, dürfte er bereits im Sprechclub der sozialistischen Mittelschüler trainiert und ausgebildet haben. …

Die Kriegsjahre (1916–1918)

1916 endete Eislers Schulzeit mit dem Abschluss der Obersekunda, somit ein Jahr vor der Matura, als den Achtzehnjährigen der Einberufungsbefehl erreichte. Da sein Bruder Gerhart 1914 eine Antikriegszeitschrift herausgab, galt die ganze Familie als politisch verdächtig und wurde von der Geheimpolizei observiert. Eisler wurde in ein ungarisches Infanterieregiment berufen, nachdem er in der Reserveoffiziersschule Wrschowitz, einem Vorort von Prag, zweimal wegen Befehlsverweigerung bestraft worden war.

Eisler empfand diese Zeit als körperlich äußerst anstrengend, da er von kleiner Statur war. Außerdem wurde ihm immer wieder seine aktenkundige „politische Unzuverlässigkeit“ als Sozialist vorgeworfen. Dass er in einem ungarischen Regiment dienen musste, hatte damit zu tun, dass durch die dort herrschenden Sprachunterschiede eine mögliche politische Agitation von Eisler unterbunden werden sollte.

Während dieser zwei Jahre widmete sich Eisler in seiner freien Zeit dem Komponieren. Das Oratorium Gegen den Krieg, welches er später nach den Regeln der Zwölftontechnik umschrieb, hatte er bereits vor seiner Kriegszeit begonnen. Die weitere Arbeit ging in den Kriegsereignissen verloren. Damals zeigte sich erstmals sein Interesse an fernöstlicher Lyrik.

1917 kam es zur Oktoberrevolution in Russland. Eisler schrieb, dass die Soldaten die Nachricht mit Begeisterung aufnahmen, vor allem weil die Erwartung stieg, dass der Kriegsdruck durch den Ausstieg der Russen als Kriegsgegner verringert wurde. Es dauerte jedoch noch fast ein weiteres Jahr, bis Eisler nach Hause zurückkehren konnte. Aus dem Jahr 1917 stammt das früheste noch vorhandene Fragment einer Arbeit von ihm, Dumpfe Trommel und berauschtes Gong sowie von 1918 Die Mausefalle und Von der Armut und vom Tode.

Nach dem Krieg (1918–1919)

Die Rückkehr nach Wien im Dezember 1918 war für Eisler sehr zwiespältig. Seine Bindung zum Elternhaus war gelöst. In der Löwengasse, in der Wohnung seiner Eltern, fühlte er sich als Gast. Er musste – wie Tausende andere – vorerst in ungeheizten Baracken leben und hatte kaum Geld, sich Zivilbekleidung zu besorgen. Die Republik Österreich wurde am 12. November ausgerufen, jedoch strahlte die russische Oktoberrevolution stark nach Wien hinein. Die Sozialdemokratie entsprach jedoch nicht der Vorstellung vieler Heimkehrer von nachhaltiger Veränderung.

Auf dem Höhepunkt der Novemberrevolution in Deutschland, kurz vor der Errichtung der Bayerischen und der Ungarischen Räterepublik, wurde in Wien am 3. November 1918 die erste und älteste Kommunistische Partei Westeuropas gegründet, die KPÖ. Eislers Schwester Elfriede war dort Mitglied der Roten Garden, sie musste nach der Besetzung einer Zeitungsredaktion für mehrere Wochen ins Gefängnis. Eislers Bruder Gerhart trat ebenfalls der Kommunistischen Partei bei.

Elfriede war seit 1915 mit dem Journalisten Paul Friedländer verheiratet und hatte mit diesem ein Kind, Friedrich Gerhart. Sie sah keine Möglichkeit, ihre politische Vorstellung einer radikalen Umwälzung in Wien zu verwirklichen und ging nach Berlin. In Berlin nannte sie sich Ruth Fischer und nahm damit den Geburtsnamen ihrer Mutter an. Gerhart Eisler folgte ihr kurz darauf.

Hanns Eisler zog mit seiner Freundin, der Lehrerin Irma Friedmann, in die Militärbaracken nach Grinzing; dort befand sich, wie es einmal beschrieben wurde, „das halbe ZK der kommunistischen Partei Ungarns“. Eisler lebte mit dem Schriftsteller Béla Illés und dem Germanisten Georg Lukács zusammen.

Irma Friedmann mietete ein Klavier, Eisler trug Lieder vor und sie begleitete ihn. Anfang 1919 schrieb sich Eisler, der bisher Autodidakt war, am Neuen Wiener Konservatorium für das Studium der Komposition ein. Zusätzlich nahm er Klavierunterricht. Sein Talent und seine Kenntnisse in Harmonielehre waren ausreichend, um in die Kontrapunktklasse von Professor Karl Weigl aufgenommen zu werden.

Lehrjahre bei Arnold Schönberg (1919–1924)

Bei einem Heimaturlaub hatte Hanns Eisler das erste Mal ein Konzert von Schönberg gehört. Es war dessen 1. Kammersinfonie, die Schönberg selbst dirigierte. Eisler schrieb später, dass diese Musik großen Eindruck auf ihn gemacht hatte.

Eisler war auf Vermittlung von Joseph Trauneck ein Privatschüler von Schönberg geworden, der sein Talent erkannte und ihn ohne Honorar aufnahm. Eisler fuhr zweimal wöchentlich mit der Badner Bahn nach Mödling. Oftmals gab es keinen Strom und so mussten die Schüler in der Nacht 15 Kilometer entlang der Gleise zu Fuß nach Wien zurückgehen. Seine Mitschüler in dieser Zeit waren Max Deutsch, Joseph Trauneck, Karl Franz Rankl, Erwin Ratz und Jascha Horenstein.

Der Unterricht bei Schönberg gestaltete sich sehr streng nach klassischen Regeln und nach den Vorgaben der Werke Bachs, Brahms’ und Beethovens. Es war für Schönberg selbstverständlich, dass die Schüler ihn mit Meister anredeten. Schönberg war zu diesem Zeitpunkt 45, Eisler 21 Jahre alt. Nach kurzer Zeit wurde Eisler Schönbergs Lieblingsschüler, Eisler berichtete, dass er sogar einige Zeit in Schönbergs Haus wohnte.

Schönberg verschaffte Eisler eine Halbtagsstelle beim renommierten Musikverlag Universal Edition als Notenkorrektor.

In diese Zeit fiel eine andere wichtige Arbeit Eislers, die Leitung von zwei Wiener Arbeiterchören. Schönberg selbst hatte ehemals einen solchen geleitet. Eisler übernahm zuerst einen Chor der Wiener Siemens-Schuckert-Werke (Stahlklang), und nach deren Auflösung den Karl-Liebknecht-Chor in Wien-Floridsdorf. In diesem Chor wurden erstmals revolutionäre Lieder aus dem Osten gesungen, wie der Rotgardistenmarsch. Parallel dazu noch einen weiteren Chor des Arbeitersängerbundes, Elektra im 20. Wiener Gemeindebezirk.

Neben all diesen Tätigkeiten und dem Studium traf sich Eisler im noch heute existierenden Café Museum am Wiener Karlsplatz im sogenannten Schönbergkreis. Dort lernte Eisler die Sängerin und Kommunistin Charlotte Demant kennen, die Gesang und Musiktheorie bei Anton Webern studiert hatte. Am 31. August 1920 heirateten die beiden. Ende September desselben Jahres nahm Schönberg Eisler als Assistenten mit in die Niederlande, wohin er (bis März 1921) zu Kompositionskursen und Konzerten im Amsterdamer Concertgebouw eingeladen worden war.

