Lommbock Filmkritik

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Lommbock Kritik der neue Film von Christian Zübert mit Moritz Bleibtreu und Wotan Wilke Möhring

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„Lommbock“: Die Kiffer sind zurück

Gespräche über ein Sequel zu Lammbock gab es über die Jahre immer wieder. Die beiden Hauptdarsteller sprachen drüber, der Produzent wollte es, nur Regisseur Christian Zübert war unschlüssig. Weil er fürchtete, dass ein schlechtes Sequel auch dem ersten Film schaden würde. Und weil er nicht wirklich wusste, welche Geschichte seine beiden kiffenden Helden erleben könnten. Aber irgendwann machte es dann Klick.

Filmfoto: Lommbock©Wild Bunch/Central FilmVor 15 Jahren hat Stefan (Lucas Gregorowicz) Würzburg verlassen, weil er eigentlich eine Strandbar eröffnen wollte. Letztlich wurde er Anwalt und lebt nun in Dubai, wo er in das Geschäft seines Stiefvaters in spe einsteigen soll. Die Hochzeit mit seiner Tochter steht kurz bevor, doch dazu benötigt er noch ein Dokument, weswegen er nach Würzburg muss. Dort trifft er nicht nur seinen alten Kumpel Kai (Moritz Bleibtreu) wieder, sondern auch seine alte Flamme Jenny (Alexandra Neldel), was nicht nur mit allerhand Turbulenzen und Problemen einhergeht, sondern ihn sich auch fragen lässt, ob er wirklich heiraten will.

Lommbock zeigt vor allem, dass die Zeit zwar nicht still stehen bleibt, die Menschen es aber doch tun. Denn alle Figuren in diesem Film sind so, wie sie es im Jahr 2001 waren, als der erste Streifen in die Kinos kam. Sie sind nur älter, aber nicht zwangsläufig weiser geworden. Bei manchen wie Stefan mag das anders aussehen, im Kern ist er aber immer noch der Kerl von damals. Dementsprechend ist Lommbock auch die Geschichte seiner emotionalen Reise zurück zu sich selbst.

Filmfoto: Lommbock©Wild Bunch/Central FilmDas klingt hochgestochener, als es ist, denn in erster Linie soll dieser Film unterhalten – und das nicht nur, indem man auf der Nostalgieschiene fährt, sondern die Figuren in immer absurder werdende Geschichten stürzt. Denn Lommbock ist ein eher episodisch strukturierter Film, was durch entsprechende Kapiteltitel auch unterstrichen wird. Die wiederum sind so absonderlich, dass man immer gespannt ist, was sich daraus entspinnen mag. In der Regel gilt: Probleme, die Kai und Stefan lösen müssen.

Das Zusammenspiel von Bleibtreu und Gregorowicz ist großartig. Man merkt die Chemie zwischen den beiden. Aber auch die anderen, liebgewonnenen Figuren sieht man gerne wieder. Besonders toll ist dabei Wotan Wilke Möhring, der als Frank ein paar der größten Lacher auf seiner Seite hat.

Filmfoto: Lommbock©Wild Bunch/Central FilmLammbock erwies sich als Überraschungserfolg, weil er roh, kantig und sehr persönlich war. Das gilt in gewisser Weise auch noch für das Sequel, das ebenso davon profitiert, keine Großstadtgeschichte zu erzählen, sondern quasi in der Provinz angesiedelt zu sein. Der Film huldigt dabei dem Vorgänger, wenn er Kai weiterhin seine bekifften Thesen zum Besten geben lässt. Zudem lebt er davon, das Wiedersehen für die Zuschauer so angenehm zu gestalten. Das Ende ist dann derart knackig, dass man nur hoffen kann, dass es nicht wieder gut 15 Jahre dauert, bis ein dritter Teil kommt.

Kritik: Peter Osteried

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