No way out - Gegen die Flammen Filmkritik

No way out - Gegen die Flammen Kritik der neue Film von Joseph Kosinski mit Josh Brolin und Miles Teller

Filmkritik von

„No Way Out“: Für den Zuschauer gibt es nur ein Entkommen – nicht reingehen

Es ist die wahre Geschichte der Granite Mountain Hotshots, die hierzulande vermutlich weniger bekannt ist. Entsprechend dümmlich ist der deutsche Titel, der im Grunde das Ende vorwegnimmt – abgesehen davon, dass es eben doch ein Mann raus aus der Flammenhölle schafft.

Die Truppe von Eric Marsh (Josh Brolin) bekämpft Wildfeuer in Arizona. Zu den sagenumwobenen Hotshots gehören sie aber nicht. Das sind Feuerwehrmänner, die direkt am Brandherd eingesetzt werden, während Marshs Leute mit Schneisen und Gegenfeuern arbeiten. Doch die Truppe bekommt ihre Chance, als die neue Feuersaison beginnt. Doch der Einsatz mitten im Inferno fordert seinen Tribut – und das nicht nur in Hinblick auf das Privatleben der Männer.

Filmfoto: No way out - Gegen die Flammen©StudioCanal DeutschlandJoseph Kosinski hat mit diesem Film der Science Fiction abgeschworen. Ein böser Fehler, denn wo dort sein Auge für brillante Bilder punkten konnte, bietet er hier nur sehr Bodenständiges. Tatsächlich ist es so, als hätte er alles verlernt, denn er bietet im Grunde nicht mehr als ein x-beliebiger Fernsehfilm. Gerade Brände können auch spektakulär sein, sie müssen aber auch entsprechend gefilmt werden. Hier jedoch hat man ständig das Gefühl, beim Durchzappen im Fernsehen beim falschen Film hängengeblieben zu sein.

Die Figuren sind zwar echten Menschen nachempfunden, verhalten sich aber nicht wie solche. Tatsächlich sind sie zu Klischees verkommen, die von den Autoren nach Lust und Laune eingesetzt werden. Oder anders gesagt: Die Geschichte gibt vor, wie diese Figuren zu sein haben. Das ist das Gestalten einer Geschichte nach strengem Baukastenprinzip, ohne dass Esprit oder ein Gefühl für Charakterisierung aufkäme.

Filmfoto: No way out - Gegen die Flammen©StudioCanal DeutschlandDie gebotenen interpersonellen Konflikte sind auch schal und leer. Konkurrenten, die zu Freunden werden, ein Chef und sein Rookie, die irgendwie sehr gleich sind, Streit zuhause, das ist alles so uninspiriert dargeboten, dass man schlichtweg das Interesse an NO WAY OUT – GEGEN DIE FLAMMEN verliert.

Man ist bei diesem Film unbeteiligt. Dass hier das Schicksal vieler Männer entschieden wird, interessiert im Grunde nicht. Man sieht dem allem zu, ein Gefühl für die Menschen – oder gar Teilnahme an ihrem Leben – stellt sich aber nicht ein. Unterm Strich ist es einfach egal, wie diese Geschichte endet, weil sie uns in keiner Sekunde berührt.

Filmfoto: No way out - Gegen die Flammen©StudioCanal DeutschlandDies ist ein unspektakulärer Feuerwehrfilm, der Filmfans allenfalls damit minimal amüsieren kann, dass die Besetzung fast samt und sonders in Marvel-Filmen unterwegs war: Josh Brolin (gerade Thanos in AVENGERS: INFINITY WAR und bald Cable in DEADPOOL 2), Taylor Kitsch (Gambit in WOLVERINE: ORIGINS), Jeff Bridges (der Schurke in IRON MAN), Miles Teller (Mr. Fantastic in FANTASTIC FOUR) und Jennifer Connelly (SPIDER-MAN: HOMECOMING) geben sich hier die Klinke in die Hand.

Kritik: Peter Osteried

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