Die Rückreise nach Wien führte Eisler über Berlin, um dort seinen Bruder zu treffen. Bei einem Künstlerempfang in der sogenannten Ukrainischen Botschaft traf er erstmals auf Bertolt Brecht, der die Legende vom toten Soldaten sang und sich selbst am Klavier begleitete, mit Fäusten auf es einschlug, wie Eisler beschrieb. Gerhart Eisler stellte ihn als den Dichter aus München vor.[6]

Im Herbst 1921 begann Eisler seine Lehrtätigkeit im Wiener Verein für volkstümliche Musikpflege, es war dies hauptsächlich musikalischer Grundunterricht für Arbeiter. Diese Zeit war für Eisler sehr bestimmend, da er sich entgegen dem elitären Anspruch von Schönberg die Frage stellte, für wen er Musik mache. Dies betrachtete Eisler als den Beginn seines Konflikts mit Schönberg. Es war nicht eine musikalische Frage, sondern eine weltanschauliche. Es trafen die, wie Eisler meinte, kleinbürgerlichen Ansichten Schönbergs auf die von Schönberg belächelten revolutionären Ansichten Eislers.

Eisler sah in der Musik eine soziale Funktion, während Schönberg seiner Meinung nach die Position des L’art pour l’art einnahm.

1922 begann Schönberg mit der Ausarbeitung seines Kompositionsverfahrens der Dodekaphonie, der Zwölftontechnik. Das nahm ihn sehr in Anspruch und deshalb verwies er einige Schüler – darunter Eisler – für einige Monate an Anton Webern. Eisler bat Schönberg jedoch brieflich alsbald um die Möglichkeit einer Rückkehr. In einem Empfehlungsbrief vom 6. April 1923 an Emil Hertzka, dem Direktor der Universal-Edition, bezeichnete Schönberg Eisler bereits als ehemaligen Schüler. Vorangegangen war die Komposition einer Klaviersonate, die Eisler Schönberg im März 1923 vortrug. Diese gefiel Schönberg so sehr, dass er die Sonate auf das Programm eines Konzerts in Prag am 10. April setzte.

Der internationale Musik- und Bühnenverlag für klassische, romantische und zeitgenössische Musik Universal Edition in Wien hatte Schönberg bereits seit zehn Jahren unter Vertrag, ebenso wie Webern; Alban Berg erst später. Nach der erfolgreichen Aufführung seiner Klaviersonate in Prag wurde Eisler ebenfalls in das Verlagsprogramm aufgenommen, zur gleichen Zeit wie Kurt Weill, den er zu diesem Zeitpunkt noch nicht persönlich kannte. 1924 erschien das erste Werk Eislers in Zwölftontechnik, Opus 5 Palmström.

Am 10. Oktober 1924 wurde erstmals ein Werk von ihm in Wien aufgeführt. In einem Artikel von Erwin Ratz wird Eisler als „dritte kompositorische Begabung aus dem Schönbergkreis neben Berg und Webern“ bezeichnet.

Trotzdem war Eisler eine Anstellung als Musiker, Komponist oder Dirigent in Wien verwehrt. So war es für ihn sehr schwierig, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Für eine Aufführung seiner Werke fuhr er nach Berlin, in der Hoffnung dort Kontakte knüpfen zu können. Eisler war dort nur in einem sehr kleinen Kreis bekannt, trotzdem nahm die Berliner Musikkritik seine aufgeführte Sonate positiv auf.

Die ersten Jahre in Berlin (1925–1927)

Noch in Wien schrieb Eisler drei Männerchöre nach Worten von Heinrich Heine für den von Anton Webern geleiteten Wiener Arbeiter-Singverein. Er widmete sich intensiv dem Genre Männerchor, insbesondere dem Arbeitermännerchor, da er der Meinung war, dass Musik die Massen erreichen muss und nicht nur elitäre Zirkel. In diese Zeit fiel – eher unerwartet – die Verleihung des Kunstpreises der Gemeinde Wien, am 30. April 1925. Trotzdem war die wirtschaftliche Grundlage für Eisler in Wien nicht gegeben. Eisler zog im Winter 1925 alleine nach Berlin, seine Frau blieb in Wien. Sie behielten die Wohnung im 2. Wiener Gemeindebezirk und er pendelte zwischen Berlin und Wien.

In einer Auseinandersetzung mit Schönberg um den Begriff Moderne Musik, die sich sehr heftig bis ins Jahr 1926 hinzog, als beide in Berlin lebten, kamen die unterschiedlichen Auffassungen über den eigentlichen Zweck der Musik zum Tragen. Eisler kritisierte Schönberg sehr heftig ob seiner elitären Einstellung, Schönberg wiederum konnte Eislers Position der Abwendung von der elitären Rolle der Neuen Musik nicht akzeptieren und damit nicht die politische Haltung Eislers, welche sozialistisch war und der Musik eine Funktion zuwies. Dieser Konflikt zog sich noch sehr lange hin, wie es in Briefen Schönbergs aus 1928 zu lesen ist.

In Berlin begannen 1925/1926 die sogenannten Goldenen Zwanziger, in einer Stadt, die zugleich das Zentrum der deutschen Arbeiterbewegung war. Eislers Geschwister waren zu dieser Zeit bereits einflussreiche Funktionäre der KPD. Ruth Fischer war 1921 von Friedländer geschieden worden. Seit 1924 war sie Reichstagsabgeordnete der KPD, wurde jedoch 1925 von der Partei – auf Anordnung der Moskauer Parteispitze – politisch kaltgestellt. Sie überwarf sich mit ihrem Bruder Gerhart, der zeitgleich, obgleich nur kurz, eine höhere Position als sie selbst in der KPD einnahm.

Hanns Eisler beantragte Anfang 1926 die Mitgliedschaft in der KPD, erhielt sie jedoch nicht und betrieb, wie er vor dem Untersuchungsausschuss für unamerikanische Umtriebe aussagte, diese „Angelegenheit“ nicht weiter, wodurch er in seinem Verständnis niemals Mitglied der Kommunistischen Partei wurde.

1925 begann Eisler ernsthaft mit dem Gegenentwurf zum herkömmlichen bürgerlichen Konzertbetrieb. In einem Zyklus von zehn Liedern, den Zeitungsausschnitten op. 11 (1925-27), arbeitete er mit Kinderreimen, Heiratsannouncen, Liebeslied eines Grundbesitzers usw. Theodor Adorno urteilt in den Musikblättern des Anbruch: Die Lieder sind nach Frage und Antwort so außerordentlich, ihr Furor hat solche Kraft, ihre Prägung solche Schärfe, ihr Ton solche existente Substanz, dass nachdrücklich auf sie verwiesen werden muss. … Die zentrale Gewalt der Lieder ist gesammelt in einem Willen, der Kunst durchbricht: die Welt zu verändern. … Eisler betrachtete diese Lieder … als Abschied von der bürgerlichen Konzertlyrik ….

Beim Musikfest in Baden-Baden 1927 traf Eisler nun das zweite Mal auf Brecht, der dort Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny zur Uraufführung brachte. Es sollte aber noch drei Jahre dauern, bis es zu einer Zusammenarbeit kam.

Kampfmusik – eine neue Musik (1928–1929)

Eisler beschäftigte sich in dieser Zeit nicht nur mit Kompositionen, es erschien zusätzlich ein außerordentlich umfangreiches Textwerk. 1927 veröffentlichte das KPD-Zentralorgan Die Rote Fahne seinen ersten Artikel zum 100. Todestag von Beethoven. Mehr als 30 weitere Texte folgten bis 1929. In diesen Texten greift er die Borniertheit der bürgerlichen Kunst an und beschreibt deren schon begonnene Zersetzung.

Noch wurde Eisler als Vertreter der Schönbergschule gefeiert. Er selbst begab sich bereits auf die Suche nach der neuen, lebendigen Kultur in der Agitpropbewegung, beim Theater und in der Sängerbewegung. Er arbeitete ab November 1927 mit der Agitpropgruppe Das Rote Sprachrohr und war Musikkritiker für die Rote Fahne, sein erster Artikel erschien am 22. März 1927. An der Marxistischen Arbeiterschule (MASCH) hielt er Vorlesungen.

Vorbild waren ihm dabei die fahrenden Laienspiel- und Sprechchorgruppen, die sowjetischen Agitkas. Dieser Aufgabe widmete sich Eisler zunehmend als Komponist. Erwin Piscator lud ihn ein, für die Eröffnungsinszenierung des „Studios“ seines Theaters am Nollendorfplatz die Bühnenmusik zu schreiben (Franz Jung, Heimweh, Premiere am 8. Januar 1928, mit der Bühnenausstattung von John Heartfield).[7] Für das Feuchtwangerstück Kalkutta, 4. Mai (Premiere 2. Juni 1928) wurde er um die Bühnenmusik gebeten. Mit der Ballade vom Soldaten kam es zur ersten Vertonung eines Gedichts von Brecht (1928).

