Early Man - Steinzeit Bereit Filmkritik

Early Man - Steinzeit Bereit Kritik der neue Film von Nick Park mit Friedrich Mücke und Palina Rojinski

Filmkritik von

„Early Man“: Fußball in der Steinzeit

Nick Park wurde mit seinen Figuren Wallace und Gromit bekannt. Mit EARLY MAN – STEINZEIT BEREIT begibt er sich nun in eine längst vergangene Zeit, in der sein Held Dug keinen Hund, dafür aber ein fideles Wildschwein hat. Das Duo erinnert an seine beiden bekanntesten Schöpfungen. Doch damit nicht genug, verbeugt sich Park mit seinem neuesten Werk auch vor der FAMILIE FEUERSTEIN, denn die Steinzeit ist moderner als gedacht.

Filmfoto: Early Man - Steinzeit Bereit©Studiocanal GmbH FilmverleihIm Pleistozän lebten nicht nur die Dinosaurier, sondern auch schon erste Menschen, aber dann kam ein Komet, der auf wundersame Weise die Form eines Fußballs hatte – und die Urzeitmenschen animierte, ein Spiel zu erfinden. Die Menschen wurden vergessen, die Magie des Fußballs aber nicht. Als sich die Steinzeit dem Ende zuneigt und das Bronzezeitalter beginnt, kommt es so auch zum Konflikt zwischen Höhlenmenschen und – naja – moderneren Menschen, der sportlich bei einem Fußballspiel ausgetragen wird. Gewinnen die Höhlenmenschen gegen das überlegene Team Real Bronzio, dürfen sie ihr Tal behalten, in dem jede Menge Edelmetall zu finden ist. Verlieren sie, müssen sie in der Mine schuften, um dieses Metall zu bergen. Aber die Höhlenmenschen haben einen Vorteil: Sie spielen als Team während die anderen sich für Superstars halten und nur auf sich selbst bedacht sind.

Der ganz große Wurf ist Park mit EARLY MAN – STEINZEIT BEREIT nicht gelungen, ein vergnüglicher Film ist dies aber allemal, da er nicht nur wie gewohnt jede Menge kleine Seitengags zu bieten hat, sondern auch mit einigem Wortwitz daherkommt. Zudem sind die Stop-Motion-Animationen natürlich hervorragend und ausgesprochen charmant. So präsentiert sich das Ganze als Unterhaltung für die ganze Familie, die die Urzeithistorie gehörig umkrempelt und sozusagen die geheime Geschichte dahinter erzählt. Inklusive Menschen, die zeitgleich mit Dinosauriern leben, riesige Enten, die Leute fressen und Bronzezeitmenschen, die über allerhand moderne Annehmlichkeiten verfügen.

Filmfoto: Early Man - Steinzeit Bereit©Studiocanal GmbH FilmverleihEs gelingt dem Streifen, jede Altersgruppe anzusprechen. Es gibt Gags für die Kids, aber auch tiefsinnigeren Humor für die Erwachsenen. Möglich ist dies natürlich auch durch die sich an sich beißende Kombination aus Steinzeit und Fußball, die in der Theorie absolut irre klingt, in der Umsetzung aber für beste Unterhaltung sorgt.

Filmfoto: Early Man - Steinzeit Bereit©Studiocanal GmbH FilmverleihDarum verzeiht man EARLY MAN – STEINZEIT BEREIT auch, dass die Geschichte so extrem vorhersehbar ist. Sie entwickelt sich nicht nur, wie man es erwartet, sondern praktisch analog zu jedem Sportfilm, den man jemals gesehen hat. Denn natürlich schlagen sich die Underdogs weit besser als erwartet. Das hätte origineller sein können, aber die Umsetzung täuscht darüber einfach hinweg, weil es in fast jeder Szene etwas zu entdecken und zu lachen gibt.

Die englische Fassung ist dabei vorzuziehen, da hier mit Eddie Redmayne, Maisie Williams, Timothy Spall und vor allem Tim Hiddleston ganz tolle Mimen am Werk sind. Gerade letzterer spielt den Schurken dieser Geschichte mit sehr viel Verve, wobei er den französischen Akzent wundervoll meistert.

Aber ob nun auf Englisch oder Deutsch, einen vergnüglichen Kinobesuch verspricht dieser wunderschön animierte Film auf jeden Fall.

Kritik: Peter Osteried

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