Dream Boat

Dream Boat

Regisseur: Tristan Ferland Milewski. Drehbuch: Tristan Ferland Milewski

Dream Boat Handlung

Einmal im Jahr sticht das DREAM BOAT in See - es unternimmt eine Kreuzfahrt allein für schwule Männer. Rund 3.000 Passagiere fiebern monatelang dieser Reise entgegen. Fernab von familiären und politischen Restriktionen begleiten wir fünf Männer aus fünf Ländern, die hier ihrem Alltag entfliehen. Die Kreuzfahrt verspricht sieben Tage Sonne, Liebe und Freiheit unter südlicher Sonne - doch mit im Gepäck reisen bei allen - neben ihren Wünschen und Träumen - auch ihre persönlichen Geschichten, ihre Zweifel und Unsicherheiten. Wie viele Hoffnungen wird das DREAM BOAT am Ende erfüllen können? (Quelle: Verleih)

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Thomas Thomas schreib am 23.07.2017 um 22:10 Uhr:

Als Mann, der selbst schwul ist, sehe ich den Film "Dream Boat" mit einem wohlwollenden und mit einem kritischen Auge:

Rein von der Ästhetik her ist der Film meines Erachtens gut gemacht: schöne Aufnahmen, interessante Männer, die von ihren Erfahrungen, Sehnsüchten, Ängsten etc. berichten, sowie ein Aufbau, der das schwule Leben mit zahlreichen seiner Facetten und Widersprüchlichkeiten beleuchtet, sorgen dafür, dass der Streifen zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Die Tatsache, dass es keine wirkliche(n) Figur(en) gibt, mit der/denen sich das Publikum identifizieren kann, hat mich nicht gestört - im Gegenteil: Es werden verschiedene Männer auf dieser Kreuzfahrt begleitet, ohne einen von ihnen in den Fokus zu rücken, mit dem man/n von Anfang bis Ende mitfühlen könnte - somit bleibt nach meiner Wahrnehmung eine Art "Außensicht", "Distanz" erhalten, was angesichts des dokumentarischen Charakters des Filmes sicherlich kein Fehler ist.

ALLERDINGS: Ich habe mich nach dem Ende des Films gefragt, an welche Adressatengruppe/n sich dieser Streifen denn nun überhaupt wendet, wen er erreichen will: Jeder homosexuelle Mann weiß, dass es z.B. schwule Mottoparties gibt, dass Körperlichkeit und jugendliches Auftreten einen enormen Stellenwert haben, wenn es um den Wettbewerb um Liebes- und Sexualpartner geht. Neu ist auch nicht der im Film angeklungene Widerspruch zwischen dem Wunsch vieler Schwuler, ihre Sexualität hemmungslos auszuleben einerseits und der Sehnsucht nach der "großen erfüllten Liebe mit dem Traumprinzen" andererseits. Und auch wenn die Berichte einiger Betroffener, die davon erzählen, wie brutal mit Homosexuellen in ihrem Heimatland umgegangen wird, wirklich ans Herz gehen: Neu ist dieser Aspekt des schwulen Lebens nicht - ebenso wenig wie z.B. die Angst vor dem Verlust der Jugendlichkeit bzw. der Einsamkeit im Alter oder z.B. dem Umgang mit HIV/Aids. Als schwuler Mann habe ich mich mit all den besagten Themen immer wieder auseinandergesetzt bzw. auseinandersetzen müssen. Der Film liefert in dieser Hinsicht also nicht wirklich Neues - durch die Fülle der angerissenen Facetten gelingt es dieser Dokumentation leider nicht, einzelne Themen tiefergehend nachzuverfolgen und möglicherweise für die Zuschauerinnen und Zuschauer neue Aspekte herauszuarbeiten, die überraschend sind und ggf. zum Nachdenken anregen können. Vielleicht will der Film an dieser Stelle einfach zu viel, und es gilt einmal mehr das Fazit: Weniger (Themen) wäre/n mehr gewesen. Oder aber er erhebt gar nicht den Anspruch, weiter in die Tiefe zu gehen. Dann allerdings bringt er dem schwulen Publikum in der Tat von vornherein keine neuen Einblicke und eignet sich in erster Linie allenfalls für andere - heterosexuelle - Zuschauergruppen, die sich ein Bild von einem (!) Ausschnitt des schwulen Lebens verschaffen möchten.

Zusammenfassend wird mir "Dream Boat" als schön gemachter, kurzweiliger Film in Erinnerung bleiben, der mir jedoch keine wesentlich neuen Erkenntnisse gebracht oder mich zum längerfristigen Nachdenken angeregt hat.

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