Die Arbeitersängerbewegung

In dieser Zeit waren im Deutschen Arbeiter-Sängerbund mehr als 450.000 Mitglieder vereint. Überall, in der Stadt und am Land, existierten Chöre auf zum Teil sehr hohem Niveau. Gleichzeitig gab es nur sehr wenige politische Lieder. Das übliche Repertoire unterschied sich nicht besonders von dem bürgerlicher Gesangvereine.

Eislers Kampfmusikperiode begann mit den Vier Stücken für gemischten Chor op. 13 (1928) auf eigene Texte. Diese Stücke gingen parodistisch mit den Themen Religion, Natur und Liebe um und endeten mit einem Zitat aus der Internationale. Für die Aufführung seiner Stücke gibt Eisler, genauso wie es üblicherweise Brecht tat, genaue Vorgaben, wie z. B. in den Vier Stücken für gemischten Chor Op. 14.2:

Dieses Lied singt man eigentlich am besten so: Zigarette im Mundwinkel, Hände in den Hosentaschen, leicht grölend, damit es nicht zu schön klingt und niemand erschüttert wird.

Eislers Werke waren deswegen nicht mehr für den bürgerlichen Konzertanspruch geeignet. In weiterer Folge entstanden Lieder, welche als Auf den Straßen zu singen aufgeführt wurden. Diese wurden trotzdem 1929 im Konzertsaal der Hochschule für Musik in Berlin uraufgeführt.

Unter anderem schrieb Eisler ein Werk nach dem Text des legendären amerikanischen Protestsängers Joe Hill, der 1915 nach zweifelhaftem Verfahren wegen Mordes angeklagt und hingerichtet worden war. Der Erfolg war überwältigend. Die Lieder wurden von den Arbeiterchören übernommen, obwohl es sich um Laienchöre handelte und Eisler nicht unbedingt leicht einzustudieren ist und für jeden Chor eine große Herausforderung darstellt.

Eislers Verständnis von einem Chormeister und vom Arbeiterchor

Eisler beschrieb 1933 in einem Typoskript seine Vorstellung von der Beziehung des Chores zu seinem Chormeister ganz genau. Er schilderte damit seine Erfahrung mit der bisherigen Chorbewegung, in welcher der Chormeister fast ausschließlich die Richtung und vor allem das Repertoire bestimmte:

… 2. Der Chormeister ist im Arbeitergesangsverein nicht nur ein Angestellter und künstlerischer Diktator, sondern auch ein Funktionär. Es ist die Aufgabe im Chor, den Chormeister politisch zu erziehen und von den politischen Aufgaben der Arbeiterklasse aus die künstlerischen Intentionen des Chormeisters zu kritisieren. Wir wissen, welch ungeheuren miserablen Einfluß ein spießbürgerlicher Chormeister auf die Arbeitersänger haben kann.

3. Ein Arbeiterchor soll nicht in seinen Konzerten die Haltung eines „Kollektivcarusos“ einnehmen, der seinen Bekannten und Verwandten ein schönes Liedlein vorsingt, um sie in süße Träume zu versetzen. Ein Arbeiterchor muss sich über die Verantwortung, die er mit jeder seiner Veranstaltungen vor dem proletarischen Publikum übernimmt, mindestens so Rechenschaft geben wie ein Referent in einer politischen Versammlung …

Eisler und Karl Kraus

Über die proletarischen Kampflieder hinaus komponierte Eisler in dieser Zeit die Bühnenmusik für den Epilog zu Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus’ Die letzte Nacht.[9] Die Uraufführung, die einzige Aufführung des Stücks, fand am 15. Januar 1930 auf der Versuchsbühne des Theaters am Schiffbauerdamm statt und begann um Mitternacht. Die Leitung hatte Heinrich Fischer, Regie führte Leo Reuss. Darsteller waren unter anderen Paul Morgan und Theo Lingen.[10] Dies war die einzige Zusammenarbeit Eislers mit Kraus.

Eisler und Ernst Busch

1929 kam es zur ersten Begegnung mit Ernst Busch im Stück Der Kaufmann von Berlin von Walter Mehring in der Inszenierung von Erwin Piscator. Gleich damals kam es zu Konflikten, da Busch nie anwesend war, wenn es die Proben erforderten. Es war aber der Beginn einer sehr langen und fruchtbaren Zusammenarbeit, vor allem gemeinsam mit Brecht. Diese Zusammenarbeit ging bis zur letzten Theaterrolle, die Busch im Dezember 1957 übernahm, bevor er sich aus Krankheitsgründen von der Bühne verabschiedete. Unzählige Lieder wurden Busch von Eisler sozusagen auf den Leib komponiert, da dieser auch mit unzähligen Textvorschlägen an Eisler herantrat.[11] Diese Zusammenarbeit bewirkte eine weitere Verstärkung der Wirkung der Kampflieder.

In dieser Zeit entstanden die ersten Schellackplatten mit Eisler-Musik, gesungen von Ernst Busch. Vor allem das Lied Roter Wedding wurde weit über die Grenzen Berlins hinaus populär. 1931 wurde diese Platte Gegenstand des sogenannten Schallplattenprozesses, die Anklage lautete auf „Aufreizung zum Klassenhass“ sowie „Aufreizung zu Gewalt und Verächtlichmachung der republikanischen Staatsform“. Neben der Verhängung von Geldstrafen wurde die Platte selbst verboten, Restbestände mussten vernichtet werden.

Die populärsten Stücke von Eisler für Busch waren Kominternlied, Roter Wedding, Stempellied, Seifenlied und das Solidaritätslied. Die Gründe für die hohe Popularität dieser Musikform ist aus der Situation des Jahres 1929 zu erklären. Die Weltwirtschaftskrise traf zuallererst die Arbeiter und deren Familien. Hunger und Obdachlosigkeit nahmen in beängstigendem Ausmaß zu.

Eislers Anspruch an die Kampflieder war, dass sie eine klare Aussage haben müssen und jederzeit und überall gesungen werden können. Im Chor genauso wie einstimmig.

Trotz der Erfolge blieb Eislers finanzielle Situation angespannt. Sie besserte sich erst durch die Einnahmen von den Filmkompositionen und vor allem dadurch, dass die bürgerlichen Schallplattenunternehmen die Arbeitermusik als Umsatzchance entdeckten. Als Delegierter der kommunistischen Interessensgemeinschaft für Arbeiterkultur reiste Eisler 1930 das erste Mal nach Moskau.

Eisler und Brecht (1930–1932)

Eisler und Brecht trafen sich beim jährlichen Kammermusikfestival „Neue Musik Berlin 1930“. Beides Männer gleichen Alters, von ihren Fähigkeiten überzeugt und beide gewillt, ihre Vorstellungen von Ästhetik und Politik durchzusetzen.

Die Maßnahme

→ Hauptartikel: Die Maßnahme

Das gemeinsame Lehrstück „Die Maßnahme“, eine Neuaufbereitung des Stückes „Der Jasager“ welches Brecht für dieses Festival als Auftragswerk schrieb, wurde von der Festspielleitung wegen politischer Bedenken abgelehnt. Weill zog daraufhin aus Solidarität sein Stück „Die Jasager“ ebenfalls zurück. Eisler begann im Juli 1930 die kompositorische Arbeit im Hinblick darauf, ein Stück zu schreiben für diejenigen, für welche es bestimmt ist, und die alleine eine Verwendung dafür haben: von Arbeiterchören, Laienspielgruppen, Schülerchören und Schülerorchestern, also von solchen, die weder für Kunst bezahlen, noch für Kunst bezahlt werden, sondern Kunst machen wollen.[12]

„Die Maßnahme“ war das erste große Werk für die Arbeitersängerbewegung, bisher gab es nur einzelne Lieder. Für die Uraufführung studierten drei Berliner Großchöre das Werk ein (zum größten Teil ungeschulte Stimmen und ohne Kenntnisse der Notenschrift), dazu noch die Solisten Anton Maria Topitz, Ernst Busch, Helene Weigel und Alexander Granach. Die Chöre waren bis spät in die Nacht beschäftigt, da die Mitglieder unter Tags zum Teil arbeiteten. Die Uraufführung fand in der alten Berliner Philharmonie in der Berndorfer Straße am 13. Dezember 1930[13] statt. Die Aufführung begann − ungewöhnlich − erst um 23.30 Uhr. Hanns Eisler sang selbst im Chor mit. Das Werk wurde von den Arbeitern begeistert aufgenommen, jedoch von Rechts wegen Aufreizung zum Klassenkampf, von der KPD wegen „seiner idealistischen Grundeinstellung“ kritisiert. Dem Programmheft war ein Fragezettel beigefügt, den das Publikum einsenden sollte und wovon rege Gebrauch gemacht wurde. Eine Woche später fand in einer Schule eine Diskussionsveranstaltung statt. Davon ausgehend kam es zu Änderungen am Text und insgesamt drei weiteren Fassungen. Ebenso erweiterte und änderte Eisler die Partitur.

