Emoji - Der Film Filmkritik

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Emoji - Der Film Kritik der neue Film von Tony Leondis mit Anna Faris und T.J. Miller

Filmkritik von

„Emoji – Der Film“: Hier stinkt etwas gewaltig

Kurzzeitig erreichte Emoji – Der Film beim amerikanischen Kritiken-Aggregator eine Wertung von 0 Prozent. Das heißt, keiner der Rezensenten mochte ihn. Mittlerweile hat er es auf 6 Prozent geschafft, ein toller Wert ist das aber natürlich auch nicht. Davon abgesehen: Er hat das auch verdient. Recht viel schlechter kann eine groß budgetierte Studio-Produktion nicht mehr sein.

Filmfoto: Emoji - Der Film©Sony Pictures Releasing GmbHIn den Tiefen des Handys liegt eine Stadt, die von Emojis bewohnt wird. Die Emojis führen hier ein gutes Leben, nur Gene fällt aus der Reihe. Denn er hat im Gegensatz zu seinen Kollegen mehr als nur einen Gesichtsausdruck drauf. Den braucht er nicht unbedingt, aber vielleicht hilft er bei seiner heldenhaften Herausforderung. Denn die Stadt steht vor der Auslöschung, und damit auch die Emojis. Das wollen Gene und seine Freunde verhindern.

Allenfalls die jüngsten Zuschauer dürften mit diesem Werk noch ihren Spaß haben, gerade aber die älteren, die häufig als Begleiter mitkommen müssen, haben hier aber ganz wenig Freude. Weil man ständig das Gefühl hat, von einem penetranten Verkäufer belästigt zu werden. Das produzierende Studio Sony hielt es nämlich für eine hervorragende Idee, Emoji – Der Film auch zu Werbezwecken zu nutzen und auf eigene Apps und Angebote, die nicht gerade besonders originell in die Handlung integriert werden, hinzuweisen. Hier wird eine gänzlich neue Güte an Product Placement erreicht.

Filmfoto: Emoji - Der Film©Sony Pictures Releasing GmbHDarüber hinaus leidet der Film an seiner eigenen Unlogik, weil er von einer Welt erzählt, die in sich nicht stimmig ist und ständig alles auf den Kopf stellt. Emojis, die mehr als einen Gefühlsausdruck haben, gehen der Grundstimmung entgegen. Die Geschichte selbst ist hanebüchen, da die Vernichtung der Stadt und der Emojis durch einen Neustart des Handys auch automatisch mit einer Wiedergeburt einhergehen würde. Ohnehin steht aber die Frage im Raum: Woher haben die Emojis eigentlich ihre Namen bekommen?

Letzten Endes interessiert man sich für diese essenziellen Dinge aber eh nicht, sondern versucht, eine leidlich rasante Geschichte zu erzählen, die aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass hier kreativ Schmalhans Küchenchef war.

Filmfoto: Emoji - Der Film©Sony Pictures Releasing GmbHEmoji – Der Film ist das perfekte Beispiel dafür, dass man nicht aus allem, was irgendwie populär ist, einen Film machen kann. Zumindest dann nicht, wenn die nötige Phantasie fehlt, um diese Figuren in einen amüsanten Kontext zu verfrachten. Am Ende fällt einem für diesen Film auch nur ein passendes Emoji ein: Der Kackhaufen, der zeigt, dass hier einiges stinkt. Auch dann, wenn sich im Original Patrick Stewart für besagten Kackhaufen hergibt …

Kritik: Peter Osteried

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