Planet der Affen 3: Survival Filmkritik

Planet der Affen 3: Survival Kritik der neue Film von Matt Reeves mit Steve Zahn und Sara Canning

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„Planet der Affen: Survival“: Grandioser Abschluss der Trilogie

Es ist ein Kriegsfilm, den Matt Reeves, mit Planet der Affen: Survival präsentiert. Das ist die konsequente Fortführung dessen, was gekommen ist, zugleich aber auch eine ganz andere Art von Film. Diese Reihe erfindet sich mit jedem Teil neu, weswegen sie auch so frisch und aufregend ist. Ganz zu schweigen von den grandiosen Effekten, die mittlerweile eine Qualität erreicht haben, die es erlaubt, die Affen mehr denn je in den Fokus zu rücken.

Filmfoto: Planet der Affen 3: Survival©Twentieth Century Fox of Germany GmbHZwei Jahre sind vergangen, seit Kobas Angriff auf die Menschen den Krieg ausgelöst hat. Seitdem sind Soldaten aus dem Norden unter dem Kommando des Colonels gekommen, die in den Wäldern nach Caesar suchen. Caesar lässt derweil nach einer neuen Heimat für sein Volk suchen, während er gegenüber menschlichen Soldaten Gnade zeigt und hofft, dass dadurch ein Frieden möglich wird. Doch daran hat der Colonel kein Interesse. Als er erbarmungslos zuschlägt, brandet in Caesar Hass auf. Er will den Menschen töten.

Es gibt keinen Moment in diesem Film, an dem man zweifeln würde, echte Lebewesen vor sich zu sehen. Hinzu kommt, dass das Schauspiel großartig ist. Hier ist die perfekte Synthese aus Schauspiel und FX-Zauber entstanden, was alleine schon ein Spektakel wäre, aber dieser dritte Teil der Affen-Saga kann auch inhaltlich punkten. Weil er sehr stringent fortsetzt, was bisher gekommen ist, und das sowohl auf kleiner als auch großer Ebene.

Filmfoto: Planet der Affen 3: Survival©Twentieth Century Fox of Germany GmbHEinerseits hat man den Kampf der Affen gegen die Menschen, wobei letztere immer verzweifelter werden, was mit einer Entwicklung zu tun hat, die schon im ersten Film begonnen hatte. Andererseits hat man Caesar, der droht, wie Koba zu werden. Koba, den Caesar in Planet der Affen: Revolution besiegt hat, konnte nicht vergessen und vergeben, was die Menschen ihm angetan hatten. Er wollte Rache. Nicht anders verhält es sich nun bei Caesar, was in einer besonders starken Szene mit Maurice gipfelt.

Aber in Caesar gibt es mehr als nur Hass. Es gibt auch Barmherzigkeit, selbst im Angesicht des allergrößten Feindes. Hier zeigt der Affe eine Menschlichkeit, mit der ihm Menschen nur selten begegnet sind. Damit wird die Metaphorik dieser Filme noch deutlich unterstrichen, dass der Affe es sich erlauben kann, menschlicher sein als der Mensch – und dass es vielleicht nur der natürliche Weg der Evolution ist, dass der Affe den Menschen ersetzt, so wie der Mensch sich einst vom Affen abspaltete und zur dominanten Spezies wurde.

Filmfoto: Planet der Affen 3: Survival©Twentieth Century Fox of Germany GmbHDas kombiniert Planet der Affen: Survival mit einer starken Hommage an Apocalypse Now, die sich nicht nur, aber vor allem in Woody Harrelsons Figur manifestiert. Er ist Colonel Kurtz, was Harrelson auch bewusst so angelegt hat. Seine Figur hat nur einen echten Moment, nur einen Monolog, in dem sie sich erklärt, aber das ist eines der Highlights dieses Films.

Sehr schön ist die Verbeugung vor der alten Filmreihe, etwa die Einführung einer neuen Nova oder der Verweis auf den Alpha-Omega-Kult, aber das geschieht nie aufdringlich, sondern funktioniert innerhalb dieser neuen Geschichte sehr organisch.

Planet der Affen: Survival ist der Abschluss einer großen Geschichte. Er fühlt sich wie das Ende an, weil die Entwicklung der Menschen voranschreitet, wie sie es nun mal tut, und weil man den Mut hat, auch personell ein Ende einzuleiten, aber natürlich gibt es Möglichkeiten, noch mehr von diesem Planeten der Affen zu erzählen. Angesichts dieser Qualität wäre das nur wünschenswert.

Kritik: Peter Osteried

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