Es kam bis 1932 zu mehreren Aufführungen in Deutschland, in Leipzig waren 300 Chorsänger auf der Bühne.

Durchwegs positiv, teilweise euphorisch war die Musikkritik von beiden Seiten, der proletarischen und der bürgerlichen. Das Drama „Die Maßnahme“ wird hier deshalb so ausführlich beschrieben, weil es mit Sicherheit eine der bedeutendsten Kompositionen Eislers darstellt – vor allem deshalb, weil es bis heute, aufgrund eines Aufführungsverbots durch Bertolt Brecht nach 1945 und später durch die Brecht-Erben, nur ganz wenigen Menschen bekannt ist. Brecht befürchtete zu Recht, dass dieses Werk im gerade beginnenden Kalten Krieg missverstanden und als Beweis für Grausamkeit der kommunistischen Sache eingesetzt wird. Ruth Fischer hatte gerade in ihrem Buch „Stalin and the German communism“ Brecht als Minnesänger des Kommunismus verunglimpft, und gleichzeitig darin mit ihren Brüdern Gerhart und Hanns – in völligem Missverständnis des Stückes – abgerechnet. Dieses Buch trug wesentlich zu den Aufführungsverboten von Brecht/Eisler in den 1950er und 1960er Jahren bei.

Die letzte Aufführung in Deutschland gab es am 23. Januar 1932 im Reichshallen-Theater in Erfurt. Im Stück selbst gibt ein chinesischer Arbeiterführer die Weisung, die Fabrik zu stürmen. Das nahm die anwesende Polizei zum Anlass, die Aufführung wegen „Aufreizung gegen den Staat“ zu unterbrechen. Bei der gewaltsamen Räumung des Saales kam es zu Tumulten und einigen Verhaftungen. Damit endete die Aufführungsgeschichte der Maßnahme in Deutschland.

Die erste Wiederaufführung gab es 1987 in London, die erste deutsche Wiederaufführung 1997 im Berliner Ensemble. Anfang 2002 kam es in Wien zu zwei Aufführungen im Jugendstiltheater am Steinhof, welche, trotz guter Leistung und gelungener Inszenierung, wegen der heutigen Nichtbekanntheit des Werks weitgehend unbeachtet blieben. Es existieren keine Aufnahmen, der Text selbst erschien schon 1955 bei Suhrkamp. Das Aufführungsverbot betraf vor allem die Musik Eislers, da der Text selbst in den Brecht-Ausgaben ständig verfügbar war.

Merkmale geistlicher Musik

Text und Musik der Maßnahme weisen Merkmale geistlicher Musik auf. Die Verwendung von Eingangschor, Arien, Rezitativen, kanonischen und homophonen Chorsätzen sowie kirchentonartlichen Wendungen sind im Vergleich zu den anderen Lehrstücken Brechts einmalig. Mehrere deutliche Zitatbezüge auf bedeutende Werke geistlicher Musik verdeutlichen die Parallelen: Während sich der brechtsche Eingangstext an Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion orientiert, kopiert Eisler in seiner Eingangsmusik die der Matthäus-Passion. Der Chor: Ändere die Welt, sie braucht es bezieht sich auf den Schlusschor des ersten Teils von Georg Friedrich Händels Israel in Ägypten.

Der politische und künstlerische Alltag

In diesen Jahren war der Brecht-Kreis sehr aktiv. Eisler lernte bereits 1929 Hedi Gutmann kennen, eine engagierte junge Kommunistin. Eisler:„Es war keine Kneipe zu klein, wo Ernst Busch, Helene Weigel, Brecht und ich nicht auftraten, und es gab keinen Saal zu groß und kein Theater zu vornehm, wo wir nicht ebenfalls auftraten.“[14] Immer wieder gab es, wie Brecht es ausdrückte, rasch etwas zu machen. So unter anderem die Rote Revue: Wir sind ja soo zufrieden… der jungen Volksbühne, als Gemeinschaftsarbeit von Brecht, Ernst Ottwalt, Erich Weinert, Eisler und Friedrich Hollaender. Aus dieser Revue kam das Bankenlied, Das Lied vom SA-Mann, Die Ballade zu § 218 und Das Lied des SA-Proleten.

Im Jahr 1931 bekam Eisler die ersten beiden Aufträge für Tonfilmmusiken (Das Lied vom Leben und Niemandsland). In der zweiten Hälfte des Jahres 1931 begann Eisler die Arbeit an zwei anderen Projekten mit Brecht, dem Bühnenstück Die Mutter und dem Film Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?.

Mit der Dramatisierung von Die Mutter (Gorki), Maxim Gorkis Roman über die vorrevolutionäre Maidemonstration in Nischni Nowgorod im Jahr 1902 zielten Brecht und Eisler direkt auf die Situation der Arbeiterbewegung in Deutschland. Eisler schrieb dafür neun Musiknummern. Die bekannteste daraus, Lob der dritten Sache, beschreibt den Kommunismus als Ausweg aus der bestehenden politischen Stagnation und der von den beiden starken Kräften, dem bürgerlichen Lager und der reformorientierten Sozialdemokratie, nicht lösbaren wirtschaftlichen Dramatik, Hunger, Arbeitslosigkeit und Erstarkung einer vierten Kraft, des Nationalsozialismus.

Die Uraufführung fand am 17. Januar in Berlin im Theater am Schiffbauerdamm mit Helene Weigel, Ernst Busch und Theo Lingen als Polizeikommissar statt. Dem Premierenabend folgten 30 weitere ausverkaufte Aufführungen, damit wurde die Mutter neben Die Mausefalle von Gustav von Wangenheim das erfolgreichste Stück des proletarischen Theaters vor 1933. Die letzte Aufführung fand mit ständigen Unterbrechungen durch die Polizei statt, trotzdem spielte das Ensemble um Helene Weigel und Ernst Busch das Stück ohne Requisite und Kostüme bis zum Ende durch.

Das zentrale Thema des Films Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt? ist Solidarität. Das bekannteste von Eislers Kampfliedern, das Solidaritätslied, erklingt im dritten Teil des Films. Brecht schrieb dazu den Text: Vorwärts, und nicht vergessen…. Hauptdarsteller in diesem Film war Ernst Busch. Der Film wurde zu einem Massenerfolg in deutschen Kinos. Der Kinostart selbst wurde durch die deutsche Zensur behindert, deshalb fand die Uraufführung in Moskau statt.

Eisler in Moskau

Eisler war in dieser Zeit in Moskau, um mit dem Moskauer Staatsverlag für Musik über den Abdruck seiner Lieder zu verhandeln. Berichtet wurde von Änderungswünschen, welche Eisler strikt ablehnte und womit er sich, als der Abdruck 1934 erschien, durchsetzte. Eisler bekam den Auftrag, die Musik zu Pesn o gerojach (Heldenlied) zu schreiben. Er war offensichtlich zu diesem Zeitpunkt in der Sowjetunion kein Unbekannter mehr. Das Buch für diesen Film stammte von Sergej Tretjakow, den Stalin 1939 hinrichten ließ. Eislers Freundin, Hedi Gutmann, bekam eine Stelle in Moskau beim Rundfunk. Sie wurde im Zuge der stalinschen Säuberungen 1938 zu 18 Jahren Straflager verurteilt und kam erst 1957 wieder nach Berlin zurück.

