Den Sternen so nah Filmkritik

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Den Sternen so nah Kritik der neue Film von Peter Chelsom mit Carla Gugino und Britt Robertson

Filmkritik von

Eine Sci-Fi-Romane: „Den Sternen so nah“

Auf einem Jugendroman basiert Den Sternen so nah nicht, auch wenn man das sicherlich meinen könnte, ist das SF-Element doch eher so eingesetzt, dass es als Katalysator für eine süße Teenie-Romanze dienen kann. Dabei ist die Geschichte des Films ganz und gar originär und profitiert davon, zwei tolle Jungstars im Cast zu haben.

Filmfoto: Den Sternen so nah©Tobis FilmDer Teenager Gardner (Asa Butterfield) ist der erste echte Außerirdische, denn er wurde auf dem Mars geboren, da seine Mutter, die als Astronautin zu einer Langzeitmission aufbrach, nicht wusste, dass sie schwanger ist. Da Gardners Körper an die niedrigere Schwerkraft des Mars gewöhnt ist, beschließt man, ihn nicht nach Hause zu holen. Aber das ändert sich, wofür Operationen vonnöten sind, die es ihm aber erlauben, zur Erde zu reisen, wo er sich von seinen Aufpassern losreißt und mit seiner Chat-Freundin Tulsa (Britt Robertson) loszieht, um seinen Vater zu finden. Aber er ahnt nicht, dass sein Körper der Belastung nicht gewachsen ist …

Natürlich darf man es mit der Logik bei diesem Film nicht so ernst nehmen. Die Geschichte behandelt Gardner so, als hätte er so gut wie nie etwas über die Erde gehört. Aber da er in einer Szene auf dem Mars einen Film sieht, ist wohl davon auszugehen, dass er Zugriff zu allerhand Filmen hatte. Seine Unbeholfenheit im Umgang mit anderen Menschen ist darum nicht gänzlich nachvollziehbar. Er benimmt sich hier eher wie der Starman denn wie ein fast ganz normaler Mensch.

Filmfoto: Den Sternen so nah©Tobis FilmEs gibt noch reichlich andere logische Fallstricke, in denen sich Den Sternen so nah wieder und wieder verheddert, aber der Film ist sympathisch erzählt, so dass man ihm das tatsächlich nachsieht. So wird nie geklärt, wie das Baby überhaupt auf dem Mars überleben konnte, oder wieso sich die Welt in den 16 Jahren kein bisschen verändert hat und genauso aussieht wie die unsere – abgesehen von den etwas moderneren Computern, die aber allenfalls Augenwischerei sind.

Filmfoto: Den Sternen so nah©Tobis FilmEine einigermaßen rasante Erzählweise muss darüber hinwegtäuschen, ebenso wie Butterfield und Robertson, die zwar schön zusammen agieren, aber doch sehr unterschiedlich wirken. Das ist natürlich auch gewollt, um den Kontrast des Mars-Jungen mit dem Mädchen vom Land zu forcieren. Allerdings muss man schon feststellen, dass für Britt Robertson die Zeit, in der sie Teenager spielen kann, endgültig vorbei ist. Insbesondere dann, wenn man ihr mit Butterfield einen echten Teenager gegenüberstellt.

Den Sternen so nah ist darüber hinaus sehr gut besetzt, er lebt aber vor allem davon, dass er ein Gefühl für die Schönheit unserer Welt heraufbeschwört, indem er den Zuschauer durch die Augen des jungen Gardner die Wunder sehen lässt, über die man im Alltag normalerweise hinwegsieht.

Kritik: Peter Osteried

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