Tomb Raider Filmkritik

Tomb Raider Kritik der neue Film von Roar Uthaug mit Alicia Vikander und Dominic West

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„Tomb Raider“: So fängt das Abenteuer an

Die erste TOMB RAIDER-Verfilmung aus dem Jahr 2001 mit Angelina Jolie war ein Erfolg, der zweite Teil aus dem Jahr 2003 konnte diesen nicht wiederholen. Weil die Zuschauer schon vom Erstling enttäuscht waren. Nun hat man sich an einem Reboot versucht, der innerhalb dieses Kontextes nicht nur sinnig ist, sondern auch funktioniert. Denn er stößt den Zuschauer nicht mitten hinein in die TOMB RAIDER-Mythologie, sondern erzählt im Grunde Lara Crofts Ursprungsgeschichte.

Filmfoto: Tomb Raider©Warner Bros. GmbHLara Croft schlägt sich durchs Leben, weil sie ihr Erbe nicht antreten will. Das würde heißen, dass sie anerkennt, dass ihr vor sieben Jahren verschwundener Vater wirklich tot ist. Aber dann erhält einen Hinweis darauf, wo er damals hin verschwunden ist. Mit ein paar tausend Pfund in der Tasche und jede Menge Mut im Gepäck macht sie sich auf ins Abenteuer ihres Lebens, das sie zu einer kleinen Insel vor der Küste Japans führt. Dort hat ihr Vater etwas entdeckt, hinter dem auch eine mysteriöse Organisation her ist. Lara muss verhindern, dass das Geheimnis in deren Hände fällt, da Millionen Leben auf dem Spiel stehen.

Auf einige der Trademarks, die man mit Lara Croft verbindet, muss man verzichten, so auch auf die zwei silbernen Pistolen, die sie immer mit sich herumträgt. Die kommen erst in der Nachklappe ins Spiel. Bis dahin erlebt man jedoch mit, wie aus Lara Croft die Frau und Heldin wird, die man aus den TOMB RAIDER-Spielen kennt. Das ist clever gemacht, da sich der Film damit zu den vorangegangenen in etwa so verhält, wie es Christopher Nolans BATMAN BEGINS zu den vorherigen Teilen á la BATMAN UND ROBIN getan hat. Die Geschichte wird ernsthafter, aber auch interessanter, weil man miterleben kann, wie die Figur geformt wird.

Filmfoto: Tomb Raider©Warner Bros. GmbHDarüber hinaus denkt man hier aber durchaus groß, denn der Film muss als so etwas wie der Auftakt verstanden werden. Er ist in sich stimmig, eröffnet aber Handlungsmöglichkeiten für Sequels, da man Lara Croft einen mysteriösen, fast krakenartigen Gegner gegenüberstellt, der ebenso wie die Firma ihres Vaters weit verzweigt ist. Damit einher geht ein Verschwörungselement, das sich künftig sehr gut ausbeuten lässt, da hier auch ein mythologischer Aspekt eingebracht wird, der auf beste Art und Weise an die Abenteuer von Indiana Jones erinnert.

TOMB RAIDER ist sehr flott erzählt und bietet einige ganz tolle Action-Einlagen, die z.T. auch an die typischen Herausforderungen eines TOMB RAIDER-Spiels erinnern – etwa dann, wenn sich der Boden unter ara und den anderen verflüchtigt. Das wird vom norwegischen Regisseur Roar Uthaug jedoch immer wieder sehr spielerisch eingesetzt, so dass es nie plump und aufgesetzt, sondern ein homogener Teil des Ganzen ist.

Filmfoto: Tomb Raider©Warner Bros. GmbHAlicia Vikander überzeugt in der Hauptrolle in jeder Beziehung. Sie vermenschlicht Lara Croft auch und zeigt, dass sie eben keine Superheldin ist. Wenn sie kämpft und Schläge einstecken muss, dann stöhnt sie auf und schüttelt das nicht einfach ab. Damit zieht ein Hauch von Realismus in die Geschichte ein, die ansonsten natürlich sehr überdreht ist, aber auch perfekte Blockbuster-Kinounterhaltung bieten kann.

Kritik: Peter Osteried

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