Ende 1932 war Eisler wieder in Berlin und schuf gemeinsam mit Brecht und Helene Weigel die Vier Wiegenlieder für Arbeitermütter. Das eindrucksvolle Lied: O Fallada, da du hangest (Ein Pferd klagt an) prangert die soziale und seelische Verkrüppelung des Menschen infolge der immer schlimmer werdenden wirtschaftlichen Not an.

Nur Wochen vor der Machtergreifung Hitlers entstand das Lied Der Marsch ins Dritte Reich mit den Zeilen „…Es ist ein langer Weg zum Dritten Reiche, man sollt nicht glauben, wie lange sich das zieht“. Der Text zeigt die Fehleinschätzung der tatsächlichen Umstände in dramatischer Weise auf.

Exiljahre in Europa (1933–1937)

Das Wesentlichste der darauffolgenden Exiljahre lässt sich am besten mit den Zeilen aus dem Gedicht von Brecht An die Nachgeborenen II beschreiben:

Gingen wir doch öfter als die Schuhe

die Länder wechselnd.

Durch die Kriege der Klassen, verzweifelt

wenn da nur Unrecht war

und keine Empörung

Aus den Kampfliedern wurden Nazilieder und umgekehrt

In der Zwischenzeit hatten die Nazis erkannt, welch große Agitationskraft die Kampflieder der Linken hatten, der Musikbolschewisten, wie sie von den gesäuberten Arbeiterchorgruppen genannt wurden. Die meisten Arbeiter gaben den Chorgesang auf. Arbeiterliedgut wurde übernommen. Alfred Roth hat Dutzende dieser Adaptionen im Liedgut von NSDAP, SA, SS und HJ nachgewiesen.[15] Es erfolgte meistens eine Neuadaptierung, in die Musik wurde nicht eingegriffen. Diese Lieder waren so bekannt, dass vielfach auf den Notenabdruck verzichtet wurde, mit dem neuen Text wurde einfach auf die entsprechende Melodie hingewiesen.

Aus der Internationale wurde die Hitlernationale, zur Melodie von Brüder, zur Sonne, zur Freiheit wurde der Text zu Brüder, formiert die Kolonnen gesungen, aus dem Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gewidmeten Lied Auf, auf zum Kampf wurde Dem Adolf Hitler haben wir’s geschworen. Aus Roter Wedding wurde H.J. marschiert im Hitler-Jugend-Liederbuch Unsere Fahne flattert uns voran..

Eisler selbst äußerte sich dazu 1935 aus Paris, Verbot und Beschlagnahmung von Eisler-Noten und -Schallplatten waren der nächste Schritt. In der Ausstellung Entartete Kunst 1938 in Düsseldorf wurde Eisler ebenfalls präsentiert, mit einem als abschreckendes Beispiel angeprangerten Abdruck des Solidaritätsliedes.

Brecht emigrierte einen Tag nach dem Reichstagsbrand, Kurt Weill einen Monat später, Ernst Busch ging am 9. März nach Holland.

Der Kälbermarsch aus dem Jahre 1942 zeigt die eigentliche Position der Soldaten im Zweiten Weltkrieg, die freiwillig in die Schlacht zogen. Dieses politische Lied, Teil von Schweyk im Zweiten Weltkrieg aus dem Jahre 1943, war Brechts bittere Parodie auf das Horst-Wessel-Lied, das zu der damaligen Zeit den Rang einer zweiten Nationalhymne hatte und dessen Melodie Eisler im Refrain für diese Adaption nutzte.

Wien

Mitte Jänner 1933 fuhr Eisler nach Wien, um mit Anton Webern ein Konzert von Stücken aus Die Maßnahme und Die Mutter vorzubereiten. Dort erreichte ihn die Nachricht von der Machtergreifung Hitlers. Er fuhr im Februar noch einmal nach Berlin zurück, offensichtlich um seine Wohnung aufzulösen und das dort befindliche Material nach Wien zu überführen.

Da er sich aufgrund der langen Trennung und wegen seiner Beziehung zu Hedi Gutmann mit seiner Frau auseinandergelebt hatte, suchte er sich eine eigene Unterkunft. Zwei Jahre später wurde die Ehe geschieden. Aus ihr ging 1928 ein Sohn hervor, der Künstler Georg Eisler.

Das Konzert selbst fand zu einem Zeitpunkt höchster politischer Spannungen statt. Der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß bereitete gerade die Ausschaltung des Parlaments vor, ein halbes Jahr später wurden alle politischen Parteien verboten (Austrofaschismus). Im Anschluss an das Konzert, bei dem Brecht und Helene Weigel anwesend waren, kam es zu einem spontanen Demonstrationszug, bei dem Kampflieder gesungen wurden. Der anschließende Zusammenstoß mit der Polizei war unvermeidlich.

Unmittelbar danach reiste Eisler in die Tschechoslowakei, wo ein neuer Filmauftrag auf ihn wartete. Es war ein Film über das Leben in der Karpato-Ukraine. Bei einem Besuch in der Hohen Tatra lernte Eisler eine junge Frau kennen: Louise (Lou) Jolesch geb. Gosztony, die Gattin eines Industriellen aus Iglau. Sie war wahrscheinlich die einzige Kommunistin in ihrem Wohnort Wiese, da es dort nur eine Stimme für die Kommunisten gab. Ende 1933 besuchte sie Hanns Eisler in Paris. Von 1934 an begleitete sie Eisler ständig, am 7. Dezember 1937[16] heirateten sie in Prag.

Die Länder wechselnd

Eisler erreichte Ende März 1933 Paris. Er hatte viel zu tun (Filmmusiken, Einladung nach Antwerpen von Ernst Busch). Eisler setzte in dieser Zeit bei verschiedenen Projekten immer wieder eigene Musiken von früher ein, so im holländischen Film Nieuwe Gronden, der die Geschichte des Deichbaus der Zuiderzee beschrieb. So wie viele andere war Eisler gezwungen, schon allein des Broterwerbs wegen, Musik für Projekte zu komponieren, die ihn selbst nicht wirklich zufriedenstellten. So schrieb er im April 1934 über die Arbeit an dem Film Le grand jeu an Brecht: Er ist ein riesiger Erfolg geworden obwohl es ein Scheißdreck ist, und sogar ich habe endlich hier auch eine glänzende Presse.

Brecht lebte zu dieser Zeit in Dänemark und schickte Eisler immer wieder Texte zum Bearbeiten. Es waren die . Mitte Jänner reiste Eisler zusammen mit Lou zum ersten Mal von Paris nach zu Brecht. Dort trafen sie am 12. Februar ein. Die Stimmung war gedrückt, gerade wurde im Radio über das Aufflammen der in Österreich berichtet. Damit war für Brecht und Eisler keine Aufführung in Österreich mehr möglich. Am 11. Februar, einen Tag vor Ausbruch der Kämpfe, fand in Wien das letzte Arbeiter-Sinfonie-Konzert nach 29 Jahren statt, es schloss mit Eislers Orchestersuite Nr. 3, Kuhle Wampe.

In den folgenden zwei Monaten, noch bevor Eisler wieder für drei Monate nach Paris zurückmusste, arbeiteten Brecht und Eisler intensiv an der Umarbeitung des Stücks: Die Spitzköpfe und die Rundköpfe oder Reich und reich gesellt sich gern.

Eisler traf im Juli wieder in ein, gemeinsam arbeiteten sie weiter. Es entstanden die Ballade vom Wasserrad, Das Lied von der belebenden Wirkung des Geldes und Das Lied von der Tünche. Vor allem die ersten beiden waren sicher die besten gemeinsamen Arbeiten. Die Aufführung des Werks gestaltete sich als sehr schwierig, die Uraufführung fand erst 1936 in Dänemark in dänischer Sprache statt. Erst in den sechziger Jahren wurden diese Werke zum ersten Mal in Westdeutschland aufgeführt. Die Lieder und Balladen gehörten damals jedoch bereits zum festen Repertoire der meisten Brechtinterpretinnen.

