Interview mit Taika Waititi und Jemaine Clement

Interview mit Taika Waititi (Darsteller) und Jemaine Clement (Darsteller) über 5 Zimmer Küche Sarg geführt Filmkritik von

Kritiken: Wie habt ihr euch denn kennen gelernt?

Taika Waititi: Wir haben uns an der Universität kennen gelernt und begonnen, kleinere Projekte zu verwirklichen. Seitdem ist viel passiert.

Kritiken: Wie teilt ihr euch denn die Arbeit beim Drehen auf?

Taika Waititi: Wir haben lange am Drehbuch gearbeitet, da wir wollten, dass es ein sehr naturalistisches Gefühl bekommt. Darum haben wir zwar Dialoge ausgearbeitet, aber darauf gesetzt, dass die Schauspieler sie später zu ihren machen, wenn sie improvisieren. Das hat uns aber ein paar Jahre gekostet. Während der Dreharbeiten konzentriert sich Jemaine auf die Szene und was sie benötigt und arbeitet mit den Schauspielern und der Crew. Dabei besprechen wir uns natürlich immer. Das klappt ganz gut.

Kritiken: In dem Film gibt es die typischen Stereotypen an Vampiren, die Nosferatu-Kreatur oder den Dracula-Verschnitt. Hattet ihr da einen Favoriten?

Taika Waititi: Wir lieben alle Figuren aus unterschiedlichen Gründen. Petyr ist aber derjenige, den wir wahrscheinlich am meisten schätzen.

Kritiken: Ihr spielt ja auch Viago und Vladislav. Waren sie eure erste Wahl?

Taika Waititi: Die Idee hatten wir ja schon vor zehn Jahren und machten dann den Kurzfilm, um zu sehen, wohin sie führt. Ein Wochenende lang haben wir den Kurzfilm gedreht und die Figuren entwickelt. Sie sind im Grunde dieselben Figuren, die man nun auch im Film sieht. Dabei wollten wir, dass alle sehr unterschiedlich sind. Johnny, der Deacon spielt, ist so etwas wie der junge Rebell, während Viago versucht, alles schön sauber und rein zu halten. Jemaines Figur ist etwas älter und irgendwie ein bisschen pervers. Aber ja, wir wussten von Anfang an, welche Figuren wir spielen wollten.

Kritiken: Die Bars, die von den Vampiren aufgesucht wurden, waren echte Clubs.

Taika Waititi: Ja, das stimmt. Wir wollten, dass es sich echt anfühlt. Darum haben wir viel improvisiert.

Kritiken: Wussten alle in der Bar, dass ein Film gedreht wird?

Taika Waititi: Ja, das waren Statisten. Mit Ausnahme von ein paar Leuten auf der Straße. Aber denen mussten wir auch sagen, dass wir hier einen Film drehen, da man das Material sonst nicht problemlos hätte verwenden können. Aber das war schon real. Manchmal haben wir den Türstehern auch gesagt, jetzt kommen gleich ein paar Typen in irren Outfits, lasst die ja nicht rein, egal, was sie sagen.

Kritiken: Ist der Kurzfilm je veröffentlicht worden?

Taika Waititi: Nein, niemals. Aber er wird auf der DVD enthalten sein. Als wir den Kurzfilm drehten, hatten wir keine richtige Geschichte. Es passierte einfach, was passierte, während wir drehten. Ein bisschen davon ist auch noch in 5 ZIMMER KÜCHE SARG vorhanden.

Kritiken: Wie kommt es, dass in der WG keine Frauen dabei sind?

Jemaine Clement: Wohl hauptsächlich, weil wir die Idee schon hatten, als wir noch jung waren und uns WGs so vorgestellt haben. Zudem waren Vampire im Film immer hauptsächlich männlich, weswegen wir dem auch gerecht werden wollten. Es gibt im Film schon auch eine weibliche Figur, die ein Vampir werden will und das auch recht verzweifelt verfolgt.

Kritiken: Stu Rutherford ist kein Schauspieler. Wie seid ihr auf ihn gekommen?

Jemaine Clement: Stu hat schon am Kurzfilm mitgearbeitet. Beim Kinofilm hat er geholfen, Sachen herumzutragen und dergleichen. Da merkten wir, dass er so anders aussieht als der Rest von uns in unserer Vampirkluft. Das fanden wir interessant und packten ihn in mehr Szenen. Seine Rolle wurde größer und größer.

Kritiken: Er ist immer so ruhig, obwohl um ihn herum alles irre ist.

Jemaine Clement: Ja, er ist der einzige Normale in dem Film.

Kritiken: Wie sieht es denn mit einem Sequel aus?

Jemaine Clement: Wir haben ein paar Ideen für ein Sequel. In einer geht es darum, dass die Vampire eine Reise nach Transsylvanien unternehmen, in die alte Heimat. Die andere ist, eine Dokumentation über die Werwölfe und deren Leben zu machen.

Kritiken: Der Gedanke kommt beim Sehen des Films, dass die Werwölfe gut genug sind, eine eigene Dokumentation zu rechtfertigen.

Jemaine Clement: Ja. Wir wollten auch einen Kurzfilm für die DVD machen, aber das hat zeitlich nicht geklappt.

Kritiken: War das Budget klein?

Jemaine Clement: Wir hatten umgerechnet etwa zwei Millionen US-Dollar. Also nicht besonders viel.

Kritiken: Die Effekte sind zahlreicher, als man das bei dieser Art Film erwarten würde.

Jemaine Clement: Wir hatten einfach eine tolle Crew. Viele Leute wissen, wie man digitale Effekte umsetzt, weil sie über Jahre hinweg für Peter Jacksons Firma tätig waren.

Kritiken: Was macht ihr als nächstes?

Jemaine Clement: Wir schreiben gerade an einer Fernsehserie. Ob sie gemacht wird, ist noch unklar, aber da hängen wir uns zurzeit rein.

Kritiken: Vielen Dank für das Gespräch.

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