Fences Filmkritik

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Fences Kritik der neue Film von Denzel Washington mit Denzel Washington und Viola Davis

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Großes Schauspielkino: „Fences“

Für seine dritte Regiearbeit hat sich Denzel Washington ein Projekt ausgesucht, das ihm am Herzen lag: die Verfilmung des gleichnamigen Bühnenstücks. Das wurde bereits in den frühen 2000er Jahren von August Wilson verfasst, der auch für das Theaterstück verantwortlich zeichnet. Wilson, der bereits im Jahr 2005 verstorben ist, erhielt für seine Leistung auch eine Oscar-Nominierung.

Filmfoto: Fences©Paramount Pictures GermanyTroy Maxson (Denzel Washington) arbeitet als Müllmann in Pittsburgh. Aber er hatte mal andere Träume. Träume, die sich nicht erfüllten, was ihn verbittert hat. Denn Maxson hatte das Talent, ein professioneller Baseball-Spieler zu werden, aber damals durften Farbige sich nicht der League anschließen. Und als es endlich erlaubt war, war er zu alt, als dass er noch eine Chance bekommen hätte. Nun hätte sein Sohn die Chance, den Traum seines Vaters wahr zu machen, doch das sorgt für Spannungen in der Familie, weil Troy längst nicht mehr daran glaubt, dass ein Farbiger es zu irgendetwas bringen kann.

Man merkt Fences schon an, dass die Grundlage ein Theaterstück ist. Mehr noch: Man merkt, dass der Film zu nahe am Stoff bleibt. Das ist eigentlich eine gute Sache, sorgt hier aber dafür, dass der Film mit fast zweieinhalb Stunden Laufzeit deutlich zu lang ist. Und dass er sich zu sehr auf wenige Schauplätze – das Haus und den Hinterhof – konzentriert. Das ist eine Notwendigkeit der Bühne, der Film hätte hier aber freier agieren können.

Filmfoto: Fences©Paramount Pictures GermanyDie Stärke des Films sind die elektrisierenden Darstellungen. Washington liefert eine starke Leistung ab. Er strahlt Gefühl, aber auch Verbitterung aus, weil er ein Mann ist, der zu seiner Zeit keine Chance erhielt und nun niemandem sonst eine gönnt. Noch besser ist jedoch Viola Davis als seine Frau, die einige Opfer für ihren Mann gebracht hat, die dieser aber gar nicht zu erkennen in der Lage ist. Sie erhielt für diese Leistung auch einen Golden Globe und ist ebenso wie Washington für einen Oscar nominiert.

Filmfoto: Fences©Paramount Pictures GermanyFences ist auch ein Wettbewerber in der Kategorie „Bester Film“, das Problem mit diesem Werk ist jedoch, dass es irgendwann zu ermüdend wird. Weil sich die Geschichte im Kreis dreht und eine inszenatorische Monotonie eintritt, von der sich dieses Drama nicht wieder erholt. Dabei beginnt der Film so wunderbar. Er fängt das Lokalkolorit, aber auch die Zeit, in der die Geschichte spielt, ein und überzeugt durch die grandiosen Schauspieler. Aber dann zerfällt Fences zu sehr, so dass nicht mehr als die Leistungen der Darsteller bleibt. Eine stärkere Narrative, auch eine Straffung der Geschichte, hätte hier Wunder gewirkt.

Kritik: Peter Osteried

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