Von Ende August an lebte Eisler mit Lou in , wo er zusammen mit Ernst Busch die Kalifornische Ballade aufnahm; für die Produktion fuhren sie im Jänner 1935 kurz nach Holland. Grund dieses Aufenthalts war der Auftrag für den Historienfilm mit in der Hauptrolle.

Die KPD und die arbeiteten, zurückblickend auf die Fehler vor 1933, verstärkt auf eine antifaschistische Einheitsfront von Kommunisten und Sozialdemokraten hin und baten Brecht um einen Liedtext sowie Eisler um die Musik. Ende 1934 hatten Brecht und Eisler das in wenigen Tagen geschrieben, es wurde schnell bekannt und ist es bis heute.

Vom Februar bis Mai 1935 unternahm Eisler eine Konzert- und Vortragstournee durch die USA zugunsten der notleidenden Kinder der Saarflüchtlinge. Viele Kommunisten und Sozialdemokraten mussten 1935 nach der Abstimmung im das Land verlassen. Im Zuge dieser Veranstaltungen kam es zur Gründung einiger Hilfskomitees in den USA. Diesen gehörten verschiedene Intellektuelle und Künstler wie , , , und andere an.

Das Eröffnungskonzert in New York mit einem Chor mit 1000 Sängern musste wegen der großen Nachfrage zehn Tage später wiederholt werden. Insgesamt dirigierte Eisler in den USA über 30 Konzerte mit unterschiedlichen Sängern. Bei diesen Konzerten referierte Eisler über den deutschen Faschismus, die Krise der modernen bürgerlichen Musik und die neuen Aufgaben der Arbeitermusikbewegung. Danach folgte immer der musikalische Teil. Die Texte wurden ins Englische übersetzt. Auf dieser Tournee gab es etwa 60.000 Zuhörer, dazu kamen noch ungefähr 8000 beteiligte Sänger. Eisler lernte bei dieser Reise den Direktor der New York New School for Social Research kennen; dieser lud ihn als visiting professor for music für Komposition und für eine Vorlesungsreihe zum Thema Die Krise der modernen Musik im Wintersemester 1935/36 ein. Diese Einladung hat er auch teilweise umgesetzt. Gespräche über die Aufführung von Die Mutter und Die Maßnahme führte er mit vom . Während dieser Zeit schmiedete er einen Plan für eine umfangreiche Konzentrationslagersinfonie, die später als Deutsche Sinfonie verwirklicht wurde. Eisler und Lou fuhren im Mai 1935 wieder zurück nach Paris.

Lion Feuchtwanger „Exil“

begann in Frankreich im Exil seinen Roman Exil, in dem der nach Paris emigrierte Komponist die zentrale Figur ist. Dieser hatte einige Zeit seine kompositorische Arbeit niedergelegt und war mit politisch-publizistischer Arbeit im antifaschistischem Kampf tätig gewesen. Es ist anzunehmen, dass Feuchtwanger Eisler als Vorbild für diese Figur nahm, so erhielt Trautmanns Sohn im Roman den Vornamen Hanns.

Eisler selbst hielt es jedoch nicht lange in Paris, er reiste kurz nach London und im Juni 1935 zur 1. Arbeiter- und Gesangsolympiade, an der 70 Chöre und über 3000 Mitwirkende teilnahmen, nach . Bei der Eröffnung erklang zum ersten Mal in Europa das Einheitsfrontlied, vorgetragen von Ernst Busch. Wie so oft endete auch dieses Fest mit einem Festumzug und einem Handgemenge mit der Polizei, Eisler wurde kurzfristig inhaftiert. Eine Woche später fand das Nordböhmische Arbeitermusikfest in (Reichenberg) mit 15.000 Teilnehmern statt, an dem Eisler ebenfalls teilnahm.

So großartig dies klingen mag, so darf nicht unerwähnt bleiben, dass diese Arbeitermusikfeste zu einem großen Teil nicht von Arbeiterliedern und Kampfmusik geprägt waren. Darüber äußerte sich Eisler später gegenüber Brecht in großer Sorge. Von Reichenberg aus reiste Eisler nach Moskau zum VII. Weltkongress der Komintern.

Eisler bei den Interbrigaden

Nach einigen Vorträgen und Radioauftritten in Belgien, Frankreich und den Niederlanden Ende 1937 traf Eisler am 10. Jänner 1938 im belagerten ein.[17] Aufgrund seiner großen internationalen Bekanntheit wurde er dort herzlich begrüßt, die Brigadeführung versprach sich von ihm und dem gleichzeitig anwesenden Ernst Busch große Unterstützung der bedrängten republikanischen Truppen und der . Nach wenigen Tagen fuhr Eisler nach zur XI. Brigade. Das war Teil dieser Brigade.

Die Musikalität und Gesangsfähigkeit der Brigadisten war so groß, dass Eisler in der Lage war, in kürzester Zeit einige neue Lieder zu komponieren und diese in angemieteten Sälen aufzuführen. Ein Teil der Sänger waren Verwundete und standen oder saßen mit ihren Verbänden auf der Bühne. „… Schön wurde nicht gesungen, die Stimmen waren heiser durch die große Kälten in den Stellungen. Es wurde mit großer Begeisterung gesungen. So müssen die Bauern in den Bauernkriegen ihre Bundschuhlieder, so die Taboriten gesungen haben, so muss die Marseillaise das erste Mal geklungen haben“.[18]

Zwei Wochen später verließ Eisler Spanien, ohne den ebenfalls dort anwesenden Ernst Busch getroffen zu haben, um sich in in Dänemark bei Brecht der bereits begonnenen Deutschen Symphonie weiter zu widmen, dies für insgesamt acht Monate, eine lange Zeit an einem einzigen Ort, gemessen an Eislers sonstigem Reisepensum.

Eisler in den USA (1938–1948)

Bereits zum dritten Mal betraten Eisler und seine Frau Lou am 20. Januar 1938 amerikanischen Boden. Sie hatten nur ein für sechs Monate befristetes, nicht verlängerbares Besuchervisum, ausgestellt von der amerikanischen Botschaft in Prag. An sich hätten die Eislers aufgrund der Einladung als Visiting Professor ein Non-quota Visum beanspruchen können. Dies hätte ihnen viele bürokratische Hürden erspart, denen sie in den folgenden Jahren ausgesetzt waren.

Lehrjahre als Immigrant

Obwohl Eisler bereits Tage nach seiner Ankunft seine Lehrtätigkeit an der antreten konnte, war er aufgrund des niedrigen s und der Tatsache, dass er keine größeren Mittel aus Europa mitbringen konnte, auf Hilfe durch Freunde und Hilfsorganisationen angewiesen. Dieses Schicksal teilte er mit vielen Emigranten, viele von ihnen begingen in der Selbstmord, wie 1939 . Dieser verschaffte Eisler noch ein Arbeitsstipendium der , das seine dringlichsten Ausgaben decken konnte, so die Miete für ein kleines Appartement in der 57 West 11 Street in , das sie bis 1939 bewohnten. In dieser Zeit nutzte Eisler jede Gelegenheit, um Englisch zu lernen. Es gelang ihm jedoch nur unzulänglich. Sie selbst waren sehr gastfreundlich und luden immer wieder Freunde ein. Immer wieder setzte sich Eisler ans Klavier und spielte.

Ende Februar 1938 organisierten Freunde von der ein „Welcome Concert for Hanns Eisler“ an der New School for Social Research. Ebenso gab es bereits in den nächsten Monaten verschiedene Konzerte, die mehrfach von der zur Kenntnis genommen wurden. Seine Kontakte zur amerikanischen Arbeitermusikbewegung aus den Jahren 1935 setzte Eisler fort. Allerdings musste Eisler sehr vorsichtig sein, da jeglicher Kontakt von Immigranten zur streng untersagt und mit Ausweisung bedroht war.

Aus diesem Grund legte sich Eisler das John Garden zu, als er im Herbst 1938 zur Mitarbeit an einem künstlerischen Programm für eine geplante Lenin-Gedächtnisfeier zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution eingeladen wurde. Mit entstand das Stück A Song about America, das im November 1938 im seine bejubelte Uraufführung hatte. Mit seinem Lied Sweet Liberty Land gelang Eisler das Gegenstück zum Einheitsfrontlied, es wurde zur Nationalhymne der kommunistischen Partei Amerikas (H. R. Hays). Diese Euphorie der amerikanischen Arbeiterbewegung bekam 1939 einen empfindlichen Rückschlag.

