Wahrheit oder Pflicht Filmkritik

Wahrheit oder Pflicht Kritik der neue Film von Jeff Wadlow mit Lucy Hale und Tyler Posey

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„Wahrheit oder Pflicht“: Ein tödliches Spiel

Für Universal ist Jason Blums Firma Blumhouse die reinste Gelddruckmaschine. Er präsentiert immer wieder kleine Genre-Filme, die an der Kinokasse richtig abräumen. So dürfte es nun auch bei WAHRHEIT ODER PFLICHT sein.

Die Idee für den Film kommt von Regisseur Jeff Wadlow, der den Titel und das Konzept Blum vorstellte und sofort ein Budget bewilligt bekam. Für Wadlow sicherlich eine tolle Erfahrung, da seine groß budgetierten Filme X-FORCE und MASTERS OF THE UNIVERSE beide noch in der Vorproduktion ad acta gelegt wurden. Mit diesem Film kehrt der Regisseur nun zu seinne Wurzeln zurück, fiel er Mitte der 200er Jahredoch ursprünglich mit dem Slasher-Streifen CRY_WOLF auf.

Filmfoto: Wahrheit oder Pflicht©Universal Pictures Germany Olivia fährt mit ihren Freunden zum Spring Break nach Mexiko. Nach Tagen endloser Feiern lernen sie Carter kennen, der die ganze Clique zu einem Spiel einlädt – in einer verlassenen Kirche. Dort spielen sie alle „Wahrheit oder Pflicht“, aber wie sich schon bald herausstellt, endet dieses Spiel nie. Sie alle werden nun von einem Dämon heimgesucht, der sie immer wieder zum Spielen auffordert. Wählen Sie „Wahrheit“ und lügen sie, sterben sie, wählen sie „Pflicht“ und erfüllen diese nicht, sterben sie. Der Gruppe, die nach einem Ausweg sucht, läuft die Zeit davon …

Bei der Besetzung hat Wadlow sich an Jungtalente gehalten, so mancher ist aber schon weit über das Teenager-Alter hinaus, so etwa Hayden Szeto und Nolan Gerard Funk, die beide bei den Dreharbeiten schon über 30 Jahre alt waren. Näher am Alter ihrer Rolle war Violett Beane, die man als Jessie Quick aus THE FLASH kennt. Die Hauptdarstellerin Lucy Hale, die mit PRETTY LITTLE LIARS bekannt wurde, hat zudem schon Horrorerfahrung: Sie wurde in SCREAM 4 eines der ersten Opfer des Ghostface-Killers. Ihr Ko-Star Landon Liboiron wurde vor allem durch die Horrorserie HEMLOCK GROVE bekannt, ist derzeit aber auch in der Serie FRONTIER zu sehen. Tyler Posey wiederum verdiente sich erste Meriten mit TEEN WOLF.

Filmfoto: Wahrheit oder Pflicht©Universal Pictures Germany Der Film funktioniert gut, und das nicht nur, weil das dämonische Grinsen gruselig aussieht oder weil die Tode Punch besitzen, sondern vor allem auch, weil diese tödliche Form des Spiels als moralische Herausforderung daherkommt. Das Schreckliche passiert diesen Figuren, weil sie lügen und Geheimnisse für sich bewahrt haben. Entsprechend kann das Spiel sie manipulieren. Dafür werden schöne Momente ersonnen, die das Potenzial der Geschichte ganz ausspielen, ganz stimmig ist das Spiel aber nicht immer. Es kommt vor, dass der Film sich den eigenen Regeln widersetzt und die innere Logik aushebelt. Das ist ein Schwachpunkt, aber einer, den man tolerieren kann.

WAHRHEIT ODER PFLICHT ist spannendes Genre-Kino, das natürlich nicht allzu originell ist, die bekannte Geschichte aber genug variiert, um Horrorfans jeden Alters zu unterhalten – allerdings ist es schon so, dass der Film in erster Linie auch auf ein jugendliches Publikum ausgerichtet ist.

Kritik: Peter Osteried

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