Ende 1938 schrieb Eisler streng zwölftonig die Filmmusik für und s Film The 400 Million, der den chinesisch-japanischen Krieg von 1937 zum Thema hatte. Es war das erste Mal, dass Eisler diese Technik für einen Film anwandte. Premiere war im März 1939 in New York. Wie oftmals später, verwendete Eisler Teile der Filmmusik, um diese in allgemein aufführbare Kammermusikstücke weiterzuentwickeln. So entstanden daraus unter anderem die häufig aufgeführten Fünf Orchesterstücke.

Im Sommer verbrachten die Eislers einige Zeit auf dem Anwesen des Kunst- und Musikhistorikers Joachim Schumacher in Valley Cottage unweit von New York City.[19] Dort begegnete Eisler wieder , dessen Frau Karola und ihren einjährigen Sohn. Dieses Treffen inspirierte Eisler zu seiner zu Herrn Meyers erstem Geburtstag.

Über die Mitwirkung von Eisler in einem politischen Kabarett im Theatre Arts Committee wurde berichtet, von seinen Kompositionen ist davon jedoch nichts bekannt. Joseph Losey erhielt anlässlich der bevorstehenden New Yorker 1939 von der amerikanischen Ölindustrie den Auftrag, einen Puppentrickfilm zu schaffen. Der Name war Pete Roleum and his Cousins. Eisler machte dazu die Musik und zwar so erfolgreich, dass sein Ruf gefestigt und er noch weiter bekannt wurde. Zur gleichen Zeit schrieb Kurt Weill die Musik für eine Attraktion der amerikanischen Eisenbahngesellschaften auf dieser Weltausstellung, Weill bezeichnete diese Musik als Zirkusoper.

Beide Musiker hätten es sich nicht träumen lassen, einmal im Auftrag des amerikanischen Großkapitals bzw -monopols zu arbeiten, die Umstände des Exils zwangen sie jedoch dazu, und es waren für damalige Verhältnisse üppige Honorare. Eisler konnte der Uraufführung nicht beiwohnen, da er sich bereits in aufhielt. Da das Besuchervisum auslief, versuchte er, über einen Anwalt bei der US-Botschaft in ein Non-Quota-Visum zu bekommen, dessen Bearbeitung blockiert wurde, da Eisler bereits als Kommunist vorgemerkt, auf die Hilfe und Fürbitte einflussnehmender Freunde angewiesen war und sein Besuchervisum bereits einmal im Juni 1938 verlängert worden war. Das Hin und Her um das ging soweit, dass die damalige Präsidentengattin beim Außenminister intervenierte (Memorandum for Hon. Sumner Welles: “Dear Sumner – This Eisler case seems a hard nut to crack. What do you suggest? Sincerely E.R.”). Die Situation für die Eislers war prekär, Havanna antwortete nicht und verzögerte die Bearbeitung und die Besuchervisa liefen endgültig am 21. Jänner 1939 ab. Die Ausweisung aus den USA wurde ihnen am 2. März offiziell verkündet. Mexiko, das zu dieser Zeit von dem progressiven Präsidenten regiert wurde und eine offen antifaschistische Außenpolitik betrieb, bot Eisler ein zwischenzeitliches Asyl und eine zeitweilige mexikanische Aufenthaltserlaubnis an, diese allerdings erst nach direkter Intervention von Freunden Eislers beim Präsidenten selbst.

Eisler kam am 12. April 1939 in Mexiko-Stadt an und gab im Mai 1939 ein Konzert im Theater . Er wohnte im gerade freigewordenen Haus der türkischen Gesandtschaft. Dort verfasste er einige Kammermusikstücke und begann wieder einige Gedichte von Brecht zu vertonen, darunter die Elegie und den Spruch. Von Juni bis September hatte er einen Lehrauftrag zu den Themen Einführung in die moderne Harmonie und Moderne Instrumentation am Konservatorium der Stadt inne.

Im August erreichte Eisler die Nachricht vom , Anfang September kam es zum Einmarsch Deutschlands in Polen. Die Erteilung eines Immigrantenvisums für die USA wurde weiterhin verschleppt. Mit einem auf zwei Monate begrenzten Besuchervisum fuhr Eisler am 11. September 1939 mit seiner Frau nach New York zurück. Trotz der befristeten Aufenthaltsbewilligung blieb Eisler länger in den USA. Am 17. Juli 1940 erließ die amerikanische Einwanderungsbehörde offiziell Haftbefehl gegen Eisler, der sich damals für ein Filmprojekt in Hollywood aufhielt. Er entkam, indem er sofort mit seiner mexikanischen Aufenthaltserlaubnis nach Mexiko zurückfuhr. In in an der Grenze zu trug Eisler sein Ersuchen um einen Daueraufenthalt dem dortigen US-Konsul Willis Meyer vor. Meyer stellte Eisler, offenbar in Unkenntnis der Situation, nach drei Tagen ein Non-Quota-Visum aus, wofür er Jahre später vom als „schlafender Konsularbeamter“ beschimpft wurde. Trotzdem gestaltete sich die Rückkehr in die USA schwierig, da die Eislers trotz des gültigen Non-Quota-Visums nicht einreisen durften. Erst nach einer Beschwerde an den Berufungsausschuss der Obersten Einwanderungsbehörde am 22. Oktober 1940 und nach einem weiteren Monat des unfreiwilligen Aufenthalts in der Grenzstadt durften Lou und Hanns Eisler endlich einreisen und kehrten sofort nach New York zurück.

Ein neuer Anfang

Obwohl Eisler einen gewissen Bekanntheitsgrad als Komponist ungewöhnlicher Filmmusiken hatte, war es für ihn sehr schwierig, ausreichend Geld zu verdienen. Seine Lehrtätigkeit an der New School deckte höchstens die Miete für sein Appartement, einige Gelegenheiten, Bühnenmusiken zu schreiben linderte die Not gerade etwas (Night Music von Clifford Odets und Medicine Show von Hoffmann Hays, beide uraufgeführt in New York 1940). Eisler hatte damals die Idee, das Thema Filmmusik als Buch zu veröffentlichen. Zur Finanzierung dieses Projekts, welches im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit angelegt war, wurde die herangezogen, die tatsächlich der New School of Sozial Research diesen Auftrag unter der Leitung von (Dr.) Hanns Eisler erteilte. Dotiert war dieses wissenschaftliche Stipendium für: „experimentelle Demonstrationen der Musik in der Filmproduktion“ (so das offizielle Schreiben der Rockefeller-Stiftung) für einen Zeitraum von zwei Jahren mit 20.160 Dollar und sah in der Konzeption unter anderem die Einrichtung eines Tonfilmarchivs vor. Eisler selbst fand mit jährlich 3.000 Dollar eine gute Lebensgrundlage und war vorerst seiner finanziellen Probleme entledigt. Während der Stipendiumszeit entstanden Bearbeitungen zu verschiedenen Filmen, so unter anderem die Bearbeitung von amerikanischen Kinderliedern für einen Film von Joseph Losey über Kindergärten sowie Sequenzen zu s . Für einen Naturfilm White Flood komponierte Eisler die zwölftönige, fünfsätzige Kammersinfonie und bezeichnete diese als: „fortgeschrittenstes musikalisches Material (strenge Zwölftontechnik), angewandt auf die große musikalische Form“[20] …. Dieses Werk widmete Eisler Theodor W. Adorno.

Die Widmung zeigte, dass Eisler schon damals, am Anfang des Projekts mit Adorno in Verbindung stand, und nicht erst anlässlich der Arbeit am gemeinsamen Buch über dieses Projekt, wie mehrfach verlautet wurde. Tatsächlich kannten sich Eisler und Adorno bereits seit dem Jahre 1925.[21]

Unterbrochen wurden diese Arbeiten, als Eisler von dem Regisseur zu einem Filmprojekt nach Mexiko gerufen wurde. Der Dokumentarfilm nach einer Erzählung von beschrieb die furchtbaren Zustände in einem indianischen Bergdorf in Mexiko. Eisler übernahm die Filmkomposition unter sehr schwierigen Bedingungen, da der dafür vorgesehene mexikanische Komponist verstorben war. Dazu sah er es für notwendig an, sich mit der dortigen Kultur und Musik und all ihren Einflüssen auseinanderzusetzen. Die Komposition stellte er in New York fertig, Teile davon verwendete er für sein Nonett Nr. 2, das Originalmaterial gilt jedoch als nicht rekonstruierbar und als verloren gegangen. Den Sommer 1941 verbrachten die Eislers in , Connecticut als Gast von ; das dort entstandene, als Woodbury-Liederbüchlein bekannt gewordene Werk, betrachtete Eisler als Dank für die Gastfreundschaft, nicht ohne Bangen, denn Hitler hatte im Juni 1941 die Sowjetunion überfallen.

Wieder in New York zurück, setzte Eisler seine Arbeit am Filmmusikprojekt fort. Der Dokumentarfilm aus dem Jahre 1929 von Joris Ivens, eine filmische Studie über die unterschiedlichen Effekte, die Regen erzeugen kann, führte zu dem bedeutendsten, streng in Zwölftontechnik geschriebenen Werk Eislers in dieser musikalischen Sparte Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben. Eisler erklärte später, dass es ebenso Vierzehn Arten, traurig zu sein bedeuten kann. Eisler sah dieses Werk als an seinen Lehrer Arnold Schönberg, der seit 1934 in Kalifornien unterrichtete und dem er es 1944 zu dessen 70. Geburtstag übereignete.

Mit dieser Arbeit war Anfang 1942 der praktische Teil des Projekts fertiggestellt. Um den theoretischen Teil, das Buch, fertigzustellen, bat Eisler um eine Verlängerung des Stipendiums, das ihm von der Rockefeller Foundation für weitere neun Monate bewilligt wurde.

Hollywood

Die Arbeitsbedingungen in New York waren für Eisler zum Teil sehr schwierig, für die musikalischen Experimente mussten Studios stundenweise angemietet werden, das Ende des Stipendiums nahte und sein finanzielles Auskommen war in absehbarer Zeit wieder unklar. Die Möglichkeit, eine besser bezahlte Lehrtätigkeit an der anzunehmen und bessere Arbeitsbedingungen vorzufinden, stand im Raum.

Ausschlaggebend war die Ankunft von Bert Brecht in , den Eisler seit vier Jahren nicht mehr gesehen hatte und mit dem er in ständigem brieflichen Kontakt gestanden hatte. Eisler selbst verschaffte Brecht das Non-Quota-Visum für die USA, aufgrund einer Einladung als Lecturer auf der New School of Research. Brecht war nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Dänemark nach Schweden und danach nach Finnland geflüchtet und weiter über Moskau mit der nach gefahren. Danach ging es per Schiff über nach Los Angeles, wo er am 21. Juli 1941 eintraf und ein kleines Haus in bezog.

Eisler und Lou tra

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Filmmusik von Hanns Eisler

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Regie: Günter und Jutta Lippmann
Ändere die Welt, sie braucht es – Begegnungen mit Hanns Eisler Userwertung:

Produktionsjahr: 1973
FSK 6
Regie: Alberto Cavalcanti
Herr Puntila und sein Knecht Matti Userwertung:

Produktionsjahr: 1960
Schauspieler/innen: Curt Bois, Heinz Engelmann, Maria Emo, Gaby Banschenbach, Erika Pelikowsky, Inge Holzleitner, Dorothea Neff, Elfriede Irrall, Edith Prager, Erland Erlandsen, Karl Skraup
Drama FSK 16
Regie: Raymond Rouleau
Die Hexen von Salem Userwertung:

Produktionsjahr: 1957
Schauspieler/innen: Simone Signoret, Yves Montand, Mylène Demongeot, Pascale Petit, Jean Debucourt, Sabine Thalbach, Ursula Körbs, Michel Piccoli, Alfred Adam, Françoise Lugagne, Darling Légitimus, Pierre Larquey, Aribert Grimmer, Jeanne Fusier-Gir, Hans Klering, Werner Segtrop, Gerd Michael Henneberg
Drama FSK 6
Regie: Louis Daquin
Bel Ami Userwertung:

Produktionsjahr: 1955
Schauspieler/innen: Johannes Heesters, Marianne Schönauer, Christl Mardayn, Gretl Schörg, Maria Emo, Jean-Roger Caussimon, René Lefèvre, Lukas Ammann, Egon von Jordan, Jacqueline Duc
Dokumentarfilm
Regie: Alain Resnais
Nacht und Nebel Userwertung:

Produktionsjahr: 1955
Schauspieler/innen: Michel Bouquet
FSK 12
Regie: Slátan Dudow
Frauenschicksale Userwertung:

Produktionsjahr: 1952
Schauspieler/innen: Sonja Sutter, Lotte Loebinger, Anneliese Book, Susanne Düllmann, Ursula Burg, Käte Alving, Angela Brunner, Maly Delschaft, Albert Doerner, Albert Garbe, Friedrich Gnaß, Hanns Groth, Friedrich Kühne, Karla Runkehl
Der Rat der Götter
FSK 0
Regie: Kurt Maetzig
Der Rat der Götter Userwertung:

Produktionsjahr: 1950
Schauspieler/innen: Paul Bildt, Fritz Tillmann, Willy A. Kleinau, Hans-Georg Rudolph, Albert Garbe, Helmuth Hinzelmann, Inge Keller, Yvonne Merin, Käthe Scharf, Herwart Grosse, Theodor Vogeler, Arthur Wiesner, Karl Heinz Deickert, Agnes Windeck, Helene Riechers, Brigitte Krause, Eva Pflug
Unser täglich Brot
FSK 6
Regie: Slátan Dudow
Unser täglich Brot Userwertung:

Produktionsjahr: 1949
Schauspieler/innen: Paul Bildt, Siegmar Schneider, Harry Hindemith, Paul Edwin Roth, Viktoria von Ballasko, Inge Landgut, Ina Halley, Angelika Hurwicz, Doris Holve, Irene Korb, Erna Sellmer, Alfred Balthoff, Eduard Wandrey, Friedrich Gnaß, Walter Gross, Herbert Weißbach, Hellmut Helsig
Liebesfilm
Regie: Jean Renoir
Die Frau am Strand Userwertung:

Produktionsjahr: 1947
Schauspieler/innen: Joan Bennett, Robert Ryan, Charles Bickford, Nan Leslie, Walter Sande, Irene Ryan
Drama FSK 16
Regie: Frank Borzage
Die Seeteufel von Cartagena Userwertung:

Produktionsjahr: 1945
Schauspieler/innen: Maureen O’Hara, Paul Henreid, Walter Slezak, Binnie Barnes, John Emery, Barton MacLane, J. M. Kerrigan, Fritz Leiber, Nancy Gates, Jack LaRue, Mike Mazurki, Ian Keith
Auch Henker sterben
Kriegsfilm
Regie: Fritz Lang
Auch Henker sterben Userwertung:

Produktionsjahr: 1943
Schauspieler/innen: Brian Donlevy, Walter Brennan, Anna Lee, Nana Bryant, Gene Lockhart, Reinhold Schünzel, Alexander Granach, Hans Heinrich von Twardowski, Ludwig Donath, Louis V. Arco, Dennis O’Keefe

Regie: Slátan Dudow
Kuhle Wampe Userwertung:

Produktionsjahr: 1932
Schauspieler/innen: Hertha Thiele, Ernst Busch, Marta Wolter, Adolf Fischer, Lilli Schönborn, Max Sablotzki, Alfred Schäfer, Gerhard Bienert, Anna Müller-Lincke, Erwin Geschonneck, Willi Schur
Kriegsfilm
Regie: Victor Trivas
Niemandsland Userwertung:

Produktionsjahr: 1931
Schauspieler/innen: Ernst Busch, Hugh Stephen Douglas, Louis Douglas, Georges Péclet, Wladimir Sokoloff, Renée Stobrawa, Elisabeth Lennartz, Zoe Frank, Rose Mai, Holmes Zimmermann

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